Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MITTWOCH-PRESSE (13. MAI 2026)
Foto: Wiener Konzerthaus (c)
Wien/ Konzerthaus
Nelsons versetzt Wien in Mahler-Euphorie
Vier Wochenenden, drei Mahler-Sinfonien, dreimal Weltspitzenklasse: Sowas gibt es auch nur bei den Wiener Philharmonikern! Zum krönenden Abschluss dieses Mahlerfests stand die monumentale Achte Symphonie unter Andris Nelsons auf dem Programm. Ein Gast fand die beiden Konzerte am Wochenende so großartig, dass er sich dieses Werk auch am dritten Tag in Folge nochmal anhörte. Nach dieser Mahler-Sternstunde kann ich nur sagen: Das hätte ich Hals über Kopf sofort auch getan!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de
Wien/Staatsoper
„Rosenkavalier“: Eine Marschallin mit berückendem Silbertimbre
Die Wiener Staatsoper hat eine neue „Rosenkavalier“-Spielserie angesetzt. Der Auftakt unter dem Dirigat von Alexander Soddy erwies sich als Aufführung in eindrucksvoller Balance der Stimmen. Temperament, Brillanz und schöne Stimmen bestimmten den mit Jubel und Bravogeschrei gefeierten ersten „Rosenkavalier“ der neuen Serie. Von Alexander Soddy am Pult weiß man seit seinem „Elektra“-Debüt 2020, mit wie viel Kraft und Energie er bei Richard Strauss aufs Tempo drückt und welch eindrucksvollen Farben- und Stimmungszauber er beschwört.
https://www.krone.at/4138006
Wien/ Staatsoper
Dorfkomödie mit noblen Stimmen: L’elisir d‘amore an der Wiener Staatsoper
Gaetano Donizettis L’elisir d’amore, 1832 uraufgeführt, wurde 1980 von Otto Schenk und seinem Ausstatter Jürgen Rose zu einer eisernen Säule des Repertoires an der Wiener Staatsoper geschmiedet. Anders als alle vier Vorgänger-Inszenierungen des letzten Jahrhunderts, von denen es keine auf zehn Vorstellungen brachte, steht sie praktisch jede Saison am Programm, womit man mit der hier besprochenen Aufführung bei Nummer 283 angelangt is
bachtrack.com.de.damore
Vorbericht MusikTheater an der Wien: Unbefugte Eifersucht Geistreicher Schachzug.
Regisseur Vasily Barkhatov verlegt Verdis „Stiffelio“ zu den Amish People. Und verbindet so gestern und heute. Bühnenbildner Christian Schmidt schafft dafür private Räume.
https://www.buehne-magazin.com/news/unbefugte-eifersucht
Vorbericht Staatsoper: Opernperle
George Bizets Frühwerk „Die Perlenfischer“ ist ein musikalisches Meisterwerk voll großer Melodien. Regie-Rockstar Ersan Mondtag denkt das Werk völlig neu und lässt es doch, wie es ist. Wie das geht, hat er uns erzählt.
https://www.buehne-magazin.com/news/opernperle
München/ Biennale für neues Musiktheater
Codeborn – Auftakt der Münchener Biennale für neues Musiktheater
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,22 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio
Wien/ Konzerthaus
Nelsons versetzt Wien in Mahler-Euphorie
Vier Wochenenden, drei Mahler-Sinfonien, dreimal Weltspitzenklasse: Sowas gibt es auch nur bei den Wiener Philharmonikern! Zum krönenden Abschluss dieses Mahlerfests stand die monumentale Achte Symphonie unter Andris Nelsons auf dem Programm. Ein Gast fand die beiden Konzerte am Wochenende so großartig, dass er sich dieses Werk auch am dritten Tag in Folge nochmal anhörte. Nach dieser Mahler-Sternstunde kann ich nur sagen: Das hätte ich Hals über Kopf sofort auch getan!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de
Graz
Oper Graz zwischen Faust und „Weißem Rössl“
Die Grazer Oper startet im Herbst mit Hector Berlioz’ „La Damnation de Faust“ in die neue Saison. In der Spielzeit 2026/27 wird ein vielfältiges Programm geboten, in dem „Bekanntes, Populäres und Neuzuentdeckendes“ vorkommt. Die erste Premiere wird „La Damnation de Faust“ am 26. September sein. Die von Regisseur Lorenzo Fioroni geplante Inszenierung begreife das Werk aus dem Jahr 1846 als Aufforderung zu einem sinnlichen Denkexperiment, in dem der mythische Faust-Stoff zum Spiegel einer aus den Fugen geratenen Welt gerät. Am Dirigentenpult der Grazer Philharmoniker wird Johannes Braun stehen.
https://steiermark.orf.at/stories/3353760/
Linz
L’Orfeo feiert im Brucknerhaus: Ein Wutausbruch mit „Happy Birthday“ (Bezahlartikel)
30 Jahre L’Orfeo Barockorchester und Michi Gaigg: eine Festmatinee in Linz, bei der Musik von Mozart, dem originellsten Bach-Sohn und Haydn begeisterte.
DiePresse.com.doc.brucknerhaus
München
Kampf der Königinnen
Fesselnd, fasslich und farbenreich gerät Brett Deans umjubelte Uraufführung über das Schicksal der Königinnen Elizabeth Tudor und Mary Stuart. Zwei große Sängerdarstellerinnen tragen den Abend. Es bleiben nur wenige Fragzeichen.
Concerti.de.oper.königinnen
Das laute Flüstern der Gräber
Mit „Of One Blood“ gießt Komponist Brett Dean die Geschichte des weltberühmten Kampfs zwischen Maria Stuart und Königin Elisabeth um den englischen Thron in sinnlich packende Musik. In der Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper macht Regisseur Claus Guth aus dem musikalischen auch einen szenischen Thriller.
DieDeutscheBuehne.de
Der Krieg der Königinnen: «Of One Blood» in München (Bezahlartikel)
Herrscherdramen haben wieder Konjunktur auf den Bühnen. Jetzt zeigt die Bayerische Staatsoper die Auseinandersetzung zwischen Maria Stuart und Elisabeth I. als packende moderne Fallstudie.
https://www.nzz.ch/feuilleton/buehne/der-krieg-der-koeniginnen-ld.10006060
«Of One Blood» – Jubel für neue Oper
Eine englische Königin, ihre schottische Rivalin und ein blutiges Ende. Über Elizabeth I. und Mary Stuart ist viel geschrieben worden – jetzt auch eine neue Oper. In Berlin wurde die Oper «Of One Blood» uraufgeführt – mit viel Applaus und Jubel für den australischen Komponisten Brett Dean und Librettistin Heather Betts. Das Ehepaar, das stets zusammenarbeitet bei neuen Opern, fügt der bekannten, schon von Friedrich Schiller dramatisierten Historie keine großen Überraschungen zu.
DieWelt.de.regionales.bayern
Dieser Sound lässt einen nicht los (Bezahlartikel)
In München wird Brett Deans Oper „Of One Blood“ über die Fehde Maria Stuarts und Elizabeths uraufgeführt. Darin zu hören: das großartigste Crescendo der Operngeschichte – zu einer Enthauptung.
SueddeutscheZeitung.de
Berlin
Stell dir vor, Christian Thielemann dirigiert und keiner geht hin
An der Staatsoper Unter den Linden gibt es eine wahrhaft spektakuläre Strauss-Oper. Doch bleiben weite Teile im zweiten und dritten Rang leer. Was ist passiert? Allein der Blick in den Zuschauerraum irritierte, und zwar gehörig: In weiten Teilen des zweiten und dritten Rangs herrschte gähnende Leere. Im ersten Rang bleiben nach der ersten Pause etliche Sitze leer, nach der zweiten Pause kehrten weitere Besucher nicht mehr auf ihre Plätze zurück. An Thielemann, dem Orchester oder den Sängern lag es nicht – sie lieferten Spitzenleistungen ab, musizierten von Anfang bis zum Ende grandios. Langeweile war absolut nicht möglich.
BerlinerZeitung.de,schweigsameFrau
Frankfurt
Wenn ein Dorf an der Rache erstickt (Bezahlartikel)
So karg wie stark: Wolfgang Fortners Oper „Die Bluthochzeit“ nach Federico García Lorca überzeugt an der Oper Frankfurt sowohl musikalisch wie szenisch.
FrankfurterAllgemeine.net.bluthochzeit
Das ergraute Herz
An der Oper Frankfurt formt Regisseur Alex Ollé Wolfgang Fortners „Bluthochzeit“ nach Federico García Lorca zu einer bitterkalten, entseelten und gerade dadurch so präzisen psychologischen Studie.
Concertide,operkritik.fortner
Hannover
Marien-Erscheinungen
Korngolds »Die tote Stadt« an der Staatsoper Hannover wurde in einer gleichermaßen durchdachten wie originellen Neuinszenierung zu einem Triumph. Mit ihrer Neuproduktion von Erich Wolfgang Korngolds Geniestreich Die tote Stadt – der ersten Aufführung überhaupt an der Leine – hat die Hannoveraner Staatsoper einen Coup gelandet. Die Regie von Ilaria Lanzino braucht kein morbides Brügge, sondern setzt ganz auf die Bergung der psychologischen und psychoanalytischen Finessen, die das Libretto von Vater Julius Korngold bereithält.
https://backstageclassical.com/marien-erscheinungen/
Bayreuth/Markgräfliches Opernhaus
Glück mit Gluck: Michael Hofstetter kommt in Bayreuth (fast) ohne Wagner aus
Bei Bayreuth denkt jeder sofort an Richard Wagner. Dass abseits des Festspielhauses andere Kaliber ihr Unwesen treiben, dafür sorgt Intendant und Dirigent Michael Hofstetter. Die Gluck Festspiele widmen sich dem großen Reformator Christoph Willibald Gluck – der Komponist unserer Zeit, dessen ist sich Hofstetter sicher. Wagner hatte ihn ebenfalls auf dem Radar.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de
Köln
„Picture a day like this“: Ein Wunder, doch anders als erwartet
In der deutschen Erstaufführung ihrer Kammeroper erweisen sich Komponist George Benjamin und Librettist Martin Crimp erneut als Dream Team. Während der Dichter in der Knappheit des Ausdrucks Magie und Geheimnis evoziert, ersinnt der Tonsetzer eine luzide Partitur voller Suggestivkraft.
Concerti.de.opernkritik.picture
Lübeck
Das Lübecker Opernstudio glänzt mit überzeugenden Stimmen
In zahlreichen Opernproduktionen der vergangenen Jahre begeisterten junge Sängerinnen und Sänger aus dem Lübecker Opernstudio das Publikum durch hochprofessionelle und ausgesprochen reife Leistungen. Ihnen allein gehörte am 10. Mai 2026 die Bühne; bei einem zauberhaften Konzert im Mittelrangfoyer des Lübecker Theaters überzeugten sie erneut mit einem bunten Programm, unter anderem aus aktueller und kommender Spielzeit.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de
CD, Blu-Ray-Besprechung
Giovanni Antonini dirigiert den Schmerz aus den Angeln
Giovanni Antonini wählt für den 19. Band seiner Gesamtaufnahme Haydn2032 einen eignen Weg: eine seelische Inventur in Klanggestalt. Mit Il Giardino Armonico spannt er einen Bogen von den Schlachtfeldern des dreißigjährigen Krieges bis zu den Erschütterungen des modernen Terrorismus.
Von Dirk Schauß
Klassik.begeistert.de
Hanau/ Congress-Park
Französischer Esprit erobert Hanau
Der Congress Park in Hanau verwandelte sich am Abend des 9. Mai in einen Ort französischen Esprits. Jens Troester und die Neue Philharmonie Frankfurt luden zum vierten Konzert der Reihe „Congress Park Sinfonie“ – und sie taten es mit der gewohnten Hingabe und handwerklichen Präzision. Das Orchester, das zwar den Namen der nahen Metropole Frankfurt im Titel trägt, seine künstlerische Heimat aber mit Fug und Recht in Hanau behauptet, servierte ein Programm wie ein exquisites Drei-Gänge-Menü: Lili Boulanger als spritziger Aperitif, Frédéric Chopin als virtuose Hauptspeise und César Franck als gewichtiger, aber keineswegs schwer verdaulicher Digestif.
Von Dirk Schauß
Klassik.begeistert.de
Grazer „Schlagergottesdienst“: Veranstalter sprechen von vollem Erfolg
Bereits zweite Auflage des musikalisch-religiösen Events in evangelischer Christuskirche unter dem Motto „Musik verbindet – Glaube ohne Grenzen – Kirche ist offen“. Der zweite „Schlagergottesdienst“ in der evangelischen Christuskirche Graz ist nach Angaben der Veranstalter erneut auf große Resonanz gestoßen. Die Kirche sei bei der Veranstaltung am Sonntag bis auf den letzten Platz gefüllt gewesen, wobei die Besucherinnen und Besucher teils längere Anfahrten in Kauf genommen hätten. Der Gottesdienst fand unter dem Motto „Musik verbindet – Glaube ohne Grenzen – Kirche ist offen“ statt und war inhaltlich an den Eurovision Song Contest (ESC) angelehnt. Im Zentrum standen bekannte Schlager und ESC-Titel aus mehreren Jahrzehnten, darunter „Ein bisschen Frieden“ (Nicole), „Merci Chérie“ (Udo Jürgens) oder „Fly on the Wings of Love“ (Olsen Brothers). Die Lieder wurden im liturgischen Rahmen mit biblischen Bezügen verbunden, insbesondere zur Vorstellung von der Kirche als „einem Leib und vielen Gliedern“, so die Veranstalter.
katholisch.at.aktuell
Hof
Giulietta e Romeo/ Zandonai
Die Geschichte von Romeo und Julia wird derzeit in Hof in einer selten gezeigten Form präsentiert: die 1922 uraufgeführte Oper Giulietta e Romeo von Riccardo Zandonai stellt dabei höchste Anforderungen an Orchester und Besetzung.
Von Jochen Rüth
https://deropernfreund.de/theater-hof/hof-giulietta-e-romeo-riccardo-zandonai/
Tonträger
Arvo Pärts Sinfonien in einer spektakulären Gesamteinspielung
Der 90-jährige Arvo Pärt gehört längst zu den bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. In seiner langen Karriere hat er auch vier Sinfonien komponiert, die jetzt in einer neuen Gesamtaufnahme mit dem Iceland Symphony Orchestra vorliegen.
NDR.de.Kultur.musik.paert
Links zu englischsprachigen Artikeln
Mailand
Teatro alla Scala 2025-26 Review: Pelléas et Mélisande
https://operawire.com/teatro-alla-scala-2025-26-review-pelleas-et-melisande/
Poznán
Poznán Opera House 2026 Review: King Roger
https://operawire.com/poznan-opera-house-2026-review-king-roger/
Barcelona
Xabier Anduaga Encores in ‘Werther’ at Gran Teatre del Liceu
https://operawire.com/xabier-anduaga-encores-in-werther-at-gran-teatre-del-liceu/
Valencia
James Gaffigan leads an excellent performance of Richard Strauss’s Salome in Valencia
seenandheard.international.com.gaffigan
London
Bernstein’s ‘The Age of Anxiety’ proves central to Pappano’s LSO concert
seenandheard.international.com.bernstein
Manchester
When I heard it, I nearly fell off my chair’: behind the scenes at Angel’s Bone,
ENO’s audacious Manchester debut After years of upheaval, English National Opera is staging its first new opera in its northern base: the Pulitzer-winning Angel’s Bone, about two angels brutally exploited by human traffickers. We talk to its creators
https://TheGuardian.com.music.behindthescenes
Glasgow
Sir Thomas Allen’s Marriage of Figaro for Scottish Opera still entertains
bachtrack,com.de.marriage
New York
‘Uno, Dos, Uno!’: Under Dudamel, Classical Music Meets Salsa (Subscription required)
Gustavo Dudamel brought the New York Philharmonic and the Spanish Harlem Orchestra together for the first time, at Lincoln Center and uptown.
NewYorkTimes.com
Seattle
Sasha Cooke brings sharp intelligence to Seattle Opera’s Caribbean-tinged Carmen
https://bachtrack.com/de_DE/review-carmen-curran-cooke-cairns-seattle-opera-may-2026
Ballet / Dance
The Great Gatsby at Kansas City Ballet: dance like everybody’s watching
bachtrack.com.de
Düsseldorf
A Streetcar Named Desire: a bleak but gripping retelling at Ballett am Rhein
bachtrack.de.streetcar
Sprechtheater
Wien/ Volkstheater
Volkstheater Wien startet nächste Spielzeit mit Jelinek-Rundumschlag
Jan Philipp Gloger präsentierte das Programm seiner zweiten Spielzeit 2026/27 und ist auf gestiegene Publikumszahlen stolz
DerStandard.at.story.rundumschlag
Theatergeheimnis: Warum publiziert das Volkstheater seine Einnahmen nicht? (Bezahlartikel)
Direktor Jan Philipp Gloger will Erlöse und Auslastung des Volkstheaters nicht veröffentlichen. Die Besucherzahlen seiner ersten Saison sind aber erfreulich. In seiner zweiten Spielzeit bringt er Woyzeck und ein Jelinek-Quartett, Macbeth und die Kleine Hexe.
DiePresse.com.theatergeheimnis
Mehr Theater für alle – mit Humor und Haltung
Die erste Spielzeit von Jan Philipp Gloger als Direktor am Volkstheater neigt sich dem Ende zu. Er zieht für sich positive Bilanz und blickt erwartungsvoll in die kommende Spielzeit.
https://www.krone.at/4137997
Linz
„Die Ratten“ in Linz: Psycho-Tristesse statt klassischem Elend (Bezahlartikel)
Henriette John mit „Affenliebe“ im Affenkostüm: Gerhart Hauptmanns Tragikomödie im Linzer Schauspielhaus
Kurier.at.die.ratten
Graz/Schauspielhaus
„183 Abgeordnete“: Die Theatralik der Demokratie
Das Schauspielhaus Graz und das Theater im Bahnhof zeigen im Schauraum mit „183 Abgeordnete“ eine bitterböse Abhandlung über den Nationalrat – für Politik- und Theaterfans gleichsam empfehlenswert.
https://www.krone.at/4138111
Ausstellungen/ Kunst
Niederlande: Raubkunst bei Nachfahren von SS-Kollaborateur entdeckt
Werk aus der Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker bei Nachfahren eines berüchtigten SS-Kollaborateurs aufgetaucht. Die Kunstwelt ist um einen spektakulären Fall reicher: In den Niederlanden ist ein von den Nazis geraubtes Gemälde aus der Sammlung des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker im Haus von Nachfahren eines berüchtigten SS-Kollaborateurs aufgetaucht. Das „Porträt eines jungen Mädchens“ des niederländischen Malers Toon Kelder hänge wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten im Flur des Hauses der Enkeltochter von Hendrik Seyffardt, sagte der als „Indiana Jones der Kunstwelt“ bekannte Detektiv Arthur Brand am Montag der Nachrichtenagentur AFP.
Kurier.at.raubkunst
Film
Senta Bergers größtes Geschenk war Mann Michael Verhoeven: „Haben gespürt, da passiert Großes“
Ein aufregendes, glamouröses Leben – doch das schönste Geschenk war nicht der Erfolg, sondern die Liebe, so Berger kurz vor ihrem 85er.
Kurier.at.sentaberger
Wetter
Österreich. Frost-Schock
Achtung: Eisheilige dauern dieses Jahr deutlich länger als gedacht
Wer nach den ersten frühsommerlichen Tagen bereits die Gartensaison eröffnet hat, muss jetzt stark sein: Die Eisheiligen haben Österreich ab heute fest im Griff und sie haben eine böse Überraschung im Gepäck: 2026 dauern die gefürchteten „Eismänner“ deutlich länger als gedacht.
Oe24.ar.eisheilige
Medien
1. ESC-Halbfinale
10 Finalisten, Israel-Störer & singende Swarovski!
Das erste Halbfinale des Song Contest in Wien ist geschlagen – und es hatte alles, was das Herz der ESC-Fans begehrte: einen schrägen Känguru-Song, heiße Feuershows, sexy Kurven, coole Beats und am Ende zehn strahlende Sieger: Griechenland, Finnland, Belgien, Schweden, Moldau, Israel, Serbien, Litauen, Kroatien und Polen sehen wir im Finale wieder!
https://www.krone.at/4138585
Wien
Zu strenge Regeln? Swarovski bei Stadthalle abgewiesenDann geh ich halt heim“
Die Sicherheitsmaßnahmen beim ESC sind so streng, dass offenbar wirklich niemand eine Ausnahme bekommt – nicht einmal Moderatorin Victoria Swarovski. Scanner, Taschenkontrollen, Sicherheitsleute an jeder Ecke. Rund um die Wiener Stadthalle herrscht aktuell Ausnahmezustand. Und jetzt zeigt sich: Selbst die ESC-Hosts müssen sich an die knallharten Regeln halten.
Außerdem: Die Outfits der Stars beim ESC.Auftakt
Heute.at.swarowski
Politik
Wladimir Putin wünscht sich Gerhard Schröder als Ukraine-Vermittler.
Die EU-Außenbeauftragte Kallas winkt ab. Auch in der Bundespolitik gibt es Widerstand. AfD und BSW sind offen.
zdf.de.ukraine-russland
———–
Unter’m Strich
Viral gegangen: Der Papst trägt Nikes
Während der Teufel auf der Kinoleinwand aktuell wieder Prada trägt, ist Robert Francis Prevost im Trailer zum Dokumentarfilm „Leone a Roma“ in Sneakers unterwegs.
DiePresse.com
INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 13. MAI 2026)
INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 13. MAI 2026) –
Quelle: onlinemerker.com
Der Dirigent, der erzählt. 7 Abende ab 15.Euro

New York, 1943. Béla Bartók liegt im Krankenhaus. Mittellos, schwer krank, fast vergessen. Dann steht ein Besucher am Bett – Serge Koussevitzky vom Boston Symphony Orchestra, mit einem Kompositionsauftrag und einem Scheck über tausend Dollar. In acht Wochen schreibt Bartók im Krankenbett sein größtes Orchesterwerk.
Solche Geschichten erzählt Markus Poschner gerne. Und ab dieser Saison erzählt er sie als neuer Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien.
Poschner ist ein seltener Typ am Pult: Er dirigiert auf höchstem Niveau – seine Einspielung von Hindemiths «Mathis der Maler» gewann 2025 den International Classical Music Award – und er nimmt sich zugleich die Zeit, dem Publikum zu erklären, was es gerade hört. Bei seiner eigenen Reihe «Poschners Meilensteine» moderiert er die Konzerte selbst: 60 Minuten, ein zentrales Werk, eine Geschichte dahinter. Im Goldenen Saal. Ab €15.
Sieben RSO-Abende stehen in der Jeunesse Saison 26/27 auf dem Programm. Bei zwei davon erzählt Poschner mit – die Bartók-Geschichte ist eine. Die zweite handelt von einer Symphonie, die Stalin verspottet, ohne dass es der Diktator bemerkt. Bei den zwei weiteren Abenden zieht er das Programm als Dirigent des ORF Radio-Symphonie Orchester Wien durch – mit Stargästen in der Saison 26|27wie Edgar Moreau, Tabea Zimmermann, Jess Gillam und Alexander Malofeev.
Poschners Meilensteine: Bartok
Ticket Info
Jeunesse Wien1010 WienBösendorferstraße 12 Telefon: +43 (1) 505 63 56tickets(at)jeunesse.at
________________________________________________________________________________________________
ERFURT:Am 14. Mai 2026 lädt ein festliches Konzert im Anschluss an den Gottesdienst um 12:30 Uhr nach Erfurt ein.
Mitwirkende: Alik Adukayumov (Bariton)
Maryna Lopez (Mezzo-Sopran)
Adolfo Lopez Gomez (Klavier)
Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Händel, Puccini, Verdi und Brahms.
Ort: Tettausstraße 3–4, 99094 Erfurt
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Ein musikalischer Nachmittag voller geistlicher und klassischer Klangwelten.

Alik Abdukayumov ist ein international tätiger Bariton, der an renommierten Opernhäusern wie der Oper Leipzig, der Volksoper Wien, den Staatsopern in Hamburg, Budapest und Helsinki sowie am Théâtre Royal de la Monnaie gastiert. Zu seinen künstlerischen Schwerpunkten zählen bedeutende Partien des klassischen italienischen, französischen, deutschen Opern- und Konzertrepertoires. Seit dem Sommersemester 2025 ist er Lehrbeauftragter für das Hauptfach Gesang an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
_______________________________________________________________________________________________
Rohrau/ NÖ: „Internationalen Haydn-Gesangswettbewerbs für Klassisches Lied und Arie‟. 22. – 24.Mai 2026

Dr. Michael Linsbauer, KS. Angelika Kirchschlager. Foto: Niklas Schnaubelt
Von 22. bis 24. Mai 2026 ist Schloss Rohrau zum 8. Mal Schauplatz des „Internationalen Haydn-Gesangswettbewerbs für Klassisches Lied und Arie‟ unter dem Juryvorsitz von Kammersängerin Angelika Kirchschlager. Der international renommierte Wettbewerb findet im Rahmen der Klassikkonzertreihe „Haydnregion Niederösterreich“ statt und dient Nachwuchssängerinnen und -sängern aus allen Teilen der Welt als Sprungbrett zur internationalen Karriere. Beim öffentlichen Finalkonzert am 24. Mai ist das Publikum eingeladen, für den Publikumspreis zu stimmen.
Von den zahlreichen Bewerbern des diesjährigen Wettbewerbs haben sich 32 Kandidaten und Kandidatinnen für die Teilnahme in der 1. Wettbewerbsrunde qualifiziert, davon 19 Damen und 13 Herren aus 13 Nationen, darunter Österreich, Deutschland, Schweiz, Portugal, Spanien, Tschechien, Ukraine, Russland, USA, Venezuela, Japan und Südkorea.
Die Finalrunde am 24. Mai wird auch dieses Jahr LIVE online übertragen unter: https://www.haydnregion-noe.at/wettbewerb-2026.html
—
Mehr Infos zu Wettbewerb, Preisen und Jurymitgliedern unter www.haydnregion-noe.at; https://www.haydnregion-noe.at/wettbewerb-2026.html sowie weiter unten in diesem E-Mail.
_______________________________________________________________________________________________
Das Landestheater Detmold stellt seine Pläne für die Spielzeit 2026/27 vor

Nach der erfolgreichen Jubiläums-Spielzeit zum 200-jährigen Bestehen des Theaters in Detmold, mit einer Festwoche im November 2025, in der 60 gut besuchten Veranstaltungen das Publikum auf vielfältige Weise einbanden, sowie insgesamt drei Uraufführungen in Musical, Ballett und Jungem Musiktheater in eben dieser Jubiläums-Spielzeit, stellte Intendantin Kirsten Uttendorf nun die Pläne für die Spielzeit 2026/27 vor.
Unter dem Spielzeitmotto »Gestalten der Vielfalt« präsentiert das Landestheater Detmold ein Programm, das die Herausforderungen unserer pluralistischen Gesellschaft in den Fokus nimmt.
Einen personellen Neustart gibt es in den Sparten Schauspiel und Ballett, konnte Kirsten Uttendorf doch mit Gustav Rueb als Schauspieldirektor und Ivan Alboresi als Ballettdirektor zwei neue Spartendirektoren gewinnen. Kirsten Uttendorf zu den Neuberufungen: »Ich freue mich sehr auf die produktive Zusammenarbeit mit Gustav Rueb und Ivan Alboresi, die beide mit viel Elan und frischen Ideen zu uns nach Detmold kommen und einen Spielplan entwickelt haben, der unser Publikum in Detmold und bei unseren Gastspielorten sicher sehr interessieren und begeistern wird. Glücklich bin ich auch, dass beide Spartenleiter in ihren Ensembles für weitgehende Kontinuität sorgen und gern mit vielen unserer hervorragenden Künstler*innen weiter zusammenarbeiten werden.«
Im Musiktheater werden sechs Premieren vorbereitet: Für die Eröffnungspremiere der Spielzeit, »La bohème« von Giacomo Puccini, zeichnet Regisseurin Katharina Thoma verantwortlich. Unter der Musikalischen Leitung von GMD Per-Otto Johansson wird die international gefragte Regisseurin den Fokus auf die Ausgestaltung der Rolle der Mimì und ihrer Beziehung zu Rodolfo legen.
Mit »Der Vogelhändler« präsentiert das Landestheater Detmold ab Oktober einen spritzigen Operettenklassiker in der Inszenierung von Hans Walter Richter. Die Geschichte der Post-Christl mit ihrem Adam aus Tirol steckt voll von musikalischen Leckerbissen und einer gehörigen Portion Humor.
In einer Kammerfassung erlebt im Dezember die komische Oper »Don Pasquale« von Gaetano Donizetti ihre Premiere im Detmolder Sommertheater. Diese Fassung, arrangiert von Chordirektor Francesco Damiani, bringt große Oper auch in kleinere Spielstätten.
Im Februar 2027 folgt dann die Premiere von Benjamin Brittens »Peter Grimes« unter der Musikalischen Leitung von Per-Otto Johansson und in der Regie von Philipp Westerbarkei. Die 1945 entstandene Oper lässt die Suche und die Kämpfe nach einem Platz in einer geschlossenen Gesellschaft anklingen und besticht durch ihre packende Atmosphäre.
Mit »L’Amour de loin« von Kaija Saariaho kehrt Regisseur Dirk Schmeding nach Detmold zurück. In dieser ersten Oper der 2023 verstorbenen finnischen Komponistin verschmelzen instrumentale, elektronische und vokale Musik tonmalerisch zu Momenten höchster Gefühle – ein betörendes Erlebnis, das lange nachhallt.
Den Abschluss im Premierenreigen des Musiktheaters bildet ein Musical-Klassiker: »Anatevka« unter der Musikalischen Leitung von Mathias Mönius und in der Inszenierung von Julia Huebner.
Das Ballett des Landestheaters bereitet mit seinem neuen Ballettdirektor Ivan Alboresi zwei Premieren und eine Ballettgala vor. Die Ballettgala präsentiert unter dem Titel »ANKOMMEN« Ausschnitte aus bisherigen Kreationen von Ivan Alboresi sowie neue Choreografien, die speziell für das Ballett des Landestheaters Detmold entstanden sind.
Im November erlebt dann eines der großen klassischen Werke seine Premiere: »Der Nussknacker« zur unvergänglichen Musik von Peter I. Tschaikowski und in der Choreografie von Ivan Alboresi. Dieses Ballett zeigt, wie verschieden Ausdrucksformen sein können – und wie sie doch gemeinsam eine große, verbindende Geschichte erzählen.
Im März 2027 folgt die Uraufführung des Ballett-Doppelabends »Innere Welten«, inspiriert von den Werken Hermann Hesses, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiern würde. Ivan Alboresi beschäftigt sich im ersten Teil des Abends mit »Der Steppenwolf« – einem Werk, das wie kaum ein anderes die Vielfalt der menschlichen Identität beleuchtet. Für den zweiten Teil des Ballettabends zeichnet der Choreograf Douglas Lee verantwortlich.
Neu hinzu kommt im Ballett der Bereich Tanzvermittlung und bietet damit auch Menschen jenseits der Sprachbarriere Möglichkeiten der Teilhabe. Dazu Ivan Alboresi: »Wir freuen uns, dass wir ab dieser Spielzeit auch in der Sparte Ballett inszenierungsbegleitende Workshops und Probenbesuche für Klassen und Gruppen anbieten werden. Dazu einen Movementclub für 14 bis 24-Jährige und unter dem Namen ›Tanz mit!‹ offene Trainings für alle Interessierten.«
Das Schauspiel setzt sich in seinen insgesamt zwölf Premieren – darunter zwei Uraufführungen und zwei Deutsche Erstaufführungen – gemeinsam mit seinem neuen Schauspieldirektor Gustav Rueb mit der Sichtbarmachung der Vielfalt unserer Gesellschaft auseinander und will Raum geben für Dialog und kollaboratives Miteinander.
Eröffnet wird die Schauspiel-Spielzeit mit der Premiere einer Roman-Adaption: »22 Bahnen« nach dem Bestseller-Roman von Caroline Wahl beschäftigt sich auf berührende und unterhaltsame Weise mit einer jungen Frau, die zwischen familiären Verpflichtungen und ihrem Wunsch nach Selbstbestimmung hin und her gerissen ist.
Im Großen Haus inszeniert Gustav Rueb zur Eröffnung Ibsens »Ein Volksfeind« in der Bearbeitung des ukrainischen Autors Dmitrij Gawrisch als Deutsche Erstaufführung und bringt damit ein Stück zur Aufführung, das exemplarisch beschreibt, wie in der Demokratie um eine Haltung zur Welt gerungen werden muss.
Die Uraufführung des Liederabends »Treffpunkt: Kiosk« beschäftigt sich mit der Vielfalt unterschiedlicher Menschen, die an einem Büdchen aufeinandertreffen, und trotz aller Differenzen miteinander ins Gespräch kommen. In der Inszenierung von Kirsten Uttendorf darf sich das Publikum auf einen berührenden, heiteren aber auch tiefsinnigen musikalischen Abend rund um den Kiosk freuen.
»Muttersprache Mameloschn« von Sasha Marianna Salzmann erzählt von drei Generationen einer jüdischen Familie und den unterschiedlichen Lebensentwürfen dreier Frauen. »Die Leiden des jungen Werther«, ein Monodram nach Goethes Briefroman, das sich sowohl mit der Suche nach dem eigenen Ich als auch mit dem Anrennen gegen gesellschaftliche Schranken beschäftigt, wird im November seine Premiere erleben und als mobile Produktion angeboten.
Die Uraufführung »Wie aus dem Gesicht geschnitten«, ein Schauspiel von Boris Dennulat in der Regie von Gustav Rueb, stellt die Frage nach Identitäten nach einer Gesichtstransplantation und die Deutsche Erstaufführung »Die Eingeborenen von Maria Blut« führt die Zuschauenden ins Österreich der 1930er Jahre und in eine Gesellschaft, in der die Folgen des Ultranationalismus eindrücklich gezeigt werden.
Mit »Doktormutter Faust« von Fatma Aydemir rückt eine Frau ins Zentrum, die in ihrem universitären Milieu ähnliche und doch ganz andere Probleme zu bewältigen hat als Faust in Goethes Theaterstück. »Im Spiegelsaal« nach der Graphic Novel von Liv Strömquist hinterfragt, wie viel Raum das Streben nach einem perfekten Äußeren in unserem Leben einnehmen sollte. Einer der Schlüsseltexte der Moderne, »Orlando« von Virginia Woolf, beschäftigt sich mit der Identitätssuche eines Menschen, der nicht nur 300 Jahre alt wird, sondern auch sein Geschlecht wechseln kann.
Im Hoftheater wird die Spielzeit 2026/27 dann mit »Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)« beendet. Ab Mai 2027 lädt das Landestheater zu einem theatralen Stadtspaziergang durch Detmold auf den Spuren jüdischer Mitbürger*innen ein.
Darüber hinaus feiert das Landestheater im Jahr 2026 den 225. Geburtstag von Christian Dietrich Grabbe und hat gemeinsam mit der Grabbe-Gesellschaft den Jubiläums-Grabbe-Preis ausgeschrieben.
Auf dem Spielplan des Jungen Theaters stehen vier Neuproduktionen, im Jungen Musiktheater erlebt das Auftragswerk des Landestheaters »Solange du fliegst« seine Uraufführung. Die Komposition von Clemens K. Thomas auf das Libretto von Miriam Götz und Clemens K. Thomas widmet sich einer Flugpionierin und Frauenrechtlerin, die als erste Frau den Atlantik überflog.
Im Schauspiel des Jungen Theaters inszeniert dessen Leiterin, Natascha Mamier, die Eröffnungspremiere »Ein Schaf fürs Leben« von Maritgen Matter, als Familienstück wird »Die kleine Hexe« von Otfried Preußler ihr Unwesen auf der Bühne des Großen Hauses treiben und »Mein ziemlich seltsamer Freund Walter« von Sibylle Berg hilf der Protagonistin schließlich, sich ein bisschen besser auf der Erde zurecht zu finden und zuhause zu fühlen.
Neben diesen insgesamt 25 Premieren in allen Sparten, zwei Symphoniekonzerten des Symphonischen Orchesters unter der Musikalischen Leitung des GMD Per-Otto Johansson, zwei Schul- und Familienkonzerten, verschiedenen Sonder- und Kammerkonzerten und 13 Wiederaufnahmen kann sich das Publikum auf die Fortsetzung der Liederabend-Reihe »Unerhört!« freuen, die Komponistinnen aller Epochen in einem kurzweiligen Abend von Ensemblemitgliedern Gehör verschafft.
Zur Einstimmung in die Spielzeit lädt das Landestheater zu drei Open-Air-Tagen in den Schlosspark in Detmold ein. Vom 28. bis zum 30. August 2026 zeigt das Theater ein vielfältiges Programm und bietet dem Publikum aus der Stadt und der Region die Gelegenheit, den Beginn der Spielzeit 2026/27 gemeinsam zu erleben und zu feiern.
Der Vorverkauf für die Spielzeit 2026/27 startet am 11. August 2026. Ab diesem Tag können Karten für alle Veranstaltungen bis zum 31.1.2027 erworben werden. Ab dem 1.12.2026 startet dann der Vorverkauf für die zweite Spielzeithälfte vom 1.2.2027 bis zum Spielzeitende. Abonnements können ab sofort an der Theaterkasse gebucht werden. Abonnent*innen haben ab dem 12. August die Möglichkeit, weitere Tickets bereits für die gesamte Spielzeit zu kaufen.
Das Spielzeitheft für die Spielzeit 2026/27 ist ab sofort im Landestheater Detmold bei der Theaterkasse und in den Foyers kostenlos erhältlich, sowie auch unter landestheater-detmold.de einsehbar.
_____________________________________________________________________________________________
Brünn / Mahen Theater 08.05.2026: „GISELLE“. – Ballettpremiere vereint romantischen Stil mit kubanischer Leidenschaft
Ein beliebtes wie berühmtes Ballett kehrt mit dieser Produktion nach Brno zurück: Das zweiaktige Ballett „Giselle“ zur Komposition von Adolphe Adam beruht auf dem Libretto von Théophile Gautier und Jules-Henri Vernoy de Saint-George nach Heinrich Heine und basiert auf der Choreografie von Jean Coralli und Jules Perrot. Uraufgeführt 1841 in Paris mit Carlotta Grisi in der Titelrolle, wurde dieses Werk rasch in der damaligen Ballettwelt ein Erfolg. In Brno gelangte dieses Stück erst spät zur Aufführung – die Version von Miroslav Kůra stammt von 1968, die Fassung von Jiří Blažek aus dem Jahr 1983. Daher war es Mário Radačovský, dem artistic director of Národni divadlo Brno-Ballet, ein großes Anliegen, dieses bekannte Ballett wieder hierher auf die Bühne zu bringen.
Der kubanische Choreograf Rodolfo Castellanos studierte nun seine Version mit der Ballettcompagnie ein. Damals als Tänzer im Ballet Nacional de Cuba arbeitete Alicia Alonso mit ihm und so vereint er in seiner Kreation den romantischen Stil ganz in der Tradition nach Alicia Alonso mit kubanischer Leidenschaft und viel Pantomime, um Herz und Seele in den Charakteren sichtbar zu machen. Als Assistent Choreographer unterstützte ihn Yolanda Correa, Primaballerina und Principal Soloist im Norwegian National Ballet. Der Fokus in der choreografischen Arbeit liegt hier bei der Protagonistin, die im Zentrum steht, während der männliche Hauptpart zurückhaltender gesehen wird. Auch musikalisch setzt Rodolfo Castellanos besondere Akzente, indem er u.a. vier Paare zum Divertissement des Bauern-Pas de deux einsetzt. Das dazu passende Bühnensetting lässt er im Mittelalter ansetzen – pittoresk umgesetzt von Jaroslav Milfajt; die farbenfrohen Kostüme stammen von Ľudmila Várossová. Den edlen Rahmen als Aufführungsort für diese Produktion bildet das Mahen Theater mit seinem prächtigen historischen Ambiente.

Das Blumenorakel: Ksenia Ovsyanick (Giselle) und Alejandro Virelles (Albrecht)
(© Pavel Hejný)
Für die Premiere konnte Mário Radačovský international bekannte Ballettpersönlichkeiten als Gäste gewinnen: Ksenia Ovsyanick gastiert als Giselle und Alejandro Virelles als Albrecht. In der Sowjetunion geboren und in Belarus aufgewachsen, wo sie ihre Ballettausbildung absolvierte, kam Ksenia Ovsyanick mit einem Stipendium vom renommierten Ballettwettbewerb Prix de Lausanne an die English National Ballet School und wurde 2008 ans English National Ballet engagiert, wo sie gleich zu Beginn ihrer Karriere die Partie der Giselle tanzte. 2016 wechselte sie ans Staatsballett Berlin, dem sie bis 2024 als Erste Solistin angehörte, um nun als internationale Gastkünstlerin aufzutreten. Ksenia Ovsyanick spielt im ersten Akt hingebungsvoll das verliebte Bauernmädchen, dass die jähe Erkenntnis des Liebesbetruges in den Wahnsinn und damit in den Tod treibt. Im zweiten Akt erscheint sie als verinnerlichtes Geisterwesen, das schwerelos über die Bühne gleitet. In ihrer Rolleninterpretation überzeugt sie durch ihre emotionale Stärke im Ausdruck und feinen Tanz.

Liebe über den Tod hinaus: Ksenia Ovsyanick (Giselle) und Alejandro Virelles (Albrecht)
(© Pavel Hejný)
Alejandro Virelles stammt aus Kuba und war Erster Solist beim Staatsballett Berlin; zuvor war er u.a. am English National Ballet und dem Bayerischen Staatsballett engagiert. Er zeigt sich hier als schmucker Junker, für den Giselle nur eine kleine Tändelei bedeutet, um erst zu spät die gesamte Tragweite seines gedankenlosen Handels zu erkennen und am Ende reumütig an Giselles Grab nieder zu sinken. Sein technisches Können lässt er in seinen Sprüngen aufblitzen und bietet ein sicheres Handling im harmonischen Interagieren mit seiner Partnerin.
Große Präsenz auch in einer kleineren Rolle bewies Shoma Ogasawara als treu ergebener Freund Wilfried – er machte damit neugierig auf seinen künftigen Auftritt als Albrecht. Als etwas ungehobelter Wildhüter mit einem Herz voll Liebe zu Giselle konnte Ilja Mironovgefallen.

Exquisit tanzend: An Se Hyun als Myrtha (© Pavel Hejný)
An Se Hyun überzeugt als Myrtha durch exquisiten Tanz, sie führte das stilvoll tanzende Corps de ballet der Wilis souverän an. Mit kühler wie unerbittlicher Härte kennt sie Hilarion gegenüber keine Gnade und so muss er sich zu Tode tanzen, während Albrecht nur durch die Kraft von Giselles über das Leben hinausgehender Liebe vor dem Tod bewahrt blieb.

Das stilvoll tanzende Corps de ballet der Wilis (© Pavel Hejný)
In den Charakterrollen waren Ivan Popov als majestätischer Herzog von Kurland, Nashua Mironova als huldvolle Bathilde und Jelizaveta Šibajeva als besorgte Mutter Bertha zu sehen. Das Ballettensemble tanzte mit viel Esprit im ersten Akt als ländliche Bevölkerung.
Das Orchester stand unter der umsichtigen und feinfühligen Leitung des jungen Dirigenten Dominik Pernica. Das vom Gesehenen sehr angetane Publikum zollte allen Mitwirkenden sowie dem Leading Team viel und langanhaltenden Beifall mit Standing Ovation. Sehenswert sind sicherlich auch die weiteren Vorstellungen getanzt von alternativen Besetzungen aus dem Ballett Národni divadlo Brno.
Ira Werbowsky
________________________________________________________________________________________________
Concerto Köln beruft Ulrike Shapiro zur neuen Geschäftsführerin
Das renommierte Ensemble für Alte Musik Concerto Köln bekommt eine neue Geschäftsführerin: Zum 1. Juni 2026 übernimmt Ulrike Shapiro die Geschäftsführung des traditionsreichen Barockorchesters. Die international erfahrene Kulturmanagerin und Musikerin verbindet strategische Expertise mit fundierter künstlerischer Praxis.
Mit Ulrike Shapiro gewinnt Concerto Köln eine Geschäftsführerin, die künstlerisches Verständnis, internationale Erfahrung, wirtschaftliche Kompetenz und strategische Weitsicht verbindet. Ihre langjährige Arbeit mit Tempesta di Mare in Philadelphia, ihre Erfahrung in Opern- und Ensemblekontexten sowie ihr kooperativer Führungsstil passen hervorragend zu Concerto Köln. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihr neue Impulse für die Zukunft des Ensembles zu setzen.
Hannah Freienstein, Künstlerische Leiterin von Concerto Köln
Ulrike Shapiro lebt seit vielen Jahren in den USA und verbindet umfassende Erfahrung im Kulturmanagement mit einer fundierten künstlerischen Praxis. Seit 2013 ist sie Geschäftsführerin von Tempesta di Mare | Philadelphia Baroque Orchestra, zuvor war sie dort bereits seit 2006 als Managing Director tätig. Dort verantwortete sie unter anderem Spielzeiten, Festivals und Tourneen, Fundraising und Sponsoring, Finanzplanung, Kommunikation und Marketing sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Förderinstitutionen.
Concerto Köln steht für eine lebendige und international ausstrahlende Alte-Musik-Praxis, die mich seit langem begeistert. Ich freue mich sehr darauf, den Weg, den Concerto Köln seit vielen Jahren so erfolgreich geht, gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern, dem Team und den Partnern des Ensembles weiterzugestalten, neue Perspektiven zu entwickeln, und ein treues und neues Publikum immer wieder für die Musik des Ensembles zu begeistern.
Ulrike Shapiro, Geschäftsführerin von Concerto Köln
Neben ihrer Tätigkeit als Kulturmanagerin ist Shapiro auch künstlerisch aktiv. Sie ist Spezialistin für deutsche Aussprache und Diktion und arbeitet unter anderem mit der Opernabteilung des Curtis Institute of Music sowie dem Bach Choir of Bethlehem zusammen. Zudem war sie viele Jahre als professionelle Sängerin und Regieassistentin tätig.
Vor ihrer Arbeit bei Tempesta di Mare war Shapiro bei Opera Philadelphia als Managerin für Produktionsinitiativen und Künstlerische Administration sowie als Referentin des Generaldirektors tätig. Ulrike Shapiro studierte Gesang am Peabody Conservatory of the Johns Hopkins University in Baltimore und absolviert derzeit ein Fernstudium Kulturmanagement an der Deutschen Akademie für Management in Berlin.
Hier finden Sie die Pressemeldung und ein Bild von Ulrike Shapiro zum Download.
Weitere Informationen unter www.concerto-koeln.de
_________________________________________________________________________________________
schoepfblog – Programm der 20. Kalenderwoche vom 11.05.2026 bis zum 17.05.2026
Montag:
Apropos: Nachtrag zu Wöginger: Politiker sollen nicht hintenherum intrigieren, sondern sich offen zu ihren Kandidaten bekennen. (Alois Schöpf)
Dienstag:
Literatur: Michael Melville, ein in London lebender und in Tirol aufgewachsener Schriftsteller, schrieb ein Buch über die kampflose Übergabe Innsbrucks 1945 an die Alliierten. (Helmut Schiestl)
Literatur: Und schon wieder wurde von einer hochmögenden Jury ein Roman für die Aktion „Innsbruck liest“ ausgewählt. Helmuth Schönauer hat das Werk begutachtet.
Mittwoch:
Internet: Hannes Hofinger kann sich eine gewisse Freude nicht verkneifen, wenn ein obergescheiter Unternehmer auf einen Internetbetrug hereingefallen ist.
Feminismus: Susanne Weinhöppel beschreibt aus sehr persönlicher Sicht und mit Humor, wie das mit der Gleichberechtigung der Frauen wirklich ist.
Donnerstag:
Feminismus: Markus Fenner steuert den wichtigen Gedanken bei, dass Männer von den heutigen Frauen mehr profitieren als von den früher in ihren Rollen gefangenen und eingezwängten.
Tourismus: Reinhold Knoll beobachtet bei seinem Wiener Spaziergang Touristen, die sich wieder einmal als eine besonders dumme Manifestation des Menschseins erweisen.
Freitag:
Transit: Am 30. Mai wird in Tirol die Autobahn blockiert. Für Alois Schöpf nicht eine politische Demonstration, sondern ein religiöser Akt in Nachfolge von Andreas Hofer und Jesus Christus.
Kunst: Hermann Arnold zur Biennale in Venedig und dem mit dem Urin der Besucher gefüllten Swimmingpool der diesjährigen Repräsentantin des österreichischen Kunstschaffens.
Samstag:
Poesie: Zwei Gedichte von Elias Schneitter.
Poesie: Ein Gedicht von Janus Zeitstein, das von einer Biennale-Aktion aus Hötting und dem Abstieg des Künstlers in eine reale, für die Kunstszene allerdings zu sehr stinkende Senkgrube berichtet.
Sonntag:
Blick von außen: Im Südtiroler Landtag erzählten prominente, im Ausland tätige Südtiroler, wie sie ihr Heimatland sehen. In Nordtirol mangels Prominenter in Freiheit undenkbar. (Helmuth Schönauer)