DIE MITTWOCH-PRESSE – 15. JULI 2026

DIE MITTWOCH-PRESSE – 15. JULI 2026  klassik-begeistert.de

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DIE MITTWOCH-PRESSE  – 15. JULI 2026

Szene aus „Alcina“ im Prinzregententheater © G. Schied 

München/Opernfestspiele
Alcina“ – Johanna Wehner inszeniert Händel bei den Opernfestspielen München
Audio von Jörn Florian Fuchs (4,55 Minuten)
deutschlandfunk.de

Salzburg
Salzburger Festspiele entzünden mit Gratisevents die Festivaleuphorie
Drei Tage lang öffnen die Festspiele ihre Türen beim „Fest zur Festspieleröffnung“ – mit Probeneinblicken, Führungen oder Konzerten in der Stadt. Die Salzburger Festspiele haben die barocke Stadt an der Salzach allsommerlich seit 125 Jahren fest im Griff. Die Gassen sind beflaggt, die Brücken plakatiert. Und überall flanieren (oder drängeln sich) Festspielgäste und Touristinnen aus aller Welt. Gezielt an das Publikum der Landeshauptstadt (aber auch an alle anderen) richtet sich das „Fest zur Festspieleröffnung“, das alljährlich am Beginn des berühmten Sommerfestivals für klassische Musik und darstellende Kunst steht. Mit 78 kostenfrei zugänglichen Programmpunkten am 18., 19. und 24. Juli bringt es den Festivalsommer in Schwung.
DerStandard.at

Bad Ischl
Lehár Festival: Liebe, Intrigen und große Gefühle (Bezahlartikel)
Mit Franz von Suppès „Boccaccio“ präsentiert das Lehár Festival Bad Ischl neu bearbeitete Fassung des Operettenklassikers.
krone.at

München
Kritik – „Alcina“ an der Bayerischen Staatsoper: Tieftraurige Zauberin
Dreieinhalb Stunden Barockoper vom Feinsten: Gestern Abend fand im Prinzregententheater die Premiere von Georg Friedrich Händels „Alcina“ statt, die letzte Neuproduktion der Bayerischen Staatsoper diese Saison. Musikalisch eine Glanzleistung – die Inszenierung von Regisseurin Johanna Wehner und ihrem Team blieb allerdings belanglos.
BR-Klassik.de

Zauberreich ohne Magie: „Alcina“ bei den Münchner Opernfestspielen
Händel war einst Münchens vierter Opern-Heiliger. Mit dieser „Alcina“ kann die Bayerische Staatsoper nicht an diese Tradition anknüpfen. Vokal und szenisch eine enttäuschende Premiere.
MuenchnerMerkur.de

Vom Rätsel der Barockoper
Im Rahmen der Münchner Opernfestspiele zeigt die Bayerische Staatsoper Händels Zauberoper „Alcina”. Darin sucht Regisseurin Johanna Wehner in ihrer Inszenierung eine Antwort auf die hohe Künstlichkeit der Barockoper. Berührend ist dabei vor allem der glühende Sopran von Jeanine De Bique in der Titelrolle.
DieDeutscheBuehne.de

Stimmfest ohne Zauber – Händels „Alcina“ als zweite Festspielpremiere im Münchner Prinzregententheater (Bezahlartikel)
Ach Circe, ach Calypso, ach all die Hesperiden, Okeaniden, Nereiden, Hesperiden, Dryaden und all die anderen bis hin zur eher diesseitigen Nausikaa … Irgendwie werden da „wir Männer“, zumindest die meisten Poeten, gerne an die Inseln und geheimnisvollen Orte dieser be- und verzaubernden Wesen „angeschwemmt“… davon angezogen… oder so … jetzt war es die Bühne von Münchens zweitem großem Opernhaus.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Stefano Montanari begeistert, Publikum buht: Die neue „Alcina“ glänzt musikalisch, scheitert aber szenisch im Prinzregententheater (Bezahlartikel)
Die Bayerische Staatsoper bringt als letzte Premiere der Spielzeit Georg Friedrich Händels Oper neu heraus. Star der Aufführung ist das Bayerische Staatsorchester, gesungen wird solide, die Regie ist fade
MuenchnerAbendzeitung.de

Warum das Publikum trotz einer musikalischen Sternstunde buht (Bezahlartikel)
Lebende Statuen statt großer Zauber: Die neue „Alcina“ setzt auf kühle Bilder und rätselhafte Regieideen. Während Bühne und Inszenierung polarisieren, sorgen Orchester und Solisten für einen Barockabend auf höchstem Niveau. Unsere Premierenkritik.
Donaukurier.de

München/Odeonsplatz
Eine junge, furchtlose Einspringerin wird zur Überraschung des Abends (Bezahlartikel)
Die junge Geigerin María Dueñas hat bei Klassik am Odeonsplatz kurzfristig für Janine Jansen übernommen. Ihr Auftritt mit den Münchner Philharmonikern unter Lahav Shani begeistert.
SueddeutscheZeitung.de

Berlin/Renaissancetheater
Conchita Wurst im Renaissance Theater
Alltagsdiva mit Wahnsinnsstimme. Conchita Wurst startet programmatisch mit dem Song „You are unstoppable“. Und nicht zu stoppen ist auch Tom Neuwirth als Sänger, in allen Stimmlagen, mal dramatisch-pathetisch laut, dann ganz leise, zart und melancholisch. Eine große Spannweite sehr unterschiedlicher Songs: einige im Stil des ESC-Gewinner-Songs „Rise like a phoenix“, also eher dramatische Popnummern, andere eher im Elektro-Clubstil, die Tom Neuwirth unabhängig von der Conchita-Figur unter dem Label „Wurst“ herausgebracht hat
rbb24.de

Baden-Baden
Konzert: „Mozart, Haydn“ Daniel Hope, Pinchas Zukerman und das Zürcher Kammerorchester
Rouge et Noir: Die Arbeitsbekleidung des Zürcher Kammerorchesters untermalt den Baden-Badener Festivalsommer mit kräftigen Farben – auch in der Musik. Ein mehr als heißer Abend ist das passende Ambiente für die Höhen der Wiener Klassik: Haydn (1732 – 1809) und Mozart (1756 – 1791), sogleich beginnend mit dem Violinkonzert G-Dur KV 216.
Von Inga Dönges
DerOpernfreund.de

Sopot
In Zeiten des abnehmenden Lichts: „Die Walküre“ beim Baltic Opera Festival
Die Opera Leśna hat bereits eine Menge gesehen, von Wagner-Festspielen mit und ohne Nazis über Auftritten von Karel Gott und dem Ost-Pendant des Eurovision Song Contest, genannt Intervision Song Contest – und jetzt wieder Wagner, zumindest ein bisschen. In seinem (erst) vierten Sommer präsentiert das Baltic Opera Festival unter anderem Richard Wagners Walküre als Kooperations-Inszenierung mit Det Kongelige Teater in Kopenhagen und trumpft mit simpel-cleveren Kniffen in der Inszenierung und einigen musikalischen Leuchtsternen auf.
DasOpernmagazin.de

Tonträger
Im Zwielicht einer Zeitenwende (Bezahlartikel)
Jakub Hrůša und die Bamberger Symphoniker legen eine imponierende Neueinspielung der Symphonien Bohuslav Martinůs vor.
FrankfurterAllgemeine.net

Coburg
Gedenkstunde für Kammersänger Michael Lion
Am Sonntag, 19. Juli, lädt das Landestheater ab 11 Uhr zu einer Gedenkstunde für Kammersänger Michael Lion ins Globe ein. Anlass ist der erste Jahrestag des Todes des langjährigen Ensemblemitglieds. Michael Lion gehörte von 2008 bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 2025 dem Musiktheater-Ensemble des Landestheaters Coburg an. Im Februar 2025 wurde ihm für seine herausragenden künstlerischen Leistungen der Titel „Kammersänger“ verliehen.
fraenkischertag.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Graz
Styriarte Festival 2026 Review: Die Schöpfung
operawire.com

München
The Waldmeister“ Cure for Moral Rigidity
München Staatstheater am Gärtnerplatz
concertonet.com

Madrid
Teatro Real de Madrid 2025-26 Review: Il Trovatore
operawire.com

London
Missa Papae Marcelli at the Tower of London (Spitalfields Festival)
operatoday.com

Clay Hilley’s singing and acting was the highlight of Pappano’s excellent Tristan und Isolde with his LSO
seenandheard-international.com

Wormsley
The Importance of Being Earnest — surrealist comedy opera is larger than life (Subscription required)
Garsington’s production, complete with smashed plates and kangaroo cameos, is a love-it-or-hate-it affair
ft.com

Buxton
Handel’s neglected opera heads to the Love Island villa (Subscription required)
Complete with TV cameras and pink studio sets, Olivia Fuchs’s ingenious production brings a modern twist to Amadigi di Gaula
telegraph.co.uk

La Traviata / The Merry Widow, Buxton International Festival review – on the popular road (Subscription required)
Quality take on Verdi and a pure comedy re-imagining of Léhar
theartsdesk.com

Lenox
Sedate Chopin and Brahms from Fabio Luisi and Eric Lu at Tanglewood
bachtrack.com/de

Familiar Tchaikovsky, freshly compelling at Tanglewood
bachtrack.com/de

Sprechtheater

Salzburg
„Der Teufel kommt aus Faust selbst“: Ulrich Rasche über seinen „Faust I“ in Salzburg (Bezahlartikel)
Bei den Salzburger Festspielen inszeniert Ulrich Rasche, der Meister der Bühnenmotorik, erstmals „Faust I“ – ohne Hexenküche, nur mit fünf Darstellern, als inneres Drama. Premiere ist am 25. Juli. Der „Presse“ erklärt er seine Deutung, was sich auf der Bühne dreht und warum niemand „Ist gerettet!“ ruft.
DiePresse.com

Reichenau
75 Minuten für 15 Menschen, die in Reichenau als NS-Gegner erschossen wurden (Bezahlartikel)
Von einem Großverbrechen 1945 handelt die szenische Lesung in Reichenau nach dem Roman „Die letzten Tage“ von Martin Prinz. Hier wird exemplarisch Tätersprache vorgeführt, mehr noch: Die Zeit steht still.
DiePresse.com

Ballett / Tanz

Bayerisches Staatsballett kündigt Julian MacKay: Ärger auf Instagram
Das Bayerische Staatsballett hat sich vom Ersten Solisten Julian MacKay getrennt. Der Balletttänzer fühlt sich ungerecht behandelt und äußert sich verärgert in den sozialen Medien.
BR-Klassik.de

Berlin: Grandioser Saisonabschluss
Staatsballett mit 98,3 Prozent Auslastung
bz-berlin.de

Wien/ImPulstanz
Boris Charmatz bei ImPulsTanz: Ein Solo für einen Schmerzensmann (Bezahlartikel)
„Muette“ im Kasino am Schwarzenbergplatz. Ein schwer zu fassendes Solo, das unter die Haut geht.
Kurier.at

Ausstellungen/Kunst

Wien
Übermalte Porträts beim Stephansdom: „Bei dieser Intervention ist nicht von Restaurierung zu sprechen“
Hat eine Malerfirma bei Restaurierungsarbeiten auf einem Haus beim Stephansplatz eigene Gesichter verewigt? Die Causa erinnert an andere Übermalungen à la Meloni als Engel. Was hätte bei den umstrittenen Arbeiten am „Haus zum Goldenen Becher“ beachtet werden müssen?
DiePresse.com

Wirtschaft

Tumeltsham/Ried/OÖ
Firma schon wieder pleite – jetzt sind alle Jobs weg

Es sind nicht die ersten Probleme: Ein Metallbearbeiter musste erneut Insolvenz anmelden. Bitter für die Belegschaft: Jetzt sind alle Jobs weg. Vor 26 Jahren gegründet, betreibt die Thebert Metallbau GmbH in Tumeltsham (Bez. Ried im Innkreis) eine Schlosserei sowie die Be- und Verarbeitung von Metallen. Sie ist vor allem im Bereich von Alu-Glas-Fassadenelementen, Fenstern, Türen und Konstruktionen zum Brandschutz aktiv.
heute.at

Politik

Österreich
„Kümmer dich um dich!“: Was man über Marterbauers Erkrankung (nicht) weiß
Am Montag schockte Finanzminister Markus Marterbauer die Nation mit seiner Krebserkrankung. Obwohl er sehr offen kommunizierte, bleiben einige Fragen offen. Die Politik reagierte betroffen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Kanzler Christian Stocker wünschten „viel Kraft“, FPÖ-Chef Herbert Kickl zeigte sich „betroffen“. SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler schrieb: „Das letzte Jahr hast du dich um die Republik gekümmert, jetzt kümmere dich bitte gut um dich, mein Freund.“
krone.at

Österreich
NEOS-Beben: Prominenter Pinker tritt aus Partei aus
Das Budget hat die ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition durch das Parlament gebracht – am selben Tag ging die pinke Bombe hoch. NEOS-Mitgründer Veit Dengler hat nach seinem Ausschluss aus dem pinken Parlamentsklub und der Partei die „autoritäre“ Führung der NEOS beklagt. Diese gehe von Parteichefin Beate Meinl-Reisinger aus, erklärte Dengler und sagte: „Diese Partei hat leider unter Beate Meinl-Reisinger ihre Diskussionskultur verloren. Es ist keine Diskussion erwünscht, keine Kritik erwünscht.“Nun zieht auch der frühere Präsident der Ärztekammer Steiermark, Wolfgang Routil, Konsequenzen und kehrt den Pinken den Rücken. Das berichtet die Kleine Zeitung am Montag.
oe24.at

Sport

Nach WM-Ausschluss: Schiri (38) plötzlich gestorben
Große Trauer in der Fußballwelt: Der niederländische Schiedsrichter Rob Dieperink ist tot. Der 38-Jährige verstarb nur wenige Wochen nach seinem WM-Ausschluss. Die Fußballwelt zeigt sich geschockt Der niederländische Fußballverband bestätigte den Tod des Unparteiischen und zeigte sich tief „schockiert“ über die traurige Nachricht. Zu den genauen Todesursachen von Rob Dieperink gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch keine offiziellen Angaben. Ein Sprecher der Metropolitan Police äußerte sich detailliert zu den damaligen Ermittlungen im englischen Croydon: Der tragische Todesfall folgt auf extrem turbulente Wochen im Leben des Referees. Erst im April war Dieperink von der Metropolitan Police in London festgenommen worden. Der Vorwurf wog schwer: Es ging um den Verdacht des sexuellen Übergriffs auf einen Teenager in Großbritannien. Das Verfahren wurde in der Folge jedoch komplett eingestellt. „Am Donnerstag, 9. April, reagierten Beamte auf den Bericht über einen sexuellen Übergriff auf einen jugendlichen Jungen, der sich an einer Adresse in der Wellesley Road in Croydon ereignete. Ein Mann in seinen 30ern wurde in der Folge wegen des Verdachts des sexuellen Übergriffs festgenommen. Die Beamten schlossen eine gründliche Untersuchung ab und prüften alle verfügbaren Beweise, einschließlich der Erfassung von Aufnahmen aus Überwachungskameras und der Untersuchung digitaler Geräte. Nach diesen Ermittlungen kamen sie zu dem Schluss, dass die Beweisschwelle nicht erreicht wurde. Es werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen.“
oe24.at

Fußball WM Semifinale! Spanien eliminiert Frankreichs „Les Bleus“
Sieben von acht Hürden hat sie jetzt gemeistert, womit „nur“ noch eine zum zweiten WM-Titel ihrer Historie fehlt, nach jenem von 2010 – Spaniens „Furia Roja“ steht nach einem Halbfinal-Erfolg gegen Frankreich im Finale der Fußball-WM 2026! Die Elf von Trainer Luis de la Fuente, die im Sechzehntelfinale Österreich aus dem Turnier geworfen hatte, erwies sich für die bislang so souverän aufgetretenen Franzosen ausgerechnet an deren Nationalfeiertag als härterer Brocken als erwartet und setzte sich vor rund 71.000 Zuschauern im AT&T Stadium von Dallas/Arlington mit 2:0 durch.
krone.at

Nach Trump-Skandal: Balogun bricht Schweigen
US-Stürmer Folarin Balogun hat in einem TV-Interview eingeräumt, dass die umstrittene Aufhebung seiner Rote-Karte-Sperre bei der Weltmeisterschaft die US-Nationalmannschaft negativ beeinflusst hat.
oe24.at

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Unter’m Strich

Fußball-WM
„Saufendes Eichhörnchen“. Waschbär war nur Anfang – Haaland schmiss 10.000 $ raus
Mit seinem „saufenden“ Waschbären sorgte Erling Haaland bereits für Lacher. Jetzt ist klar: Das war längst nicht sein einziges Mitbringsel aus Texas.
oe24.at

Schottland
„Bekiffter“ Labrador muss vom Berg getragen werden
Eine Labradorhündin brach bei einer Wanderung in Schottland plötzlich zusammen. 14 Bergretter brachten das Tier auf einer Trage ins Tal.
heute.at

Lisa Müller: Wie viel Geld verdient sie mit ihren Zuchthengsten?
Lisa und Thomas Müller gehen ab sofort getrennte Wege – doch auf ihrem Gestüt Gut Wettlkam läuft der Betrieb weiter. Ein Blick hinter die Kulissen eines außergewöhnlichen Lebenswerks. Wenige Trennungen sorgten zuletzt für so viel Aufsehen wie die von Lisa und Thomas Müller. Gut Wettlkam steht nun vor einer ungewissen Zukunft: Fährt Lisa das Gestüt allein fort oder bleibt es eine gemeinsame Angelegenheit?
news.gentside.de

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 15. JULI 2026)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 15. JULI  2026)

Quelle: onlinemerker.com

„Aus der Oper im Steinbruch: Tosca“ – Premiere des Puccini-Meisterwerks am 15. Juli live -zeitversetzt in ORF III und auf ORF ON
Davor u. a.: „Kultur Heute Spezial“ aus St. Margarethen

tosca

Große Emotionen, unsterbliche Musik und ein Spielort, der weltweit seinesgleichen sucht: Als nächstes Highlight des ORF-Kultursommers präsentiert ORF III in „Erlebnis Bühne“ am Mittwoch, dem 15. Juli 2026, live-zeitversetzt um 21.05 Uhr, die Premiere von Giacomo Puccinis Klassiker „Tosca“ von der Oper im Steinbruch St. Margarethen. Mit der spektakulären Neuinszenierung kehrt eines der beliebtesten Werke der Opernliteratur damit auf eine der spektakulärsten Freilichtbühnen Europas zurück. Diese verspricht ein musikalisches Feuerwerk der Emotionen rund um Liebe, Leidenschaft, Eifersucht, Macht und Intrigen, das in der einzigartigen Felslandschaft seinen optimalen Widerhall findet. 3sat zeigt die Produktion am Sonntag, dem 9. August, um 10.45 Uhr. Einstimmend auf die Premieren-Übertragung in ORF III am 15. Juli blickt ein „Kultur Heute Spezial“ (19.40 Uhr) aus St. Margarethen hinter die Kulissen und begibt sich auf Giacomo Puccinis Spuren.

Ergänzend zur TV-Übertragung widmet sich in ORF 2 das vom ORF Burgenland gestaltete Making-of „Mord, Macht und Männer in Strapsen. Der burgenländische Festspielsommer 2026“ (25. Juli, 18.25 Uhr und 26. Juli, 9.05 Uhr) der diesjährigen Produktion in St. Margarethen ebenso wie auch den Seefestspielen Mörbisch, wo heuer das berühmte Travestie-Musical „La Cage aux Folles“ – „Ein Käfig voller Narren“ – aufgeführt wird.
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SONY CLASSICAL PRÄSENTIERT AB 17. JULI DAS SOMMERNACHTSKONZERT 2026 DER WIENER PHILHARMONIKER

Sony Classical veröffentlicht alljährlich die Aufnahmen des Sommernachtskonzerts der Wiener Philharmoniker aus dem Schloss Schönbrunn auf CD, DVD und Blu-ray. Das jüngste Album vom Juni 2026 (Dirigat: Lorenzo Viotti; Solist: Bryn Terfel) ist ab dem 17. Juli 2026 im Handel erhältlich.
Die Konzerte bieten jedes Jahr ein hochkarätiges Programm unter freiem Himmel:
  • Sommernachtskonzert 2026: Dirigent Lorenzo Viotti, Solist Sir Bryn Terfel (präsentiert u.a. Werke von Verdi, Wagner und Songs aus Anatevka).

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Zum ersten Mal steht der Schweizer Dirigent Lorenzo Viotti am Pultdieses internationalen Klassik-Höhepunkts. Als Solist begeistert der Bassbariton Bryn Terfel, der dem Abend eindrucksvolle Akzente verleiht.

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Landestheater Coburg
Gedenkstunde für Kammersänger Michael Lion
Am Sonntag, 19. Juli, lädt das Landestheater ab 11 Uhr zu einer Gedenkstunde für Kammersänger Michael Lion ins Globe ein. Anlass ist der erste Jahrestag des Todes des langjährigen Ensemblemitglieds. Michael Lion gehörte von 2008 bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 2025 dem Musiktheater-Ensemble des Landestheaters Coburg an. Im Februar 2025 wurde ihm für seine herausragenden künstlerischen Leistungen der Titel „Kammersänger“ verliehen.
fraenkischertag.de

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WIEN/ImPulsTanz: Boris Charmatz / Terrain mit „Muette“ im Kasino am Schwarzenbergplatz

Nach dem kraftvollen Optimismus, den die Eröffnungsvorstellung des diesjährigen ImPulsTanz-Festivals (Chistos Papadopoulos‚ „My Fierce Ignorant Step“) versprühte, bringt tags darauf der französische Choreograf, Tänzer, Performer und Autor Boris Charmatz ganz andere Saiten zum Klingen. Ebenfalls als Reaktion auf den Zustand der Welt kreiert, komponiert Charmatz in „Muette“, hier als Österreichische Erstaufführung gezeigt, eine fünfzigminütige performative Symphonie aus Schweigen.

Nach „Somnole“, das im Jahr 2021 entstand und 2023 bei ImPulsTanz gezeigt wurde, ist „Muette“ nun seine zweite Solo-Arbeit, die er für sich selbst schuf. Und er sagt, dass sie sich unmittelbar aus seinem ersten Solo heraus entwickelte. Radikalität bleibt Teil des Konzeptes. Er verschärft sie sogar noch, indem er, auf jegliche Musik verzichtend (in „Somnole“ pfiff er ein Potpourri aus diversen Musikstücken), Stille tönen lässt.

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Terrain Boris Charmatz, „Muette“ © Cesar Vayssie

Diese Stille ist das, was entsteht, wenn Worte ihren Sinn verlieren, wenn Sprache entkräftet verstummt, wenn selbst Schreie ihren Weg an die Oberfläche nicht mehr finden. Ursache dieses pathologischen Zustandes ist die Wirkung der Welt mit ihren Kriegen, Krisen und Prognosen auf die Psyche des (der) Menschen. Hier am Beispiel Charmatz präsentiert.

Er betritt die Bühne dieses historischen Festsaales in schwarz gekleidet, entledigt sich der Hüllen an einen Pfeiler gedrängt, fast schamhaft schuldig wie ein in die Ecke verbanntes Kind. Mit einer Speichelblase vor dem Mund geht’s vorsichtig, denn sie ist so zerbrechlich, gen Mitte, den Mund nach oben gerichtet. Den rückt er in das performative Zentrum dieser Arbeit. Noch ist die Blase etwas, das von innen drückt und doch verharrt an der Schnittstelle zwischen Innen- und Außenwelt. Stecken gebliebene Worte.

Er ist sein großes, auf Brust und Bauch gemaltes Herz, nach außen gekehrt, verwundbar und verletzt. Er gestikuliert verzweifelt, schiebt Dinge zur Seite, reckt die Unterlippe angesichts steigender Fluten der Luft über ihm entgegen, erstickt sich viele Male fast im Versuch, die Luft noch länger anzuhalten, wird kurzatmig dadurch, schützt seine Weichteile, betet, versucht zu entrinnen, boxt, hält sich die Ohren zu, schreit stumm, wird zum Untoten, versucht, die Balance zu halten, regrediert zum Baby, will trotz der Ohnmacht irgendwie überleben, verschließt den After, reibt den Penis (Öffnungen also hin zur Welt, Ausscheidungsorgane wie der Mund), er ringt, kriecht, windet sich, ist erschöpft, er läuft auf der Stelle, rückwärts, überspringt imaginäre Hindernisse. Und schließlich legt er sich den Finger auf den Mund.

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Terrain Boris Charmatz, „Muette“ © Laurent Philippe

Er ist entkleidet aller Gewänder und Habseligkeiten, ohne Halt gebende Identität, verlustig jeglichen Schutzes, jeder Hilfe, beraubt aller Fundamente, Sicherheiten und Gewissheiten, jeder Ideologie und allen Glaubens, aller sozialen Einbettung und gesellschaftlichen Orientierung, allein, einsam, zurückgeworfen auf sich selbst. Nackt also. Er ist das Element seiner selbst.

Mit so vielen Gefühlen, die keine Sprache haben, die durch seinen Körper aber und seine Haut nach außen dringen, sieht sich die Kreatur konfrontiert nicht mit der Welt, sondern mit dem, was sie hinterlässt in einem, mit ihrem Spiegelbild, das sich hinabsenkt in die dunkelsten Verliese der Seele. Von dort, tief unten, steigt auf, was nur als Gefühl existiert, unreflektiert, roh, elementar, unausgesprochen und unsagbar. Aber mit einer Macht, die allen Schutz und jede Definition ad absurdum führt.

Boris Charmatz konzentriert in diesem Stück seine eigene Gefühlswelt und die in der Gesellschaft laut vernehmbaren Stimmen, die durch die Vehemenz, mit der sie in die öffentlichen und privaten Diskurse drängen, so beredt von ihrer Sprachlosigkeit berichten. Er sucht nach Handlungsoptionen, wo es diese nicht gibt. Er erlebt sich beraubt jeglichen Potentials der Transzendierung seiner selbst, er erlebt sich somit entmenscht.

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Terrain Boris Charmatz, „Muette“ © Laurent Philippe

Er sucht nach Strategien, in und mit dieser Welt und mit sich selbst leben zu können. Er ringt um Selbstbehauptung und Autonomie. „Muette“ (zu deutsch: „stumm“) beschreibt die Sprachlosigkeit, in die sich Opfer von Gewalt-Taten oft zurückziehen, unfähig, über das ihnen Angetane zu reden. Boris Charmatz inszeniert sich (und uns, denn das Saallicht bleibt immer eingeschaltet) als Opfer einer permanenten Vergewaltigung, als seiner Ohnmacht Ausgelieferte(r). Insofern ein unüberhörbares politisches Statement!

Die Widersprüche zwischen dem (menschengemachten) Zustand der Welt und dem unverbildeten Menschentum sind unauflösbar. Das Stück beschreibt, fein beobachtet und spektral maximiert, emotionale Wirkung, weder deren Ursachen noch mögliche Auswege. Es ist die Bestandsaufnahme der Befindlichkeit von Individuen und einer Gesellschaft, die, sich gegenseitig formend, fassungslos und paralysiert erstarrten. „Muette“ ist ein stummer, lauter Weckruf.

Boris Charmatz / Terrain mit „Muette“ am 10.07.2026 im Kasino am Schwarzenbergplatz Wien im Rahmen von ImPulsTanz.

Rando Hannemann

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schoepfblog – Programm der 29. Kalenderwoche vom 13.07.2026 bis zum 19.07.2026

Rückblick auf Sonntag:
Musik: Thomas Nußbaumer besuchte das Konzert des Tiroler Sinfonieorchesters Innsbruck bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten.

Montag:
Apropos:  Was weiß das übrige Österreich vom Kulturleben in Tirol? Fast nichts, da fast nichts aus unserem Land übertragen wird. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Bürokratie: Der Versuch, Beruf und Kindererziehung zu vereinbaren, scheitert oft an der Bürokratie, die nur an ihrem eigenen Funktionieren interessiert ist. (Christoph Schmarl)
Literatur: Als es auch in Südtirol losging: Paul Rösch und Patrick Rina über die Wilden Jahre im Tourismus in Südtirol von 1961 bis 1983. (Helmuth Schönauer)

Mittwoch:
Kosmos: Begleitet von faszinierenden Bildern ferner Galaxien meditiert Ronald Weinberger über das, was JETZT bedeutet.

Donnerstag:
Unheimlich: Sagen sind nicht nur alte Geschichten, sondern auch die Gegenwart bietet Stoff dafür. Janus Zeitstein liefert dafür ein hochpoetisches Beispiel.

Freitag:
Musik: Viele Konzerte der Innsbrucker Promenadenkonzerte sind ausverkauft, nur bei den klassischen Blasmusikkapellen schwächelt die Nachfrage. Versuch einer Erklärung. (Alois Schöpf)

Samstag:
Zeitgenossen: Der zeitgeistige Bürger bevorzugt die fußfreie Reihe, von der aus er alles besser sieht und alles besser weiß. (Elias Schneitter)

Sonntag:
Theater: Wenn sie schon sonst nicht viel geschafft hat, zu einem Spitznamen hat es Frau Girkinger als Intendantin des Tiroler Landestheaters immerhin gebracht. (Helmuth Schönauer)

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