Die MONTAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2021

Die MONTAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2021

Foto: Dominique Meyer © Michael Pöhn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2021

Interview mit Scala-Chef Dominique Meyer: „In Wien mischt man sich gern ein“
Dominique Meyer konnte vergangenen Dienstag mit Verdis „Macbeth“ seine zweite Saison an der Scala eröffnen – vor Publikum. Wir trafen den 66-jährigen Franzosen, der zuvor Intendant der Wiener Staatsoper gewesen war in Mailand.
KleineZeitung.at

José Carreras denkt über das Ende seiner Karriere nach
Startenor José Carreras denkt über das Ende seiner Karriere nach: „Der Moment wird kommen. Ich werde nach und nach aufhören und höchstens noch drei Jahre lang beruflich auftreten“, sagte er im dpa-Interview. Noch nutzt er aber seine Popularität, um sich im Kampf gegen Leukämie zu engagieren, an der er 1987 erkrankte. Am Donnerstag wirbt er in Leipzig bei der alljährlichen „José Carreras Gala“ (ab 20.15 Uhr im MDR) um Spenden für die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung.
11.47 Uhr, 12. Dezember 2021
KleineZeitung.at

Meiningen
Im Stehen sterben – Markus Lüpertz malt in Meiningen eine Oper: Puccinis La Bohème
NeueMusikzeitung/nmz.de

Liebenswert anachronistisch: Markus Lüpertz inszeniert „La Bohème“ am Staatstheater Meiningen
mdr.de/kultur

Augsburg
Kritik – Schostakowitschs „Moskau, Tscherjomuschki“ in Augsburg. Schmerzhaft heutig
BRklassik.de

Nürnberg
Rathausmehrheit vor Stadtratsbeschluss einig: Opern-Interim auf dem NS-Gelände: „Wir müssen neu denken dürfen“
Nordbayern.de

Jubiläum
«Ich bin die Zukunft gewesen» – Camille Saint-Saëns zum 100. Todestag (Bezahlartikel)
NeueZürcherZeitung

Die Walküre, die es wirklich gab
1878 wurde auf einer Schäreninsel das Grab eines Wikingerkriegers entdeckt. 2017 ergab eine DNA-Analyse: Der Krieger war eine Kriegerin. Die Archäologin Nancy Marie Brown hat nun versucht, ihr Leben zu rekonstruieren. Sie glaubt: Lange bevor sie Mythos wurden, waren Walküren Wirklichkeit.
Die Welt.de

Daniels-Anti Klassiker 41: Georges Bizet_Habaneras aus Carmen
Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.
Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

Unser musikalischer Adventkalender Nr. 9
zusammengestellt von TTT Ray Charles – „The Little Drummer Boy“
von Katherine Kennicott Davis / Henry Onorait / Harry Simeone (SA oder SATB Chor und Keyboard) 1958, Ray Charles (* 1930 † 2004 ) Sänger, Songwriter, Komponist, „Hohepriester des Soul“, blind
Zum Youtube-Video

Links zu Englischsprachigen Artikeln

Jonas Kaufmann: “If this goes on much further we will soon have to close theatres’
TheGuardian.com

Amsterdam
Digging up buried Baroque treasure at the ZaterdagMatinee
bachtrack.com

London
L’Enfance du Christ review – full of colour and character
John Eliot Gardiner assembles top-flight soloists as his Monteverdi Choir and Orchestre Révolutionnaire et Romantique take on Berlioz
TheGuardian.com

Dublin
Introducing: Opera singer Megan O’Neill — “Being with a live audience brings me so much joy’
Multi-talented soprano Megan O’Neill performs in All the Angels, Rough Magic’s Christmas play about Handel’s Messiah in Dublin
The Independent

Washington
“. . . (Iphigenia)’ is an opera in the form of a question “
. . . (Iphigenia),” the more-than-typographically adventurous new opera born of a collaboration between jazz legend Wayne Shorter and the multitalented singer, bassist, composer and, here, librettist and performer Esperanza Spalding.
washingtonpost.com

Folger Consort moves to St. Mark’s for medieval Christmas celebration
washingtonclassicalreview

Miami
Alsop leads New World Symphony in a whirlwind “Scheherazade”
southfloridaclassical.review

Recordings
Jessica Prat & Lucas Meachem Lead New CD/DVD Releases
https://operawire.com/jessica-prat-lucas-meachem-lead-new-cd-dvd-releases/

Takács Quartet’s Felix and Fanny Mendelssohn: String Quartets
— warmly expressive This Hyperion recording featuring brother and sister balances classical rigour and burgeoning romanticism
https://www.ft.com/content/07c9a945-a755-4716-a7ab-389cd4718a96

Ballett/ Tanz

Mailand
La Scala delays ballet season opener due to COVID outbreak
euronews.com

Literatur

„Madame Bovary, das bin ich“
Zum 200. Geburtstag von Gustave Flaubert, dem normannischen Eremiten und Schöpfer des modernen Romans.
WienerZeitung.at

—————

Unter’m Strich

„Denken/Denkfehler“
Zwischen Wahrnehmung und Intuition, zwischen automatischem und kontrolliertem (analytischem) Denken wird unterschieden. s. Fehleinschätzung, Irrtum, falsche Schlussfolgerung unabhängig von Beobachtungsfehlern, falschen Interpretationen.
TTT’s Hinweise auf Psychosoziales (soziale Gegebenheiten, die unsere Psyche beeinflussen) haben immer deutlich relevantes „Gewicht“ für gegenwärtiges Theater.
https://www.imageberater-nrw.de/ib-kompetenzbereiche/psychologie/hintergrundwissen-denken-denkfehler/

Wien
Maske auch daheim – Wien verschärft Schul-Regeln
Die Bundeshauptstadt zieht kurz vor den Lockdown-Öffnungsschritten bereits wieder die Notbremse. Auf Schulen und Kindergärten kommen harte Regeln zu.
Heute.at

Berliner und Brandenburger sollen Bändchen zum Einkaufen bekommen
Wegen der 2G-Regel im Einzelhandel beklagen Geschäfte in diesem Jahr starke Umsatzeinbußen im Weihnachtsgeschäft. In Berlin und in Brandenburg sollen Bändchen das Einkaufen in der Vorweihnachtszeit wieder attraktiver machen.
rbb24.at

Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz: Irrtümliche Kontrollen auf 2G-plus
Am Vormittag wurden Besucher auf 2G-plus kontrolliert, von ihnen also neben dem Geimpft- oder Genesenen-Status auch ein gültiger PCR -Test verlangt.
Vienna.at

Neos fordern 3-G-Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln
Es sei „hoch an der Zeit“ für diesen Schritt, meint Neos-Gesundheitssprecher Gerald Loacker im KURIER-Gespräch.
Kurier.at

Zur Lage der Nation –
Kamingespräch mit Roland Düringer, Günther Groissböck und Reinhard Jesionek
ZUM VIDEO (1 Stunde und 20 Minuten)

Formel 1 /Autorennsport
Protest von Mercedes abgewiesen, Verstappen bleibt Weltmeister
https://www.krone.at/2579465

INFOS DES TAGES (MONTAG, 13. DEZEMBER 2021)

Quelle: onllinemerker.com

INFOS DES TAGES (MONTAG, 13. DEZEMBER 2021)

Wiener Staatsoper eröffnet heute wieder „DON GIOVANNI – Premiere vor Publikum

Don Giovanni - Wiener Staatsoper (2012-2013) (Produktion - Wien,  Österreich) | Opera Online - Die Website für Opernliebhaber

Am 13. Dezember haben wir eine zusätzliche Vorstellung, die Premiere vor Publikum, in den Spielplan aufgenommen. Karten für diese, aber auch für die restlichen Vorstellungen der Serie, können Sie ab sofort hier buchen.

gui

Don Giovanni: 13., 14., 17., 20. Dezember 2021

__________________________________________________________________

HEUTE MONTAG LIVE STREAM AUS DER BAYERISCHEN STAATSOPER

https://operlive.de/

Advents-Benefizkonzert

Livestream des BMW Benefizkonzerts am 13. Dezember 2021 um 19.00 Uhr aus dem Cuvilliés-Theater

 

PROGAMM

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550
I. Molto Allegro
II. Andante
III. Menuetto: Allegretto
IV. Allegro assai

Johann Nepomuk Hummel (1778-1837)

Introduktion, Thema und Variationen op. 102

Adagio – Allegretto

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Ave verum corpus KV 618

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
aus Messiah HWV 56
Overture
Thus says the Lord – But who may abide by the day of His coming
For behold, darkness should cover the earth – The people that walked in darkness have seen a great light

Francesco Paolo Tosti (1846-1916)
Ridonami la calma

Sizilianische Volksweise (vor 1780)
O du fröhliche

Freddie deTommaso: What an incredible day.

I am so happy to have sung Cavaradossi @royaloperahouse alongside the incredible @anna_pirozzi_soprano and @claudiosgura under the baton of @oksana.lyniv

fred

ZU INSTAGRAM
_______________________________________________________________

Unser musikalischer Adventkalender Nr. 9
zusammengestellt von TTT
Ray Charles – „The Little Drummer Boy“
von Katherine Kennicott Davis / Henry Onorait / Harry Simeone (SA oder SATB Chor und Keyboard) 1958, Ray Charles (* 1930 † 2004 ) Sänger, Songwriter, Komponist, „Hohepriester des Soul“, blind

ray
ZUM VIDEO
___________________________________________________________________

Philip Glass: Songs – World Premiere Recording

Diese Weltersteinspielung lässt aufhorchen!

acglas

PHILIP GLASS – SONGS
Ersteinspielung des Liederzyklus «Songs of Milarepa»
Künstler:
Martin Achrainer, Bariton martinachrainer.com
Maki Namekawa, Klavier makinamekawa.com
Veröffentlichung:
17.12.2021 Streaming Dienste
28.1.2022 CD im Fachhandel
UPC 801837016024
OMM0160

Einer der meistgespielten, lebenden Komponisten unserer Zeit beschäftigt sich das erste Mal mit dem klassischen Kunstlied in seiner reinsten Form: Stimme und Klavier.

Mit „Philip Glass – Songs“ präsentieren die Pianistin Maki Namekawa und der Bariton Martin Achrainer den Liederzyklus Songs of Milarepa aus dem Jahre 1997 in einer neu bearbeiteten Klavierversion. Der Zyklus handelt von der spirituellen Reise des tibetischen Mönches und Poeten  Milarepa, welcher vor 900 bis 1.000 Jahren lebte. Martin Achrainer hat sich in den letzten Jahren durch seine intensive Zusammenarbeit mit dem Komponisten zu einem Glass-Spezialisten entwickelt. Besonders durch seine viel beachtete Gestaltung der Titelrolle des Kepler  in der Welturaufführung in Glass‘ gleichnamiger Oper von 2009.

Namekawa ist eine der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten, die heute mit Philip Glass arbeiten. Der oscarnominierte Golden Globe Gewinner wählte sie 2014 als erste Pianistin aus, um seine kompletten Klavieretüden aufzunehmen. Die Künstlerin tourte jahrelang ausgiebig mit Glass und veröffentlichte anschließend gefeierte Solo-Klavieralben mit seiner Musik, darunter „The Complete Etudes“, „Mishima for Solo Piano“, und 2019 komponierte der Komponist seine „Piano Sonata“ für Namekawa – alle drei Alben sind beim Label Orange Mountain Music des Komponisten erhältlich.

SONGS schließt mit „Three Songs for Baritone and Piano“, einer Sammlung von Liedern, die aus zwei Quellen stammen: aus Glass‘ 1989 mit Allen Ginsberg entstandener Song-Oper „Hydrogen Jukebox“ und zwei Liedern aus „Monsters of Grace“, einer Multimedia-Oper, die er mit dem Regisseur Robert Wilson geschaffen hat.

Bitte beachten Sie, dass die Songs online ab dem 17. Dezember auf den Streaming Plattformen aufgeschaltet sind. Die CD kommt Mitte Januar 2022 in den Handel.
____________________________________________________________

STARA ZAGORA/Bulgarien: Buchpräsentation „My Wagner“ am 27. November 2021

img 5090
Ognian Draganoff, Direktor Opera Stara Zagora, Klaus Billand, KS Vesselina Kasarova, Plamen Kartaloff. Foto: Billand

Im Zeitraum von 2010 bis 2017 hat der Generaldirektor der Oper Sofia and Ballett, Prof. Plamen Kartaloff, in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Musikprofessor Richard Trimborn, äußerst beachtliche und über die Jahre viel internationales Publikum anziehende Neuinszenierungen von Richard Wagners Musikdramen „Der Ring des Nibelungen“, „Tristan und Isolde“ und „Parsifal“ an der Oper Sofia herausgebracht. Es waren in allen drei Fällen erste rein bulgarische Inszenierungen und im Falle von „Tristan und Isolde“ und „Parsifal“ gar bulgarische Erstaufführungen. Man kann also durchaus von einer ungewöhnlich umfassenden und, was die damit intensivierte Wirkung des Wagnerschen Oeuvres in Bulgarien betrifft, auch visionären Leitung sprechen. Da war es naheliegend, dass Kartaloff die mit dieser Arbeit gemachten Erfahrungen und Überzeugungen sowie die gewählten Regiekonzepte in einem Buch zusammenfasste, welches über 1.000 Seiten umfasst. Dieses ist bereits im Mai diesen Jahres unter dem Titel „My Wagner“ in Sofia auf Bulgarisch erschienen. Am 31. Mai konnte ich auf Einladung Kartaloffs das Buch an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften erstmals einem größeren, vorwiegend akademischen Publikum präsentieren. Ein Bericht dazu steht ebenfalls im online merker 2021.

Nun lud mich Plamen Kartaloff zu zwei weiteren Präsentationen dieses Buches ein, und zwar in die bulgarischen Städte Stara Zagora und Russe, letztere den Wienern einmal als das „bulgarische Wien“ bekannt und an der östlichen Donau gelegen, gleich gegenüber von Rumänien und nur 75km von dessen Hauptstadt Bukarest entfernt.

Hier möchte ich einen kleinen Bericht zu unserer Tour nach Stara Zagora am 27. November geben, wo die Präsentation in der Staatsoper ebenso wie am 29. in Russe sehr gut vorbereitet war und auf großes Interesse stieß. Der Termin wurde so gewählt, weil in diesen Tagen das alljährliche Klassik-Festival in der Staatsoper Stara Zagora stattfindet. Am Abend gab es Verdis „Ballo in maschera“. Ich glaube, es ist durchaus angebracht hervorzuheben, dass auch der Metropolit der Orthodoxen Kirche von Stara Zagora, Seine Eminenz Cyprian, teilnahm, der ein großer Musikfreund ist und auch selbst dirigiert. Es fand sich auch die weltbekannte Sopranistin Vesselina Kasarovaein, die aus Stara Zagora stammt, an fast allen großen Bühnen der Welt gesungen hat und als Schweizerin bei Zürich lebt.

Nach einigen einleitenden Worten des Verlegers und Corresponding Members der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, Ivan Granitski, und einem Willkommensgruß des Direktors der Staatsoper Stara Zagora, Ognian Draganoff, hielt der Buchautor Plamen Kartaloff ein paar einführende Worte. Er hat unter anderem im Laufe seiner langen Karriere als Opernregisseur und Intendant auch schon in Stara Zagora inszeniert.

Nachdem ein etwa zehnminütiger Trailer aus der Sofioter Produktion des „Ring des Nibelungen“ gezeigt worden war, ging ich auf den Werdegang der Arbeit Kartaloffs an den Musikdramen Wagners unter besonderer Hervorhebung des „Ring“ ab 2010 ein, den er als die erste ganz große Herausforderung gewählt hatte. Unter anderem schilderte ich die Motivation, Wagner in Bulgarien zu machen, die Überlegungen zur Auswahl des Regiekonzepts sowie der technischen und dramaturgischen Lösungen. Dabei ging ich auch auf das Instrument des sogenannten Story Boards ein, mit dem Kartaloff sicherstellte, dass die Musik aus der Partitur heraus szenisch bebildert wird – wohl ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Inszenierung. Es folgten Ausführungen zu den internationalen Tourneen mit dem „Ring“ nach Füssen im bayerischen Allgäu 2015, an das Bolschoi-Theater Moskau im Jahre 2018 und eine Visite ins belarussische Minsk mit „Siegfried“ schon 2012.

Nähere Schilderungen zu Kartaloffs im Buch detailliert wiedergegebenen Konzepten zu „Tristan und Isolde“ sowie „Parsifal“ folgten. Zu diesen beiden Werken hatte die Sofia Oper seit Mai zwei sehr gut gestaltete und technisch perfekte dreiminütige Trailer vorbereitet, sodass ich mit diesen die Ausführungen des Vortrags verdeutlichend untermalen konnte. Wieder bildeten die letzten Takte des „Parsifal“-Finales das Ende der Veranstaltung.

Es war erneut eine sehr schöne Erfahrung, so viele Details über den „bulgarischen Wagner“ in eine von Sofia relativ weit entfernt liegende Stadt zu bringen, wo der Komponist praktisch nicht gespielt wird. Das Publikum spendete lang anhaltenden Applaus. Viele Buch-Exemplare wurden anschließend verkauft. Der Vortrag wurde auf Englisch gehalten und synchron gedolmetscht.

Zur Tour nach Russe wird im Januar-Merker ein Bericht erscheinen. Dort gibt als alljährlich im März ein Klassik-Festival, welches vielleicht in Wien noch nicht allzu bekannt ist und durchaus eine Reise dorthin lohnen könnte. So spielte man dieses Jahr, wegen Covid 19 verschoben auf September, Arrigo Boitos „Mefistofele“…

Klaus Billand
__________________________________________________________

ORF/ „kulturMontag“: Zivilisationstest Corona, neuer Bestseller von Florian Illies, Gregor Sailers Fotoexpedition in die Arktis

Danach: Dokumentation „Josef Hoffmann – Auf der Suche nach Schönheit“ =

Wien (OTS) – Der von Clarissa Stadler präsentierte „kulturMontag“ am 13. Dezember 2021 widmet sich der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Causa Prima: der aufgeheizten Corona-Diskussion und der Frage, wie sich die gereizte Debatte verbessern lässt. Weiters befasst sich die Sendung u. a. mit dem jüngsten Bestseller von Florian Illies, der anhand prominenter Love-Storys in die Kulturgeschichte der politisch brisanten 1930er Jahre eintaucht. Mit seinem spektakulären Fotoprojekt „Polar Silk Road“ über die Folgen des Klimawandels in der Arktis und die wirtschaftlichen Begehrlichkeiten der Anrainerstaaten ist der Tiroler Fotograf Gregor Sailer live zu Gast im Studio. Anschließend an das Kulturmagazin steht die neue Dokumentation „Josef Hoffmann – Auf der Suche nach Schönheit“ (23.15 Uhr) von Rudolf Klingohr auf dem Programm.

Die große Gereiztheit – Das Ende der Vernunft?

Seit fast zwei Jahren hält die Pandemie-bedingte Weltgesundheitskrise an. Die in Österreich für Februar 2022 avisierte Corona-Impfpflicht befeuert die zunehmende Emotionalisierung im Land weiter. Während Protestierende selbst vor Krankenhäusern „Freiheit“ skandieren, kämpft drinnen das Gesundheitspersonal um das Leben der Covid-Patientinnen und -Patienten, wie der Krankenpfleger und Fotograf Günter Valda erzählt. Sein neues Fotoprojekt, das im März in Buchform erscheinen soll, nennt er „Die Gesichter der Pandemie. Kein Lächeln sichtbar“: Hunderte Selfies von den durch die Corona-Herausforderungen gezeichneten Menschen hat er dafür aus den Spitälern bekommen. Verzweiflung, Wut und Angst ist darin zu sehen. „Die große Gereiztheit“, die die gesellschaftliche Auseinandersetzung schon seit Längerem vergiftet, analysiert der deutsche Medienwissenschafter Bernhard Pörksen in seinem jüngsten Buch. Für ihn ist Corona ein gigantischer Zivilisationstest. Wie lassen sich Diskussionen und Debatten verbessern und wie kann die Kunst des Miteinander-Redens zu einer Schule der Demokratie und des guten Miteinander werden?

Liebe in Zeiten des Hasses – Florian Illies Bestseller mit Liebesgeschichten am taumelnden Kontinent

Mit seinem jüngsten Roman „Liebe in Zeiten des Hasses“ erweckt der intellektuelle Tausendsassa Florian Illies die 1930er Jahre wieder zum Leben. Der Bestseller ist eine Chronik der Gefühle und das virtuose Epochengemälde eines Jahrzehnts berstender politischer und kultureller Spannungen. Illies führt in seinem Werk, das in den Jahren 1929–1939 angesiedelt ist, zurück in die Epoche einer singulären politischen Katastrophe, um von den größten Liebespaaren der Kulturgeschichte zu erzählen. Hier begegnet man u. a. der extremen Liebesbeziehung von Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, dem Dreiecksverhältnis von Lotte Lenya, Kurt Weill und ihrem Geliebten oder den heimlichen wie offen homosexuellen Mitgliedern der Familie Mann. In Berlin, Paris, im Tessin und an der Riviera stemmen sich die Helden der Zeit gegen den drohenden Untergang. Eine mitreißend erzählte Reise in die Vergangenheit, die sich wie ein Kommentar zur verunsicherten Gegenwart liest.

Historische Expedition in die Arktis – Gregor Sailers „Polar Silk Road“-Fotoprojekt

Mehr als vier Jahre hat der Tiroler Fotograf Gregor Sailer für sein neues Projekt „Polar Silk Road“ nicht nur die Folgen des Klimawandels in der Arktis dokumentiert, sondern damit auch auf die ökonomischen Begehrlichkeiten der Anrainerstaaten aufmerksam gemacht. Denn die Eisschmelze und das Tauen der Permafrostböden eröffnen neue Schifffahrtsrouten und erleichtern den Zugang zu vermuteten riesigen Rohstofflagern. Auch China will Zugriff auf die Bodenschätze. Unter dem Namen „Polar Silk Road“ investiert die Volksrepublik Milliarden in polare Handelswege. „The Polar Silk Road“ nennt auch Sailer seinen auf oft strapaziösen Expeditionen entstandenen beeindruckenden Bildband, in dem Bauwerke politisch werden. So dokumentiert der gebürtige Schwazer nicht nur Forschungsstationen und Bohrinseln, sondern auch das stille Wettrüsten der Anrainerstaaten in der Region – schon jetzt ist das Projekt ein historisches Zeitdokument. Der Künstler ist live zu Gast im Studio.

Dokumentation „Josef Hoffmann – Auf der Suche nach Schönheit“ (23.15 Uhr)

Ein neuer Dokumentarfilm anlässlich der großen MAK-Ausstellung „Fortschritt durch Schönheit“ von Josef Hoffmann – Meisterschüler von Otto Wagner, Gründungsmitglied der Wiener Secession (1897), früh berufener Professor an der Kunstgewerbeschule (1899) und Mitbegründer der Wiener Werkstätte (1903): Hoffmann, dessen 65. Todestag sich heuer jährte, gestaltete die Dinge vom Scheitel bis zur Sohle. Keine Bauaufgabe war ihm dafür zu groß, kein Gebrauchsgegenstand zu klein. Als treibende Kraft in Design und Architektur prägte er – gemeinsam mit Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Koloman Moser sowie vielen anderen Kreativen wie u. a. der Modemacherin Emilie Flöge – den Look der Wiener Moderne. Filmemacher und Produzent Rudolf Klingohr zeigt in einem neuen, vielschichtigen TV-Porträt die Highlights des umfangreichen Schaffens sowie neueste Erkenntnisse der Forschung über den wegweisenden österreichischen Architekten und Designer.
_______________________________________________________________

Zur Lage der Nation – Kamingespräch mit Roland Düringer, Günther Groissböck und Reinhard Jesionek

prev
https://www.youtube.com/watch?v=wlnPZXVwJHs

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.