DIE SAMSTAG-PRESSE, 25. JULI 2026

DIE SAMSTAG-PRESSE, 25. JULI 2026

Passion (konzertant) 2026: Sarah Aristidou (Lei), Georg Nigl (Lui), Franck Ollu (Musikalische Leitung) © SF/Jan Friese

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE, 25. JULI 2026

Salzburg/Kollegienkirche
Das Solisten-Duo Aristidou – Nigl sticht Leidenschaft in mein Herz
Dusapins Passion erzählt die Geschichte von Orpheus und Eurydike. Das Cembalo mit zart zerbrechlichen Lento-Soli verheißt mir Leidenschaft. Ich empfinde sie, sickernd, wogend, anrührend, manchmal atemlos. Zugleich ist sie ungreifbar weit entfernt. Das Orchester geht mir in den Bauch. Die volle Klaviatur der Leidenschaft sticht mir das Solisten-Duo Aristidou – Nigl ins Herz, unterstützt von der Schola Heidelberg.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

Salzburger Festspiele
Meditation statt Oper: Passion zieht in den Bann
Muss Oper immer großes Theater sein? Pascal Dusapins Passion gibt darauf eine überraschende Antwort. Die konzertante Aufführung bei den Salzburger Festspiele zeigte am Donnerstag in der Kollegienkirche, dass manchmal gerade der Verzicht auf szenischen Aufwand die größte Wirkung entfaltet.
https://www.krone.at/4230661

Pascal Dusapins „Passion“ bei den Salzburger Festspielen: Ebenso poetisch wie rätselhaft
Ein antiker Mythos ist so schnell nicht auserzählt. Und starke Musik erzählt Geschichten auch dann, wenn der Text bewusst vage bleibt. Das ist vielleicht keine neue Erkenntnis, war aber in der Salzburger Kollegienkirche am 23. Juli ganz unmittelbar und eindrücklich mit der konzertanten Aufführung der Oper „Passion“ von Pascal Dusapin zu erleben.
BR-Klassik.de.dusapin

Was Sie und Er sich nicht zu sagen haben
„An den Rändern einer Bresche des Hörens offenbart sich ein anderes Wahrscheinliches.“ Mit dem grandios-nebulosen Satz wird Pascal Dusapin im Programmheft zu seiner am Donnerstag (23.7.) in der Kollegienkirche konzertant aufgeführten Oper Passion zitiert. Passt gut zum Inhalt, die Nebelgranate. Die Musik ist aber viel, viel griffiger.
Drehpunkt.Kultur.at.kollegienkirche

Bayreuth
Übertragungen im Radio, TV und Video-Livestream
Am 25. Juli werden die Bayreuther Festspiele 2026 eröffnet – und der Bayerische Rundfunk ist dabei. BR Klassik überträgt den Festakt zum 150. Geburtstag, die Premiere von Wagners Oper „Rienzi“ und den ganzen „Ring“ deutschlandweit im Radio. Außerdem gibt es Wagner-Crashkurse als Video und Hintergrundberichte online für Wagner-Kennerinnen und -Entdecker. Hier gibt es alle Informationen zu den Sendeterminen.
Festakt „Symphonie Nr. 9“ zum 150.Geburtstag
Samstag, 25. Juli um 20.03 Uhr (live-zeitversetzt im Radio)
Ludwig van Beethoven, Neunte Sinfonie u.a.
auf BR Klassik (ARD Radiofestival, auch Deutschlandradio)
Premiere „Rienzi“
Sonntag, 26. Juli
Live im Radio auf BR Klassik: (ARD Radiofestival / Deutschlandradio)
15.05 Uhr        Live: Auftakt in Bayreuth, Festspielmagazin
15.57 Uhr        Live-Übertragung: „Rienzi“
im Anschluss: „Kritisches Trio“
mit Christine Lemke-Matwey (ZEIT), Christian Wildhagen (NZZ) und Bernhard Neuhoff (BR-Klassik),
Moderation: Sylvia Schreiber
Video-Livestream:
16.00 Uhr        Video-Livestream bei ARD Klassik in der ARD Mediathek
(zum Abruf verfügbar bis 31.12.2026)
TV-Aufzeichung:
1. August, 20.15 Uhr        3sat
(nach Ausstrahlung 30 Tage in der Mediathek verfügbar)
BR.KLassik.de.bayreuth.in.den.medien

Bayreuth
Bayreuther Festspiele: Andreas Schager singt Rienzi-Premiere
150 Jahre Bayreuther Festspiele: Heldentenor Andreas Schager spricht im Interview über die Premiere von „Rienzi“, Wagners Faszination, den Ballast der Geschichte und die besondere Energie auf dem Grünen Hügel.
Bayreuther Festspiele: Andreas Schager singt Rienzi-Premiere | ndr.de

Bregenz/Die Ausflüge des Herrn Broucek
„Die Ausflüge des Herrn Brouček“ – Youval Sharon inszeniert Janáček in Bregenz
Audio von Jörn Florian Fuchs (4,55 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio

Bregenz/ Die Ausflüge des Herrn Broucek
Janáček-Oper in Bregenz: Reich an Promille
Mit seiner Kleinbürger-Satire hatte Leoš Janáček 1920 kein Glück beim tschechischen Publikum, das von der Mischung aus pathetischer Musik und ironischen Anspielungen auf die Nationalgeschichte irritiert war. Als „Bier“-Oper kann das sehr unterhaltsam sein, am Aufwand fehlte es in Bregenz nicht. Und so lief die Premiere.
BR-Klassik.de.ausfluege.

Spießerchens Mondfahrt: „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ in Bregenz bezaubern
Musikalisch gelingt Janáčeks satirische Oper bei den Bregenzer Festspielen fulminant, die Bildwelten von Yuval Sharon gewinnen das Publikum durch charmante Fantastik
DerStandard.at.story.spießerchen

Ein Häuschen fliegt zum Mond (Bezahlartikel)
Leoš Janáčeks „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ bei den Bregenzer Festspielen ist große Theaterzauberei. So fröhlich das alles ist – dem Komponisten ging es um Geschichtsbewusstsein.
SueddeutscheZeitung.de.broucek

Wir sind alle Dada-Gaga – Im Bregenzer Festspielhaus blüht Leos Janáčeks Opern-Orchidee „Die Abenteuer des Herrn Brouček“
Polit-religiöser Wahn und sogar Irrsinn feiern derzeit Triumphe. Unsere Welt scheint vielfach aus den Fugen. Vergleichbares musste Komponist Leos Janáček 1916–17 durchleben: Weltkrieg, nationale Unabhängigkeitswünsche, zunehmende Gesellschaftskritik, künstlerische Umbrüche, private Turbulenzen … Dazu passte keine regelgerechte Oper…
NeueMusikzeitung/nmz.de

Bregenzer Festspiele: Herr Brouček sucht das Glück – und findet es
Yuval Sharon inszeniert Leoš Janáčeks Satireoper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ als scharfen, aber nie plakativen Kommentar auf unsere Gegenwart. Das Publikum im Festspielhaus feierte den Abend – und darf sich auf Sharons „Fliegenden Holländer“ auf der Seebühne 2028 freuen.
TirolerTageszeitung.com

Wurstesser ärgert Mondbewohner
Den Bregenzer Festspielen gelingt mit Leoš Janáčeks selten aufgeführter musikalischer Satire Die Ausflüge des Herrn Brouček im Festspielhaus eine festspielwürdige Produktion.
DrehpunktKultur.at.mondbewohner

Bregenz/La Traviata
„La traviata“: Dem Sterben am See fehlt die Poesie

Premiere zur Festspieleröffnung: Musikalisch überzeugend, szenisch mäßig gelungen präsentiert sich die Neuproduktion von Giuseppe Verdis „La traviata“ auf dem Bodensee.
https://www.krone.at/4229565

Scherbengericht für eine Kurtisane (Bezahlartikel)
Mit Giuseppe Verdis Oper „La traviata“ eröffnen die 80. Bregenzer Festspiele. Die intime Tragik und die spektakuläre Bühne finden dabei nicht immer zueinander. Aber alle Vorstellungen sind schon jetzt ausverkauft.
FrankfurterAllgemeine.net.scherbengericht

„La Traviata“ in Bregenz: Diese Scherben bringen (fast) nur Glück (Bezahlartikel)
Verdis „La Traviata“ als Spiel auf dem See: Im großen Ganzen gelingt Regisseur Damiano Michieletto der Spagat zwischen dem Intimen und dem Monumentalen. Auch musikalisch gibt es Grund zur Zufriedenheit.
DiePresse.com.traviata.in.bregenz

80 Jahre Bregenzer Festspiele
Scherben und Schicksal: Die «Traviata» auf dem Bodensee
Damiano Michieletto bringt Giuseppe Verdis «La Traviata» erstmals auf den Bodensee, so bildstark wie ergreifend. Verdis suggestives Preludio zum beliebten Meisterwerk verheisst nichts Gutes. Genauso wie der zerberstende Spiegel, den Starregisseur Michieletto und sein Stamm-Bühnenbildner Paolo Fantin als Seebühne dazu erschaffen haben. 28 Meter hoch ragt er ins Abendrot über dem Bodensee, die 86 Scherben werden zur Spiel-, Projektions- und Reflexionsfläche des tragischen Schicksals der Kurtisane Violetta.
srf.kultur.buehne

Bregenz/Festspiele
„La traviata“ als Spiel auf dem See: Plantsch-Party im Scherbenhaufen
Bregenzer Festspiele: Damiano Michieletto verlegte die Geschichte der Kurtisane aus dem 19. Jahrhundert in die Roaring Twenties
Kurier.at.traviata

Toblach/ Gustav Mahler-Saal
Ein Currentzis-Moment in Toblach: Dirk Kaftan entfesselt Mahlers Erste
Kann man Mahler eindringlicher spielen, als es in Toblach geschehen war? Ja, aber nur selten. Was das Beethoven Orchester Bonn bei den Gustav Mahler Musikwochen aus Mahlers Erster rausholt, entbehrt jeglichen Vergleichs.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wien/ Konzerthaus
September & Oktober 2026
Konzertempfehlungen des Intendanten und ein digitaler Einblick in unsere Konzerthaus Nachrichten
https://konzerthaus.at/de/mediathek/september-oktober-2026/149

 

Salzburg/ Carmen
So aufregend wird die „Carmen“
Bizets „Carmen“ zählt zu den beliebtesten und meistgespielten Opern. Bei den Salzburger Festspielen ist sie ein seltener Gast. Nun kehrt „Carmen“ aber zurück. Und zwar in Starbesetzung: Asmik Grigorian singt die Carmen zum ersten Mal – mit Tenor Jonathan Teleman an ihrer Seite. Am Sonntag ist Premiere.
BR-Klassik.de.carmen

Bayreuth
150 Jahre Bayreuther Festspiele: Als die Wagners Adolf Hitler hofierten
Diesen Freitag startet das Festival. Im Jubiläumsjahr steht es auch wegen seiner NS-Vergangenheit im Rampenlicht. Wie hält es der grüne Hügel mit dem braunen Ballast?
DerStandard.at.bayreutherfestspiele

Der Gurnemanz hat selber Dreck am Stecken (Bezahlartikel)
Georg Zeppenfeld singt auch in diesem Jahr den Gurnemanz im Bayreuther „Parsifal“. Hier spricht er über Körper und Stimme, den Rhythmus der Sprache und die Kunst, Pause zu machen.
FrankfurterAllgemeine.net.feuilleton

„Das ,Rheingold’-Raunen fuhr mir in den Unterleib“: Diese Bayreuth-Erlebnisse haben unsere Kritiker geprägt (Bezahlartikel)
Die Festspiele werden 150 – unsere Kritiker erinnern sich an die letzten vier Jahrzehnte vor und hinter der Bayreuther Glanzkulisse.
Tagesspiegel.de.kultur

150 Jahre Bayreuther Festspiele: Warum das Jubiläum auf dem Grünen Hügel so besonders wird
Die Bayreuther Festspiele werden 150 Jahre alt: Der geniale und umstrittene Künstler Richard Wagner prägte die Stadt und hinterließ der Nachwelt ein weltweit bekanntes Festival.
MuenchnerMerkur.de.jubiläum

Tegernsee
Cecilia Bartoli am Tegernsee: Wie man sich einen Weltstar angelt
Helge Augstein ist ein Coup gelungen. Im Interview verrät er, wie das Engagement der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli über die Bühne ging.
MuenchnerMerkur.lokales.bartoli

Links zu englischsprachigen Artikeln

London
Grimeborn: Così fan tutte?! – Arcola Theatre, London
https://www.thereviewshub.com/grimeborn-cosi-fan-tutte-arcola-theatre-london/

BBC Symphony Orchestra firing on all cylinders for its first BBC Prom in 2026
seenandheard.international.com.proms

BBC Proms 2026 – BBC Symphony Orchestra – Sakari Oramo conducts György Kurtág’s Stele & Mahler’s Sixth Symphony.
colins.columne.bbc.proms

Sueye Park’s Proms performance was truly special (Subscription required)
The young violinist tackled a notoriously difficult concerto – plus the best of this year’s Proms
https://www.telegraph.co.uk/music/classical-music/best-bbc-proms-2026-reviews/

Glyndebourne
Ariadne auf Naxos, Glyndebourne review – from the half-life of the marionettes
TheArts.desk.com.opera.ariadne

Richard Strauss, Ariadne auf Naxos at Glyndebourne
https://operatoday.com/2026/07/richard-strauss-ariadne-auf-naxos-at-glyndebourne/

New York
Turkish delight on a moonlit night
While it may not be top-tier Rossini, Teatro Nuovo’s mounting of Il turco in Italia is still good summer fun.
https://parterre.com/2026/07/23/turkish-delight-on-a-moonlit-night/

Des Moines
Des Moines: King Roger Reigns Supreme
https://operatoday.com/2026/07/des-moines-king-roger-reigns-supreme/

Sydney
The Merry Widow (Opera Australia)
Making her title role debut, Emma Pearson invites us to the Silver Age of Viennese operetta, and the entire company comes to the party.
https://limelight-arts.com.au/reviews/the-merry-widow-opera-australia-3/

Feuilleton
Q & A: Brenden Gunnell on the Role of Tristan & New CD Release of ‘The Marshes of Glynn and Song of the Prairies’ by Andrew Downes
operawire.com.brenden.gunnell

Recordings
Beethoven: The Last Three Sonatas/Mitsuko Uchida album review – the music emerges as if new
TheGuardian.com.music.beethoven

Ballett / Tanz

Wien/ ImPulstanz
„Echo Body“ von Magdalena Forster: Verträumte, verunsicherte Orgelpfeifen
Der Klangraum der jungen Österreicherin bei Impulstanz ist ein Zeichen einer Krise junger Choreografie
DerStandard.at.story.magdalena.forster

Ballet / Dance
In Burn the Floor’s Supernova Nikita, Nadiya and a talented ensemble display a love and passion for dance
seenanheard.international.com.supernova

Bücher

Der Künstler Karajan lässt sich nicht vom politischen Menschen trennen
In diesen Tagen erscheint Wolfgang Ratherts neue Biografie Herbert von Karajan. Macht – Ohnmacht – Vermächtnis. BackstageClassical veröffentlicht daraus als Vorabdruck ein zentrales Kapitel über Karajans Jahre als Generalmusikdirektor in Aachen – jene Zeit, in der der junge Dirigent seinen kometenhaften Aufstieg begann und sich zugleich im kulturpolitischen System des Nationalsozialismus etablierte.
backstage.classical.com.karajan

Politik

Österreich
Letztes Aufbäumen
Parteiausschluss: Jetzt spricht Walter Ruck selbst
Am Freitagabend geht es wohl „Ruck-zuck“: Die ÖVP um Parteichef und Bundeskanzler Christian Stocker wird den Wiener Wirtschaftskammer-Präsidenten aus der Partei ausschließen. Er selbst meldet sich zuvor noch in einem Schreiben an den schwarzen Parteivorstand zu Wort.
https://www.krone.at/4230522

ÖVP-Ausschluss fix: Ruck soll gehen – und bleibt trotzdem
Am Freitag entschied der ÖVP-Bundesparteivorstand einstimmig, Walter Ruck aus der Partei auszuschließen. Seine Funktion als Wiens Wirtschaftskammerpräsident werde er so oder so behalten, ließ er zuvor ausrichten.
Kurier.at.parteiausschluss

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Unter’m Strich

Auf die KI-Party folgt der Kater: Anleger verlieren Geduld mit Tesla und Alphabet
Tesla und Alphabet werden nach gar nicht so schlechten Quartalszahlen fallen gelassen. Die Anleger wollen Cash-Flow sehen, nicht Ausgaben. Ist die KI-Rallye zu Ende? Tesla und Alphabet arbeiten an einer Zukunft, die von Künstlicher Intelligenz, autonomem Fahren und Robotik geprägt ist. Tesla-Chef Elon Musk verspricht eine Wirtschaft ohne Mangel, ein Leben in Fülle, in dem körperliche Arbeit nur noch freiwillig stattfindet. Alphabet-Chef Sundar Pichai neigt weniger zu überschwänglichen Visionen, doch auch die Google- und DeepMind-Entwickler versprechen eine Welt, in der KI-Agenten die mühsame, repetitive Bildschirmarbeit übernehmen und Arbeit kreativer und weniger bürokratisch machen und in der KI blitzschnell maßgeschneiderte Medikamente für jede Art von Krebs entwickeln kann.
DiePresse.com.tesla

Frankenmarkt/Oberösterreich
Schwimmbad-Pächter: Nach Elektroschocker-Affäre droht nun das Aus
„Wir sind verzweifelt, bitte um Mithilfe!“ Den Pächtern droht nach dem Elektroschocker-Eklat im Freibad Frankenmarkt in Oberösterreich die Kündigung des Vertrags. Ein Aufruf in sozialen Kanälen, positive Rückmeldungen an die Gemeinde zu schicken, schlug Wellen.
https://www.krone.at/4229718

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 25. JULI 2026)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 25. JULI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

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Bayreuth
Übertragungen im Radio, TV und Video-Livestream
Am 25. Juli werden die Bayreuther Festspiele 2026 eröffnet – und der Bayerische Rundfunk ist dabei. BR Klassik überträgt den Festakt zum 150. Geburtstag, die Premiere von Wagners Oper „Rienzi“ und den ganzen „Ring“ deutschlandweit im Radio. Außerdem gibt es Wagner-Crashkurse als Video und Hintergrundberichte online für Wagner-Kennerinnen und -Entdecker. Hier gibt es alle Informationen zu den Sendeterminen.
Festakt „Symphonie Nr. 9“ zum 150.Geburtstag
Samstag, 25. Juli um 20.03 Uhr (live-zeitversetzt im Radio)
Ludwig van Beethoven, Neunte Sinfonie u.a.
auf BR Klassik (ARD Radiofestival, auch Deutschlandradio)

rienz
Gabriela Scherer (Irene in „Rienzi“
/
Premiere „Rienzi“
Sonntag, 26. Juli
Live im Radio auf BR Klassik: (ARD Radiofestival / Deutschlandradio)
15.05 Uhr        Live: Auftakt in Bayreuth, Festspielmagazin
15.57 Uhr        Live-Übertragung: „Rienzi“
im Anschluss: „Kritisches Trio“
mit Christine Lemke-Matwey (ZEIT), Christian Wildhagen (NZZ) und Bernhard Neuhoff (BR-Klassik),
Moderation: Sylvia Schreiber
Video-Livestream:
16.00 Uhr        Video-Livestream bei ARD Klassik in der ARD Mediathek
(zum Abruf verfügbar bis 31.12.2026)
TV-Aufzeichung:
1. August, 20.15 Uhr        3sat
(nach Ausstrahlung 30 Tage in der Mediathek verfügbar)
BR.KLassik.de.bayreuth.in.den.medien

Bayreuth
Bayreuther Festspiele: Andreas Schager singt Rienzi-Premiere
150 Jahre Bayreuther Festspiele: Heldentenor Andreas Schager spricht im Interview über die Premiere von „Rienzi“, Wagners Faszination, den Ballast der Geschichte und die besondere Energie auf dem Grünen Hügel.
Bayreuther Festspiele: Andreas Schager singt Rienzi-Premiere | ndr.de

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Stabilität in bewegten Zeiten: Badisches Staatstheater zieht Bilanz der Spielzeit 2025/26 – Kooperationen verstärkt, Netzwerke ausgebaut

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Badisches Staatstheater Karlsruhe/Foto: Thomas Schöneberger

Mit einer sehr gut besuchten Tanz-Fest-Woche des Staatsballett Karlsruhe, den ausverkauften Opern A Midsummer Night‘s Dream und Rigoletto im Großen Haus sowie einer ausgebuchten Schauspielvorstellung Man kann auch in die Höhe fallen und Digitaltheater-Vorstellung von 1984 / 2052 im Kleinen Haus leitet das Staatstheater Karlsruhe den Countdown zum Spielzeitfinale ein. Die Bilanz hinsichtlich Besuchenden- und Veranstaltungszahlen am Badischen Staatstheater zum Saisonende der Spielzeit 2025/26 verzeichnet insgesamt 988 Veranstaltungen; inklusive auswärtiger Gastspiele steigt die Zahl sogar auf über 1.000 Veranstaltungen. Über rund 250.000 Besuche konnte sich das Staatstheater in Karlsruhe in den verschiedenen Sparten inklusive Rahmenprogramm freuen, davon über 54.000 Schüler:innen und Studierende. Zuzüglich der knapp 10.000 Besucher:innen bei auswärtigen Gastspielen der Oper, der Badischen Staatskapelle, des Staatsballett Karlsruhe, des Schauspiels sowie des Jungen Staatstheaters konnte das Mehrspartenhaus nahezu 260.000 Menschen erreichen. Insgesamt ist eine Gesamtauslastung von 77 Prozent zu konstatieren.

Nicht in die Statistik eingeflossen sind die rund 10.000 Menschen, die zum Spielzeitfinale die Badische Staatskapelle bei DAS FEST im Freiluft-Konzert Mount Klassik erleben werden, sowie die rund 1.700 Gäste von DER BALL im November 2025, den Staatskapelle und Staatsballett Karlsruhe feierlich in der Schwarzwaldhalle eröffneten.

Insgesamt ist ein leichter Rückgang um rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Ursächlich dafür sind Kapazitätsbeschränkungen in der größten Spielstätte des Theaters: Im Großen Haus wurde seit September 2025 baubedingt die Kapazität auf 903 Plätze beschränkt, was zu einer Reduktion um rund 10 Prozent der belegbaren Plätze je Vorstellung und den vollständigen Verzicht auf Stehplätze führte, um weiterhin die baurechtliche Sicherheit des Publikums zu gewährleisten. 195 der insgesamt 988 Veranstaltungen fanden im Großen Haus statt – somit ein schmerzlicher Verlust angesichts der überaus großen Nachfrage bei Produktionen wie der Uraufführung Dracula, den Opernproduktionen Lohengrin und Rigoletto, den Händel-Opern und den beliebten Sinfoniekonzerten, oder dem höchst nachgefragten Programm (wie etwa dem Weihnachtssingen) rund um den Jahreswechsel. Mindestens ebenso einschneidend wirkt sich der Verlust des Studios als Spielstätte v. a. für Schauspiel und Digitaltheater aus – anstelle von 192 Veranstaltungen in der Vorsaison fanden 11 kleine Konzert-Veranstaltungen statt (NachtKlänge, Kinderkonzert Kurt Murks und die Schrottroboter).

„Erfreulich ist, dass wir mit dem Studio für die Badische Staatskapelle einen längst notwendigen adäquaten Proberaum geschaffen haben, in dem allerdings nur wenige Kleinformate für Publikum stattfinden können. Die Verlegung von Produktionen an andere Spielorte wie die Insel, das Neue Entrée oder das Electric Eel konnten den Wegfall der Studiobühne aber leider nicht kompensieren“, so Intendant Christian Firmbach.

Dennoch bewährte sich das Neue Entrée als neuer Aufführungsort u. a. für die Schauspiel-Produktionen All das Schöne und Debritz sowie für die Digitaltheater-Inszenierung Broadcast Yourself und die interaktive Gaming-Reihe Let’s Play!. Auch andere Reihen wie der Ballett-Talk, die KlangÖffner oder die Diskussionsreihe #Grundrechte in Kooperation mit dem SWR etablierten das Neue Entrée weiter als Veranstaltungsort für verschiedene Formate. Als Projekt-Spielort konnte die Bar Electric Eel dank einer Kooperation erobert werden – mit der stets ausverkauften Schauspiel-Produktion Immer noch da.

„In Anbetracht der Gesamtumstände mit knapperen Haushaltsmitteln – sowohl der öffentlichen Hand als auch der privaten Haushalte – und dem daraus resultierenden Publikumsverhalten können wir mit den erreichten Ergebnissen insgesamt zufrieden sein“, so der Kaufmännische Intendant Johannes Graf-Hauber. Auch wenn der Wegfall der Spielstätte Studio und die Kapazitätsbeschränkungen im Großen Haus natürlich Spuren hinterlassen. „Besonders ist es gelungen Kooperationen in der Stadt zu verstärken und werthaltige Netzwerke für die Zukunft auszubauen“, so Graf-Hauber weiter, und nennt hierzu u. a. die Hemingway Lounge und das Young Classic Sound Orchestra in Verbindung mit der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und die Partnerinstitutionen im Netzwerk Nachhaltige Kultur Karlsruhe (darunter ZKM, Tollhaus oder Staatliches Museum für Naturkunde u. v. a.).

Betriebsdirektorin Uta-Christine Deppermann bekräftigt die enormen Herausforderungen für einen Live-Betrieb wie das Staatstheater, in dem viele Unwägbarkeiten zu disponieren waren: „Einige hitzebedingte Absagen im nicht klimatisierten Spielort Insel im Juni und eine kurzfristige Havarie der Brandmeldeanlage am 17.7., die den Ausfall einer ausverkauften Dracula-Vorstellung im Großen Haus und eine Schauspiel-Absage im Kleinen Haus zur Folge hatte, schlagen negativ zu Buche. Ebenfalls war das Staatstheater von Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di am 19.12. sowie am 23.1. betroffen.“ Auch diese schlagen sich in den Zahlen nieder mit einer abgesagten Schauspiel-Vorstellung (Die Verlorenen) sowie den Streik-Bedingungen angepasste Vorstellungen von La Bohème, La Dolce Vita sowie Breaking the Waves, die dem Publikum vorab transparent kommuniziert wurden, aber dennoch zu Stornierungen führten.

Positiv zu erwähnen ist außerdem die weiterhin vorangetriebene Vernetzung mit der Stadt: So wurde etwa DER BALL im Kongresszentrum Karlsruhe, ein großes gesellschaftliches Ereignis im Festkalender des KIT-Jubiläumsjahrs 2025, durch das Badische Staatsballett und die Badische Staatskapelle feierlich eröffnet – und auch am 16. Januar 2027 würde das Badische Staatstheater das Event wieder mitgestalten. Eine bleibende Verbindung zum Karlsruher Institut für Technologie (KIT) existiert seit Anfang des Jahres: seit 2026 können Studierende des KIT dank der neu begründeten Kooperation die Studi-Flatrate wie alle anderen Hochschulen in der Stadt nutzen.

Kooperationen wurden zudem begründet mit dem Filmtheater Schauburg – die neue Reihe TheaterFilm wird sich 2026/27 fortsetzen. Ebenso fortgesetzt wird die künstlerische Kooperation mit dem Künstlerhaus Edenkoben in der Pfalz, und die Kooperation mit dem Club Stadtmitte, die Theater und After Show-Party in guter Nachbarschaft ermöglicht. Die raumobil GmbH aus Durlach unterstützt weiterhin mit der smarten App-Lösung smart mobility map (kurz: smap) eine nachhaltige Anreise zum Staatstheater, und im Rahmen der Wochen der Nachhaltigkeit 2027 vernetzen sich erneut große und kleine Kulturplayer als kreative Ressource – mit derzeit 15 Institutionen, die sich im Netzwerk Nachhaltige Kultur Karlsruhe organisiert haben.

Das Staatstheater stellte seine Räumlichkeiten auch für Gastspiele zur Verfügung: Unter anderem war das Deutsche Ärzteorchester zu Gast und erwirtschaftete mit dem Benefizkonzert am 20.6. im Großen Haus einen Spendenerlös von knapp 4.300 Euro für die Diakonie Baden. Die Spenden kommen direkt der Vesperkirche Karlsruhe zugute, die Menschen in Not mit warmen Mahlzeiten, medizinischer Versorgung und Sozialberatung helfen.

Zudem konnte das Badische Staatstheater im zweiten Jahr der neuen Intendanz auch bei auswärtigen Gastspielen künstlerische Auftritte auf höchstem Niveau an anderen Orten präsentieren und damit insgesamt knapp 10.000 Menschen erreichen: So führten Gastspiele der Oper das Ensemble in die südkoreanische Partnerstadt Daegu, das Badische Staatsballett trat unter anderem in Ballettgalas in den Theatern in Bremerhaven und Pforzheim auf, und die Badische Staatskapelle reiste zu erfolgreichen Auftritten bei der Landesgartenschau in Ellwangen und zum Schleswig-Holstein Musik Festival nach Kiel.

Bei den Themen Barrierefreiheit und Inklusion konnte sich das Badische Staatstheater sukzessive weiterentwickeln: Auch diesmal ging das Junge Staatstheater mit leuchtendem Beispiel voran und zeigte wie in den Vorjahren das Familienstück zur Weihnachtszeit Die Schneekönigin zusätzlich mit verschiedensprachigen Übertiteln sowie mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdensprache und Audiodeskription (Hörbeschreibung). Dank einer Förderung konnte zudem die Produktion Robin Hood in der Insel wieder mit einem vergleichbaren barrierefreien Angebot ausgestattet werden. Für die kommende Spielzeit ist für das Familienstück Der Zauberer von Oz ein ähnliches Angebot geplant. Zudem konnte und kann sich das Badische Staatstheater über professionelle Unterstützung freuen: Das Badische Staatstheater nahm in der Spielzeit 2025/26 am Qualifizierungsprogramm „Mehr Diversität in Kultur“ teil – unterstützt durch das Programm „Access Maker – Innovationshub“ von Un-Label aus Köln. Im Rahmen dieses Coachings entstand auch ein Filmbeitrag des Bayerischen Fernsehens für die Sendung „Sehen statt hören“, dem deutschlandweit einzigen Sendeformat für eine Taube Zielgruppe. Außerdem nimmt das Staatstheater Karlsruhe am Kooperationsprogramm „Kurswechsel Kultur – Netzwerk. Richtung. Inklusion.“ der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg e. V. sowie des Zentrums für Kulturelle Teilhabe Baden-Württemberg (ZfKT) teil und profitiert vom Austausch mit anderen Kulturinstitutionen. „Angesichts von Kürzungen und Personalabbau wird es jedoch zunehmend schwieriger, inklusive Programmangebote umzusetzen“, so die Theaterleitung.

Sparte Oper

Von den insgesamt 138 Veranstaltungen der Opernsparte (bei durchschnittlich 77 Prozent Auslastung) mit stabilen 79.000 Gesamtbesucher:innen erwies sich erwartungsgemäß die Händel-Festspieloper Tamerlano als die einnahmenstärkste Produktion. Auch die Wiederaufnahme der Händel-Oper Rinaldo brachte beste Einnahmen – wie auch die Neuinszenierung von Wagners Lohengrin durch das Regieteam um Manuel Schmitt, das mit seinem starken Regiezugriff und der eindringlichen Mahnung vor politischen Verführungsmechanismen darüber hinaus bei allen sieben Vorstellungen restlos ausverkaufte Ränge verbuchen konnte. Internationales Presseecho fand neben Lohengrin insbesondere die Wiederentdeckung von Jean-Philippe Rameaus Oper Les Boréades, die die Programmlinie unbekannter französischer Werke fortsetzte und auch die Ballettcompagnie in hohem Maße szenisch einbezog, und insgesamt eine erfreuliche Auslastung von über 91 Prozent verzeichnete. Die charmanten Comedian Harmonists erfreuten sich auch in der Wiederaufnahme großer Beliebtheit, ebenso die Wiederaufnahme La Bohème. Auch Anna Dreschers bildstarke Neuinterpretation des Opernkrimis Rigoletto sorgte für große Nachfrage. In den Genuss zweier Werke konnten auch Menschen kommen, denen der Besuch vor Ort nicht möglich war: Francis Poulencs ergreifendes Werk Les Dialogues des Carmélites wie auch Tamerlano wurden von SWR Kultur aufgezeichnet und in der Reihe ARD Oper gesendet.

Die Festspielleitung der 48. Internationalen Händel-Festspiele 2026, bestehend aus Operndirektor Christoph von Bernuth als Künstlerischem Leiter, der Leitenden Opern- und Konzertdramaturgin Stephanie Twiehaus und Orchesterdirektor Oliver Kersken, konnte eine noch positivere Bilanz ziehen als im Vorjahr: Im Festspielzeitraum vom 20. Februar bis zum 8. März 2026 wurden die insgesamt 28 Veranstaltungen von über 15.000 Menschen besucht. Dabei konnten allein die 14 Opernaufführungen und Konzerte im Großen Haus des Staatstheaters eine Auslastung von über 90 Prozent verbuchen. Darüber hinaus entwickelten sich die Festspiele zu einem wahren Fest der Countertenorstimmen: Sopranist Maayan Licht sorgte für ein restlos ausverkauftes Haus im Galakonzert, und die Farinelli-Galaversammelte erstmals fünf Countertenöre, darunter auch den Weltstar Bruno de Sà, der im kommenden Jahr zurückkehren wird.

Vorverkauf und erste Premieren

Der Vorverkauf der gesamten neuen Spielzeit ist bereits gestartet. Tickets können online, telefonisch oder bei unserem Team vom Kartenservice vor Ort im K. erworben werden.

Spannende Premieren erwarten das Publikum:

Im Musiktheater eröffnet Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical Sunset Boulevard mit den internationalen Musical-Stars Filippo Strocchi und Vasiliki Roussi. Die Schauspiel-Uraufführung Das Prinzip Hoffnung verwandelt das große Werk des Philosophen Ernst Bloch in ein Stück Postgenre-Musiktheater, und das Staatsballett startet mit einer Neukreation der Cinderella-Geschichte für Kinder und Familien. Das junge Staatstheater erzählt in der Uraufführung familienalbum.karlsruhe ein Stück jüdischer Stadtgeschichte, das Digitaltheater macht einen nächtlichen Ausflug ins Naturkundemuseum mit Karneval der Tiere, und das Konzertprogramm beginnt mit Highlights wie Dvořáks Sinfonie „Aus der neuen Welt“ im 1. Sinfoniekonzert.

Eine Vorschau des Programms von September und Oktober finden Sie hier.
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HEINZ SICHROWSKY VERTEIDIGT kUNST UND KULTUR (Auszug aus News/Sichrovsky-Newsletter

­Odysseus vs. Wiederkehr
­Ob und wie Christopher Nolans „Odyssee“-Film gelungen ist, kann ich Ihnen nicht sagen. Meine einschlägige Expertise endet vor etwa zehn Jahren, als meine jüngere Tochter dem „Ab durch die Hecke“-Alter zu entwachsen begann. Dass das Produktionsbudget von 250 Millionen Dollar am ersten Wochenende eingespielt wurde, weil die halbe Welt den Dreistünder sehen will, freut mich. Allerdings aus anderen Gründen als die Produzenten: Welche Kraft und Magie Weltliteratur doch aufzubringen vermag, und die griechische Antike im Besonderen! In 2.700 Jahren ist hier nichts veraltet, während sich das Science-Fiction-Genre bis auf epochale Ausnahmen stündlich selbst überholt. Auch an der „Medea“ kommen bis heute wenige vorbei, wenn es um die Darstellung von Isolation und Herrenmenschendünkel geht. Ödipus und Elektra haben über Freud das Gesicht der Welt verändert.

All das steht im Kontrast zu den endlosen Verwüstungskampagnen unserer Bildungspolitik gegen Kunst und Literatur, zuletzt explizit die humanistische Bildung unter dem Zugriff des Neos-Ministers Wiederkehr. Vergleichen wir nun mit den Heroen der Gegenwart: Das Babler betreffende Heldenepos „Wahlkampf“ wurde staatlicherseits zwar nur mit 550.000 Euro gefördert, dafür aber am ersten Wochenende auch nur von 895 Personen, anschließend eher gar nicht mehr, gesehen. Wenn ich nun demoskopisch unseriös unterstelle, dass Babler hundert Mal bekannter ist als Wiederkehr, so erschienen mir für die zu erwartenden 89 Besucher auch 5.500 Euro Produktionsbudget überzogen. Sollte der Minister seine schon jetzt penetranten Marketing-Aktivitäten auf eine neue Ebene zu heben gedenken.
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Und jetzt nach Salzburg
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Die Salzburger Festspieleröffnungen habe ich schon ausgelassen, als noch nicht die Kulturwelt gerätselt hat, ob Karoline Edtstadler tatsächlich die Stirn hat, sich dort zu produzieren. Auch am allfälligen bablerschen Geleitgeplapper sollen sich andere erfreuen, so wie einander Land und Bund bei der Demontage des Intendanten Hinterhäuser an Subprovinzlertum überboten haben. Allerdings wünsche ich Babler ein mittelfristiges Fortleben in der Politik. Weil sich die roten Opportunisten, die ihn bekämpfen, dem Volkskanzler schon bundesweit als Spießgesellen andienen. Hingegen kann ich nicht erwarten, dass Edtstadler 2028 in eine dubiose Internetfirma ihres Erfinders Kurz abgewählt wird. Sollte dann die blaue Dame regieren, wird der Unterschied vernachlässigbar sein. Ich hatte nicht gedacht, dass ich das einmal schreiben würde.

Bei den Festspielen ist nicht nur die Intendanz neu auszuschreiben. Angeblich wurde der Spitzenkandidat Barrie Kosky von einem Kuratoriumsmitglied derart patschert kontaktiert, dass sein Interesse nachließ. Auch die Präsidentin Kristina Hammer könnte mit Vertragsende im März abgelöst werden. Hier wird qualifiziert der ehemalige Außenminister Schallenberg genannt. Das wäre eine Idee! Schallenberg hat in der Expertenregierung Bierlein das Kulturressort nebenbei übernommen, und glauben Sie mir: Besseres als der begeisterte, besonnene und gebildete Kulturmensch ist nicht annähernd nachgekommen. Hier stand einer immer für die konservativen Tugenden der alten ÖVP, die sich anno Kurz zur Karikatur ihrer selbst verzerrt hat.

Auszug aus „News“/Sichrowsky-Newsletter
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«Sieben britische Premiers in zehn Jahren – Kater Larry übernimmt an der Downing Street»

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