Die SONNTAG-PRESSE – 16. JUNI 2019

Die SONNTAG-PRESSE – 16. JUNI 2019

Foto: Youtube

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 16. JUNI 2019

Altmeister Franco Zeffirelli ist tot!
https://derstandard.at/2000104924746/Altmeister-Franco-Zeffirelli-ist-tot
Keiner konnte das Tragische so genießerisch wie er
Der italienische Regisseur Franco Zeffirelli inszenierte Filme wie Opern. Er bereitete Shakespeare-Stoffen und Diven wie Maria Callas oder Liz Taylor die ganz große Bühne. Ein Nachruf.
Die Welt.de
Italienischer Regisseur Franco Zeffirelli gestorben
Die Presse
Italienischer Regisseur Franco Zeffirelli ist tot
Er hatte eine ganz eigene Vorstellung davon, wie Opern in Szene zu setzen seien. Seine Inszenierungen waren üppig und bunt wie ein Tizian-Gemälde. Der Mensch Franco Zeffirelli galt als widerborstig und provokativ.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/franco-zeffirelli-regisseur-italien-1.4487842
Tod mit 96 Jahren: Franco Zeffirelli gestorben
Münchner Abenddzeitung
Zeffirellis gesungene Filme
Wiener Zeitung
Zum Tod von Franco Zeffirelli: „Ciao Maestro“
Frankfurter Allgemeine
Nachruf auf Zeffirelli: Der Überwältigungskünstler
Der italienische Regisseur war ein Perfektionist, der ästhetische Massstäbe in der Oper- und Filmwelt setzte. Immer wieder behandelten seine Arbeiten den Glauben und suchten die Göttlichkeit im Irdischen
.Neue Zürcher Zeitung
„Hamlet“ und „Tosca“Italienischer Regisseur Franco Zeffirelli ist tot
Franco Zeffirelli inszenierte Shakespeare-Kinodramen mit Stars wie Elizabeth Taylor und Opern mit Maria Callas. Später engagierte er sich politisch für Berlusconis Forza Italia. Nun ist er mit 96 Jahren gestorben.
Der Spiegel

„Konzertgänger in Berlin“
Allbadend: TRISTAN UND ISOLDE an der Staatsoper Unter den Linden
„Staatsoper für alle“ ist eine feine Sache mit endlich mal autofreien Unter den Linden und Live-Übertragung auf dem Bebelplatz. Doofer Name allerdings, denn Oper sollte ja immer „für alle“ sein. Dass die Sache sich #SOFA abkürzt und hashtaggt, macht sie aber wieder liebenswert. Tristan und Isolde also um 15 Uhr bei 30 Grad plus. Der Konzertgänger ist drinnen dabei. Heiß ist es im Saal, aber kühler als draußen: Olfaktorisch sind sowas schwierige Termine – ungeduscht, höchschte Luscht. Aber für Bayreuth-Veteranen pas de problème!
https://hundert11.net/allbadend/

Berlin/ Bebelplatz
Staatsoper für alle: Tristan, Isolde und viele Prominente
Hunderte Menschen besuchten die „Staatsoper für alle“ auf dem Bebelplatz. Auch am Sonntag wird Gratis-Klassik geboten.
Berliner Morgenpost

Wien/ Konzerthaus
Immer Bass und Verdi ist auch monoton – Bezahlartikel
„Great Voices“ im Konzerthaus: Ildar Abdrazakovs machtvoller Bass hätte stilistisch Abwechslung vertragen.
Die Presse

Wien
Die Wiener Festwochen haben wieder Relevanz
Christophe Slagmuylder hatte nicht viel Zeit für seine ersten Festwochen. Angesichts der Umstände bot er ein durchaus respektables Programm.
https://kurier.at/kultur/die-wiener-festwochen-haben-wieder-relevanz/400524646

Wiener Festwochen
Béla Tarrs „Missing People“: Eine Kathedrale für Vergessene
Dem ungarischen Ausnahmeregisseur gelingt zum Festwochen-Ausklang eine erhabene Begegnung mit Obdachlosen – kraftvolle Gesten, die lange nachwirken
Der Standard

„Konzertgänger in Berlin
Frugalfeurig: Constantinos Carydis bei den Berliner Philharmonikern
Schnackeliges Berliner Philharmoniker-Debüt von Constantinos Carydis. Nur hoffentlich kein Treppenwitz deutscher Austeritätspolitik, dasss ausgerechnet ein griechischer Dirigent in Berlin zum Sparen gezwungen wird: kein Solist, zwei reine Streicherstücke und zwei Mozartsinfonien mit überschaubarem Gebläse.
https://hundert11.net/frugalfeurig/

Innsbrucker Festwochen: Drum singe, wem Gesang gegeben!
Einige vokale Highlights im Programm Und welche vokalen Glanzlichter gibt es in diesem Sommer bei den Festwochen der Alten Musik zu erleben? Als „Introitus“ sind die Solisten des Chors des Bayerischen Rundfunks zu den Innsbrucker Gesangsfestspielen geladen. Unter der Leitung des großartigen Howard Arman wird zusammen mit dem Trompeten-Consort Innsbruck eine Rarität erklingen: die Missa a 16 con le trombe des Habsburgischen Hofkomponisten Reimundo Ballestra. Arman, der ehemalige Leiter der Festwochen, hat das Werk in einem Grazer Chorbuch entdeckt (am 4. 8., in der Stiftskirche Stams). –
Der Standard

Berlin/ Konzerthaus
So mitreißend beendet András Schiff die Saison
Das Konzerthausorchester muss Abschied nehmen von András Schiff. Er präsentierte sich noch einmal mit all seinen Talenten.
Berliner Morgenpost

Berlin/ Philharmonie
Ein um seine Leichtfüßigkeit beraubter Mozart klingt auch in C-Dur merkwürdig düster
Der griechische Dirigent Constantinos Carydis ist ein Neuling am Pult der Berliner Philharmoniker, sein Debüt in Berlin fällt ausgerechnet in die Tage einer frühsommerlichen Hitzewelle.
Das Programm aus zwei späten Mozartsymphonien und für Orchester arrangierte Kammermusikwerke von Dmitri Schostakowitsch versprach eine interessante Gegenüberstellung zweier Komponisten, die im Abstand von zweihundert Jahren komponierten. Dass der Abend aber einen insgesamt enttäuschenden Verlauf nahm, kann nicht nur der Gewitterschwüle innerhalb und außerhalb des Saales geschuldet sein.
Peter Sommeregger berichtet aus der Berliner Philharmonie
Klassik-begeistert

Hamburg/ Elbphilharmonie
Dieses Programm funktioniert perfekt: Hamburg ist begeistert und beschwingt
So eingängig und dennoch anspruchsvoll kann ein Schnupperkonzert sein: In ebenso beschwingten wie konzentrierten 60 Minuten zeigen Krzysztof Urbański, Anna Vinnitskaya und das NDR Elbphilharmonie Orchester, wie harmonisch sich musikalische und emotionale Kontraste ausdrücken lassen…
Guido Marquardt berichtet aus der Elbphilharmonie Hamburg
Klassik-begeistert

Mannheim
Die Primadonna der „goldenen Opernjahre“
Nachruf: Mannheimer Kammersängerin Eva-Maria Molnár im Alter von 93 Jahren verstorben / Zahlreiche Gastspiele im Ausland
https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel

Andermatt/ Schweiz
Ein Konzertsaal im verlassenen Tal: Sawiris Milliarden holen auch die Berliner Philharmoniker nach Andermatt
Der neue Konzertsaal in Andermatt war ursprünglich als schnödes Konferenzzentrum geplant. Dann wurde aus einem Untergeschoss ein Auditorium für die Weltklasse.
Neue Zürcher Zeitung

London u.a.
The week in classical: The Hunting Gun; Tenebrae; Cendrillon; Don Carlo – review
The Guardian

Wormsley
Fantasio @ Garsington Opera, Wormsley
https://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/fantasio

Market Harboruogh
A Midsummer Night’s Dream @ Nevill Holt Opera, Market Harborough
musichome

New York
The Loud Family
(Rückert-Lieder, Elīna Garanca, The MET Orchestra, Yannick Nézet-Séguin)
http://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=13947

Metropolitan Opera Summer Recital Series: Ben Bliss, Nathan Gunn, & Ying Fang
http://operawire.com/metropolitan-opera-summer-recital-series-ben-bliss-nathan

Long Beach
The Central Park Five as opera: The Long Beach take on the tragic story
https://www.latimes.com/entertainment/arts/la-et-cm-central-park-five

World-famous Italian opera house debuts in Kingdom
http://www.arabnews.com/node/1511116/lifestyle

Nachruf
Franco Zeffirelli, Italian Director With Taste for Excess, Dies at 96
https://www.nytimes.com/2019/06/15/arts/music/franco-zeffirelli-dead.html

Feuilleton
Opera Quiz: Pick The Correct Opera Dad
http://operawire.com/opera-quiz-pick-the-correct-opera-dad/

Sprechtheater

Wien
Karin Bergmann: „Der Hang der ganzen Nation zum Theatralen ist enorm“
Die Burg-Chefin über das Theater Österreich, die großartige Rolle des Alexander Van der Bellen, wer ihre Könige sind – und warum sie so gern flirtet
Der Standard

Iffland-Ring
Der neue Herr des Ringes
Jens Harzer wird mit der höchsten Theaterauszeichnung, dem Iffland-Ring, geehrt. Der deutsche Schauspieler wirkt wie ein Intellektueller, er war aber auch in „Tatort“-Folgen zu sehen.
Die Presse

Architektur

Österreich
Im Alter von 88 Jahren: Architekt Wilhelm Holzbauer ist gestorben
Der bekannte österreichische Architekt Wilhelm Holzbauer ist am Samstag im Alter von 88 Jahren in Wien verstorben. Entsprechende Meldungen bestätigte Holzbauers Witwe Mari.
https://www.krone.at/1942596

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 16. JUNI 2019)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 16. JUNI 2019)

IN MEMORIAM FRANCO ZEFFIRELLI

(Heinrich Schramm-Schiessl)


Franco Zeffirelli. Foto: Youtube

Man wird ihn wahrscheinlich immer im gleichen Atemzug mit einem der größten Wirbel nennen, die es je an der Wr. Staatsoper gegeben hat: Franco Zeffirelli. Er war der Regisseur jener Neuinszenierung von „La Boheme“, die am 3. November 1963 Premiere haben sollte, aber wenige Minuten vor Beginn infolge eines Streiks des technischen Personales wegen der Verwendung eines italienischen Maestro Suggeritore abgesagt werden musste. Der Online-Merker hat anlässlich des 50. Jahrestages dieses Ereignisse im Jahr 2013 ausführlich berichtet. Die Premiere fand dann am 9. November 1963 statt und war einer der größten Erfolge der Ära Karajan. An diesem Abend bejubelte man nicht nur den musikalischen Teil – unter der musikalischen Leitung Herbert von Karajans sangen Mirella Freni und Gianni Raimondi – sondern auch die Inszenierung. Spätestens als der Vorhang zum 2. Bild aufging und gewaltiger Applaus erschallte, wusste man, dass man es mit einer wunderbaren Realisierung dieses Werkes zu tun hat. Es war auch der Höhepunkt der von Karajan initiierten Zusammenarbeit der Wr. Staatsoper mit der Mailänder Scala, wo diese Inszenierung in der nahezu gleichen Besetzung im Jänner dieses Jahres Premiere hatte. Seit damals zählt diese Inszenierung ähnlich wie die Wallmann-Tosca zu Juwelen unseres Repertoires und jeder zukünftige Direktor wäre gut beraten, nicht daran zu rühren.

Noch zweimal arbeitete Zeffirelli für das Haus am Ring und zwar brachte er „Don Giovanni“ (1972) und „Carmen“ (1978) auf die Bühne und beide Produktionen waren große Erfolge. Während der Don Giovanni aus eigentlich nicht nachvollziehbaren Gründen 2001 aus dem Spielplan genommen wurde – vier Aufführungen im Jahre 2005 kann man hier nicht mitzählen, da sie nur in Rudimenten der ursprünflichen Ausstattung stattfanden – ist die Carmen noch heute im Repertoire, allerdings in einer, was das Personal auf der Bühne betrifft, stark reduzierten Form. Der große Sparmeister Joan Holender hat hier zahlreiche Statistenrollen gestrichen.

Zeffirelli hat praktisch in allen großen Häusern der Welt inszeniert und mit den größten Persönlichkeiten des Opernlebens zusammengearbeitet.

Er war aber nicht nur Opernregisseur sondern auch ein begandeter Filmemacher. Unvergessen seine Shakespeare-Verfilmungen von Romeo und Julia (mit Leonard Whiting und Olivia Hussey), Der Widerspenstigen Zähmung (mit Elizabeth Taylor und Richard Burton) sowie Hamlet (mit Mel Gibson). Auch zahlreiche seiner Operninszenierungen, so auch die einleitend erwähnte La Boheme hielt er für die Leinwand fest.

Auch wenn man in den letzten Jahren mit seinen Inszenierungen nicht immer glücklich war – manches wirkte oft schon etwas zu verspielt – wird er doch iimmer in Erinnerung bleiben.

Heinrich Schramm-Schiessl

Die Wiener Staatsoper zum Tod von Franco Zeffirelli

Die Wiener Staatsoper trauert um den großen italienischen Regisseur Franco Zeffirelli, der heute Samstag, 15. Juni 2019 in Rom im Alter von 96 Jahren verstorben ist.

Der 1923 in Florenz geborene Franco Zeffirelli gilt als einer der bedeutendsten Opernregisseure des 20. Jahrhunderts – mit Inszenierungen an vielen internationalen Opernhäusern, u.a. an der Wiener Staatsoper, der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala und der Arena di Verona – und machte sich auch als Theater- und Filmregisseur einen Namen – berühmt sind u.a. die Verfilmungen von „Der Widerspenstigen Zähmung“, „Romeo und Julia“, „Jane Eyre“ oder „Tee mit Mussolini“.

An der Wiener Staatsoper inszenierte Franco Zeffirelli drei Mal: 1963 La bohéme, 1972 Don Giovanni und 1978 Carmen. Seine legendären Inszenierungen von La bohéme (bisher 437 Vorstellungen) und Carmen (bisher 164 Vorstellungen) stehen nach wie vor im Repertoire der Wiener Staatsoper.

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