Ein Erlebnis der anderen Art: Das Duo Natalia füllt den kleinen Raum mit großer Musik

© Duo Natalia

So müssen sich Könige gefühlt haben. Im Bösendorfer Salon spielt das Duo Natalia für eine Handvoll Leute. Drei Reihen, ein paar Stühle, zum Greifen nahe der 230-er Bösendorfer-Flügel. Für Pianistin Natalia Kovalzon ein großartiger Flügel, der auf alles sofort reagiert. Für Geigerin Natalia van der Mersch fast zu beengend. Dass der Luxemburgerin schon mal der Haarreif vom Kopf fetzt, liegt an der Energie, die sie in jeden Ton legt.

Duo Natalia
Natalia van der Mersch, Violine
Natalia Kovalzon, Klavier

Bösendorfer Salon, Wien, 24. März 2026

von Jürgen Pathy

Ihre Technik ist stupend. Doch das allein ist nicht das Faszinosum. Natürlich fetzt Geigerin Natalia van der Mersch mit einer Leichtigkeit durch die rasanten Läufe und brillanten Figurationen des Präludium und Allegro oder die Episode – beides von Fritz Kreisler, der die Affinität des Duos zu Wien auch zutage bringt. „Eine wunderbare Stadt – in der möchte ich leben“, ist van der Mersch Feuer und Flamme, wenn man von Wien spricht.

Doch Musik lebt von mehr als nur reiner Technik, vom Ausdruck – Musik sei die Pforte zum Himmel. Das spürt man bei jedem Ton, den das Duo anspielt. Besonders bei Beethovens „Frühlingssonate“ mit ihrem göttlichen Adagio. Molto espressivo. Das nehmen die beiden beim Namen.

„Duo Natalia Natalia van der Mersch und Natalia Kovalzon
Bösendorfer Salon, Wien, 24. März 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 29. MÄRZ 2026

Christian Gerhaher (Wotan) © Frol Podlesnyi

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DIE SONNTAG-PRESSE – 29. MÄRZ 2026

Haben Sie schon die Uhr vorgestellt? Zeitumstellung nicht vergessen!

Salzburg/Osterfestspiele
Ein neuer Ring für Salzburg – Kirill Serebrennikov inszeniert das „Rheingold“
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,47 Minuten)
deutschlandfunk.de

Salzburg
Out of Africa: Wagners „Rheingold” in Salzburg
Nachtkritik: Mit dem „Rheingold“ starten die Osterfestspiele ihren neuen „Ring des Nibelungen“. Am Ende gibt es Riesenjubel für die nach Salzburg zurückgekehrten Berliner Philharmoniker und ihren Chefdirigenten Kirill Petrenko. Kirill Serebrennikow muss für seine Inszenierung dagegen auch Buhs einstecken.
krone.at

Afrika und arktisches Eis: Wagners „Rheingold“ bei den Osterfestspielen Salzburg
Christian Gerhaher zeichnet im Vorabend zum „Ring“ ein komplexes Bild eines Machtmenschen auf der Flucht vor sich selbst, Kirill Petrenko dirigiert in der Felsenreitschule leicht, schlank und transparent
abendzeitung-muenchen.de

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Hochstapeln ist eine Kunst – René und Angèle batteln sich famos im Münchner Gärtnerplatztheater

Daniel Prohaska (René Graf von Luxemburg), Andreja Zidaric (Angèle Didier) © Anna Schnauss

Im Vergleich zu den Lebensratgebern, die sie dafür einkaufen müssten, ist dieser Operettengang motivierender, günstiger und in drei Stunden haben sie es sich drauf gepackt. Ich jedenfalls gewinne lachendes Glück. Tolle Unterhaltung mit Niveau!

Der Graf von Luxemburg (1909)
Musik von Franz Lehár
Libretto von Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky

Fassung für das Staatstheater am Gärtnerplatz von Peter Lund, musikalisch eingerichtet von Kai Tietje

Musikalische Leitung   Michael Brandstätter

Regie   Peter Lund
Choreografie   Alex Frei
Bühne   Jürgen Franz Kirner

Tanzensemble
Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

René, Graf von Luxemburg   Daniel Prohaska
Angèle Didier   Andreja Zidaric
Armand Brissard   Peter Neustifter
Juliette Vermont   Sophia Keiler
Fürst Basil Basilowitsch   Erwin Windegger
Gräfin Mathilde von Luxemburg   Dagmar Hellberg
Sergej Mentschikoff / Portier des Grandhotels   Juho Stén
Pawel von Pawlowitsch / Portier des Hotel Pain / Regieassistent   Gregor Reinhold
Pélegrin / Schaffner / Theaterdirektor   Alexander Franzen

Gärtnerplatztheater, München, 27. März 2026, Premiere

Von Frank Heublein

An diesem Abend hat im Münchner Gärtnerplatztheater Lehárs Graf von Luxemburg Premiere. Im Kern geht es ums Vorgaukeln, Hochstapeln und bohemianisches Träumen. Also genau das, was ich brauche, um drei Stunden lang hingerissen auszuleben, dass meine reale Welt in diesem Augenblick so viel besser ist als ich glaubte, nämlich rundherum gut. „Franz Lehár, Der Graf von Luxemburg (1909)
Gärtnerplatztheater, München, 27. März 2026, Premiere“
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Die Pirat(inn)en von Penzance stellen die Volksoper auf den Kopf

Mitte: Timothy Fallon (Frederic, Piratenlehrling), rechts außen: Johanna Arrouas (Ruth, seine Nanny), Ensemble, Chor der Volksoper Wien © Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Die “Piraten von Penzance” in der Volksoper sind musikalisch gediegen, szenisch fabelhaft überdreht, optisch eine Augenweide. Eine frei erfundene Rahmenhandlung versucht, die Handlung in die heutige Zeit zu bringen, lenkt aber von der satirischen Substanz des Werks durch reichlich Hektik und Klamauk ab.

Arthur Sullivan und W. S. Gilbert
Die Piraten von Penzance
Textadaption und -überschreibung von Jennifer Gisela Weiss

Orchester und Chor der Wiener Volksoper
Wiener Staatsballett

Choreinstudierung: Roger Díaz-Cajamarca
Choreographie: Gail Skrela

Musikalische Leitung: Chloe Rooke

Regie: Spymonkey (Toby Park und Aitor Basauri)
Bühnenbildund Kostüme: Julian Crouch
Licht: Phil Supple

Volksoper Wien, 27. März 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

Die “Piraten von Penzance” heute auf die Bühne zu bringen ist nicht ganz einfach. Dass gewisse Aspekte des Librettos behutsam an unsere Vorstellungen angepasst werden müssen, steht außer Zweifel. „Arthur Sullivan und W. S. Gilbert, Die Piraten von Penzance
Volksoper Wien, 27. März 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2026

Bo Skovhus und Stefan Vladar © Andreas Ströbl

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2026

Lübeck/Theater
Skovhus singt, Vladar spielt – und das Publikum hält den Atem an
Ein Bariton von internationalem Rang, ein großartiger Pianist, der weit mehr als nur Begleiter ist, und ein Programm, das ein Kurzportrait von Gustav Mahler entwirft – das durfte ein begeistertes Publikum am 26. März 2026 im Großen Haus des Lübecker Theaters erleben. Völlig unverständlich, dass dieses besondere Konzert nicht restlos ausverkauft gewesen ist, denn dieser Liederabend war in jeder Hinsicht erlesen.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

Baden-Baden
Richard Wagners „Lohengrin“ bei den Osterfestspielen in Baden-Baden
Joana Mallwitz dirigiert bei ihren ersten Osterfestspielen in Baden-Baden „Lohengrin“ von Richard Wagner. Sie spricht über Gegensätze und die Feinheiten der Inszenierung.
swr.de

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Skovhus singt, Vladar spielt – und das Publikum hält den Atem an

Bo Skovhus und Stefan Vladar am Flügel ©  Andreas Ströbl

Ein Bariton von internationalem Rang, ein großartiger Pianist, der weit mehr als nur Begleiter ist, und ein Programm, das ein Kurzportrait von Gustav Mahler entwirft – das durfte ein begeistertes Publikum am 26. März 2026 im Großen Haus des Lübecker Theaters erleben. Völlig unverständlich, dass dieses besondere Konzert nicht restlos ausverkauft gewesen ist, denn dieser Liederabend war in jeder Hinsicht erlesen.

Gustav Mahler, Neun frühe Lieder, Rückert-Lieder und „Der Abschied“ aus „Das Lied von der Erde“

Stefan Vladar, Klavier
Bo Skovhus, Bariton

Theater Lübeck, Großes Haus, 26. März 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Frühe Werke – und schon der ganze Mahler

Wie ein Ausblick auf sein späteres kompositorisches Schaffen wirken die „Frühen Lieder“, die Gustav Mahler in den 1880er Jahren komponierte und 1892 herausbrachte. Die ganze Klangfarbigkeit, die sich später in den Orchesterbearbeitungen entrollen sollte, ist schon in der Klavierfassung angelegt. „Des Knaben Wunderhorn“, die Sammlung von Volksliedtexten von Clemens Brentano und Achim von Arnim, war dem Komponisten wie eine entdeckte Heimat (so beschrieb es treffend Bruno Walter), und schien nur auf die Vertonung durch ihn gewartet zu haben. „Stefan Vladar, Klavier, Bo Skovhus, Bariton, Mahler
Theater Lübeck, Großes Haus, 26. März 2026“
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Carmen 1875 – wie neu erstrahlt in Versailles

CD/Blu-ray Besprechung:

Wer glaubt, über Bizets Carmen sei bereits alles gesagt, irrt gewaltig. Manchmal braucht es einen mutigen Schritt zurück, um einem Werk seine ursprüngliche Frische und Leuchtkraft zurückzugeben. Genau das ist in der Opéra Royal von Versailles gelungen – und zum Glück auf DVD und CD festgehalten.

Georges Bizet
Carmen

Choeur et Orchestre de l’Opéra Royal
Hervé Niquet, musikalische Leitung

Audio- und DVD-Aufnahme in einer Box
Chateau de Versailles, CVS165

von Dirk Schauß

Diese Produktion versetzt uns zurück ins Jahr 1875, zur Uraufführung in der Pariser Opéra comique. Hervé Niquet leitet das Orchestre de l’Opéra Royal auf historischen Instrumenten. Der Klang gewinnt an Transparenz und Detailreichtum: dunkle Cornets, eine zarte Harfe im Duett mit Micaëla oder scharfe Streicherakzente treten plötzlich klar hervor. Statt der üblichen schweren, rubato-beladenen Deutungen entsteht eine direkte, fast klassizistische Lesart, die der Partitur Luft lässt. Allerdings wirkt das Dirigat mitunter etwas straff und metronomisch, was an manchen Stellen die dramatische Plastizität etwas einschränkt. Dennoch bleibt diese Durchhörbarkeit eine echte Bereicherung. „CD/Blu-ray Besprechung: Georges Bizet, Carmen, Audio- und DVD-Aufnahme
klassik-begeistert.de, 27. März 2026“
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Mit „Sosarme“ wurde eine selten zu hörende Händel-Oper neu eingespielt

Haendel
Sosarme

Orchestre de l’Opéra Royal
Marco Angioloni

CVS 160

von Peter Sommeregger

Die 1732 im King’s Theatre am Londoner Haymarket uraufgeführte Opera seria stammt aus der mittleren Schaffensperiode des Komponisten. Sie war die drittletzte, die für das Theater am Haymarket geschrieben wurde, danach wurden Händels Opern im neuen Opernhaus Covent Garden uraufgeführt. „Haendel, Sosarme, Orchestre de l’Opéra Royal, Marco Angioloni
klassik-begeistert.de, 27. März 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 27. MÄRZ 2026


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DIE FREITAG-PRESSE – 27. MÄRZ 2026

Aus für Salzburger Festspiel-Intendant Hinterhäuser: Ein unverdienter Abgang
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (3,04 Minuten)
deutschlandfunkkultur.de

Salzburger Festspiele – Paukenschlag Nach Konflikt: Hinterhäuser verlässt Salzburger Festspiele sofort
Wie die „Krone“ erfahren hat, soll Hinterhäuser die Festspiele sofort verlassen. Das ist das Ergebnis von vertraulichen Gesprächen zwischen den Anwälten des Kuratoriums und des langjährigen Intendanten. Über die Hintergründe und die Details und die Höhe einer etwaigen Abfertigung ist zwischen den Konfliktparteien absolutes Stillschweigen vereinbart worden.
krone.at

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2026

Kirill Petrenko © Stephan Rabold

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2026

Salzburg
Wagners „Ring“
Petrenko bringt die Philharmoniker wieder nach Salzburg. Als Herbert von Karajan 1967 die Salzburger Osterfestspiele ins Leben rief, trainierte er „sein“ Orchester, die Berliner Philharmoniker, für mehr Oper. Statt nur Symphonien oder Konzerte zu musizieren, wollte der Chefdirigent mit seiner Truppe auch Bühnenspektakel aufführen. Mit Kostümen und Regie, also mehr als nur konzertante Opernabende ohne Dekoration.
bz-berlin.de

„Ring“ mit Berliner Philharmonikern startet
Am Freitag starten die Osterfestspiele Salzburg. Intendant Nikolaus Bachler hat Großes vor: Ein neuer Wagner-„Ring“ mit den Berliner Philharmonikern steht an, inszeniert von Kirill Serebrennikov.
BR-Klassik.de

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