DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. JANUAR 2026

W.A. Mozart von Johann Nepomuk della Croce – https://commons.wikimedia.org

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. JANUAR 2026

Salzburg
Interesse an 70. Mozartwoche groß
Der Vorverkauf für die diesjährige Mozartwoche sei gut angelaufen, heißt es von den Verantwortlichen. Der kommende 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart prägt das diesjährige Festival. Die Veranstaltung selbst feiert heuer ihr 70-jähriges Bestehen. Am 27. Jänner jährt sich der Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart heuer zum 270. Mal. Bereits am 22. Jänner beginnt die Mozartwoche 2026, die Intendant Rolando Villazón mit „Lux Aeterna“ übertitelt hat. Im Mittelpunkt des Programms der Jubiläumsausgabe steht das Sterbejahr 1791 des Komponisten, auch die szenische Produktion stammt aus diesem Jahr: „Die Zauberflöte“. Damit steht heuer wieder eine große Opernproduktion auf dem Programm.
salzburg.orf.at

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Schweitzers Klassikwelt 155: Chorsängerinnen und -sänger mit Solovertrag eingesetzt

Chor und Extrachor der Wiener Staatsoper in „Nabucco“ © Michael Pöhn/Wiener Staatsoper

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Es klingt widersprüchlich: Da wird ein 2. Bass in einer stummen Rolle eingesetzt.

So im „Rosenkavalier“ als Leopold. In den Opernführern ist diese Rolle oft nicht namentlich angeführt, sondern nur undifferenziert unter „Lakaien“.

Reclams Opernführer hebt vor den angeführten „Lakaien“ einen „Leiblakai des Ochs von Lerchenau“ heraus, im von uns schon mehrmals erwähnten und gelobten „Opera“ finden wir den „Lerchenauschen Leiblakaien“.

Nur einmal wird in der Oper sein Vorname erwähnt, wenn der Baron Ochs auf Lerchenau ihm resignierend zuruft: „Leopold, wir gehn!“ In den seit 1959 gesehenen „Rosenkavalier“-Aufführungen ist in den Besetzungslisten sein Name „Leopold“ immer angeführt gewesen, meist als Drittletzter. In einer Produktion des Salzburger Landestheaters im Rahmen der Salzburger Kulturtage 1993 lesen wir: „Leopold, Sohn und Leiblakai des Ochs.“ „Schweitzers Klassikwelt 155: Chorsängerinnen und -sänger
klassik-begeistert.de, 20. Januar 2026“
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„Die Tage sind wie Nächte anzusehen, bis ich dich sehe, und Nächte hell wie Tage, wenn Träume dich mir zeigen“

Ian Bostridge © BR/Raphael Kast

Gemma News Dirigat ist dynamisch präzise und zieht das Münchner Rundfunkorchester mit, das an diesem Abend seine volle Klangfarbenpracht beweist und den singend-spielend-erzählenden Tenor Ian Bostridge wunderbar umfängt.

Arvo Pärt
Cantus in memoriam Benjamin Britten
für Streichorchester und eine Glocke (1976)

Benjamin Britten
Nocturne op. 60 (1958)

Benjamin Britten
Serenade op. 31 (1943)

Sergej Prokofjew
„Symphonie classique“, op. 25 (1917)

Ian Bostridge    Tenor
Rodrigo Ortiz Serrano    Horn

Münchner Rundfunkorchester
Gemma New    Leitung

 Prinzregententheater, München, 18. Januar 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend wird im Prinzregententheater in München der Konzertabend A Tribute to Benjamin Britten aufgeführt. Benjamin Brittens Tod jährt sich im Jahr 2026 zum sechzigsten Male. „A Tribute to Benjamin Britten
 Prinzregententheater, München, 18. Januar 2026“
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Sie haben es wieder getan! Act III des ensemble minui

CD/Blu-ray Besprechung:

Dem Feuerzauber, oder den Winterstürmen aus der Walküre in dieser Form zu begegnen, ist ebenso spannend, wie die Klangfülle von Richard Strauss’ „Frau ohne Schatten“ ohne Qualitätsverlust transponiert zu erleben. Auch der „Manon Lescaut“ des Klangzauberers Puccini steht diese Reduktion gut zu Gesicht.

ensemble minui

Wagner  Puccini  Strauss
Opera Suites for Nonet

Ars 38 693

von Peter Sommeregger

 Die neue CD des 2016 in Kärnten gegründeten Kammermusik-Nonetts ensemble minui, ist bereits die dritte, die groß instrumentierte Opernwerke in raffinierter, kammermusikalischer Gestalt präsentiert, und folgerichtig Act III betitelt ist. „CD/Blu-ray Besprechung: ensemble minui, Wagner/Puccini/Strauss Opera Suites for Nonet
klassik-begeistert.de, 19. Januar 2026“
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Petrenko zelebriert Mahlers 8. in der Philharmonie: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“

Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, Mahler 8
© Monika Rittershaus

Dem Chef des Orchesters scheint diese Symphonie besonders am Herzen zu liegen, noch mehr als gewohnt wirft er sich auch physisch in die herausfordernde Schlacht, um am Ende einen strahlenden Sieg einzufahren. Beim Schlussapplaus strahlt er ins Publikum, die Freude über das Gelingen der Mammut-Aufgabe ist ihm ins Gesicht geschrieben.

Gustav Mahler    Symphonie Nr. 8

Jacquelyn Wagner  Sopran
Golda Schultz  Sopran
Jasmin Delfs  Sopran
Fleur Barron  Mezzosopran
Beth Taylor Alt
Benjamin Bruns  Tenor
Gihoon Kim  Bariton
Le Bu  Bass

Rundfunkchor Berlin
Bachchor Salzburg
Knaben des Staats- und Domchors Berlin

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko

Philharmonie Berlin, 16. Januar 2026

von Peter Sommeregger

Aufführungen von Gustav Mahlers monumentaler 8. Symphonie sind naturgemäß selten. Berlin kam allerdings aktuell innerhalb weniger Monate in den Genuss zweier Aufführungen des Werkes. Dass sie tausend Mitwirkende erfordert, geht zwar nur auf eine werbewirksame Übertreibung des Konzertveranstalters der Münchner Uraufführung von 1910 zurück, aber gewaltig ist der personelle Aufwand allemal. „Gustav Mahler, Symphonie Nr. 8, Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko
Philharmonie Berlin, 16. Januar 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 19. JANUAR 2026

Die Unruhenden, opera stabile © Monika Rittershaus

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DIE MONTAG-PRESSE – 19. JANUAR 2026

Hamburg/Statsoper/opera stabile
„Ich bin hier und will weg, aber wohin?“ – Christoph Marthaler präsentiert „Die Unruhenden“ in Hamburg
Ewig rastlos, nervös, getrieben, eben ein „Unruhender“ – so empfand Alma Mahler ihren Ehemann Gustav. Aber das dürfte jedem so gegangen sein, der ihm begegnete. Der Regisseur Christoph Marthaler greift diesen zentralen Wesenszug Mahlers auf und widmet ihm in der „opera stabile“, der Studiobühne der Staatsoper Hamburg, einen „Abend in Zimmerlautstärke“. Kann das funktionieren? Die Premiere am 15. Januar zumindest wurde vom Publikum begeistert gefeiert.
Von Dr. Andeas Ströbl
Klassik-begeistert.de

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Vertrauen erklingt: Joshua Bell und die Academy zaubern Harmonie in Krisenzeiten

Joshua Bell © Phillipp Knott und © Alte Oper Frankfurt/Tibor-Florestan Pluto

Kevin Puts
Earth

Johannes Brahms
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77

Robert Schumann
Sinfonie Nr. 1 op. 38 „Frühlingssinfonie“

Academy of St Martin in the Fields
Joshua Bell, Violine & musikalische Leitung

Gastspiel in der Alten Oper Frankfurt, 17. Januar 2026

von Dirk Schauß

Ein Konzert kann gelingen, weil alles bis ins kleinste Detail präzise geplant ist. Oder weil die Menschen auf der Bühne einander einfach blind verstehen.

Dieser Abend in der Alten Oper Frankfurt gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie. Joshua Bell und die Academy of St Martin in the Fields musizierten nicht nebeneinander, sondern wirklich miteinander, getragen von einer Vertrautheit, die sich nicht einfach herstellen lässt, sondern über Jahre wächst. „Academy of St Martin in the Fields, Joshua Bell, Violine & musikalische Leitung
Alte Oper Frankfurt, 17. Januar 2026“
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„Ich habe beschlossen, mein Leben nur für die Musik zu leben und alles für die Musik aufzugeben“

Yunchan Lim © Richard Rodriguez

Yunchan Lim gibt ein bemerkenswertes Debüt mit dem Concertgebouworkest.

Robert Schumann (1810-1856) – Konzert für Klavier und Orchester a-moll op. 54
Antonín Dvořák (1841-1904) – Die Waldtaube. Sinfonische Dichtung op. 110
Josef Suk (1874-1935) – Praga. Sinfonische Dichtung op. 26

Yunchan Lim   Klavier

Concertgebouworkest 
Jakub Hrůša, Dirigent

Konzerthaus Dortmund, 16. Januar 2026

von Brian Cooper

„Das Wunderkind kommt herein – im Saale wird’s still.“ Dieser Einleitungssatz aus Thomas Manns Erzählung „Das Wunderkind“ schoss mir durch den Kopf, als zwar kein achtjähriger „Griechenknabe“ namens Bibi Saccellaphylaccas das Podium betrat, sondern ein dreizehn Jahre älterer Südkoreaner, dies jedoch mit einer solchen Ernsthaftigkeit und Konzentration tat, dass einem fast bange wurde. „Yunchan Lim und das Concertgebouworkest 
Konzerthaus Dortmund, 16. Januar 2026“
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Menschen bekommen Gesichter – Die CD „Where To From“ von Hildur Guđnadóttir entführt in intime Seelenlandschaften

 

CD/Blu-ray Besprechung:

Der Name der isländischen Cellistin und Komponistin Hildur Guđnadóttir dürfte hierzulande noch wenigen bekannt sein, aber ihre Musik zur Comic-Verfilmung von „Joker“ von 2019, für die sie den Oscar für die beste Filmmusik erhielt, hat dann doch ein breiteres Publikum in den Ohren. Klassikbegeisterte Kinogänger erinnern sich an ihre Musik zum Film „Tár“ von Todd Field aus dem Jahr 2022. Ihre CD „Where To From“ schlägt deutlich leisere Töne an.

Hildur Guðnadóttir     Where to From

CD erschienen 2025 bei Deutsche Grammophon, UPC 00028948631100

von Dr. Andreas Ströbl

Man muss sie aushalten wollen, die tiefe Melancholie in den Stücken mit wenigen Streichern, dominiert vom Cello der Komponistin, und den Stimmen, die sich mal summend, mal als Vokalisen an den Klang der Instrumente schmiegen, mal mit reduziertem Text ihre Botschaft übermitteln. „CD/Blu-ray Besprechung: Hildur Guðnadóttir, Where to From
klassik-begeistert.de, 18. Januar 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 18. JANUAR 2026

Plácido Domingo © Fotografías – archimadrid.es

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Wien/Konzerthaus
Plácido Domingo im Konzerthaus: Der Marathonmann will nicht rosten
Die 84-jährige Opernlegende aus Spanien beehrt am Sonntag ihre Fans in Wien. Während sich legendäre Altersgenossen längst in Pension befinden (wie José Carreras) oder in Frieden ruhen (wie Luciano Pavarotti), regt sich der demnächst 85-Jährige weiterhin im Rampenlicht. Unglaublich, aber wahr: Auch in diesem Jahr wird Domingo, nach einem Auftakt in Spanien, alle paar Wochen in einem anderen Land als Konzertsänger vor seine Anhängerschaft treten. Das Motto „If I rest, I rust“, seit jeher auf seiner Homepage zu lesen, gilt für den Marathonmann weiterhin.
DerStandard.at

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