Sommereggers Klassikwelt 164: Meta Seinemeyer – ein viel zu früh verglühter Komet

Foto: Copyright Vicki Kondelik

von Peter Sommeregger

Die am 5. September 1895 in Berlin als Tochter eines Polizeikommissars geborene Meta Seinemeyer ist trotz ihres tragisch kurzen Lebens zu einer Ikone der Gesangskunst geworden, die der Stimmen-Experte Jürgen Kesting von ihrer Bedeutung her auf eine Stufe mit Maria Callas stellte.

Möglich ist dies nur durch den Glücksfall, dass die Sopranistin zwischen 1924 und ihrem Todesjahr 1929 über 60 Arien und Duette für die Schallplatte aufnahm. Sie haben uns in erfreulich guter Qualität die unverwechselbare Stimme und Phrasierungskunst Seinemeyers erhalten. „Sommereggers Klassikwelt 164: Meta Seinemeyer – ein viel zu früh verglühter Komet
klassik-begeistert.de, 14. Dezember 2022“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 14. DEZEMBER 2022

Kopatchinskaja © SF / Marco Borrelli

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 14. DEZEMBER 2022

Wien
Patricia Kopatchinskaja: Emotionaler Ritt im Konzerthaus
DerStandard.at.story

Salzburg
Eine „Gärtnerin“ mit viel Liebe (Bezahlartikel)
Handfestes Musiktheater für Mozarts „Finta Giardiniera“, mit deutsch gesprochenen Dialogen, nuanciertem Dirigat und kompakter Ensembleleistung am Salzburger Landestheater.
https://www.diepresse.com/6226602/eine-gaertnerin-mit-viel-liebe

100 Metronome und einige Debüts
http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/16528-100-metronome-und-einige-debuets

Frankfurt
Korrektur am Tschaikowsky-Repertoire – „Die Zauberin“ bezaubert, beeindruckt und gehört in die Spielpläne
NeuMusikzeitung/nmz.de

Tschaikowskis beste Oper »Die Zauberin« erstmals an der Oper Frankfurt
https://kulturfreak.de/tschaikowskis-beste-oper-die-zauberin-erstmals-an-der-oper-frankfurt „DIE MITTWOCH-PRESSE – 14. DEZEMBER 2022“ weiterlesen

Stefan Herheims „Ring“ nun auch auf Blu-ray: Let’s get physical!

Blu-ray-Rezension:

Das große Ärgernis dieses Ringes ist Stefan Herheims in Teilen indiskutable Inszenierung. Es würde jeden Rahmen sprengen, hier sämtliche Fremdschäm-Momente aufzuzählen. Der Regisseur scheint selbst gemerkt zu haben, dass ihm ein Gesamtkonzept für dieses Mammutwerk fehlt, also versucht er, mit immer neuen unsinnigen Details zu verwirren.

Richard Wagner
Der Ring des Nibelungen

Orchester der Deutschen Oper Berlin
Sir Donald Runnicles, Dirigent

Stefan Herheim, Inszenierung

Naxos  NBDO 157V   Das Rheingold

             NBDO  158V   Die Walküre

             NBDO  159V   Siegfried

             NBDO  160V   Götterdämmerung


von Peter Sommeregger

Nun ist die Ring-Neuinszenierung Stefan Herheims an der Deutschen Oper Berlin auch auf DVD und Blu-ray erhältlich. Die jeweiligen Premieren waren bedingt durch die Corona-Pandemie in veränderter Reihenfolge und nur unter Schwierigkeiten über die Bühne an der Bismarckstraße gegangen. Die Aufzeichnung ermöglicht es nun, Herheims Ring-Deutung in chronologischer Abfolge und leicht veränderter Besetzung zu beurteilen. „Blue-ray-Rezension: Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen
klassik-begeistert.de, 13. Dezember 2022“
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Dieses Weihnachtsoratorium verkündet große Freude an einem sonnig-frostigen Hamburger Dezembermorgen

Foto: Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor ©

Die Begeisterung des Publikums wollte sich schon nach dem Eröffnungschoral ausdrücken. Mit solch großartigen Gesängen werden selbst die überspieltesten aller Schlagerarien nie langweilig!

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantaten 1-3, 6

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg
Dresdner Kapellsolisten

Julia Lezhneva, Sopran
Bettina Ranch, Alt
Benjamin Bruns, Tenor
Klaus Häger, Bass

Hansjörg Albrecht, Leitung und Cembalo

Elbphilharmonie Hamburg, 11. Dezember 2022

von Johannes Karl Fischer

„Ich steh an deiner Krippen hier“… ausnahmsweise mal a cappella: Der Komponist Johann Sebastian Bach hat eine Instrumentalbegleitung komponiert, Dirigent Hansjörg Albrecht hat sie wieder raus inszeniert. Kleine Geste mit großer Wirkung: Als stünden die Sängerinnen und Sänger des Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chors Hamburg im Stalle Bethlehems und würden den neugeborenen Herrscher des Himmels anbeten! Auch ein drei Noten starkes Oboen-Solo kann diesem ungebrochenen Klangzauber nichts in den Weg stellen. „Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantaten 1-3, 6
Elbphilharmonie Hamburg, 11. Dezember 2022“
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Auf höchsten Tönen durch die Musikgeschichte katapultiert

Finalkonzert, Bundeswettbewerb Gesang Berlin © Matthias Heyde

Was bleibt, nach diesem musikhistorischen Karussell?

Jedenfalls die Erkenntnis, dass ein solches Konzert im größten Opernhaus Berlins ohne das große romantische italienische Repertoire auskommt, aber nicht ohne Wagner. „Dich, teure Halle“ grüßte zum Abschluss die diesjährige Trägerin des gemeinsamen Preises der Deutschen Oper Berlin, Komischen Oper Berlin und Staatsoper Berlin, Ann-Kathrin Niemczyk, mit ihrem – wenn es das denn gäbe – gänsehautverursachenden Heldensopran.

Wir grüßen froh zurück. Für die Zukunft von Oper, Operette und Konzert ist uns nicht bang. Auf Wiedersehen in zwei Jahren oder – für alle, die auch Musical und Chanson lieben – schon 2023. Bis dahin von mir fröhliche Weihnachten und einen guten „Rutsch“. Und: Küssen Sie sich heiß!

 

Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2022
Oper, Operette und Konzert

Konzert der PreisträgerInnen:

Ann-Kathrin Niemczyk
Nils Wanderer
Valentin Ruckebier
Josefine Mindus
Sofia Sajenko
Anne Flender
Ansgar Theis
Friederike Meinke
Magnus Dietrich
Lara Rieken
Bella Adamova
Jonathan Mayenschein
Katharina Bierweiler
Aaron Selig

Klavierbegleitung: Clara Hyerim Byun, Malte Schäfer, Akemi Murakami

Orchester der Deutschen Oper Berlin

Patrick Lange, Dirigent

Frederik Hanssen, Moderation


Deutsche Oper Berlin, 12. Dezember 2022


von Sandra Grohmann

Ob ich allen, die nicht dabei waren, ein schlechtes Gewissen machen will? Weil sie den Nachwuchs nicht unterstützen? Klar. Will ich. Vor allem aber möchte ich Lust machen auf das übernächste Jahr. Wenn das Abschlusskonzert des Bundeswettbewerbs Gesang auch 2024 wieder um die 15 blutjunge bis – let’s name it – junggebliebene Künstlerinnen und Künstler so hohen Könnens in Sachen klassischer Gesang präsentiert wie dieses Jahr, sollte sich das niemand, der Menschen gern beim Singen zuhört, entgehen lassen.

„Bundeswettbewerb Gesang Berlin 2022, Oper, Operette und Konzert
Deutsche Oper Berlin, 12. Dezember 2022“
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Die Pianistin Alexandra Dovgan, 15, euphorisiert Wien

Foto: Alexandra Dovgan © Oscar Tursunov

Der schallende Schlussapplaus, die stehenden Ovationen, die zahllosen Bravorufe lassen keinen Zweifel: Alexandra Dovgan wird in Wien auch zukünftig mit offenen Armen und Ohren empfangen werden.

Franz Schubert
Sonate A-Dur D 664 (1819 ca.)

Robert Schumann
Faschingsschwank aus Wien. Fünf Fantasiebilder für Klavier op. 26 (1839–1840)

***

Johannes Brahms
Variationen und Fuge B-Dur über ein Thema von Georg Friedrich Händel op. 24 (1861)
Drei Intermezzi op. 117 (1892)

Alexandra Dovgan, Klavier

Wiener Konzerthaus, Mozartsaal, 5. Dezember 2022

von Kathrin Schuhmann

Es war ein unvergessliches Konzerterlebnis, das die gerade einmal 15-jährige Pianistin Alexandra Dovgan dem Publikum bescherte, das sich am Montagabend im gut besuchten Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses eingefunden hatte. So war es nicht erst der Schlussapplaus, sondern bereits der Beifall zur Pause, der ein Zeugnis von der grenzenlosen Publikumsbegeisterung ablegt, welche die Nachwuchskünstlerin nicht nur durch ihre technische, sondern vor allem auch ihre interpretatorische Virtuosität zu entfachen vermochte. „Schubert, Schumann, Brahms, Alexandra Dovgan, Klavier
Wiener Konzerthaus, Mozartsaal,“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2022

Philippe Herreweghe © Michiel Hendryckx

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2022

Wien/Musikverein
„Missa solemnis“: Beklemmende Klage im Musikverein
Das Orchestre des Champs-Élysées und das Collegium Vocale Gent unter Leitung von Philippe Herreweghe mit einer grandiosen Beethoven-Aufführung
DerStandard.at.story

Kommentar
Salz­burger Burnout und andere Nockerl
Die angekündigte Rückkehr von Daniel Barenboim ans Pult, neue Konzepte für die Ticketpreise an den Opernhäusern, Cyberattacken auf den Musikverein und die Met.
https://crescendo.de/klassikwoche50-2022-daniel-barenboim-serge-dorny/

Linz
Brucknerfest 2023 widmet sich den Frauen – und wagt „ordentlichen Tabubruch“
OberösterrreichischeNachrichten.tips.at

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Schweitzers Klassikwelt 77: Werden wir Opern untreu?

Wiener Volksoper Foto: Barbara Pálffy

Sie war für uns in den Anfängen der Siebzigerjahre eine „Kultoper“. Wir versäumten zeitweise keine Aufführung und waren es zwei Abende in der Woche. Wir lebten mit den Figuren unsrer Lokalmatadore mit, die keine international gefeierten Stars waren, teilweise aber auch in Opernhäusern unsrer Nachbarn Deutschland und Schweiz auftraten.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Ja, es war an der Wiener Volksoper. Als wir vor einigen Jahren an der Volksopernkasse Karten für die „Adriana“ an der Wiener Staatsoper kauften, war es der Dame am Schalter nicht bewusst, dass fast ein halbes Jahrhundert vor dem Haus am Ring „Adriana Lecouvreur“ bereits hier an der Volksoper aufgeführt wurde. „Schweitzers Klassikwelt 77: Werden wir Opern untreu?
klassik-begeistert.de, 13. Dezember 2022“
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DIE MONTAG-PRESSE – 12. DEZEMBER 2022

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/Marc_Minkowski.jpg

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DIE MONTAG-PRESSE – 12. DEZEMBER 2022

Berlin/Staatsoper
Mozarts Requiem in der Staatsoper: Und am Ende die Hoffnung
Nicht ganz so barock: Das französische Originalklang-Ensemble Les Musiciens du Louvre und Dirigent Marc Minkowski bei den Barocktagen in der Staatsoper.
Tagesspiegel.de

Berlin/Staatsoper
Marc Minkowski und seine “Musiciens du Louvre” begeistern mit Mozarts “Mitridate, Re di Ponto”
Mozart war gerade 14 Jahre alt, als er seine erste italienische Opera seria “Mitridate, Re di Ponto” komponierte, die dann 1770 am Teatro Regio Ducale in Mailand uraufgeführt wurde. Noch ganz von der Barockmusik beeinflusst, wurde diese Oper zuerst ein großer Erfolg, verschwand aber dann für fast 200 Jahre in der Versenkung.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

Exklusivinterview mit Christiane Lutz: „Salome ist eine Oper der Blicke“
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

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DIE SONNTAG-PRESSE – 11. DEZEMBER 2022

Foto: Andris Nelsons (Foto: Marco Borggreve)

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DIE SONNTAG-PRESSE – 11. DEZEMBER 2022

Berlin
Berliner Philharmoniker: Andris Nelsons und Bruckners Siebte
Der jüngste Konzertabend der Berliner Philharmoniker vereint Schönbergs Klavierkonzert, gespielt von Mitsuko Uchida, und die Sinfonie Nr. 7 von Anton Bruckner, die Nelsons mit ruhigem, gelassenem Duktus dirigiert.
konzertkritikopernkritik.berlin/a.schlatz.de

Berliner Philharmoniker: Höchste Konzentration
Eine Sternstunde: Andris Nelsons dirigiert die Berliner Philharmoniker, Mitsuko Uchida spielt Arnold Schönbergs Klavierkonzert.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/berliner-philharmoniker-hochste-konzentration-8998228.html

Berlin
Schönberg und Bruckner: Andris Nelsons begeistert mit einem kontrastreichen Programm
Der lettische Dirigent Andris Nelsons, gern gesehener Gast am Pult der Berliner Philharmoniker, setzt diesmal zwei Werke auf das Programm, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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