DIE SAMSTAG-PRESSE – 4. APRIL 2026

Ricarda Merbeth, René Pape © Xiomara Bende

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 4. APRIL 2026

Erl/Tiroler Festspiele
Der Erler Parsifal etabliert sich an der Spitze der Wagnerszene
Nach nicht einmal zwei kompletten Spielzeiten der Jonas-Kaufmann-Intendanz ist der Erler Parsifal zu einem Leuchtturm der Parsifalszene aufgestiegen. Dieser Parsifal war ein magischer musikalischer Genuss, an dem sich die Konkurrenz in Wien, München und Dresden messen sollte. Einzig die leblose Regie konnte auch in der Wiederaufnahme nicht überzeugen.
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Erl/Tiroler Festspiele
Richard Wagners „Parsifal“ als Entdeckung der Langsamkeit (Bezahlartikel)
Kritik. Die Wiederaufnahme von Richard Wagners „Parsifal“ bei den Tiroler Festspielen wurde auch im zweiten Jahr vom Publikum bejubelt.
KleineZeitung.at

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Der Erler Parsifal etabliert sich an der Spitze der Wagnerszene  

Parsifal Erl, Jamez McCorkle © Xiomara Bende

Nach nicht einmal zwei kompletten Spielzeiten der Jonas-Kaufmann-Intendanz ist der Erler Parsifal zu einem Leuchtturm der Parsifalszene aufgestiegen. Dieser Parsifal war ein magischer musikalischer Genuss, an dem sich die Konkurrenz in Wien, München und Dresden messen sollte. Einzig die leblose Regie konnte auch in der Wiederaufnahme nicht überzeugen. 

Richard Wagner,  Parsifal
Musik und Libretto von Richard Wagner

Orchester und Chor der Tiroler Festspiele Erl
Dirigent:  Asher Fisch

Regie:  Philipp M. Krenn

Szenische Leitung der Wiederaufnahme:  Sebastian Kranner, Anne Elisabeth Holste

Bühnenbild:  Heike Vollmer
Kostüme:   Regine Standfuss
Licht:   Stefan Schlagbauer
Video:   Thomas Achitz

Tiroler Festspiele Erl, Festspielhaus, 2. April 2026 PREMIERE

von Johannes Karl Fischer

Wien, München, Dresden: Die Qual der Wahl prägt die Suche nach einem Osterparsifal 2026. Doch abseits des üblichen Großstadtwahns findet man im Tiroler Erl eines der zauberhaftesten Erlebnisse der Wagnerwelt. Hier duftet die Luft noch nach holden Karfreitagsauen, vor malerischen Bergkulissen kann man Parsifals Pilgerwanderung zur Festspielanfahrt gratis dazunehmen.  Premiere – natürlich – ausverkauft.  „Richard Wagner, Parsifal, Dirigent Asher Fisch
Tiroler Festspiele Erl, 2. April 2026 PREMIERE“
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Zum Raum wird hier der Klang – vom Glück, mit der Musik von Johann Sebastian Bach aufgewachsen zu sein

Dirigent Philippe Herreweghe, Gewandhausorchester ©
Urheberrecht: Michiel MC Hendryckx – Gent © Michiel Hendryckx

„Ein musikalisches Erlebnis, das mit Sicherheit unvergesslich bleibt“ schreibt ProArte, der Konzertveranstalter, auf seiner Seite und soll damit recht behalten.

Johann Sebastian Bach (16851750)
Matthäus-Passion BW 244

Chor & Orchester des Collegium Vocale Gent
Philippe Herreweghe Leitung

Guy Cutting   Evangelist (Tenor)
Florian Boesch   Jesus (Bariton)
Grace Davidson   Sopran
Johanna Ihrig   Sopran
Alex Potter   Countertenor
Benno Schachtner   Countertenor
Samuel Boden   Tenor
Florian Sievers   Tenor
Mikhail Timoshenko   Bariton
Florian Störtz   Bassbariton
Philipp J. Kaven   Bariton

Elbphilharmonie, 2. April 2026

von Iris Röckrath

Wieder einmal zeigte sich, dass die Elbphilharmonie genau der Raum ist, in dem diese geniale Musik mit kleinem barocken Orchester, bestehend aus nur 24 begnadeten Musikern und Musikerinnen mit alten Instrumenten, und kleinem sensationell singenden vereinten Chor- bzw. Solistenensemble, die unglaublichste intensivste Klangschönheit erzeugen kann. „Johann Sebastian Bach (16851750), Matthäus-Passion BW 244, Philippe Herreweghe
Elbphilharmonie, 2. April 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 3. APRIL 2026

Jonas Kaufmann – neuer Intendant der Tiroler Festspiele Erl © Tiroler Festspiele Erl

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DIE FREITAG-PRESSE – 3. APRIL 2026

Erl/Tirol
Kaufmann singt wieder Parsifal: Festspiele Erl mit Verdi und Wagner
Intendant Jonas Kaufmann konnte Sänger Jonas Kaufmann „überreden“, wieder Parsifal-Titelrolle in Erl zu übernehmen. Die Tiroler Festspiele Erl haben am Donnerstag das Programm für Winter 2026/2027 und Sommer 2027 vorgestellt. Mit „Tristan und Isolde“ im Sommer setzen die Festspiele ganz auf die Musik von Wagner. Im Winter 2026/2027 hingegen steht Verdi mit „La Traviata“ am Spielplan. Auch Intendant Jonas Kaufmann kehrt zu Ostern 2027 als Sänger in der Titelrolle als „Parsifal“ zurück – wie bereits in seiner Antrittsspielzeit. „Ich liebe diese Produktion einfach“, sagte der Startenor.
Kurier.at

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Hamburg: Louisa Sophia Jefferson tappt in den Fußstapfen der Klavierlegenden

Louisa Sophia Jefferson, Klavier © Shigeru Kawai Europa

Nach einer spektakulären Sternstunde von Stefan Bonev am Wochenende stürzte sich nun auch Louisa Sophia Jefferson mit einem mitreißenden Programm in die Fußstapfen der Klavierlegenden. Die Elbphilharmonie eröffnet wohl gerade eine pianistische Talentschmiede, weiter so!

Louisa Sophia Jefferson, Klavier

Werke von Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin, Johann Sebastian Bach/Johannes Brahms, Sergej Prokofjew und Igor Strawinsky

Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal, 31. März 2026

von Johannes Karl Fischer

Drei virtuose Spitzenwerke von Beethoven, Strawinsky, Prokofjew und als Zwischengericht ein bisschen Chopin: Dieses Programm hätte glatt aus der Feder der Pianistenlegende Maurizio Pollini stammen können! Naja, er gewann ja auch mit 18 den prestigeträchtigen Chopin-Wettbewerb, das ist schon eine recht einmalige Leistung. Und auch die heutige Pianistin Louisa Sophia Jefferson ist mit gerade einmal 20 bereits stolze Master-Absolventin, verkündete Beirat der Stiftung Flügel-Fundus Matthias Maschlanka in seiner Einführungsrede. Da tappt jemand in den Fußstapfen der ganz Großen, würde ich mal sagen … „Louisa Sophia Jefferson, Klavier, Beethoven, Chopin, Brahms
Elbphilharmonie Hamburg, 31. März 2026“
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Mahlers 5. Symphonie in Baden-Baden: „Ich hatte keine Gänsehaut“

Lozakovich Mäkelä_ RCO OFS (c) Michael Bode

Also sprach der Lebensmensch. Und sie liegt richtig, zumindest empfanden wir gleich, ob einer 5. Sinfonie von Gustav Mahler, die zwar sehr gut war, aber jegliche Magie vermissen ließ, die ein sehr gutes Konzert zum memorablen erheben kann.

Max Bruch (1838-1920) – Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
Gustav Mahler (1860-1911) – Sinfonie Nr. 5

Daniel Lozakovich
Concertgebouworkest

Klaus Mäkelä, Dirigent

Baden-Baden, Festspielhaus, 1. April 2026

 von Brian Cooper

Der „Zirkus Karajani“ ist weitergezogen: Nach 13 Jahren Osterfestspielen in Baden-Baden sind die Berliner Philharmoniker wieder nach Salzburg zurückgekehrt. Dafür hat man am Festspielhaus mit dem Concertgebouworkest und dem Mahler Chamber Orchestra hochkarätige Nachfolger gefunden. (Das Wort „Ersatz“ verbietet sich allein schon ob der Weltklasse des Concertgebouworkest.)

„Concertgebouworkest, Klaus Mäkelä, Daniel Lozakovich
Baden-Baden, Festspielhaus, 1. April 2026“
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Cédric Pescia bittet Bach zum Tanz

Cédric Pescia hat mit diesem Album einen stillen, poetischen Innenraum geschaffen. Eine sehr persönliche Lesart, die im Katalog der Bach-Aufnahmen ihren festen Platz verdient, weil sie daran erinnert: Die größte Kunst entfaltet sich oft gerade in der Beschränkung und in der Ruhe.

CD/Blu-ray Besprechung:

Johann Sebastian Bach
The French Suites

Cédric Pescia, Klavier

La Dolce Volta, LDV130.1

von Dirk Schauß

Wer sich auf die Französischen Suiten von Johann Sebastian Bach einlässt, betritt kein prunkvolles Kathedralenschiff und keine gelehrte Studierstube. Er betritt ein privates Gemach – einen intimen Kosmos, in dem Musik nicht für die Ewigkeit oder den Fürstenhof, sondern für das unmittelbare Erleben am heimischen Tasteninstrument geschaffen wurde. „CD/Blu-ray Besprechung: Johann Sebastian Bach, The French Suites, Cédric Pescia
kklassik-begeistert.de, 2. April 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. APRIL 2026

Richard Strauss , Hugo von Hofmannsthal: DER ROSENKAVALIER Ensemble © Ruth Walz

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. APRIL 2026

Staatsoper Unter den Linden Berlin: Wir gratulieren unserem Generalmusikdirektor Christian Thielemann zu seinem Geburtstag.

thit
Chistian Thielemann © Staatsoper Unter den Linden Berlin

+++

Berlin/Staatsoper
Mit diesem „Rosenkavalier“ hat sich Christian Thielemann selbst noch einmal übertroffen
Es war eines jener Musiktheatererlebnisse, die so singulär sind, dass sie unvergesslich in die Geschichte eingehen. Ohnehin ist Christian Thielemann als Strauss-Dirigent unübertroffen, jeder „Rosenkavalier“ unter seiner Leitung ist fulminant, ob nun vor 20 Jahren an der Deutschen Oper Berlin oder später in Baden-Baden oder Dresden. Kein anderer Dirigent unserer Zeit kommt da auch nur annähernd heran. Das ist meine Bilanz nach rund 40 Aufführungen dieser Oper in meinem Leben.
Von Kirsten Liese
Klassik-begeistert.de

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Rising Stars 62: Beth Taylor, Alt oder Mezzosopran?

Beth Taylor © Olivia da Costa

Das Beste beider Stimmfächer vereinigt sich in einer vielversprechenden Künstlerin.

von Dr. Lorenz Kerscher

Vor kurzem erlebte ich in der Münchner Isarphilharmonie eine überwältigende Aufführung von Mahlers Auferstehungssymphonie durch Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle.

Ganz besonders berührte mich das von der 1993 in Glasgow geborenen Beth Taylor ausdrucksvoll gestaltete Altsolo. In zartestem Pianissimo setzte sie an zum ersten Vers „O Röschen rot“, um dann in wohldosierter Steigerung den Wohlklang ihres dunklen Timbres zu entfalten, wo angebracht auch dramatische Akzente zu setzen und am Ende das „ewig selig Leben“ wieder mit wunderschöner Zartheit zu besingen. „Das ist endlich mal ein echter Alt“ meinte meine Frau, und genau dasselbe schrieb Robert Braunmüller, Kulturredakteur der AZ München, auf seiner Facebookseite. „Rising Stars 62: Beth Taylor, Alt oder Mezzosopran?
klassik-begeistert.de, 2. April 2026“
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Körper, die Worte aus den Poren hervorpressen

André Benndorff, Erwin Aljukić, Nadège Meta Kanku, Chloé Ata A Njoya, Ahmed Soura © Julian Baumann

Mein Eindruck ist, dass die Verzweiflung, Zerrüttung, die explosive Kraft des Schicksalsschlages von den Körpern aus ihnen herausgetanzt werden. In jeder Sekunde. Mit den Worten des Textgedichts Mujilas oder ohne Worte. Alle Körper haben permanente Spannung, stehen unter Strom.

Balau

Von und mit Erwin Aljukić, Chloé Ata A Njoya, André Benndorff, Nadège Meta Kanku, Daisy Ransom Phillips, Anja Signitzer, Ahmed Soura, Martin Weigel

Regie & Choreografie  Serge Aimé Coulibaly
Musik  Yvan Talbot
Licht  Charlotte Marr
Text  Fiston Mwanza Mujila (Übersetzung  Lena Müller)
Dramaturgie  Olivia Ebert

Therese-Giehse-Halle, München, 31. März 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend wird die Performance Balau in der Therese-Giehse-Halle der Münchner Kammerspiele aufgeführt. Im Anschluss an die Performance gibt es zwei parallele Künstlergespräche. Eins auf Deutsch und eins auf Englisch. Moderiert werden die Gespräche durch Mitglieder des Kammer Clubs. Das sind in dem Fall vier theaterbegeisterte Studentinnen. Das dem Programm Namen gebende Balau ist ein Wort der westafrikanischen Sprache Dioula und heißt übersetzt Schicksalsschlag. Es gibt ein klares davor und danach. Danach ist nichts mehr so wie davor. „Performance Balau, Musik Yvan Talbot
Therese-Giehse-Halle, München, 31. März 2026“
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