Wiederaufführung eines Filmklassikers: Aufpolierte „Liebes- und Walzerträume“ von 1925

100 Jahre nach der Kinopremiere erlebt eine klitzekleine Köstlichkeit der Filmgeschichte ihre Wiederaufführung im Fernsehen. Großartig restauriert und mit frischer Musik versehen, beweist das Werk, dass es sich manchmal lohnt, alte Filmrollen zu entstauben.

Ein Walzertraum
Deutsch-österreichische Filmkomödie von 1925

Regie: Ludwig Berger

Nach der gleichnamigen Operette von Oscar Straus
und der Novelle „Nux, der Prinzgemahl“ von Hans Müller

Restaurierung: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Neue Musikfassung von Diego Ramos Rodríguez

Eingespielt vom Philharmonischen Staatsorchester Mainz,
Leitung: Gabriel Venzago

Erstausstrahlung bei Arte am 15. Dezember 2025

In der Arte-Mediathek verfügbar bis 14. März 2026

von Ralf Krüger

Wer Park und Schloss Schönbrunn vor hundert Jahren in bewegten Bildern erleben will, der sei hier herzlich willkommen. In diesem Ensemble beginnt die Geschichte um eine Prinzessin, die endlich heiraten soll – vorzugsweise einen Prinzen. Der aber will nicht und schickt dafür seinen Adjutanten ins Feld der Liebelei. Nach einer Kutschfahrt durch den 1. Wiener Bezirk und einem Abstecher zum Heurigen, küsst doch tatsächlich dieser schneidige Adjutant die schöne Prinzessin – und muss sie heiraten! „Film: Ein Walzertraum, Deutsch-österreichische Filmkomödie von 1925
Arte-Mediathek verfügbar bis 14. März 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 18. DEZEMBER 2025

Thomas J. Mayer, Chor der Hamburgischen Staatsoper, Mitglieder des Herrenchores der Nationaloper Kyiv

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 18. DEZEMBER 2025

Nachruf
Bayreuth-Bariton gestorben
Der deutsche Bariton Thomas Johannes Mayer ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Er gehörte zu den prägenden Sängern seines Fachs und war vor allem im Wagner- und Strauss-Repertoire international gefragt. Seine Kunst verband stimmliche Autorität mit gedanklicher Tiefe und großer textlicher Präzision. Thomas Johannes Mayer war kein Sänger, der sich in Effekten verlor. Seine Interpretationen lebten von innerer Spannung, von Genauigkeit im Wort und von der Fähigkeit, große Rollen als gedanklich durchdrungene Figuren auf die Bühne zu stellen. Mit seinem Tod verliert die Opernwelt einen Künstler, der Maßstäbe setzte – leise, konzentriert und nachhaltig.
BR-Klassik.de

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Auf den Punkt 81: Für ein absolutes Böllerverbot in der Elbphilharmonie

Elbphilharmonie © Ralph Larmann

+++ Silvester 2025  in der Elbphilharmonie +++ Hinweise zum Programm durchgesickert +++

Ob  Andreas Schmidt, der Herausgeber von klassik-begeistert, geahnt hat, dass ich mit Silvester  nicht sonderlich viel anfangen kann und mich an dem Tag nur dort wohlfühle, wo privates Feuerwerk bei Strafe verboten ist…?

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Omer Meir Wellber / Dirigent

Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal, 31. Dezember 2025, 11:00 Uhr

von Jörn Schmidt

Sieht ganz so aus, möchte ich meinen. Denn Andreas hat mir heute eine E-Mail von Tanja Franke weitergeleitet, ihres Zeichens Pressesprecherin der Hamburgischen Staatsoper. Betreff der Pressemitteilung (PM):

„SILVESTERKONZERT 2025 des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg  mit Operettenklassikern von Johann Strauß, einer Uraufführung sowie einem humoresken Überraschungswerk“. „Auf den Punkt 81: Silvester 2025 in der Elphi, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Omer Meir Wellber
Elbphilharmonie Hamburg, 31. Dezember 2025, 11:00 Uhr“
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Blomstedts Beethoven blüht in Bamberg auf

Herbert Blomstedt © Martin U.K. Lengemann

Und auch Sibelius’ Fünfte glüht vor Intensität. Ein herausragender Abend!

Ludwig van Beethoven (1770-1827) – Sinfonie Nr. 4 B-Dur, op. 60

Jean Sibelius (1865-1957) – Sinfonie Nr. 5 Es-Dur op. 82

Bamberger Symphoniker
Herbert Blomstedt, Dirigent

Bamberg, Konzerthalle, 13. Dezember 2025

von Brian Cooper

Er ist wieder in Bamberg! Herbert Blomstedt, der frenetisch gefeierte und allseits beliebte Ehrendirigent – beliebt auch im Orchester, selten sieht man’s auf der Bühne so überdeutlich –, kam für zwei Abende an seine alte Wirkungsstätte. Chefdirigent der 1946 gegründeten Bamberger Symphoniker war er freilich nie, doch seit fast 20 Jahren ist der „alte Schwede“, dieses Dirigierphänomen, Ehrendirigent. „Bamberger Symphoniker, Herbert Blomstedt, Dirigent
Bamberg, Konzerthalle, 13. Dezember 2025“
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Martin Fischer-Dieskau begeistert mit einer vielfältigen Weihnachts-Gala in Peking

Fotos © Winland 2025

Gioachino Rossini – „La gazza ladra“ – Ouvertüre
Antonín Dvořák – „Rusalka“ – Lied an den Mond
Richard Strauss – „Capriccio“ – Schluss-Szene
Johann Strauss – Tritsch-Tratsch Polka für Chor und Orchester
Johann Strauss – „Blindekuh“ Ouvertüre
Ralph Benatzky – „Casanova“ – Chor der Nonnen
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 3 – 6. Satz (Auszug)
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 2 – 5. Satz (Finale ab Choreinsatz)

Johanni van Oostrum,
Sopran
Li Nan, Mezzo-Sopran

Chor und Symphony Orchestra of China National Opera
Martin Fischer-Dieskau, musikalische Leitung

Winland Tower Financial District Beijing, 6. Dezember 2025

von Dirk Schauß

Es gibt Konzerte, die wollen gefallen. Und es gibt Konzerte, die wollen etwas sagen. Die 20. Christmas Gala im Winland Tower Financial District Beijing (Peking) ausgerichtet, gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie. Schon das Motto „Eternity“ war kein dekoratives Etikett, sondern eine programmatische Ansage. Hier ging es nicht um festliche Wohlfühlmusik, sondern um Zeit, Erinnerung, Übergänge und um das große Versprechen von Erneuerung. Dass ein solches Konzept Risiken birgt, versteht sich von selbst. Umso bemerkenswerter ist, wie geschlossen, bewegend und letztlich überzeugend dieser Abend geriet. „20. Christmas Gala, Martin Fischer- Dieskau
Winland Tower Financial District Beijing, 6. Dezember 2025“
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Von Paavo Järvis aktiver Einspielung der Schubert-Sinfonien darf man getrost Großes erwarten

CD-Besprechung:

Paavo Järvi
Schubert Symphonies Nr. 7 & 4

The Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Sony Music 19958 41055 2 (2025)

von Dr. Gerd Klingeberg

Nachdem sich die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen gemeinsam mit Paavo Järvi in den letzten Jahren schwerpunktmäßig und sehr erfolgreich mit den sinfonischen Kompositionen von Beethoven, Schumann, Brahms und Haydn beschäftigt hat, hat sie neuerdings Franz Schuberts Sinfonien in den Fokus genommen. „CD-Besprechung: Paavo Järvi, Schubert Symphonies Nr. 7 & 4
klassik-begeistert.de, 17. Dezember 2025“
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Ein Gesang, der Barrieren überwindet

ART’N’VOICES während des Auftritts in der Elbphilharmonie, v.l.: Marta Jundziłł, Anna Rocławska-Musiałczyk, Małgorzata Priebe © Marcus Hartelt (Dresden)

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit Anna Rocławska-Musiałczyk und Szymon Duraj – Mitglieder des polnischen Ensembles ART’N’VOICES

klassik-begeistert: Was hat Ihr Ensemble in den 15 Jahren seines Bestehens zusammengehalten?

Anna Rocławska-Musiałczyk: In diesen 15 Jahren haben viele Sänger unser Ensemble durchlaufen, aber seit 2022/2023 haben wir eine feste Besetzung, mit der wir einen optimalen Klang erreichen konnten. Uns verbindet auch, dass wir alle musikalisch in die gleiche Richtung schauen, was sich in all unseren Projekten widerspiegelt: Alben, Tourneen und Konzerte. „Interview: kb im Gespräch mit ART’N’VOICES
klassik-begeistert.de, 17. Dezember 2025“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. DEZEMBER 2025

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. DEZEMBER 2025

Wien/Staatsoper
Staatsopern-Premiere. Doppelt gemoppelt: Freiheit für den neuen Fidelio!
Erste Eindrücke von der Premiere: Nach über 55 Jahren löste eine Neuinszenierung von Beethovens „Fidelio“ durch Hausdebütant Nikolaus Habjan die legendäre Otto-Schenk-Produktion ab. Franz Welser-Möst und das Staatsopernorchester ernteten Riesenjubel, für einzelne Sänger und Regie gab es auch einzelne Buhs.
krone.at

Ein neuer „Fidelio“ mit zwei Puppen, sonst aber beinah wie gewohnt
Nach 55 Jahren wurde Beethovens einzige Oper an der Staatsoper neu inszeniert. Die Regie flickt dem Werk nur mit einigen, wenigen Dialog-Korrekturen am Zeug. Aufatmen im Publikum.
DiePresse.com

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Berauschende Geigenklänge und empire-britischer Pomp sorgen in Bremen für frenetischen Jubel

Hana Chang © Kaupo Kikkas

4. Philharmonisches Konzert: Verehrt und verewigt

Ein Musikerlebnis der Extraklasse, das vom rundum enthusiasmierten Auditorium mit gebührend lang anhaltendem Beifall bedacht wird.

Maurice Ravel  Le Tombeau de Couperin, Suite d’Orchestre
Johannes Brahms  Violinkonzert D-Dur op. 77
Edward Elgar  Enigma-Variationen op. 36

Hana Chang  Violine

Finnegan Downie Dear  Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 15. Dezember 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Da steht sie, nahezu bewegungslos, Geige und Bogen hängen locker in ihrer Hand: Violinistin Hana Chang, eine zierliche Person vor dem groß besetzten Orchester, das sich in den mehr als drei langen Minuten der Sinfonie-Einleitung bereits auf optimale Betriebstemperatur eingespielt hat. Dann kommt Bewegung in die junge Solistin; geschmeidig und punktgenau fädelt sie sich ein in das laufende orchestrale Geschehen, legt aus dem Stand heraus gehörig zu, behauptet sich mit attackierend kraftvollem Strich und dem satten, tragfähigen Klang ihrer Amati höchst eindrucksvoll gegen die vermeintliche Übermacht des Ensembles. „Hana Chang Violine, Finnegan Downie Dear Dirigent, Die Bremer Philharmoniker
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 15. Dezember 2025“
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Sie setzt auf Präzision und große Formen: Anja Bihlmaier dirigiert das Museumskonzert in Frankfurt

Fotos © Diana Hillesheim

Grazyna Bacewicz  Konzert für Streichorchester
Sergej Prokofjew  Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16
Piotr Iljitsch Tschaikowsky  Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Behzod Abduraimov, Klavier

Anja Bihlmaier, Leitung
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Alte Oper Frankfurt, 15. Dezember 2025

von Dirk Schauß

Manchmal sagt das erste Werk eines Konzertabends mehr über dessen Haltung aus als jedes Programmheft. Das Museumskonzert in der Alten Oper Frankfurt begann mit Grażyna Bacewicz’ „Konzert für Streichorchester“ und setzte damit ein klares Signal.
Keine gefällige Ouvertüre, kein romantisches Einrichten der Hörgewohnheiten, sondern ein konzentriertes, kantiges Stück Musik des 20. Jahrhunderts. „Anja Bihlmaier, Leitung, Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Alte Oper Frankfurt, 15. Dezember 2025“
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