Alter und Schönheit: Bernard Haitink dirigiert Beethoven und Bruckner

DVD-Rezension: Bernard Haitinks Abschiedskonzert mit den Wiener Philharmonikern, Salzburger Festspiele 2019
Unitel 802208

Emanuel Ax, Klavier

Wiener Philharmoniker
Leitung: Bernard Haitink

Beethoven, Klavierkonzert Nr. 4
Bruckner, Symphonie Nr.7

von Peter Sommeregger

Dieses Konzert, ein Live-Mitschnitt von den Salzburger Festspielen 2019 hält einen historischen Moment fest, nämlich den Abschied des großen Dirigenten Bernard Haitink von den Wiener Philharmonikern. Haitink hat dafür neben dem 4. Klavierkonzert Beethovens die 7. Symphonie Anton Bruckners gewählt. Dieser Komponist lag Haitink sehr am Herzen, besonders seine elegische Siebente, die so recht als Krönung und Abschluss einer langen Dirigentenlaufbahn passt. Haitink zieht sich mit 90 Jahren endgültig vom Dirigentenpult zurück. „DVD-Rezension: Bernard Haitink, Emanuel Ax, Wiener Philharmoniker
Salzburger Festspiele 2019“
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Spätromantische Klänge erwachen zu neuem Leben

CD-Rezension: Hans Rott, Orchestral Works Vol. 1
Capriccio C 5408

Gürzenich-Orchester Köln
Christopher Ward

von Peter Sommeregger

Der 1858 geborene österreichische Komponist Hans Rott ist beinahe so etwas wie ein Phantom der Musikgeschichte. Lange war von ihm nur eine Einschätzung Gustav Mahlers, seines Studienkollegen und Freundes bekannt, der meinte „Was die Musik an ihm verloren hat, ist gar nicht zu ermessen“. „CD-Rezension: Hans Rott, Orchestral Works Vol. 1, Gürzenich-Orchester Köln, Christopher Ward“ weiterlesen

Teuflische Brillanz auf Vinyl

Foto: Yuya Wang

LP-Rezension: John Adams, Must the devil have all the good tunes?
(DG 4838950)

Los Angeles Philharmonic Orchestra
Leitung: Gustavo Dudamel

Yuja Wang, Klavier

von Peter Sommeregger

Man ist den Umgang mit der guten, alten Vinyl-Platte gar nicht mehr gewohnt. Der Plattenspieler will erst einmal entstaubt werden, die notwendigen Handgriffe zum Auflegen der Platte lösen nostalgische Gefühle aus. Heute ist klar, dass der komplette Abschied von der Vinyl-Schallplatte ein Fehler war, schon die ersten Takte dieses fetzigen Klavierkonzerts machen es klar. Diese Wärme des Tons, diese Dichte der Atmosphäre! „LP-Rezension: John Adams, Must the devil have all the good tunes? Gustavo Dudamel, Yuya Wang, Los Angeles Philharmonic Orchestra“ weiterlesen

Christian Thielemann dirigiert Wagners "Meistersinger"

CD-Besprechung: Richard Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg (Profil/Edition Günter Hänssler Bestellnummer PH 20059)

Osterfestspiele Salzburg 2019

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Bachchor Salzburg

Sächsische Staatskapelle Dresden
Leitung: Christian Thielemann

Mit Georg Zeppenfeld, Vitalij Kowaljow, Klaus Florian Vogt, Sebastian Kohlhepp, Adrian Eröd, Jacquelyn Wagner, Christa Mayer usw.

von Herbert Hiess

Wagners Meisterwerk begleitet Thielemann schon durch seine ganze Karriere. Höhepunkte dabei sind eben der Video-Mitschnitt aus der Wiener Staatsoper 2008 und eben elf Jahre später dieser CD-Mitschnitt. „Richard Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg, Sächsische Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann,
CD-Besprechung“
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Wie man Beethoven interpretiert

Foto: Kammerchor Stuttgart © Jens Meisert

„Bernius nimmt in Teilen dem Werk seine Wucht, was aber dem Gesamteindruck eher nützt. Hier wird nicht große Oper aufgeführt, sondern ein Chorwerk.“

DVD-Besprechung: Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis
(Naxos 2.110669)

Johanna Winkel
Sophie Harmsen
Sebastian Kohlhepp
Artu Kataja

Kammerchor Stuttgart
Hofkapelle Stuttgart
Frieder Bernius

Ein Film von Uli Aumüller

von Peter Sommeregger

Dieser eindrucksvolle Film dokumentiert Proben und Aufführung einer CD-Produktion von Beethovens Opus magnum „Missa Solemnis“.

Der Regisseur Uli Aumüller begleitet den Chordirigenten Frieder Bernius während der Probenzeit für dieses mehr als anspruchsvolle Werk, lässt auch beteiligte Musiker zu Wort kommen. So entsteht eine äußerst informative Sicht auf das Werk. Bernius weist auf viele Feinheiten hin, die man als Zuhörer vielleicht gar nicht bemerken würde, und zeigt auch, wie viel Arbeit in der Realisierung eines in jeder Hinsicht großen Werkes steckt. „Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis, Frieder Bernius, Kammerchor Stuttgart,
DVD-Besprechung“
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Ein spätromantisch blühender Mahler mit Robert Dean Smith und Sarah Connolly

„An Einspielungen dieser Kompositionen herrscht kein Mangel, trotzdem kann man diese Veröffentlichung als eine Bereicherung des Katalogs ansehen.“

CD-Rezension: Gustav Mahler, Das Lied von der Erde (Pentatone PTC 5186760)

Dame Sarah Connolly Mezzosopran
Robert Dean Smith Tenor

Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin
Vladimir Jurowski Dirigent

von Peter Sommeregger

Dieses Werk, vielleicht Mahlers erfolgreichste und populärste Komposition, ist in der Form ein Mittelding zwischen Symphonie und Orchesterlieder-Zyklus. Das Gelingen einer Aufführung hängt immer stark von der Qualität der beiden Gesangsolisten ab. Für den erkrankten Tenor Torsten Kerl sprang bei dieser Aufführung am 14. Oktober 2018 kurzfristig Robert Dean Smith ein, ein vor allem mit seinen Wagner-Partien erfolgreicher Sänger und in Berlin kein Unbekannter. „CD-Rezension: Gustav Mahler, Das Lied von der Erde, Vladimir Jurowski“ weiterlesen

Einer für alle! Vier Violinen auf den Spuren des Barock

CD-Rezension: Concertos 4 Violins (Berlin Classics 0301419BC)

Werke von Antonio Vivaldi, Giuseppe Valentini, Pietro Antonio Locatelli, Antonio Bonporti, Pietro Castrucci

Concerto Köln

von Peter Sommeregger

Das Konzept dieser Einspielung, dem Mitschnitt eines Live-Konzerts, besteht in der Zusammenstellung von Kompositionen für vier Soloviolinen. Das dafür vorhandene Repertoire ist nicht sehr umfangreich, also bedurfte es intensiver Recherche, um eine entsprechende Zahl solcher Werke in den Archiven zu finden. Der Fagottist Lorenzo Alpert besorgte die Kompilation und bewies dabei stilsicheren Instinkt. „CD-Rezension: Concertos 4 Violins, Concerto Köln“ weiterlesen

"Wir gratulieren!" CD-Besprechung: Mieczyslaw Weinberg

CD-Besprechung: Mieczyslaw Weinberg
Wir gratulieren!
Oper in zwei Akten
Oehms Classics  OC 990

von Peter Sommeregger

Es ist mit Sicherheit dem großen Erfolg von Weinbergs Oper „Die Passagierin“, die 2010 posthum uraufgeführt wurde, zu verdanken, dass man sich bei Oehms Classics entschloss, diesen Mitschnitt einer weiteren Oper Weinbergs aus dem Jahr 2012 zu veröffentlichen.

Im Gegensatz zur „Passagierin“ handelt es sich bei „Wir gratulieren“ um ein heiteres Werk nach dem Theaterstück Masel tov von Scholem Alejchem. Es wurde 1975 komponiert, seine deutsche Erstaufführung erlebte es wohl erst in dieser jetzt veröffentlichten Aufzeichnung einer semi-szenischen Aufführung im Konzerthaus Berlin. „CD-Besprechung – Mieczyslaw Weinberg: Wir gratulieren!
klassik-begeistert.de“
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Facetten eines Ausnahmekünstlers

DVD-Besprechung: ITZHAK PERLMAN
6 DVDs, Euroarts 2061668

Berliner Philharmoniker
Israel Philharmonic Orchestra
The Philadelphia Orchestra

von Peter Sommeregger

Im Vorfeld von Itzhak Perlmans 75. Geburtstag am 31. August 2020 ist diese umfangreiche, 6 DVDs umfassende Hommage bei Euroarts erschienen. Diese reichhaltige Dokumentation zeigt viele Facetten von Perlmans Kunst, von Bach über Tchaikovsky, Beethoven bis Mussorgsky, Vivaldi bis Johan Halvorsen. Auch als Dirigent des Israel Philharmonic Orchestra ist er in einem Konzertmitschnitt von 2010 zu erleben. „Facetten eines Ausnahmekünstlers
DVD-Besprechung“
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Ein Debütalbum mit heilsamer Wirkung:
Ani Ter-Martirosyan spielt Ravel und Chopin

Foto: Ani Ter-Martirosyan (c)

„Sich von äußeren Umständen nicht unterkriegen zu lassen und trotzdem Gehör zu suchen, zeigt, mit welchem Selbstbewusstsein und welcher Zielstrebigkeit diese junge Künstlerin an ihrer Leidenschaft festhält.“

CD-Besprechung: „Ravel & Chopin“

Ani Ter-Martirosyan, Klavier

Maurice Ravel
Le Tombeau de Couperin (1917)

Frédéric Chopin
Klaviersonate Nr. 3 in b-moll, op. 58 (1844)

von Daniel Janz

Wir alle erleiden durch Corona eine regelrechte kulturelle Verarmung. Sowohl Liebhaber als auch Musiker finden beschränkt durch Lockdowns, Sicherheitsmaßnahmen und „physical distancing“ kaum zueinander. Versuche, dies über die Sozialen Medien zu realisieren, trösten zwar, können das restlos wegfallende Konzertleben aber nur schwach ausgleichen.

In solchen Zeiten hilft es, sich daran zu erinnern, dass die Kunst nicht untätig ist, dass es trotzdem Produktionen gibt und es immer Nachwuchs geben wird. Eine, die sich dieser neuen Generation Musikern zuordnen lässt, ist die Pianistin Ani Ter-Martirosyan. „Ein Debütalbum mit heilsamer Wirkung, Ani Ter-Martirosyan,
CD-Besprechung“
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