Sommereggers Klassikwelt 95: Gustav Mahler, das lange verkannte Genie

Der 7. Juli ist der Geburtstag Gustav Mahlers, in diesem Jahr der 161. Den letztjährigen, runden konnte die Musikwelt aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht gebührend feiern.

von Peter Sommeregger

Betrachtet man den Lebensweg und den Nachruhm des 1860 im böhmischen Kalischt geborenen Sohnes eines jüdischen Weinbrenners und Gastwirtes, so muss man deutlich zwischen Mahlers Erfolg als Dirigent und Operndirektor, und der zögerlichen Rezeption seines kompositorischen Schaffens unterscheiden. „Sommereggers Klassikwelt 95: Gustav Mahler, das lange verkannte Genie“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 94: Joseph Joachim, der Weltgeiger

von Peter Sommeregger

Am 28. Juni 1831, also vor 190 Jahren, wurde Joseph Joachim in Kittsee im heutigen Burgenland als siebtes Kind eines jüdischen Wollhändlers geboren. Die Familie zog nur zwei Jahre später nach Pest, wo offenbar schon frühzeitig das Ausnahmetalent des Kindes erkannt wurde.

Bereits mit sieben Jahren begann Joseph ein Studium am Konservatorium der Musikfreunde in Wien. Ein früher Förderer seines Talents wurde der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy, nachdem Joseph Joachim seine Studien ab 1843 am Leipziger Konservatorium fortsetzte. „Sommereggers Klassikwelt 94: Joseph Joachim, der Weltgeiger“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 93: Hans Beirer, der unverwüstliche Heldentenor

„Insgesamt hat Beirers Karriere 50 Jahre gedauert, was in den heutigen Zeiten des schnellen Verschleißes von Sängerstimmen kaum mehr vorstellbar erscheint.“

 von Peter Sommeregger

In die letzte Juni-Woche fallen sowohl Geburts- als auch Todestag des Österreichischen Heldentenors Hans Beirer. Gestorben ist der 1911 in der Wiener Neustadt geborene Sänger im Jahr 1993 in Berlin, genau 82 Jahre alt.

Ursprünglich wollte Beirer Medizin studieren, entschloss sich dann aber doch zu einem Gesangstudium  an der Wiener Musikakademie, wo er Schüler von Tino Pattiera wurde. Sein Debüt als Opernsänger hatte er 1936 am Landestheater Linz als Hans in der „Verkauften Braut“ von Smetana. Zu Beginn seiner Karriere trat er auch häufig in Operetten auf, seine Opernpartien waren eher dem lyrischen Fach zuzurechnen. Im 2. Weltkrieg wurde er zum Militär eingezogen, trat aber ab 1941 wieder als Operettensänger auf. „Sommereggers Klassikwelt 93: Hans Beirer, der unverwüstliche Heldentenor“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 92: 200 Jahre Freischütz

Als sich am 18. Juni 1821 der Vorhang im von Schinkel neu erbauten Schauspielhaus am Gendarmenmarkt in Berlin hob, war es für die Uraufführung einer neuen Oper von Carl Maria von Weber. „Der Freischütz“ war der Titel des Werkes und griff in seinem Libretto eine alte Volkssage auf.

von Peter Sommeregger

Der Stoff, die Musik, der Komponist und Librettist, alles war Deutsch, und das war für die Oper der damaligen Zeit, die italienisch und französisch dominiert war, völlig neu. Nicht zu Unrecht sprach man später von der Geburtsstunde der Deutschen Oper. Für den großen Erfolg des Werkes sorgte aber die mitreißende Musik Webers, der damit sein bedeutendstes Werk geschaffen hatte. „Sommereggers Klassikwelt 92: 200 Jahre Freischütz“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 91: Maria Cebotari – ein viel zu früh verglühter Stern

Der 9. Juni 1949 war der Tag, an dem das viel zu kurze, aber trotzdem an Höhepunkten reiche Leben der rumänischen Sopranistin endete.

von Peter Sommeregger

1910 in Chișinău, damals noch zum russischen Kaiserreich gehörend, geboren war bei dem Arbeiterkind mit 11 Geschwistern das musikalische Talent so offenkundig, dass sie das Konservatorium ihrer Heimatstadt besuchen durfte. Früh wurde sie von dem Schauspieler Graf Alexander Wyrubow entdeckt, der sie künstlerisch unter seine Fittiche nahm und sie auch heiratete. Mit Wyrubow lebte sie anfangs in Moskau und Paris, ehe sie 1929 in Berlin ein weiteres Gesangsstudium begann. „Sommereggers Klassikwelt 91: Maria Cebotari – ein viel zu früh verglühter Stern“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 90: Leo Slezak zum 75. Todestag

„Seine Platten gehören zu den Ikonen der Gesangskunst, so ist seine Aufnahme vom Tod Otellos in ihrer emotionalen Intensität und gesanglichen Vollendung niemals überboten worden.“

von Peter Sommeregger

Der spätere gefeierte Heldentenor wurde 1873 in Mährisch-Schönau, damals Teil der Donaumonarchie, als Sohn eines Müllers geboren. Seine Kindheit war von der Armut der Familie geprägt, der junge Leo brach die Schule ab und begann eine Schlosserlehre. Nachdem er seine Liebe zum Theater entdeckt hatte, wirkte er am Theater in Brünn als Statist. Als er eines Tages lauthals die Chorpassagen mitsang, wurde ein Sänger auf ihn aufmerksam, der ihn später ausbildete. „Sommereggers Klassikwelt 90: Leo Slezak zum 75. Todestag“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 89: Anneliese Rothenberger – zwischen Fernsehstudio und Opernbühne

Die Sängerin Anneliese Rothenberger starb am 24. Mai 2010 im gesegneten Alter von 90 Jahren. In den Jahrzehnten davor erreichte die in Mannheim geborene Künstlerin einen Grad der Popularität und Beliebtheit, wie er noch selten einem Opernstar zu Teil wurde.

von Peter Sommeregger

Die Anfänge der Karriere dieser Sängerin fielen noch in die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Ihr erstes Engagement in Koblenz endete mit der Schließung der Theater 1944. Von Thüringen aus, wohin Rothenberger evakuiert worden war, gelangte sie nach Hamburg, wo Günther Rennert sie an die dortige Staatsoper engagierte. Dort trat die Sängerin sowohl in Operetten, als auch in Opernpartien auf, die sowohl das traditionelle Repertoire als auch neuere Werke einschlossen. „Sommereggers Klassikwelt 89: Anneliese Rothenberger – zwischen Fernsehstudio und Opernbühne“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 88: Zinka Milanov, der kroatische Star der Metropolitan Opera

von Peter Sommeregger

Foto: wikipedia.de ©

Der am 17. Mai 1906 im kroatischen Zagreb geborenen Zinka Kunc wurde es wahrhaftig nicht an der Wiege gesungen, dass sie eines Tages über einen längeren Zeitraum die ungekrönte Königin der Metropolitan Opera in New York sein würde. Zwar entschied sie sich schon früh für ein Gesangstudium an der Musikakademie ihrer Heimatstadt, wurde in ihren Ambitionen auch von ihrem Bruder, dem Komponisten und Pianisten Božidar Kunc, bestärkt. Aber der Weg aus der Provinz der Donaumonarchie in die Musikzentren Europas und der Welt war kein leichter. „Sommereggers Klassikwelt 88: Zinka Milanov
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Sommereggers Klassikwelt 87: Dennis Brain – Wen die Götter lieben, den nehmen sie früh zu sich

Bildquelle: Warner Classics

„Seine erfreulich vielen Platteneinspielungen sind bis heute Referenzaufnahmen, in Fachkreisen ist sein Name auch mehr als sechzig Jahre nach seinem Tod immer noch in aller Munde und seine Virtuosität auf dem sperrigen Instrument unerreicht.“

von Peter Sommeregger

Dem am 17. Mai 1921, also vor hundert Jahren in London geborenen Dennis Brain wurde das sperrige Musikinstrument Horn gleichsam in die Wiege gelegt. Seine Großvater, Onkel und Vater waren erfolgreiche Solisten auf diesem Instrument. Dennis durfte schon als Kind manchmal das Instrument seines Vaters benutzen, womit seine Musikerlaufbahn eigentlich schon vorgezeichnet war. „Sommereggers Klassikwelt 87: Dennis Brain – Wen die Götter lieben, den nehmen sie früh zu sich“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 86: Die unvergessliche Elisabeth Söderström

von Peter Sommeregger

Der 7. Mai ist der Geburtstag der schwedischen Sopranistin Elisabeth Söderström, die 2009 im Alter von 82 Jahren starb.

Söderström hatte einen schwedischen Vater und eine russische Mutter, ihr slawisches Erbteil prädestinierte sie für die Interpretation von Musik dieses Kulturkreises. Aber zunächst nahm sie privat Gesangsunterricht, ehe sie zwei Jahre an der Königlichen Musikakademie in ihrer Heimatstadt Stockholm studierte. Ihr erstes Engagement erhielt sie unmittelbar nach dem Abschluss ihrer Studien direkt an die Königliche Oper Stockholm. „Sommereggers Klassikwelt 86, Elisabeth Söderström,
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