Karah Son: Ihre stimmlichen Kräfte als Madama Butterfly sind überragend. Sie singt mit einer herrlichen Strahlkraft, schön, stark und präzise und lässt sich auch musikalisch nie auf pathetischen Schwulst ein. Eine ideale Premierenbesetzung. Auch der Pinkerton des sizilianischen Tenors Angelo Villari verzichtete auf tenoralen Schmelz und setzte an dessen Stelle kraftvoll-männlichen Ausdruck: Ein Macho, kein Sentimentalist.
Teatro Comunale di Bologna, 20. Februar 2020 (Première)
Giacomo Puccini, Madama Butterfly
Foto: Karah Son (c)
von Charles E. Ritterband
Auf der Bühne des einmaligen – 1763 eröffneten – Teatro Comunale di Bologna, einem der bedeutendsten Opernhäuser Italiens, durften wir eine Madame Butterfly erleben, welche die meisten Inszenierungen dieser populären Oper in den Schatten stellt. Die herausragende Qualität dieser Produktion liegt nicht nur an der Titelfigur Cio-Cio-San, hervorragend verkörpert und fantastisch gesungen von der südkoreanischen Sopranistin Karah Son, sondern gleichermaßen an der ausgezeichneten Regie (Damiano Michieletto) und dem frappierend realistischen Bühnenbild (Paolo Fantin). „Giacomo Puccini, Madama Butterfly,
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