Die Donnerstag-PRESSE – 20. Januar 2022

Die Donnerstag-PRESSE – 20. Januar 2022

Foto: Theater an der Wien © Rupert Steiner

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die Donnerstag-PRESSE – 20. Januar 2022

Wien
„Tosca“-Premiere im Theater an der Wien: Auf den Hund gekommen
„Tosca“? Mit Puccini hatte das Bühnensetting erwartungsgemäß wenig zu tun. Schließlich hat der Burgtheaterdirektor persönlich inszeniert – und das Ergebnis war dementsprechend.
http://www.operinwien.at/werkverz/puccini/a30tosca.htm

Theater an der Wien: Buhs für Kušejs psychologische „Tosca“
https://volksblatt.at/theater-an-der-wien-buhs-fuer-kusejs-psychologische-tosca/

„Tosca“ im Theater an der Wien als Martin Kušejs Oper der Grausamkeit
Der Burgtheaterdirektor versucht Puccinis Oper als Beziehungsdrama zu Zeiten einer religiösen Diktatur darzustellen und wird ausgebuht
DerStandard.at

„Tosca“ als Blutrausch im Schneesturm
WienerZeitung.at

Martin Kušej und „Tosca“: Ein Schocker im Schnee (Bezahlartikel)
KleineZeitung.at

Diese Tosca verblutet im Schneesturm
https://www.diepresse.com/6087837/diese-tosca-verblutet-im-schneesturm

Wien/Staatsoper
Pathys Stehplatz (13): Leere Ränge in der Wiener Staatsoper
An der Wiener Staatsoper kämpft man aktuell mit enorm geringen Auslastungszahlen. Mit Corona ist natürlich schnell ein Schuldiger gefunden. Dennoch muss man sich den Umständen stellen und neue Lösungsansätze probieren.
von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wien
Konzerthaus-Intendant Matthias Naske mit Ehrenkreuz ausgezeichnet
Laudatorin Rabl-Stadler: „Weil dich alles interessiert, gelingt dir so viel.“
WienerZeitung.at

München/Salzburg
Keine Haftunfähigkeit: Ex-Rektor Siegfried Mauser muss ins Gefängnis
Der wegen sexueller Nötigung verurteilte Ex-Präsident der Münchner Musikhochschule Siegfried Mauser muss seine Haft antreten. Das hat das Landesgericht Salzburg nun entschieden. Ob Mauser weitere Versuche unternimmt, der Strafe zu entkommen, bleibt abzuwarten.
BR-Klassik.de

Salzburg
Beim Essen wird geschwiegen
50 Jahre Salzburger Kulturtage
DrehpunktKultur.at

Salzburger Kulturtage
Jubiläen werden künstlerisch vielfältig gefeiert
https://www.krone.at/2606788

Frankfurt
In die Einsamkeit der Moderne – „Warten auf heute“, Musikdramenmix in Frankfurt
NeueMusikzeitung/nmz.de

Hannover
„Hochzeit des Figaro“ in Hannover: Durch die Augen der Frau
NDR.de

Darmstadt
„Die Walküre“ in Darmstadt: Klingende Seelen
FrankfurterAllgemeine

Berlin
Bühnenbilder von Erich Wonder: Magisches Zusammenspiel
Tagesspiegel.de

Basel
Basel Sinfonietta wurde 40 und feierte 41Plus1
https://www.nmz.de/online/basel-sinfonietta-wurde-40-und-feierte-41plus1

Instrumentenbau
Mit Stanley-Hobel und Knochenleim – Nachbauten historischer Tasteninstrumente
Mdr.de

Bücher
Dirigent Martin Sieghart: Geschichten eines Lebens
WienerZeitung.at

Nachruf William Cochran
Der amerikanische Heldentenor, der einst in Wien eine „Lohengrin“-Premiere rettete, starb 78-jährig.
https://www.diepresse.com/6087468/william-cochran

Links zu englischsprachigen Artikeln

Brüssel
Michael Fabiano & Cast of Canceled Monnaie “Carmen” Pen Open Letter to Belgium’s Prime Minister
operawire.com

London
VIDEO: Irina Lung Performs – Il m’aime From The Royal Opera’s FAUST
broadwayworld.com

Exile and Isolation: Julian Anderson’s Suite from Exiles, the LSO and Simon Rattle
Operatoday.com

Power, pain and punch from Marin Alsop, Kian Soltani and the LPO
bachtrack.com

New York
Metropolitan Opera 2021-22 Review: La Bohème
Maria Agresta & Charles Castronovo Lead Exciting Revival of Franco Zeffirelli Production
https://operawire.com/metropolitan-opera-2021-22-review-la-boheme-2/

Sydney
Opera Australia presents a sizzling pair of premieres
https://aussietheatre.com.au/news/opera-australia-presents-a-sizzling-pair-of-premieres

Obituary
Tenor Rafael Rojas Dies at 59
https://operawire.com/obituary-tenor-rafael-rojas-dies-at-59/

Czech Director Tibor Torell Dies at 50
https://operawire.com/obituary-czech-director-tibor-torell-dies-at-50/

Ballett/ Tanz

Stuttgart
Streit im Stuttgarter Ballett: Der teuerste Tempowechsel in der Geschichte des Tanzes?
FrankfurterAllgemeine

English National Ballet: Raymonda review – a bold, lavish refit of the Petipa classic
TheGuardian.com

Rock/ Pop

„Hübsches Sümmchen“
Adele bekommt Wahnsinns-Gage für Show in Las Vegas. Adele ist mit einem geschätzten Vermögen von 153 Millionen Euro bereits eine der reichsten Sängerinnen der Welt. Ab diesem Wochenende tritt sie mit einer Super-Show in Las Vegas auf und bekommt dafür eine unfassbare Summe bezahlt, zum Drüberstreuen gibt es zudem eine Luxus-Suite, Butler, Assistenten, Chauffeur und Security-Personal.
https://www.krone.at/2606022

Film/TV

Frankreich
Schauspieler Gaspard Ulliel nach Skiunfall gestorben

Schauspieler Gaspard Ulliel war auch Model für einige bekannte Marken und wurde mehrfach mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet.
Kurier.at

Ausstellungen/Kunst

Kein Bieter für Villa mit Caravaggio-Deckengemälde in Rom

Die Versteigerung einer Villa mit einzigartigemCaravaggio-Deckengemälde in Rom ist am Dienstag ergebnislos zu Ende gegangen. Weil kein Bieter den Mindestpreis von 353,25 Millionen Euro angeboten hat, wurde die Auktion auf den 7. April verschoben, teilte das Auktionshaus mit, das die Villa versteigern wollte.
https://www.diepresse.com/6087645/kein-bieter-fuer-villa-mit-caravaggio-deckengemaelde-in-rom

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Unter’m Strich

Österreich
Vermisst: Wo ist Werner Kogler?
Gesucht, vor allem vom Steuerzahler, wird ein Mann, der 60 Jahre alt ist, von durchschnittlicher Größe und für einen Politiker von durchschnittlicher Statur. Er hört auf den Namen Werner und ist bzw. war Vizekanzler der Republik Österreich. Werner ist verschwunden, so macht es zumindest den Anschein
Letter-Krone.at

Putin im Cäsarenwahn? Der einsame Angstmacher im Kreml
Der russische Präsident, seit 21 Jahren an den Schalthebeln der Macht, trifft in Moskau inzwischen niemanden mehr, der ihm widerspricht. Psychologen und Historiker warnen: Solche Konstellationen steigern stets das Risiko eines gefährlichen Realitätsverlusts.
NRD.de

Ukraine/Russland
Militärische Eskalation „sehr wahrscheinlich“
Politologe Mangott glaubt nicht an großflächige Invasion. Baerbock in Moskau erfolglos – Kehrtwende von Scholz.
WienerZeitung.at

150.000 Euro Jahresgehalt bald ganz normal? Unter Wissensarbeitern wächst eine gefährliche Blase
Fachkräftemangel, Akademisierung und Inflation treiben die Einkommen in Deutschland in die Höhe. Das birgt gleich auf mehreren Ebenen Sprengstoff.
Handelsblatt.com

Beschluss hinfällig. Tschechien schafft Impfpflicht für Senioren ab
Tschechien macht seine Entscheidung für eine Impfpflicht für Senioren und bestimmte Berufsgruppen wieder rückgängig. Es werde unter seiner Regierung keine Impfpflicht geben, versicherte der neue Ministerpräsident Petr Fiala. Man wolle die Gräben in der Gesellschaft nicht vertiefen.
https://www.krone.at/2607058

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 20. JANUAR 2022)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 20. JANUAR 2022)

Quelle: onlinemerker.com

JAZZ UND KLASSISCHE MUSIK – GIBT ES GEMEINSAMKEITEN?

Es mag vielleicht viele Leser verwundern was ein Artikel über eine relativ moderne Musikrichtung im „Merker“ zu suchen hat, allerdings findet man – bei näherer Analyse – doch den einen oder anderen Anknüpfungspunkt. Seien es nun Künstler, die in beiden Genres erfolgreich waren, über die Einflüsse der klassischen Musik auf Jazzmusiker – und vice versa.

Ich befasse mich erst seit ca. 3 Jahren mit dem Jazz in all seinen Ausprägungen und besitze nur ca. 650 Tonträger, trotzdem denke ich dass ich genug gelernt habe, einen kleinen Überblick zu geben. Dazu ist es aber wichtig, die Geschichte des Jazz zu betrachten. Und da haben wir schon die erste Parallele zur „klassischen“ Musik. Nur – was bei letztgenannter Jahrhunderte brauchte (vom Madrigalgesang über Barock über die Wiener Klassik, Romantik bis hin zur Zwölftonmusik), ereignete sich beim Jazz in nur 50 Jahren. Und im Gegensatz zur Klassik, wo wir nie erfahren werden wie Mozart seine eigenen Kompositionen interpretiert hat, ist beim Jazz (mit ganz wenigen Aufnahmen) alles auf Tonträgern dokumentiert…

Weiterlesen in den Betrachtungen von Kurt Vlach
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INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Kristīne Opolais im Theater an der Wien: Sieben Garderobe-Shots

opol

ZU INSTAGRAM mit sechs weiteren Fotos

opo

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HEUTE IN DER KARLSKIRCHE BEI FREIEM EINTRITT!

anh
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MÜNCHEN: Premiere von HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN im Gärtnerplatztheater

Nach seiner gefeierten Inszenierung der »Tosca« ist Allround-Künstler Stefano Poda erneut im Staatstheater am Gärtnerplatz in München engagiert für eine Neuinszenierung von »Hoffmanns Erzählungen«. Jacques Offenbachs Oper wird ab dem 27. Januar 2022 in einer Münchner Fassung nach der quellenkritischen Neuausgabe von Fritz Oeser in deutscher Sprache zu sehen sein. Die zwei Besetzungen der A und B Premiere stammen dabei bis auf wenige Ausnahmen aus dem hochkarätigen Ensemble des Theaters.
Schon seit langem ist der Dichter Hoffmann auf der Suche nach der wahren Liebe. In der Primadonna Stella glaubt er sie endlich gefunden zu haben. Doch die kapriziöse Dame ist kein Kind von Traurigkeit. Während sie sich also in der Oper feiern lässt, ertränkt Hoffmann seinen Kummer in Alkohol. Je mehr die Becher kreisen, desto mehr steigert er sich in die Erinnerungen an seine letzten drei Liebesabenteuer hinein, und er erzählt seine Geschichten von der Puppe Olympia, der Sängerin Antonia und der Kurtisane Giulietta.
Jacques Offenbach war es nicht mehr vergönnt, die Uraufführung der Oper mitzuerleben, die einmal als Krönung seines Lebenswerkes gelten sollte – er starb nur wenige Monate vor ihrer Uraufführung und hinterließ eine unfertige Partitur, die der Musikwissenschaft bis heute Rätsel aufgibt. Beim Publikum erfreut sich hingegen das auf verschiedenen Erzählungen aus der Feder E. T. A. Hoffmanns basierende Werk, in dem Offenbach meisterhaft Miniaturversionen der
französischen (Olympia), der deutschen (Antonia) und der italienischen Oper (Giulietta) einander gegenüberstellt, seit jeher großer Beliebtheit. Hoffmanns 200. Todestag bietet Anlass für eine  fantastische Neuinszenierung in deutscher Sprache durch Allround-Künstler Stefano Poda.

Fantastische Oper
Musik von Jacques Offenbach
Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Drama von Jules Barbier und Michel Carré
Münchner Fassung nach der quellenkritischen Neuausgabe von Fritz Oeser
Deutsch von Gerhard Schwalbe
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Anthony Bramall / Oleg Ptashnikov I Regie, choreografische Gestaltung,
Bühne, Kostüme und Licht: Stefano Poda I Dramaturgie: Michael Alexander Rinz
Besetzung:
Hoffmann: Lucian Krasznec / Cameron Becker
Die Muse / Niklas: Anna-Katharina Tonauer / Emma Sventelius
Lindorf / Coppelius / Dr. Mirakel / Dapertutto: Mathias Hausmann / Matija Meić
Andreas / Cochenille / Franz / Pitichinaccio: Maximilian Mayer / Caspar Krieger
Olympia: Ilia Staple / Andreja Zidaric
Antonia: Jennifer O’Loughlin / Judith Spießer
Giulietta: Camille Schnoor / Mária Celeng
Antonias Mutter: Anna Agathonos / Ann-Katrin Naidu
Nathanael: Caspar Krieger / Harin Lee
Spalanzani: Juan Carlos Falcón
Herrmann: Alexander Grassauer / Marcus Wandl
Schlemihl: Timos Sirlantzis / Alexander Grassauer
Luther: Holger Ohlmann / Martin Hausberg
Crespel: Sava Vemić / Levente Páll
Stella: Karin Kreitner
Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Premiere A: 27. Januar 2022
Premiere B: 30. Januar 2022
Weitere Vorstellungen:
6./8./24./26. Februar
2./6./8. Juli
Altersempfehlung ab 12 Jahren
Preise: 12 bis 88 Euro
Tickets unter Tel 089 2185 1960 oder www.gaertnerplatztheater.de

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OPER FRANKFURT: KURZFILM ZU „WARTEN AUF HEUTE“ FREIGESCHALTET

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Premiere von Warten auf Heute (Musikalische Leitung: Alexander Soddy; Regie: David Hermann) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet:

https://oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=312

Warten auf heute an der Oper Frankfurt: Szenen einer zerbrechende Ehe - Kultur - SZ.de
Camilla Nylund. Foto: Barbara Aumüller

Die Produktion kombiniert Werke von Arnold Schönberg (Von heute auf morgen, Begleitmusik zu einer Lichtspielszene, Erwartung) und Frank Martin (Sechs Monologe aus „Jedermann“).

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK 20. –26. JÄNNER 2022

Radio Weltweit - Welt Radio FM: Alle Sender Online: Deutsche Radiosender live hören beziehen – Microsoft Store de-AT

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

22.1. DIE NASE (aus München, Aufnahme vom 27.10.) HR 2-20 Uhr
LE NOZZE DI FIGARO (aus New York Aufnahme vom 20.1.) BBC 3-19.30 Uhr
23.1. PELLÉAS ET MÉLISANDE (Live aus Nürnberg) Bayern 4-19 Uhr
TURANDOT (aus Paris, Aufnahme vom 1.12.2021) Radio 4Hilverson-19 Uhr
27.1, TOSCA (Live aus New York) MET-Stream-0.22 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
RBB Kultur https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum https://www.nporadio4.nl/gids-gemist
VRT Klara http://www.klara.be/
RNE Clásica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
MET-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.

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Staatsoperette Dresden: DER VETTER AUS DINGSDA
Operette von Eduard Künneke – Premiere 29. Januar 2022

Die Story
Die Ehe – so heißt es in Eduard Künnekes wohl berühmtesten Werk – ist eine Mausefalle: „Hinein kommt manch einer, doch raus kommt da keiner, denn nur nach innen geht die Tür.“ Und dennoch versuchen alle auf Schloss de Weert, sich oder jemand anderen zu verheiraten. Da wäre einmal Julia, die davon träumt, endlich volljährig zu werden, um der Obhut ihres Onkels Josse zu entkommen und ihren geliebten Vetter Roderich zu ehelichen. Dieser jedoch weilt seit sieben Jahren in Batavia – was Josse mangels Erinnerungsvermögen für fremdsprachige Orte nur als „Dingsda“ verunglimpft. Josse seinerseits möchte Julia mit seinem Neffen August Kuhbrot verkuppeln, so bliebe Julias beträchtliches Vermögen in der Familie. Von diesem Plan hält Julia allerdings schon allein wegen des Namens ihres potentiellen Angetrauten gar nichts. Und wer ist eigentlich der seltsame Fremde, der Julias Freundin Hannchen zwei Minuten nach seiner Ankunft einen Heiratsantrag macht?

Entstehungsgeschichte – Hintergründe
„Der Vetter aus Dingsda“ spielt in den 1920er-Jahren im eskapistischen Holland, wodurch sich die Operetten-Heiterkeit des Stückes mit einer Aktualität der Entstehungszeit verbindet: In den Niederlanden war – anders als in Berlin – kaum etwas von der wirtschaftlichen und sozialen Not nach dem Ersten Weltkrieg zu spüren. Man schickte damals sogar Kinder nach Holland, damit diese etwas „heile Welt“ erfahren konnten. Dennoch öffnet sich ein doppelter Boden unter der heiteren Handlung: Das „Dingsda“ des Titels bezieht sich auf Batavia, wohin der Vetter der Protagonistin Julia vor sieben Jahren verschwunden ist. Er kehrt als Millionär zurück, hat in der Ferne also seinen erfolgreichen Weg gemacht – aber womit bleibt im Unklaren. Da Batavia damals das pazifische Hauptquartier der niederländischen Ostindien-Kompanie war, ist klar, dass es nichts Gutes gewesen sein kann, sondern sicher mit Ausbeutung, Unterdrückung der Ureinwohner*innen und Handel mit deren Waren einherging.

Künnekes berühmtestes Werk
Eduard Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“ entstand während seiner Zeit als Hauskomponist am Theater
am Nollendorfplatz bei Herman Haller. Das Libretto stammt von Herman Haller und Fritz Oliven. Uraufgeführt am 14. April 1921, wurde der „Vetter“ bereits zu Lebzeiten Künnekes erfolgreichstes Werk, ins Englische übersetzt und verfilmt. Für das Stück nutzte Komponist Eduard Künneke erstmals amerikanische Modetänze wie Tango oder Foxtrott. Seine Orchestration geht von der deutschen spätromantischen Oper aus und verbindet volksliedhafte Melodien im Stil Humperdincks mit der rasanten Ensembletechnik eines Rossini. Die Komik – auch in der Musik – bewahrt gleichzeitig vor Deutschtümelei.

Komödie vs. Kolonialismus – Der „Vetter“ in Dresden
Die Inszenierung von Jan Neumann (dessen Revue „Hier und Jetzt und Himmelblau!“ 2019 die Intendanz Kathrin Kondaurows eröffnete) bedient durch einen pointierten Spielstil, der auf die Mittel der Übertreibung des Comichaften oder der Stummfilmästhetik zurückgreift, das Genre der Komödie. Intime Spielmomente unterstützen wiederum die Emotionalität der Handlung, während ausgearbeitete Dialog-Kommentare und Ausstattungsdetails auf den Kontext der Kolonialisierung verweisen.
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Die Theater Chemnitz trauern um ihren ehemaligen Generalmusikdirektor Niksa Bareza, der am 17. Januar 2022 im Alter von 85 Jahren in Zagreb verstorben ist.

Niksa Bareza wurde am 31. März 1936 in Split geboren und absolvierte seine Studien u. a. bei Milan Sachs und Hermann Scherchen an der Musikakademie in Zagreb und am Mozarteum in Salzburg. Er war von 1965 bis 1974 Chefdirigent am Kroatischen Nationaltheater Zagreb, anschließend Gastdirigent am Mariinski-Theater St. Petersburg (1972 bis 1975), Dirigent am Opernhaus Zürich (1978 bis 1981) und Chefdirigent der Grazer Philharmoniker und der Grazer Oper (1981 bis 1990). Außerdem war er Gast an vielen bedeutenden Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Oper Leipzig, der Bayerischen Staatsoper München, dem Teatro alla Scala Milano, der Den Norske Opera Oslo sowie an der Opéra de Marseille und dirigierte Konzerte renommierter europäischer Orchester.

Von 2001 bis 2007 war Niksa Bareza als Generalmusikdirektor der Robert-Schumann-Philharmonie und der Oper Chemnitz tätig. Hier dirigierte er vor allem Werke von Richard Wagner („Der fliegende Holländer“ 2002, „Tristan und Isolde“ 2004, „Lohengrin“ 2006) und Richard Strauss („Elektra“ 2002, „Der Rosenkavalier“ 2003, „Arabella“ 2005, „Ariadne auf Naxos“ 2006), darüber hinaus weitere Klassiker der Opernliteratur wie Webers „Der Freischütz“, Tschaikowskys „Eugen Onegin“ und Mozarts „Idomeneo“ sowie auch seltener aufgeführte Opern wie „Das Mädchen aus dem goldenen Westen“ von Puccini und „Iris“ von Pietro Mascagni. Bei der Gestaltung des Konzertrepertoires lagen ihm neben Werken der Klassik und Romantik von Mozart, Beethoven, Schumann und Mendelssohn bis zu Brahms und Bruckner besonders die Kompositionen des 20. Jahrhunderts am Herzen. So erklangen in seiner Chemnitzer Zeit u. a. Paul Dessaus Symphonische Adaptionen des Quintetts Es-Dur KV 614 von Mozart, Sofia Gubaidulinas „Stunde der Seele“ für Soloschlagzeug, Mezzosopran und Orchester, Gija Kantschelis „Trauerfarbenes Land“ für großes Orchester, Peter Eötvös’ Klangtheater „As I Crossed A Bridge Of Dreams“, das Trompetenkonzert op. 23 von Siegfried Kurz sowie weitere Werke von Wolfgang Rihm und Aribert Reimann.

Seine internationalen Verpflichtungen führten ihn anschließend erneut an die Wiener Staatsoper, nach Italien (u. a. Teatro Bellini in Catania, Teatro alla Scala in Mailand, Teatro Massimo in Palermo, Teatro Verdi in Triest), Deutschland (u. a. Bayerische Staatsoper München, Hamburgische Staatsoper, Deutsche Staatsoper Unter den Linden), nach Oslo, Mexiko und zuletzt mit „Nikola Subiæ-Zrinjski“ von Ivan Zajc ans Kroatische Nationaltheater Zagreb.

Die Theater Chemnitz werden ihrem früheren Generalmusikdirektor ein ehrendes Andenken bewahren.
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Kulturzüri.ch: Die Kulturagenda wird zur Kulturplattform

Kulturzüri ist ab heute mit einer neuen Website online: Im frischen Layout und Look sowie ergänzt um vermittelnde Redaktionsgefässe möchte die Seite ein breites Publikum für Kultur inspirieren. Hinter der Transformation der bislang reinen Onlineagenda Kulturzüri zu einer umfassenden Kulturplattform steht der Wunsch, künftig ein neues und vielfältigeres Publikum für Kultur zu inspirieren, es im Kulturangebot zu orientieren und Kultur und seine Angebote zu vermitteln.

Hinter Kulturzüri steht der gemeinnützige Verein Forum Kultur, der 2014 von Kommunikationsvertreter:innen diverser Zürcher Kulturinstitutionen gegründet wurde und dem inzwischen über 140 Kulturinstitutionen angehören – vom Opernhaus bis zum Kellertheater, vom Landesmuseum bis zum Art Space, vom Theater 11 bis zur Roten Fabrik. Für die grafische und technische Umsetzung des Relaunches zeichnen die Agentur Kollektiv Ideen GmbH und Update AG verantwortlich.

Weitere Informationen finden Sie in der Medieninformation von www.kulturzueri.ch
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