Foto: Der Fliegende Hollaender (c) Matthias Horn
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MONTAG-PRESSE, 26. OKTOBER 2026
Berlin/ Deutsche Oper
Premiere: Auch ein gedoppelter Holländer kann diese Aufführung nicht retten
Der umtriebige Autor und Theatermann Milo Rau wurde für diese Neuinszenierung als Regisseur gewonnen, und scheiterte damit auf der ganzen Linie. Seine Idee, Wagners Drama um den fluchbeladenen Seefahrer mit der deutsch-israelischen Geschichte inhaltlich zu koppeln, war weder überzeugend, noch gut. In vorauseilender Vorsicht gab es schon am Eingang zum Opernhaus Taschenkontrollen.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
Wien
„Er ist in mein Messer gelaufen“: Bei „Chicago“ in der Volksoper hopsen Kinder über Leichen (Bezahlartikel)
Was tut man nicht alles, um als Mörderin an gute Schlagzeilen zu geraten. Die grausame Tat? Alles nur ein Witz im Musical „Chicago“. Unterhaltsam bedrückend. An der Wiener Volksoper mit ganz viel Körpereinsatz.
DiePresse.com.chicago
München
„Siegfried“ in München. Fünf herausragende Siegfried-Darsteller
Rund vier Monate liegt die „Walküren“-Premiere der aktuellen „Ring“-Neuproduktion an der Bayerischen Staatsoper zurück. Schon geht’s zu Beginn der neuen Saison 2026/27 mit „Siegfried“ weiter. Neugierde weckt vor allem der Tenor Benjamin Bruns, der sein Rollendebüt als Siegfried gibt: in einer der längsten und anspruchsvollsten Tenorrollen
BR-Klassik.de.siegfried
Wien/ Volksoper
„Chicago“: Die Volksoper legt den Kern des Klassikers frei
Man stelle sich vor, an der Staatsoper wäre noch nie der „Figaro“ zu hören gewesen. Ebenso absurd erscheint es, dass der Musicalklassiker „Chicago“ bis dato noch nie auf der Bühne der Volksoper zu sehen war – bis Samstagabend. Hausherrin Lotte de Beer macht mit ihrer Interpretation des Stücks die Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte aber mit einem echten Paukenschlag wett. Angesichts dieser Version des Hitstücks kann sich der Broadway warm anziehen.
SalzburgerNachrichtenKultur
Bremen/ Sendesaal
Musikalische Virtuosität wird mit grausamem Tod bestraft
Es ist das Ende einer wahrhaft faszinierenden Performance aus stimmig ausgewählten, virtuos präsentierten Barockmusiken und gelungenen Live-Zeichnungen, ein gewiss ungewohnter, aber reizvoller Augen- und Ohrenschmaus ganz besonderer Art, der vom Publikum mit begeistertem Beifall bedacht wird.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de
Berlin
„Der Fliegende Holländer“ an der Deutschen Oper
Die Deutsche Oper gilt als eine der bedeutendsten Wagner-Bühnen. Dass dort jetzt der streitbare Theatermacher Milo Rau den Fliegenden Holländer inszeniert, ist ein Ereignis. Er will die romantische Oper als „Reise in die Tiefenschichten“ der bundesdeutschen Geschichte zeigen. Ausgehend von Wagners Antisemitismus fragt Rau nach Schuld und Erinnerung in Deutschland nach der Shoah. Hierzu führt er zwei neue Darstellende ein: den Performer Shlomi Moto Wagner, der durch seine Show „Richard Wagner the Drag Queen“ seinen eigenen Zugang gefunden hat, und die deutsch-israelische Schauspielerin Sarah von Schwarze, die sich Fragen zur historischen Verantwortung in ihrer Familie stellt.
rbb.online.de
Berlin/ Deutsche Oper
Kritik „Der fliegende Holländer“ in Berlin: Zwei Geschichten sind eine zu viel
Der Schweizer Theaterregisseur Milo Rau ist für seine politischen, bisweilen provokanten Arbeiten bekannt. Mit seiner Neuinszenierung von Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ an der Deutschen Oper Berlin arbeitet er sich an zahlreichen politischen Aspekten ab.
BR-Klassik.de.milo.rau
Zündeln beim Hochrisikospiel
Große Befürchtungen standen im Vorfeld von Milo Raus Inszenierung von Wagners „Der fliegende Holländer“. Und ja, dann ging es wirklich um den Holocaust, um Israel, um Palästina. Es ging aber vor allem … nun: nicht gut. Auf dem finstersten Höhepunkt des deutschen Wagner-Komplexes gingen das Morden und die Musik fast Hand in Hand. Noch 1944 wird am Opernhaus in Kattowitz, rund 35 Kilometer vom Vernichtungslager Auschwitz entfernt, Wagners „Ring“ aufgeführt. Die Abläufe im Lager seien zeitweise extra so getaktet worden, schreibt der Musikwissenschaftler Anno Mungen in seinem Buch „Von Bayreuth nach Auschwitz“, dass den SS-Leuten der Besuch der Vorstellungen möglich war
Nachtkritik.de.derfliegende.Holländer
Milo Raus „Der fliegende Holländer“ spaltet Publikum
Auf dem finstersten Höhepunkt des deutschen Wagner-Komplexes gingen das Morden und die Musik fast Hand in Hand. Noch 1944 wird am Opernhaus in Kattowitz, rund 35 Kilometer vom Vernichtungslager Auschwitz entfernt, Wagners „Ring“ aufgeführt. Die Abläufe im Lager seien zeitweise extra so getaktet worden, schreibt der Musikwissenschaftler Anno Mungen in seinem Buch „Von Bayreuth nach Auschwitz“, dass den SS-Leuten der Besuch der Vorstellungen möglich war
BZ-Berlin.de.hollaender
Wagner-Debakel an der Deutschen Oper: Milo Rau vergeigt „Der fliegende Holländer“ (Bezahlartikel)
Milo Rau lädt Wagners „Holländer“ an der Deutschen Oper Berlin mit Israel-Debatte auf – und vergisst dabei Stück, Logik und Musik. Die Kritik.
BerlinerZeitung/de
Was für ein Murks (Bezahlartikel)
Kann man Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ mit dem Olympia-Attentat von 1972 vermischen? Milo Rau versucht es an der Berliner Oper – und scheitert krachend.
SueddeutscheZeitung.de
Wien
Züchtiges Kleid, frivoles Spiel: Yuja Wang mit Bartók und Barber (Bezahlartikel)
Die Wiener Symphoniker boten eine willkommene Plattform für selten Gespieltes nebst einer knackigen Schumann-Sinfonie.
DiePresse.com.frivoles-Kleid
Wien
So., 25. Oktober 2026 (Theater an der Wien): Richard Wagner, Der fliegende Holländer
Es gibt Sachen, die ich einfach nicht verstehe – und eine davon ist, warum um Gottes willen sich das Theater an der Wien einbildet, den „Fliegenden Holländer“ spielen zu müssen. Dieses Stück ist dort so notwendig wie ein Kropf, denn nicht nur, dass diese Oper im Repertoire beider anderen Wiener Opernhäusern in zwei wunderbaren Inszenierungen vorhanden ist, sondern es ist das Theater an der Wien auch viel zu klein dafür. So viele interessante Stücke könnte man dort spielen (vor allem aus dem 20. Jahrhundert), und wenn man unbedingt Wagner spielen will, könnte man sich ja des „Liebesverbots“ oder der „Feen“ annehmen…
forumconbrio.com
US-Orchester-Präsident Matías Tarnopolsky: „Es sind schwierige Zeiten“ (Bezahlartikel)
Der Präsident der New York Philharmonic, Matías Tarnopolsky, im KURIER-Gespräch über Sponsoring und Antisemitismus.
https://kurier.at/kultur/new-york-philharmonic-matias-tarnopolsky-interview/403200836
23.10.26, „Die Entführung aus dem Serail“, Staatsoper
Hans Neuenfels hat es also doch noch geschafft, sich am Staatsopern-Spielplan zu etablieren – wenn auch „post mortem“. Seine Inszenierung der „Entführung aus dem Serail“ hat es inzwischen auf fast doppelt so viele Aufführungen gebracht wie seine Fassung von Giacomo Meyerbeers „Le Prophète“ im Jahre 1998: Bei der war nach fünfzehn Aufführungen wohlverdienter Schluss.
http://www.operinwien.at/werkverz/mozart/aentfuer8.htm
Linz
„Die Czardasfürstin“ in Linz: Durch die Operettenseligkeit blitzt der Abgrund (Bezahlartikel)
Das Linzer Musiktheater bricht mit heiler Operettenwelt: Die „Czardasfürstin“ wird zum Tanz am Abgrund.
SalzburgerNachrichten.at.czardasfürstin
Freiburg
Werther und Charlotte jagen einander in einer unerbittlichen Verfolgungsjagd
Gute Zeiten, schlechte Zeiten…So überschreibt das Theater Freiburg die neue „Werther“ Inszenierung.
Ich habe die Serie nie gesehen, aber anscheinend sieht ihr Drehbuch auch viele gute Zeiten vor. Johann Wolfgang von Goethe hatte andere Pläne für Charlotte und Werther. Und das Theater Freiburg schließt sich mit einer kammerspielartigen Inszenierung an.
Klassik-begeistert.de
Meiningen
Der König badet
Händels selten gespielte Oper „Flavio“ lässt das Staatstheater Meiningen glänzen und wird zu Recht bejubelt. Als Georg Friedrich Händel in Londons barocker Opernwelt den Ton angab, wollte das zahlende Publikum bei Laune gehalten werden. Das musste sein, damit die Kasse klingelt und sein Opernunternehmen durchhielt. Das ging am besten mit zündender oder gefühlvoller Musik und mit Arien für die Kastraten und großen Diven, die damals die Stars der Szene waren. Bei der Uraufführung von „Flavio, Re de’ Longobardi“ 1723 standen mit den Altkastraten Gaetano Berenstadt, vor allem aber mit Senesiono und der Sopranistin Francesca Cuzzoni Interpreten auf der Bühne, deren Namen auch heute noch, nach über 300 Jahren, einen Klang haben, auch wenn es natürlich keine Aufnahmen von ihren Stimmen gibt.
Concerti.de.oper.meiningen
Hannover
Es geht uns alle an: „Ich, ich, ich!“ – Eine spanische Oper über Narzissmus in Hannover (Bezahlartikel)
Es gibt in diesen Zeiten vieles, sehr vieles, was einem die Tränen in die Augen treibt. Es gibt aber auch unendlich vieles, was uns die Lächerlichkeit und die Lebensunfähigkeit der Menschen so vor Augen führt, dass wir uns darüber eher nur lustig machen können (wenn’s nicht so traurig wäre). An diesem Punkt greift Raquel García-Tomás zu. Mit Witz, mit Können, mit Ironie.
NeueMusikzeitung/nmz.de.hannover
CD-Besprechung
Der brillante Sopranist Bruno de Sá präsentiert eine ungewöhnliche CD (Erato)
Gerne folgt man ihm auf seiner Reise von den Flussgöttinen des Amazonas bis zu den kunstvollen Liedern von Richard Strauss und George Gershwin. Erneut beweist Bruno de Sá sich als einer der interessantesten Künstler innerhalb der wachsenden Gruppe von männlichen Sopranisten.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de
Frankfurt/ Alte Oper
Susanna Mälkki bringt die Alte Oper zum Beben
Der Jubel im Anschluss fiel gewaltig aus. Das Publikum feierte Solisten, Dirigentin und Orchester mit anhaltender Begeisterung. Schaut man auf die Bühne der Alten Oper, wird klar, dass hier zwei Partner agieren, die hervorragend miteinander harmonieren.
Von Dirk Schauss
Klassik-begeistert.de
Links zu englischsprachigen Artikeln
Wexford
WEXFORD OPERA FESTIVAL 2026: Review: L’EQUIVOCO STRAVAGANTE, National Opera House Wexford
A delightfully whimsical Rossini comedy brought to life with visual flair at Wexford Festival Opera.
broadwayworld.com.wexford
Chicago
Compelling story, music are undone by stiff panegyrics in Lyric Opera’s “Omar”
https://chicagoclassicalreview.com/2026/10/a-compelling-story-and-music-are
Washington
Review: LISE DAVIDSEN, SOPRANO & JAMES BAILLIEU, PIANO at Ordway Concert-Hall
https://www.broadwayworld.com/minneapolis/article/Review-LISE-DAVIDSEN-SOPRANO
Davies and Wass make elegant case for voice and harp duo at Dumbarton Concerts
Countertenor Iestyn Davies performed with harpist Oliver Wass Friday night at the Dumbarton Concerts in Georgetown.
washington.classical-news
Dallas
Serene music frames de la Salle’s riveting Rachmaninoff with Luisi, DSO
https://texasclassicalreview.com/2026/10/24/serene-music-frames-de-la
Houston
Join the Chorus, Susannah Remains a Wonderful Opera
Carlisle Floyd’s classic is now on the Wortham Theater stage in an Houston Grand Opera production
https://www.houstonpress.com/arts/join-the-chorus-susannah-remains
Sydney
Opera Australia’s Harbour Season And The Limits Of A Single Patron
https://www.aussietheatre.com.au/features/opera-australia-harbour-season-single-patron/
Obituary
Legendary American Soprano Judith Blegen Dies at 85
operwire.com.judith.blegen.dies
Ballett/ Tanz
Kiel
Was beim Kieler Ballett mittlerweile erreicht wurde, gleicht einem Ballettwunder
Don Quichotte, Ballett von Denis Matvienko. Aus auswärtiger Sicht gleicht es einem Wunder, was unter dem Direktorat von Yaroslav Ivanenko und seiner Stellvertreterin Heather Jurgensen in den letzten 15 Jahren aufgebaut wurde. Unter ihrer Ägide hat sich in Kiel ein Ensemble versammelt, welches in der Lage ist, selbst die großen klassischen Ballette überzeugend auf die Bühne zu bringen.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de
Review: LONDON CITY BALLET – FIREBIRD, Sadler’s Wells
London City Ballet return to Sadler’s Wells
broadway.world,westend
Dancers of London City Ballet are accomplished in Neumeier and Tetley at Sadler’s Wells
https://seenandheard-international.com/2026/10/dancers-of-london-city-ballet
Sprechtheater
Hamburg
Autsch! mHochmair stand nach Aufführung ohne Sachen da
Eigentlich kann Schauspieler Philipp Hochmair gar nicht genug ablegen. In der Rolle als Salzburgs Jedermann stand er im vergangenen Sommer zum ersten Mal sogar komplett nackt auf der Bühne. Bei seinem jüngsten Auftritt im deutschen Hamburg kam dem Mimen allerdings mehr abhanden, als ihm lieb war…
https://www.krone.at/4347242
Ausstellungen/ Kunst
Künstlerin Barbara Ungepflegt: „Eine Weltbürgerin zu sein, das wäre doch was“
Die Performancekünstlerin gibt zum Nationalfeiertag wieder Audienzen als Ministerin für Heimatschmutz und internationale Affären.
Kurier.at.barbara.u.
Paris
Monet-Gemälde erzielte Rekordpreis bei Auktion in Paris
„Iris“ stammte aus dem Besitz der Industriellenfamilie Schlumberger und war noch nie öffentlich ausgestellt – Um 50 Millionen Euro versteigert. Es ist der höchste Preis, der bei einer Versteigerung eines Kunstwerks in Frankreich jemals erzielt wurde, wie das Auktionshaus Sotheby’s mitteilte. Das Werk dem Titel „Iris“ aus dem Spätwerk des Meisters war im Vorfeld auf 22 bis 30 Millionen Euro geschätzt worden
Kurier.at.monet
Politik
Serbien
Machtwechsel in Serbien: Vucic verliert Wahl
Die oppositionelle Studentenliste hat die Parlamentswahl am Sonntag gewonnen. Noch vor Verkündung der offiziellen Wahlergebnisse hat Machthaber Aleksandar Vučić am Abend die Niederlage seiner Bewegung bei einem überraschenden Presseauftritt in Belgrad eingeräumt.
https://www.krone.at/4349481
Große Wut in Frankreich: „Jetzt demonstrieren wir erst recht“
Trotz Versammlungsverbote protestierten in Frankreich am Samstag erneut Hunderttausende gegen die Regierung. Zur Eskalation wie in der Vorwoche kam es nicht. Doch die Wut ist riesig, auch aufgrund des offensiven Auftretens der Polizei.
Kurier.at.politik.ausland
Starlink zum Töten genutzt? Musk erhebt schwere Vorwürfe gegen Ukraine
Das ukrainische Militär habe gegen die Nutzungsbedingungen von Starlink verstoßen und den Dienst für Angriffe eingesetzt, bei denen Menschen getötet werden sollten, kritisiert der SpaceX-Gründer.
DiePresse.com.starlink
Sport
Austin/USA/Autorennsport/ Formel 1
Antonelli siegt! WM-Titel nur noch Formsache. Russell abgehängt
Mercedes-Pilot Kimi Antonelli hat den Grand Prix von Austin in den USA gewonnen. Die WM-Entscheidung in der Formel 1 zugunsten des 20-jährigen Italieners ist aber vertagt, weil die Verfolger Lewis Hamilton (4.) und George Russell (8.) entsprechend punkteten. Der WM-Titel ist trotzdem nur noch Formsache. Charles Leclerc (Ferrari) und Max Verstappen (Red Bull) fuhren als Zweiter und Dritter aufs Podest. Die nächste Chance, sich zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten zu krönen, bietet sich Antonelli in einer Woche in Mexiko.
https://www.krone.at/4346570
Sölden/Ski alpin
Im ORF-Interview: Wegen Szene mit Freundin: Braathen muss schmunzeln
Da schüttelte Sölden-Triumphator Lucas Pinheiro Braathen dann doch mit einem Schmunzeln den Kopf. Denn nach dem Rennen wurde er im ORF-Interview auf seine Herz-Dame angesprochen – inklusive einer speziellen Aufnahme.
https://www.krone.at/4349060
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Unter’m Strich
Wien
Schüsse bei Massenschlägerei am Wiener Schwedenplatz. Video zeigt alles
Eskalation in der Nacht auf Sonntag am Wiener Schwedenplatz: Mehrere junge Männer gingen aufeinander los, plötzlich fielen mehrere Schüsse. Dramatische Szenen mitten im Wiener Nachtleben! In der Nacht auf Sonntag geriet eine Gruppe junger Männer am Schwedenplatz in einen heftigen Streit. Die Situation eskalierte innerhalb kürzester Zeit, mehrere Beteiligte gingen mit Fäusten aufeinander los. Besonders brutal: Ein junger Mann wurde von mehreren Angreifern gleichzeitig attackiert und zu Boden geschlagen.
Heute.at.schuesse.am.schwedenplatz
Wien/ Meidling
Jugendliche (12 und 15 Jahre) wollten in Meidling einbrechen
Ein Passant vertrieb die Burschen, wenig später wurden sie von der Polizei aufgegriffen. Ein Passant hat in der Nacht auf Freitag jugendliche Einbrecher in Wien-Meidling in die Flucht geschlagen. Unter Verdacht stehen ein Zwölf- und ein 15-Jähriger, berichtete Polizeisprecherin Irina Steirer am Samstag. Der Zeuge hatte den Einbruchsversuch durch den Lärm bemerkt, als die Glasscheibe der Eingangstür eines Geschäftslokals eingetreten wurde.
Kurier.at.chronik.einbruch
Urteil erst nach Mitternacht: Eineinhalb Jahre Haft für junge Mutter, die ihr Baby im Burgenland tötete
Die Verhandlung dauerte 16 Stunden. Die 18-Jährige wurde wegen Tötung eines Kindes nach der Geburt verurteilt. Ihre vier mitangeklagten Verwandten wurden freigesprochen.
DiePresse.com.prozess.in Eisenstadt
INFOS DES TAGES (MONTAG, 26. OKTOBER. Österreichischer Nationalfeiertag)
Berlin/ Staatsoper Unter den Linden: BAROCKTAGE 2026m stehen vor der Tür

Der Weltoperntag ist ein schöner Anlass, die Begeisterung für Oper zum Ausdruck zu bringen. Die Staatsoper Unter den Linden würdigt die Tradition der Oper in besonderer Weise: Dies zeigt sich sowohl im Repertoire als auch in Neuinszenierungen. Zum Weltoperntag freuen wir uns, Ihnen unser neues Kampagnenvideo zu präsentieren.
Die Barocktage 2026 stehen vor der Tür
Schon bald erwarten Sie die ersten Barocktage unter der Intendanz von Elisabeth Sobotka. Im Interview mit Berlin Bühnen sagt sie: „Ich freue mich, wenn sich das Publikum genauso wie wir von der musikalischen und szenischen Vielfalt, der emotionalen Kraft und der verblüffenden Zeitlosigkeit dieser Werke bezaubern und bewegen lässt.“
Das Programm der Barocktage 2026 führt durch rund 150 Jahre Barockmusik vom frühen 17. bis zum mittleren 18. Jahrhundert und bringt große Stimmen, renommierte Ensembles und außergewöhnliche Opernwerke auf die Bühne der Staatsoper Unter den Linden. Den Auftakt gestaltet Rolando Villazón gemeinsam mit Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata beim Eröffnungskonzert Combattimento – Liebe, die in den Tod führt. Einer der Höhepunkte ist die Neuinszenierung von Francesco Cavallis La Calisto unter der Regie von Stefan Herheim, mit Vera-Lotte Boecker in der Titelpartie. Die Uraufführung von La Calisto war 1651 in Venedig, einer der Geburtsstätten der Kunstform Oper. Claudio Monteverdis L’incoronazione di Poppea wurde knapp 10 Jahre zuvor – auch in Venedig – zum ersten Mal auf die Bühne gebracht. Beide Opern können Sie im Rahmen der diesjährigen Barocktage an der Staatsoper Unter den Linden erleben. Freuen Sie sich darüber hinaus mit Henry Purcells Dido & Aeneas in Sasha Waltz legendärer Produktion auf einen Publikumsliebling und Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice als halbszenisches Gastspiel aus Monaco mit der einzigartigen Cecilia Bartoli als Orfeo.
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Bühne Baden/ Stadttheater: Tauch hinab ins Dunkel

Ann Mandrella und Drew Sarich © Lalo Jodlbauer/YAY Creative
Mitten im Gruselmonat November steht eine besondere Premiere auf dem Spielplan der Bühne Baden: Das Kultmusical THE ADDAMS FAMILY entführt in eine Welt voller schwarzem Humor, morbider Romantik und herzerwärmender Skurrilität.
Im Mittelpunkt steht die schräge Familie Addams rund um Gomez und Morticia (Drew Sarich und Ann Mandrella), die in einer mondänen, aber düsteren Villa inmitten eines Friedhofs lebt und alles Makabere großartig findet. Als sich ihre Tochter Wednesday (Celena Pieper), die „Prinzessin der Dunkelheit“, ausgerechnet in den ganz normalen, bürgerlichen Lucas Beineke (Timotheus Hollweg) verliebt überschlagen sich die Ereignisse: Ausgerechnet an dem Tag, an dem die Ahnen der Addams traditionell zum Leben erwachen treffen die beiden Familien zu einem gemeinsamen Dinner zusammen, und zwei Welten prallen aufeinander; makaber trifft auf normal, exzentrisch auf angepasst. Aus dieser explosiven Mischung entsteht ein köstliches Chaos aus Missverständnissen, Geständnissen und überraschend ehrlichen Gefühlen. Am Ende erkennt man: So unterschiedlich man auch sein mag – Liebe, Akzeptanz und Zusammenhalt sind die wahren Superkräfte, die alles überbrücken können. Ganz nach dem Motto: „Ein bisschen mehr Addams kann niemandem schaden!“
Christian Graf tanzt als Onkel Fester mit dem Mond, Viktoria Schubert gibt die verschrobene Großmutter, Thamos Hollweg bzw. Luis Tazber lassen sich als Pugsley mit Vergnügen auf die Streckbank schnallen, Gerhard Karzel schweigt sich als Lurch durch die Nacht und Missy May und Boris Pfeifer dürfen als biederes Ehepaar Beineke den spannenden Kontrast zum dunklen Treiben liefern.
Mitreißende Songs, bissiger Humor und eine gehörige Portion Herzblut machen THE ADDAMS FAMILY zu einem Musicalerlebnis der besonderen Art. Seit seiner Uraufführung in Chicago im Jahr 2009 und der umjubelten Broadway-Premiere 2010 mit über 700 Vorstellungen in New York begeistert die Show weltweit das Publikum. Inspiriert von den legendären Cartoons von Charles Addams sowie den beliebten Film- und TV-Adaptionen feiert dieses Musical das Anderssein – und verzaubert dadurch auch mit einer Botschaft, die aktueller kaum sein könnte.
Regie führt Fancesc Abós, dem es in seiner Inszenierung auf ein wichtiges Fazit ankommt: Schräge Menschen sind auch ganz normal! Sam Madwar hat für die morbide Villa samt Friedhof ein vielseitiges Bühnenbild entworfen, die einfallsreichen Kostüme aller Lebenden und Toten stammen von Conny Lüders. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Michael Zehetner.
Premiere ist am 13. November 2026 um 19.30 Uhr im Stadttheater
Weitere Vorstellungstermine:
14., 21., 27. & 28. November 2026
5., 12. & 31. Dezember 2026
1., 14., 15. & 22. Jänner 2027
Einführungsgespräch am 8. November um 10.30 Uhr im Max-Reinhardt-Foyer
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Herzogliches Museum Gotha, Ausstellungshalle Ausstellungshalle / „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ 5. 9. 2026 bis 6. 12. 2026
„Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“

Bild aus dem Flyer (Stiftung Friedenstein)
Im Herzoglichen Museum in Gotha hängt derzeit ein Name, der weit über Thüringen hinausstrahlt: Rembrandt. „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke” heißt die Jahreshauptausstellung der Friedenstein Stiftung. Sie ist noch bis zum 6. Dezember zu sehen und ihr Direktor Tobias Pfeifer-Helke nennt sie das kulturelle Großereignis des Jahres 2026 in Thüringen.
Im Zentrum steht ein einziges Jahr: 1632. Rembrandt ist damals Mitte zwanzig und verlässt seine Heimatstadt Leiden. Er zieht nach Amsterdam, in die reiche Handelsmetropole und erschließt sich dort neue Käuferkreise. Es wird mit Abstand das produktivste Jahr seines Schaffens. Seine unverwechselbare Malweise und sein internationaler Ruf bilden sich heraus.

Die Kuratoren der Ausstellung: Dr. Justus Lange (li., Hessen Kassel Heritage) und Dr. Timo Trümper (re., Friedenstein Stiftung Gotha) vor dem Gemälde „Bärtiger alter Mann” im Herzoglichen Museum Gotha Foto: Robert Niemz
Kurator Timo Trümper sagt: „Rembrandt betrieb damals schon Marketing. Mit der „Anatomie des Dr. Tulp” schuf er eines der berühmtesten Gruppenporträts der niederländischen Malerei. Und er änderte seine Signatur: Statt der Initialen schrieb er fortan nur noch seinen Vornamen. Die Marke „Rembrandt” war geboren. Auch seine Druckgrafik und seine Experimentierfreude zeugen von wirtschaftlichem Gespür. Bei Sammlern wurden seine Werke zum Prestigeobjekt.“

Bild aus dem Flyer (Stiftung Friedenstein)
Die Ausstellung zeigt mehr als 60 Werke, darunter allein 15, die exakt 1632 entstanden sind. Sie stammen aus den Gothaer Beständen und von internationalen Leihgebern. Nach Angaben der Stiftung haben 27 Leihgeber aus sieben Ländern ihre Schätze zur Verfügung gestellt. Viele Bilder werden hier erstmals einander gegenübergestellt. Das Ergebnis ist eine Zeitreise in Rembrandts Amsterdam und ein Blick auf die Vielfalt eines Malers, der in diesem einen Jahr scheinbar alles ausprobiert.
Die Schau lebt vom Vergleich. Originale, Varianten und Werkstattarbeiten hängen nebeneinander. Besucher sehen, wie in Rembrandts Werkstatt gearbeitet wurde und wo sich die Hand des Meisters von der seiner Schüler unterscheidet. Die Ausstellung fragt auch nach Kopien und Zuschreibungen. Wie viel Rembrandt steckt in einem Bild, das aus seiner Werkstatt kommt? Das ist bis heute nicht in jedem Fall geklärt.

Bilder aus dem Flyer (Stiftung Friedenstein)
Gotha und Rembrandt, das ist eine besondere Geschichte. Im Dezember 1979 verschwanden aus dem Schloss fünf Meisterwerke, der größte Kunstraub der DDR. Darunter war auch ein Bild aus Rembrandts Werkstatt, ein bärtiger alter Mann, entstanden zwischen 1629 und 1632. Erst mehr als vierzig Jahre später kehrten die Gemälde zurück. Bei der Untersuchung stellte sich die Frage, ob das Bild womöglich von Rembrandt selbst stammt. Die Fachwelt ist darüber bis heute geteilter Meinung. Sicher ist nur, dass es in seiner Werkstatt entstand.
Dass diese Ausstellung entstehen konnte, verdankt Gotha auch Kassel. Sie entstand in Kooperation mit Hessen Kassel Heritage, in deren Gemäldegalerie im Schloss Wilhelmshöhe gleich 14 Bilder von Rembrandt oder aus seiner Werkstatt dauerhaft hängen. Erstmals werden zentrale Werke aus Gotha und Kassel gemeinsam gezeigt. Realisiert wird das Ganze im Rahmen des Bundesförderprojekts „Open-Friedenstein”.

Foto: Thomas Janda
Und dann ist da das Selbstporträt, das für Gotha etwas ganz Besonderes ist. Durch die historischen Zeitumstände ging das wohl schönste Selbstbildnis Rembrandts aus Gotha verloren. Es hing hier im Schloss, bis es im Zweiten Weltkrieg ausgelagert wurde. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben es nun als Leihgabe zurückgegeben. Nach mehr als 80 Jahren ist das Bild wieder in Gotha zu erleben. Pfeifer-Helke spricht von einer Sensation, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Wer genau hinsehen will, kann das am Ende der Ausstellung tun. Dort wartet ein Laborbereich, der die Werke interaktiv erschließt. Eine digitale Station führt hinein in die Tiefen der Malschichten und erklärt die neuesten kunsttechnologischen Untersuchungsmethoden. Ganz spielerisch geht es bei der Animation eines Gemäldes mit Hilfe einer KI zu. In einer nachgebauten Werkstatt kann man selbst in Rembrandts Rolle schlüpfen und in seinen Arbeitsbereich eintauchen.
Sehr interessant ist auch die Schau verschiedener Produkte, die mit dem Namen Rembrandt verbunden sind. Das reicht vom IC-Zug-Schild bis zur Zahnpaste. Sie werden staunen.
Eröffnet wurde die Ausstellung am 4. September, im Beisein von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Ministerpräsident Mario Voigt. Voigt betonte, die Schau mache die internationale Qualität der herzoglichen Sammlungen sichtbar und lade dazu ein, Gotha neu zu entdecken. Sein Fazit: „Rembrandt und Gotha passen sehr gut zusammen.” Am selben Tag übergaben Bund und Land einen symbolischen Scheck über 110 Millionen Euro für die Sanierung von Schloss Friedenstein. Das Schloss, in dem Rembrandt jetzt zu Hause ist, wird so auch für kommende Generationen gesichert. Diese einmalige Ausstellung sollte man sich nicht entgehen lassen.

Foto: Thomas Janda
Larissa Gawritschenko und Thomas Janda
Herzogliches Museum Gotha, Ausstellungshalle
Schlossplatz 2, 99867 Gotha
Tel.: 03621 8234-0