Foto: Michael Tilson Thomas (c) https://michaeltilsonthomas.com/photos/
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE, 2. MAI 2026
Michael Tilson Thomas: Seine Inspirationskraft und Musikbegeisterung wird allen fehlen
Abseits tagesüblicher Ereignismeldungen sickerte vor einigen Tagen – eher zögerlich – die erschütternde Nachricht durch, dass der charismatische US-amerikanische Dirigent und Komponist Michael Tilson Thomas am 22. April 2026 an seinem Wohnort in San Francisco, Kalifornien, USA, im Alter von 81 verstorben ist. MTT – wie ihn seine Bekannten, Kollegen und Freunde nannten – war 25 Jahre lang der künstlerische Direktor des San Francisco Symphony Orchestra gewesen. Sein Nachfolger, der finnische Dirigent und Komponist Esa-Pekka Salonen zeigte sich von dieser Nachricht tief erschüttert.
Von Dr. Holger Voigt
Klassik-begeistert.de
Sopranistin Asmik Grigorian: Mehr Mensch, weniger Blubber
Asmik Grigorian stammt aus einem Sängerhaushalt. Ihre Karriere verlief trotzdem nicht gradlinig: Mit 30 war sie ausgelaugt. Dann erfand sie sich neu. Was die Sängerin ausmacht und wie sie ihre Rollen ausfüllt – eine Spurensuche. Asmik ist fünf Jahre alt, als die Eltern das Mädchen in der Nationalen Kunstschule in Vilnius anmelden. Beide sind Sänger, Musik liegt also nicht nur ein bisschen in der Luft, sondern durchdringt den Alltag und die Abende gleich noch dazu. Jetzt ist es so, dass solche Musikschulen zu Sowjetzeiten weniger Wert auf eine individuelle Entwicklung legen – auch geht’s nicht darum, sowas wie „Spaß mit Chopin und Wagner“ herauskitzeln…
…Als sie mit 18 vor die Wahl gestellt wird, ob sie Pianistin oder Sängerin wird, entscheidet sich Asmik fürs Singen. Vor allem wegen ihres Vaters. Er ist der armenische Tenor Gegham Grigorian. „Ich habe viele Dinge von ihm gelernt. Ich hätte diesen Beruf nicht gewählt, wenn ich meinen Vater nicht als Vorbild gehabt hätte“, sagt Asmik. Kunst sei etwas Wunderbares. „Dieser Beruf ist fantastisch, aber nichts ist für mich so wichtig wie die Freundschaft, die Liebe, die Familie, das Leben, die Freude und die Sonne. Das ist die schönste Kunst für mich als Mensch. Das waren alles Dinge, die ich von meinem Vater gelernt habe.“
Gegham Grigorian https://www.youtube.com/watch?v=vznMnlIDhMc
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Wien
Bariton Andrè Schuen in Schuberts Verzweiflungszone
Sänger Andrè Schuen und Pianist Daniel Heide im Brahms Saal des Wiener Musikvereins mit Schuberts „Winterreise“. Wenn fünfundsiebzig Minuten anmuten, als wären es kaum zehn, können die vokalen Erzählminiaturen im Musikverein kaum mit Fadesse belästigt haben. Das rührt auch von Franz Schuberts Winterreise selbst her.
DerStandard.at.story.andre schuen
Wien/ Musikverein
Musikverein: Ein Fragezeichen am Ende der „Winterreise“ (Bezahlartikel)
Bei Franz Schubert sind die Erwartungen besonders hoch. Bariton Andrè Schuen und Daniel Heide am Klavier überzeugten im Brahms-Saal auf allen Ebenen.
DiePesse.com.musikverein
Wien/ Konzerthaus
Frühling in Wien: Das RSO Wien und Marin Alsop im Konzerthaus
„Rock“-Musik von John Adams, Balsamisches von Samuel Barber sowie Strauss und Ravel erfreuten das Publikum. Vier Mal wurde Marin Alsop am Ende in den Großen Saal des Konzerthauses zurückapplaudiert: Ja, die Ehrendirigentin des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien erfreut beim Abonnementpublikum beständiger Beliebtheit. Begonnen hatte die 69-jährige US-Amerikanerin den Abend mit einem neuen Werk von John Adams. Den zehnminütigen „Essay“ The rock you stand on hat ihr Landsmann im Auftrag von neun Kulturinstitutionen (darunter das Wiener Konzerthaus) sowie „als Geschenk“ für seine enge Freundin komponiert, deren Loyalität, Entschlossenheit und Hingabe er besonders schätzt.
DerStandad.at.fruehlinginwien
Alsop und das RSO mit einem Geschenk an eine „zutiefst intuitive Musikerin“ (Bezahlartikel)
Neues Werk von John Adams im Konzerthaus.
Kurier.at.Kultur.alsop
Wien
Konzerthaus: In memoriam Günter Pichler mit dem Belcea-Quartett (Bezahlartikel)
Das Streichquartett gedachte auf berührende Weise seines verstorbenen „Meisters und Freunds“ – zuletzt auch mit einem Überraschungsgast.
DiePresse.com.inmemoriam
Wien/ Konzerthaus
Jonas Kaufmann und Malin Byström bringen das Publikum zum Tanzen und Jauchzen
Schon im Vorfeld platzierte ich drei Wünsche beim Universum. Der Erste galt der Deutschen Bahn, ich muss ihn wohl nicht näher benennen. Im Zweiten bat ich darum, dass Jonas Kaufmann gut bei Stimme sei.Der dritte Wunsch bezog sich auf den heutigen Tag und meine momentane Tätigkeit des Schreibens. Möge ich die richtigen Worte finden, wünschte ich mir, um von einem Konzertabend zu erzählen, der hier schon von meinen Vorgängern, aus anderen Städten, besprochen wurde. Jetzt gilt’s.
Von Kathrin Beyer
Klassik-begeistert.de
Salzburg
Mozarts „Zauberflöte“ für Kinder: 70 Minuten Opernzauber im Salzburger Landestheater
Gar schrecklich, streitsüchtig und rachelüstern ist die Königin der Nacht. Sie schwebt auf tintenblauer Wolke. Braucht ihre Tochter Pamina, um sie zum Mord am verhassten Zauberer Sarastro anzustiften. Der soll endlich den Schatz herausrücken, den ihr verstorbener Mann ihm, nicht aber ihr, seiner Gattin – sie ist ja „nur“ eine Frau! – vermachte. Im goldenen Bibliothekssaal des auch golden gekleideten weißhaarigen Sarastro trifft sich am Ende das ganze Ensemble. Und feiert gemeinsam. Die rüde Königin darf schlussendlich auch dabei sein. Und es darf applaudiert werden – den Spielenden und Singenden, dem Dirigenten und den Mitgliedern des Mozarteum-Orchesters.
Tabularasa.magazin.de.zauberflöte
Linz
Spielplan 2026/27
Landestheater Linz setzt auf „Zeichen und Wunder“. Das Landestheater Linz hat seinen neuen Spielplan für die Saison 2026/2027 vorgestellt. Unter dem Motto „Zeichen und Wunder“ erwartet das Publikum eine vielfältige Auswahl an 40 Neuproduktionen, darunter zehn Uraufführungen, fünf österreichische Erstaufführungen und zwei deutschsprachige Erstaufführungen. Zusätzlich werden vier Stücke wiederaufgenommen. Mehr Infos unter: landestheater-linz.at
meinBezirk.at.linzlandestheater,spielplan
Hohenems
Eine Vintage-Schubertiade in Hohenems
Vor 50 Jahren ging im Mai 1976 die erste Schubertiade in Vorarlberg über die Bühne. Gefeiert wird die aktuelle Ausgabe mit der Rekonstruktion des Programms von damals.
https://www.krone.at/4125188
Baden-Baden
Starke Charaktere im konzertanten Siegfried unter Yannick Nézet-Séguin
Yannick Nézet-Séguin ist häufiger und gern gesehener Gast in Baden-Baden, wo er jährlich mit mehreren Projekten auftritt. Eines ist Wagners Ring des Nibelungen, den er zusammen mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra im jährlichen Abstand hier konzertant präsentiert. Rheingold und Walküre gab es in den vergangenen Jahren. Diesmal stand Siegfried auf dem Programm, die Oper über den Drachentöter, der sich vor nichts fürchtet, bis er zum ersten Mal eine Frau zu Gesicht bekommt.[image:68547]
bachtrack.com.de.Kritik.wagnerkonzertant
München
Daniel Müller-Schott und das London Symphonie Orchestra (Bezahlartikel)
Blühendes Cellospiel Daniel Müller-Schott begeistert sein Publikum in der Isarphilharmonie gemeinsam mit dem London Symphony Orchestra nicht nur mit Edward Elgars Cellokonzert.
SueddeutscheZeitung.de.londonsymphonie
BR-Chor wird 80: Wenn alle auf der Stuhlkante sitzen
Seit mehr als 25 Jahren arbeitet Susanne Vongries mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks. Den Chor gibt es schon weitaus länger, seit inzwischen 80 Jahren. Die Managerin erinnert sich an ihr erstes Zusammentreffen mit dem Ensemble, beschreibt, was den besonderen Klang ausmacht – und erzählt von prägenden Momenten.
BR-Klassik.de.Interview.chorwird80
„Bei Sibelius möchten wir am liebsten weinen“
Dirigent Osmo Vänskä und das BRSO spielen in der Münchner Isarphilharmonie das Violinkonzert von Samuel Barber und die erste Sinfonie von Jean Sibelius.
BR-klassik.de.isarphilharmonie
Witten
Bechers Bilanz – April 2026: Wittener Tage für neue Kammermusik
Mit erlesener Freundlichkeit stimmt Anselm Cybinski das Publikum der Wittener Tage für neue Kammermusik auf ein abenteuerliches Hör-Wochenende ein. Der neue WDR-Redakteur verantwortet einen Festivaljahrgang, den noch Patrick Hahn geplant hatte, bevor er sich Richtung Paris verabschiedete. Das Festivalmotto ordnet an: „Gegenwart. Unentrinnbar.“ Die Komponistinnen und Komponisten entrinnen trotzdem. Drei Tage später lautet die Bilanz: wenig Widerspruch, noch weniger Gelächter.
NeueMusikzeitung.de.kammermusik
Eutin
Eutiner Festspiele gerettet: SHMF übernimmt Spielbetrieb
Seit der Geschäftsführer der Eutiner Festspiele, Falk Herzog, seinen Rückzug angekündigt und die Saison abgesagt hat, wurde um eine Lösung für die Festspiele gerungen. Nun gibt es einen Rettungsplan: Das Schleswig-Holstein Musik Festival wird ein gemischtes Programm auf die Seebühne bringen.
ndr.de.festival.eutin
Bern
Das Mikrofon unter dem Mantel: In Bern ringt man mit dem Nachlass eines klassischen Bootleggers (Bezahlartikel)
Zehntausend Stunden Musik hat ein New Yorker Opernfan während fünf Jahrzehnten bei Live-Aufführungen mitgeschnitten. Ein diskografischer Schatz für die Rezeptionsforschung, aber auch ein heikles Erbe, denn solche Mitschnitte sind illegal.
NeueZuercherZeitung/nzz.ch
Nachruf
Ein jahrhundertleben für das Klavier
Als Wunderkind gefeiert, von Sergei Rachmaninow gefördert und bis ins hohe Alter auf der Bühne: Die amerikanische Pianistin Ruth Slenczynska hat Musikgeschichte geschrieben. Nun ist sie im Alter von 101 Jahren gestorben.
BR-klassik.de.amerikanische.pianistin
Links zu englischsprachigen Artikeln
Hamburg
HamburgMusik 2025-26 Review: Mezzo-Soprano Magdalena Kožená’s Song Recital
The Silver Oracle: Kožená’s Theatrical Transmutation at the Elbphilharmonie
operawire.com.magdalena.kozena
Venice
Beatrice Venezi Fires Back at the Teatro La Fenice
The conductor spoke to Corriere della Serra and said that she was turned into “canon fodder” noting that she has suffered a lot of damage.
https://operawire.com/beatrice-venezi-fires-back-at-the-teatro-la-fenice/
New York
The Met Opera is struggling to keep the lights on — and the Iran war is a new blow (Subscription required)
The institution has tapped into its endowment and put its Chagall murals up for sale. Now the cancelling of Saudi investment has deepened its existential crisis
https://www.ft.com/content/a3e82152-61b9-43e0-884a-70217bbfdc76
Too Much Dudamel? No Such Thing. (Subscription required)
The flamboyant conductor Gustavo Dudamel got a jubilant reception at the New York Philharmonic’s spring gala on Tuesday.
TheNewYorkTimes.com.style
Washington
With late subs, Puccini’s gritty “Il Trittico” is a work in progress with Noseda and NSO
washington.classical-review.iltrittico
Chicago
Wang brings blazing virtuosity as well as impressive conducting with Mahler Chamber Orchestra
classical-review.com.wang.brings
Cleveland
The poetry is in the pity
Klaus Mäkelä unexpectedly joins the foray for The Cleveland Orchestra‘s performances of Benjamin Britten’s War Requiem.
https://parterre.com/2026/04/30/the-poetry-is-in-the-pity/
Toronto
Bloodless revolution
Bluebeard’s Castle and Erwartung at Canadian Opera Company deliver on fine performances even if Robert Lepage‘s production skimps on horror.
https://parterre.com/2026/04/30/bloodless-revolution/
Brisbane
The triumph of virtue: Rossini’s Cenerentola in Brisbane
bachtrack.com.de.cenerentola
Feuilleton
Q & A: Alessandra di Giorgio on the Importance of Drawing From Personal Experiences
That Give Depth to Her Work Alessandra di Giorgio is a critically acclaimed soprano spinto whose rich vocal timbre and dramatic intensity have already earned her a place on some of the world’s most prestigious stages.
operawire.com.alessandra.digiorgio
Recordings
Beethoven: The Sonatas for Piano and Cello album review – Watkins and Bax have a shared impulse to deliver eloquence
https://www.theguardian.com/music/classical-music-and-opera
Sprechtheater
Wien/ Theater in der Josefstadt
Im Wilden Westen der Kunst
Janusz Kica inszeniert die Uraufführung von Peter Turrinis „Was für ein schönes Ende“ zum Finale der 20-jährigen Intendanz von Herbert Föttinger am Wiener Theater in der Josefstadt.
DieDeutscheBuehne.de
St. Pölten
Landestheater Niederösterreich: „Speed“ im blau-gelben Autobus (Bezahalartikel)
Die letzte Premiere von Marie Rötzer in St. Pölten ist Actionfilm und Abschieds-Odyssee zugleich.
Kurier.at.Landestheater
Politik
USA/ Deutschand
Trumps Zorn auf Merz: Wie realistisch ist ein US-Truppenabzug aus Deutschland?
Der US-Präsident droht wieder mit einem Truppenabzug aus Deutschland. Warum er sich damit „ins eigene Knie schießen“ würde. Und wie es zum Zerwürfnis mit Merz kam.
DiePresse,at.trump-merz
Die Bromance ist vorbei: Warum Merz plötzlich gegen die USA zündelt Bezahlartikel
Der deutsche Kanzler hat sich mit Trump angelegt, der schießt zurück. Macht Merz das bewusst? Oder ist ihm das passiert?
Kurier.at merz-gegen trump
»Probleme mit Waffengewalt zu lösen, ist eine amerikanische Eigenart«
Schüsse in Washington, wachsende Angst vor Einreiseproblemen und sinkende Touristenzahlen: Wie sehr eskaliert die politische Gewalt in den USA und was bedeutet das für die WM 2026?
DerSpiegel.de
Wetter
Österreich
Staubtrockener Rekord-Frühling: Österreichs Felder und Wälder in Not
Die vorläufige Bilanz der GeoSphere Austria für April 2026 zeichnet ein dramatisches Bild: Eine historische Trockenheit hat das Land fest im Griff. In Kombination mit einem extrem niederschlagsarmen März erlebte Österreich den trockensten Frühlingsbeginn seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1858.
Kurier.at..com.wetterstaubtrocken
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Unter’m Strich
Bröckelndes Denkmal. Ausgezaubert? Der Fall des David Copperfield
Er ließ die Freiheitsstatue verschwinden, stürzte sich die Niagara-Fälle hinunter, durchquerte die Chinesische Mauer: David Copperfield gilt als größter Magier aller Zeiten. Am 30. April endet seine Show in Las Vegas nach 25 Jahren. Ausgezaubert? Fakt ist, das Denkmal bröckelt längst – wegen zahlreicher Missbrauchsvorwürfe und einer „Epstein-Verstrickung“.
https://www.krone.at/4118644#cxrecs_s
Im Frühjahr: Woran Sie erkennen, ob Ihr Nistkasten leer oder besetzt ist
Von Februar bis April beziehen Meisen und andere Vögel ihre Nistkästen. Oft sind sie scheu. Doch Aufmerksame erkennen, ob ein Nistkasten bewohnt und ob schon Nachwuchs geschlüpft ist
geo.de.natur
Autorennsport/ Formel 1
Miami: Formel 1
Miami: Lando Norris schnappt sich die Sprint-Pole!
Weltmeister Lando Norris hat sich am Freitag bei der Rückkehr der Formel 1 die Pole Position für den Sprint in Miami gesichert. Der McLaren-Pilot startet beim kurzen Rennen am Samstag (18.00 Uhr MESZ) in Florida vor WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (+0,222 Sek.) im Mercedes und Oscar Piastri (+0,239) im zweiten McLaren. Ferrari-Pilot Charles Leclerc (+0,370) wurde Vierter, vor Max Verstappen (+0,592) im Red Bull und George Russell (+0,624) im zweiten Mercedes.
https://www.krone.at/4125659
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 2. MAI 2026)
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 2. MAI 2026)
Quelle: onlinemerker.com
bachtrack/ Veranstaltungshinweise
Willkommen zu unserem monatlichen deutschen Newsletter!
Am 10. Mai bringt die Bayerische Staatsoper eine besondere Uraufführung auf die Bühne des Nationaltheaters: Brett Deans neue Tudor-Oper Of One Blood. Lawrence Dunn hat vorab mit dem Komponisten gesprochen.
Wie immer ist unser Newsletter gespickt mit Opernhighlights, sei es live im Mai oder im Stream – Asmik Grigorian als Tatjana an der Wiener Staatsoper und Mattia Olivieri als Barbiere in Hamburg sind nur zwei davon.
Außerdem hat Mark Pullinger mit der Dirigentin Elim Chan gesprochen, die ab kommender Saison Artistic Partner der Wiener Symphoniker sein wird. Wir waren beim Bruckner-Konzert mit Herbert Blomstedt und den Berliner Philharmonikern dabei und eine Shakespeare-Playlist darf natürlich auch nicht fehlen…

Familiensache: Of One Blood. Copyright: Roman Job
Es bleibt in der Familie: Brett Dean, Heather Betts und Lotte Betts-Dean sprechen mit Lawrence Dunn über ihre Arbeit an Of One Blood, einer neuen Oper, die das Leben von Elizabeth I. und Mary, Königin von Schottland, dramatisiert und diesen Monat an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wird.
Of One Blood | Bayerische Staatsoper
Brett Deans neue Oper über Elizabeth I. und Mary Stuart; Regie: Claus Guth, Dirigat: Vladimir Jurowski
Uraufführung 10. Mai
Mehr Informationen
Stiffelio | MusikTheater Wien
Eine Neuinszenierung von Vasily Barkhatov von Verdis selten gespielter Oper
Premiere 13. Mai
Mehr Informationen
Romeo und Julia | Ballett Zürich
Zürcher Ballettdirektorin Cathy Marston zeigt eine neue Choreographie von Prokofjews Klassiker
Premiere 23. Mai
Mehr Informationen
Il barbiere di Siviglia | Staatsoper Hamburg
Eine Neuinszenierung von Tatjana Gürbaca mit Mattia Olivieri in der Titelrolle
Premiere 17. Mai
Mehr Informationen
Janine Jansen & Camerata Salzburg
Neben Vivaldis virtuosen Vier Jahreszeiten stehen Nino Rota, Dubugnon und Geminiani am Programm
Alte Oper Frankfurt 10. Mai
Mehr Informationen
Les Pêcheurs de perles | Wiener Staatsoper
Ludovic Tézier, Juan Diego Flórez, Kristina Mkhitaryan in einer Neuinszenierung von Ersan Mondtag
Premiere 14. Mai
Mehr Informationen
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HEUTE „DIE MET IM KINO“

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Im Radio: Heute live aus de Metropolitan Opera: Eugen Onegin
https://www.wqxr.org/story/tchaikovskys-eugene-onegin-2026/
CONDUCTOR:
Timur Zangiev
CAST:
Onegin – Iurii Samoilov
Tatiana – Asmik Grigorian
Lenski – Stanislas de Barbeyrac
Olga – Maria Barakova
Prince Gremin – Alexander Tsymbalyuk
Filippyevna – Larissa Diadkova
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Die Saisonbroschüre 2026/27 der Oper Frankfurt zur Ansicht bzw. zum Download und Ausdruck finden Sie hier:
https://oper-frankfurt.de/de/service/publikationen/

Spielplanvorstellung. Foto: Barbara Aumüller/ Oper Frankfurt
You can read, download or print the 2026/27 brochure of Oper Frankfurt by clicking here:
https://oper-frankfurt.de/de/service/publikationen/
or
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Film mit Musik auch im Sommer 2026 bei den Tiroler Festspielen Erl: Beggars of Life mit Livemusik von Neil Brand und The Dodge Brothers
Erfolgreiche Kooperation mit Musikfilmtagen Oberaudorf wird fortgesetzt

The Dodge Brothers und Pianist Neil Brand © Sara Porter | Wallace Beery und Louise Brooks in Beggars of Life © Park Circus
Erl, am 30. April 2026
Das Festspielhaus Erl wird erneut zum Kinosaal: Auf den großen Erfolg im Vorjahr mit Murnaus Stummfilmklassiker City Girl samt Livemusikbegleitung folgt im kommenden Sommer eine
Fortsetzung. Die Tiroler Festspiele Erl sind am 8. Juli 2026 erneut Gastgeber eines Filmabends, der wiederum dank der Kooperation mit den Musikfilmtagen Oberaudorf realisiert werden kann. Auf dem Programm steht Beggars of Life von 1928 mit Louise Brooks in der weiblichen Hauptrolle. Die musikalische Untermalung zu diesem Stummfilmklassiker und „Train movie“ bestreiten dieselben
Musiker, die im Vorjahr in Erl gefeiert wurden: der britische Pianist Neil Brand, seines Zeichens einer der besten improvisierenden Klavierbegleiter unserer Zeit, und die vierköpfige Band The Dodge
Brothers.
Der bei Paramount erschienene Schwarzweißfilm Beggars of Life wurde von Regisseur William Wellman inszeniert. Neben Wallace Beery und Richard Arlen ist in der Hauptrolle der amerikanische Stummfilmstar Louise Brooks zu sehen. Ihr Bubikopf-Haarschnitt wurde zum stilbildenden Markenzeichen und machte sie berühmt. Beggars of Life war ihr größter Publikumserfolg in den USA, ehe sie von Georg Wilhelm Pabst nach Deutschland geholt wurde. Unter dessen Regie spielte sie 1929 in der heute legendären Wedekind-Verfilmung Die Büchse der Pandora, die durch ihre Freizügigkeit damals Aufsehen erregte.
Beggars of Life schildert die Erlebnisse einer jungen Frau, die sich auf der Flucht vor der Polizei als Mann verkleidet einer Gruppe von Landstreichern (sogenannten „Hobos“) anschließt, welche als Schwarzfahrer auf Zügen durch die USA reisen. Der Film kam im September 1928 als Tonfilm mit einigen wenigen gesprochenen Sequenzen in die Kinos; der Großteil des Films bestand aus synchronisierter Musik und Soundeffekten. Die Tonschallplatten, die Aufnahmen von Zuggeräuschen und des Hauptdarstellers Beery beim Singen eines Liedes enthielten, gelten als verschollen, und heute ist nur noch die stumme Version von Beggars of Life bekannt. Der Film basiert auf Outside Looking In, einem Theaterstück von Maxwell Anderson, das seinerseits auf Jim Tullys autobiografisches Buch Beggars of Life von 1924 zurückgeht. Das Stück feierte am 7. September 1925 im Greenwich Village Theater Premiere. Zu den Zuschauer:innen gehörte Charlie Chaplin, der in
Begleitung von Louise Brooks erschien.
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Tiroler Festspiele Erl Sommer 2026 & Musikfilmtage Oberaudorf 2026
Film mit Musik
Beggars of Life von William Wellman
Musik von Neil Brand und The Dodge Brothers
8. Juli 2026, 19:00 Uhr
Festspielhaus Erl
Karten bei den Tiroler Festspielen Erl erhältlich:
Normalpreis: EUR 25,–
Jugendliche ab 17 Jahren, Präsenz- und Zivildiener, Studierende bis 30 Jahre ab zwei Wochen vor
Vorstellungstermin: EUR 15,–
Jugendliche von 10 bis 16 Jahren: EUR 12,50
Kinder unter 10 Jahre: freier Eintritt
Sommersaison 2026 der Tiroler Festspiele Erl: 2. bis 26. Juli
www.tiroler-festspiele.at
Musikfilmtage Oberaudorf 2026: 7. bis 12. Juli
www.musikfilmtage-oberaudorf.de
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WIEN: FUNDUSFIEBER – Der große Volkstheater-Kostümflohmarkt

Copyright: Volkstheater
Am 30. und 31. Mai im Volkstheater-Probenzentrum Tigergasse
Das Volkstheater ist im Fundusfieber und veranstaltet am 30. und 31. Mai einen großen Kostümflohmarkt im Probenzentrum Tigergasse.
Freuen Sie sich auf über 10.000 Kostüm-Einzelteile der letzten 135 Jahre Volkstheater-Geschichte!
Das Sortiment reicht von Vintage, Historisch bis Alltag in den Größen XS bis L und umfasst zudem Schuhe, Taschen, Accessoires und vieles mehr! Je nach Kostüm liegen die Preise zwischen EUR 2,00 bis EUR 100,00 (wobei einzelne Spezialteile auch mehr kosten können).
Wer vom Shoppen müde und vom Tragen der Kostüme schon ganz schwach wird, kann sich jederzeit beim Espressomobil und/oder mit kulinarischen Köstlichkeiten stärken!
FUNDUSFIEBER – Der große Volkstheater Kostümflohmarkt
30. Mai 2026, 14:00 bis 18:00 Uhr
31. Mai 2026, 10:00 bis 14:00 Uhr
im Volkstheater-Probenzentrum Tigergasse, Tigergasse 13-15, 1080 Wien
Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung und den Besuch beim Kostümflohmarkt!
Mehr Information
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Auszug aus „News (Heinz Sichrovsky): Bei der Theatergeschichte angeklopft
Ära nennt sich heute bekanntlich bald etwas. Es genügt schon, dass einer über längere Zeit auf einem Sessel klebt. Und sei es nur, weil das Möbel in solch desolatem Zustand ist, dass es die Mitbewerber aus Angst um ihre Steißregion vorerst beim Intrigieren belassen (denken Sie an Babler): Wenn er und die Welt es endlich doch überstanden haben, hochstapelt sich das Davor schnell zur Ära.
Für die vom Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger verantworteten 20 Jahre hingegen ist das Wort nicht zu hoch gegriffen, wenn im Herbst Marie Rötzer aus St. Pölten übernimmt. Wieder und wieder hat er bei der Theatergeschichte angeklopft. Er war dabei so beharrlich wie vor ihm Claus Peymann, der die Elite der Gegenwartsdramatik – Bernhard, Handke, Jelinek – an die Burg verführt hat. Eine Generation später hat Föttinger mit Daniel Kehlmann und aufregenden Jungen (Lisa Wentz, Thomas Arzt) geantwortet.
Dem großen Peter Turrini blieb es vorbehalten, beide Direktionen zu prägen. Er und Föttinger verdanken einander neun Uraufführungen, und zum Abschied hat Turrini den Freund mit rasierklingenscharfer Zärtlichkeit porträtiert. Deshalb wütet sich Föttinger, der das Haus damit auch als prägender Schauspieler verlässt, durch Turrinis Künstlergroteske „Was für ein schönes Ende“: vom Größenwahn zur Karikatur aufgetrieben, aber immer mit der Depression im Nacken und vor beiden gerettet durch ein Ausmaß an Selbstironie, dessen nur die Großen fähig sind.
Ein Opfer der Wokeness
Genauso durfte ich viele herausragende Künstler kennenlernen, ehe sie entweder rechtzeitig verstarben oder ihnen von der neuen Wokeness die Ehre abgeschnitten wurde. Auch Föttinger erging es so, als ihn die Allianz des Mittelmaßes wegen Probenbrüllens und anderer Schwachsinnsvorwürfe durch die Denunziationsmedien gejagt hat.
Ich werde ihn vermissen, und die ihm auf Exzellenzniveau assistierenden Kollegen der Abschiedsproduktion ebenso: die zeitlose Anmut der gekündigten Doyenne Marianne Nentwich, die herbe Präsenz der jungen Juliette Larat, den skurrilen Johannes Seilern, den verlässlichen Lubisa Lupo Grujcic. Andererseits bleiben aus der Produktion Maria Köstlinger, Raphael von Bargen, Marcello de Nardo, Alexander Strömer, hoffentlich auch Félix Kama. Also: Die feine Aufführung in Scharen zu bejubeln, ist Publikumspflicht. Der neuen Direktion großzügig Kredit einzuräumen, ebenfalls.
Heinz Sichrovsky/ „News“