Pathys Stehplatz 60: Die Macht der Wiener Philharmoniker, Teil I

Wiener Philharmoniker © Lois Lammerhuber

Der Mythos Wiener Philharmoniker lebt. Wie unnahbar und mächtig ist dieses Orchester eigentlich, das seit fast 200 Jahren die Stadt Wien prägt – für manche wie ein Geheimbund. Ein Gespräch mit Michael Bladerer, CEO und Kontrabassist, gewährt seltene Einblicke.

von Jürgen Pathy

„Ja, Wiener Philharmoniker – das ist schon was ganz Besonderes“, höre ich die Stimme von Christian Thielemann imaginär im Ohr. Nachdem ich den Musikverein Wien betrete, um den CEO der Wiener Philharmoniker zu treffen. „Ja, sehr gerne!“, hatte Michael Bladerer geantwortet, nachdem ich ihn kontaktiert hatte. Auf unkonventionelle Art, denn das habe ich ebenso noch im Ohr: „Melden Sie sich per SMS.“

„Pathys Stehplatz 60: Die Wiener Philharmoniker, Teil I
klassik-begeistert.de, 28. September 2025“
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Beethovenfest: „Épater le bourgeois!“

Budapest Festival Orchestra, Iván Fischer, Dirigent © Akos Stiller

Beim Bonner Beethovenfest spielen gern gesehene (und gehörte!) Gäste aus Budapest Beethovens Siebte und Bartóks Der wunderbare Mandarin in der Komplettfassung. Die Éva Duda Dance Company tanzt phänomenal.

Ludwig van Beethoven (1770-1827) – Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Béla Bartók (1881-1945) Der wunderbare Mandarin. Tanzpantomime in einem Akt Sz 73

Budapest Festival Orchestra
Éva Duda Dance Company
Iván Fischer, Dirigent

Bonn, Opernhaus, 27. September 2025

von Brian Cooper

Die Uraufführung vor fast genau 99 Jahren in der Kölner Oper, damals noch am Habsburgerring, war ein handfester Skandal. Es soll im November 1926 zu Tumulten mit „Pfui!“-Rufen gekommen sein, und der Oberbürgermeister der Stadt, ein gewisser Konrad Adenauer, nahm das „unmoralische“ Werk flugs eigenhändig vom Spielplan. „Budapest Festival Orchestra, Éva Duda Dance Company, Iván Fischer
Opernhaus Bonn, 27. September 2025“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 28. SEPTEMBER 2025

Tobias Kratzer © Robert Haas 

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE –
28. SEPTEMBER 2025

Hamburg
Hamburgische Staatsoper: Auftakt in ein „neues Abenteuer“
Die Eröffnung am Sonnabend setzt bewusst schon einen programmatischen Akzent: Tobias Kratzer, frisch gekürter „Regisseur des Jahres“, bringt Robert Schumanns Oratorium „Das Paradies und die Peri“ in einer szenischen Neudeutung auf die Bühne, dirigiert von Omer Meir Wellber und mit der international gefeierten Vera-Lotte Boecker in der Titelrolle.
ndr.de.kultur.hamburg

„DIE SONNTAG-PRESSE – 28. SEPTEMBER 2025“ weiterlesen

Nachtmusiken in Köln: Es fehlt etwas!

Ingo Metzmacher, Conductor © SF/Marco Borrelli

WDR Sinfonieorchester
Ingo Metzmacher, Dirigent

Helen Grime – Near Midnight

Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 7 e-Moll

Kölner Philharmonie, 26. September 2025

von Daniel Janz

Es wird unheimlich bis düster an diesem Freitagabend in der Philharmonie am Rhein. Mit zwei Werken nächtlicher Stimmung entführt das WDR Sinfonieorchester unter Ingo Metzmacher (67) das Publikum in eine Klangwelt zwischen Mitternacht, Träumen von besseren Welten, spukhaften Geisterspielen und nächtlichen Ständchen. „WDR Sinfonieorchester, Ingo Metzmacher, Dirigent
Kölner Philharmonie, 26. September 2025“
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Wenn die Oper gewinnt: Ravels Fantasie in Frankfurt

hr-Sinfoniekonzert „Ravels Zauberwelt“ am 26.09.2025
© hr/Sebastian Reimold

Maurice Ravel
Ma mère l’oye – Suite

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert Es-Dur KV 365

Maurice Ravel
L’enfant et les sortilèges

Solisten und Chöre
hr-Sinfonieorchester
Alain Altinoglu, musikalische Leitung

Konzert in der Alten Oper am 26. September 2025

von Dirk Schauß

Die Alte Oper Frankfurt versprach an diesem Abend gleich drei Bühnen in einer: Märchenbilder aus Ravels Feder, ein brüderliches Gespräch bei Mozart und zum Finale eine Oper, in der Tassen, Tapeten und Sessel zu Protagonisten werden. Ein raffiniert gebautes Programm – das in der Realität jedoch weniger Gleichgewicht als ein klares Gefälle offenbarte. Denn was in der Sinfonik fein sortiert klang, gewann erst in der Oper wirkliche Farbe und Energie.

„Maurice Ravel, Ma mère l’oye, Wolfgang A. Mozart, Klavierkonzert Es-Dur, Maurice Ravel, L’enfant et les sortilèges
Alte Oper Frankfurt, 26. September 2025“
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Michael Spyres und Héloïse Mas begeistern in Offenbachs Oper “Les contes d’Hoffmann”

Michael Spyres, Ensemble Aedes © DR Stefan Brion

Die Aufführung von Hoffmanns Erzählungen, die zurzeit an der Opéra-Comique in Paris aufgeführt wird, ist eine Übernahme der Produktion, die schon im Frühjahr dieses Jahres in Straßburg gespielt wurde, dort ebenfalls unter der Leitung des Dirigenten Pierre Dumoussaud. In Paris aber profitiert sie von der Präsenz von Michael Spyres und Héloïse Mas, die in ihren jeweiligen Rollen von Hoffmann und Muse/Niklausse ein gutes Ensemble überragen. Ihren stimmlichen und szenischen Leistungen ist es zu verdanken, dass die Inszenierung von Lotte de Beer schlüssig daherkommt.

Jacques Offenbach (1819-1880)
LES CONTES D’HOFFMANN
Opéra fantastique in fünf Akten (Libretto: Jules Barbier)

Musikalische Leitung: Pierre Dumoussaud

Inszenierung: Lotte de Beer
Bühnenbild: Christof Hetzer   
Kostüme: Jorine van Beek

Orchestre Philharmonique de Strasbourg
Ensemble Aedes

Opéra-Comique – Salle Favart, Paris, 25. September 2025

von Jean-Nico Schambourg

Bei einer Aufführung von “Hoffmanns Erzählungen” von Jacques Offenbach stellte sich von Jahren immer die Frage: Welche Version spielen? Da die Oper erst nach dem Tode des Komponisten uraufgeführt wurde, hat sie im Laufe der Zeit viele Adaptationen erleiden müssen.

„Jacques Offenbach (1819-1880), Les contes d’Hoffmann,
Opéra-Comique – Salle Favart, Paris, 25. September 2025“
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Mahlers „Sinfonie der Tausend“ im Flughafen Tempelhof: Das Unbeschreibliche – hier ist’s getan

Foto: siko-kob-© Jan Windszus

Der Komischen Oper Berlin sei für ihren Mut gedankt, ein Projekt dieser Größenordnung zu wagen. Der offensichtliche Erfolg ist der Lohn für diesen Mut und ein großer Teil des Dankes gebührt James Gaffigan, der souverän die Gesamtleitung handhabte. Ein Erlebnis!

Tausend in Tempelhof

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 8 in Es-Dur

Christina Nilsson,  Penny Sofroniadou,
Elisa Maayeshi,  Karolina Gumos,  Rachel Wilson,
Andrew Staples,  Hubert Zapiór,  Andreas Bauer-Kanabas

Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Rundfunkchor Berlin
Kinderchor der Komischen Oper Berlin
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Orchester der Komischen Oper Berlin

James Gaffigan  Musikalische Leitung

Hangar 4 im Flughafen Tempelhof, 25. September 2025

von Peter Sommeregger

 Aufführungen von Gustav Mahlers 8. Sinfonie sind dünn gesät, was in erster Linie durch den gewaltigen Aufwand zu erklären ist, den sie erfordert.

Die Komische Oper Berlin nahm die Gelegenheit wahr, zwischen der Präsentation des Musicals „Jesus Christ Superstar“ zwei Aufführungen des Werkes zu platzieren. Der weitläufige Hangar des stillgelegten Tempelhofer Flughafens bietet tatsächlich auch den idealen Rahmen für dieses Werk der Superlative, er ähnelt auch ein wenig dem Ambiente der Uraufführung vom September 1910 in München. In einer dort neu erbauten Ausstellungshalle dirigierte Gustav Mahler persönlich, zu diesem Zeitpunkt blieben ihm gerade noch acht Monate Lebenszeit. „Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 8 in Es-Dur
Komische Oper Berlin, 25. September 2025“
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John Neumeiers Ballett Die Möwe überzeugt auch mit der zweiten Besetzung

Gabriel Barbosa und Greta Jörgens (Stars der Revue), Javier Monreal (Medwedenko), Charlotte Larzelere (Mascha), Louis Haslach (Sorin, Kostjas Onkel), Francesca Harvey (Nina), Caspar Sasse (Kostja), Ida Praetorius (Arkadina, Kostjas Mutter), Daniele Bonelli (Trigorin), Florian Pohl (Dorn), Ida Stempelmann (Maschas Mutter), Pepijn Gelderman (Schamrajew, Maschas Vater) und das Ensemble (Foto: RW)

Der 22-jährige Caspar Sasse charakterisierte seine Rolle im Vergleich zur von Melancholie geprägten Darstellung des 23-jährigen Louis Musin mit expressiverem Ausdruck und einer ihn von innen fast zerreißenden Wut auf die Widrigkeiten des Lebens. Wie er seine Mutter fast wie ein übergriffiger Tiger anfauchte, war schon von bemerkenswerter spielerischer Intensität.

Die Möwe, Ballett von John Neumeier

Musik weitestgehend von Dmitri Schostakowitsch

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Leitung Nathan Brock

Am Klavier: Ondrej Rudcenko

Hamburgische Staatsoper, 25. September 2025

von Dr. Ralf Wegner

Alle 10 Hauptpartien waren neu besetzt, und das aus einem Ensemble von nur 61 Tänzerinnen und Tänzern. Wem gebührte heute die Krone? Abgesehen von dem Hauptpaar Caspar Sasse (Kostja) und Francesca Harvey (Nina), die beide noch Gruppentänzerstatus inne haben, vor allem Ida Stempelmann als untreue Polina und Florian Pohl als der von ihr begehrte Arzt Dorn sowie Charlotte Larzelere als liebeskranke Mascha und Javier Monreal als sie verehrender Lehrer Medwedenko. „Die Möwe, Ballett von John Neumeier
Hamburgische Staatsoper, 25. September 2025“
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Klein beleuchtet kurz 62: Im Teatro Cervantes Malaga wird die neue Saison mit einem starken Wagner eröffnet

 Tristan und Isolde © Daniel Pérez

Da war man auf Reisen in dem kulturell sehr bedeutenden Gebiet Andalusien, dachte sich, dass man die Schönheit der Landschaft, die multikulturellen Ereignisse der letzten Jahrhunderte bestaunt, hatte Etliches auf dem Zettel wie schon die Eintrittskarten für die Alhambra in Granada, und landete schließlich im Teatro Cervantes in Málaga genussvoll einem ja fast neuen „Tristan und Isolde“ – Liebestod beizuwohnen.

von Patrik Klein

Ich konnte es halt einfach mal wieder nicht lassen, vor einer geplanten Kultur- und Erholungsreise im Netz zu scannen, was es vielleicht an Oper oder Konzert in der Umgebung der Reiseresidenz geben könnte. „Klein beleuchtet kurz 62: Richard Wagner, Tristan und Isolde
Teatro Cervantes, Málaga, 25. September 2025“
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DIE FREITAG-PRESSE – 26. SEPTEMBER 2025

Ève-Maud Hubeaux, Piotr Beczała, Saioa Hernández © Bernd Uhlig / Opéra national de Paris

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE –
26. SEPTEMBER 2025

Paris
Aida in Paris: Wann wird endlich wieder ein gelernter Opernregisseur engagiert?
Als erste Neuinszenierung der Saison 2025/2026 kann man an der Opéra Bastille in Paris “Aida” von Giuseppe Verdi erleben. In einer von den Salzburger Festspielen übernommenen Produktion von Shirin Neshat singen Saioa Hernández, Ève-Maud Hubeaux und Piotr Beczała, unter der Leitung von Michele Mariotti mit guten, festen Stimmen die fatale Liebesgeschichte. Die zum Saisonanfang an der Opéra Bastille gezeigte Produktion ist eine Übernahme der Inszenierung der Fotografin und Publizistin Shirin Neshat von den Salzburger Festspielen aus dem Jahre 2017, die allerdings für Paris neu überarbeitet wurde. An der visuellen Konzeption hat sich nicht viel geändert. Mittelpunkt des Bühnenbildes von Christian Schmidt ist ein riesiger, sich drehender Würfel, zu einer Seite hin offen, auf den Shirin Neshat in verschiedenen Momenten der Oper ihre Videos projiziert.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

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