Maestro Popelka ist ein wahrer Glücksgriff für die Wiener Symphoniker

Petr Popelka ©  Khalil Baalbaki

Mittlerweile kann man sich auf jedes Konzert mit Petr Popelka freuen; er ist ein richtiger „Orchestererzieher“ und hat das „zweite“ Orchester Wiens in die Spitzenliga gebracht. Mit seiner profunden Schlagtechnik hat er bewiesen, wie Mahler klingen kann, ohne billiger Effekthascherei die Partitur in phantastische Klänge zu transformieren.

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 3 in d-moll für großes Orchester, Altsolo, Knabenchor und Frauenchor

Sasha Cooke, Mezzosopran

Damen der Wiener Singakademie
Wiener Sängerknaben

Wiener Symphoniker
Petr Popelka, musikalische Leitung

Wiener Konzerthaus, 16. März 2026

von Herbert Hiess

Chefdirigent Petr Popelka bewies erneut im Wiener Konzerthaus, dass die Dritte von Gustav Mahler nicht nur ein Koloss ist, sondern ein Universum. Und es war faszinierend zu sehen und zu hören, mit welcher Intensität der Maestro und das phantastische Orchester in Mahlers Naturerzählung eintauchten. „Gustav Mahler: Symphonie Nr. 3 in d-moll, Wiener Symphoniker, Petr Popelka
Wiener Konzerthaus, 16. März 2026        “
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Die Luft vibriert in der Glocke

Bar Avni © STEFANIE-JAeGER-JAeGERFILMS

8. Philharmonisches Konzert: Passion – Power – Pathétique

Johann Sebastian Bach  Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582 für großes Orchester gesetzt von Ottorino Respighi

Witold Lutosławski  Konzert für Violoncello und Orchester

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky  Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“

Hayoung Choi  Violoncello
Bar Avni  Dirigat
Die Bremer Philharmoniker

Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 16. März 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Konzerte können sehr unterschiedlich sein: entspannend, aufregend, schlimmstenfalls langweilig. Oder derart energiegeladen, dass die Luft zu vibrieren scheint. Letzteres darf mit Fug und Recht konstatiert werden für diesen ungemein faszinierenden Konzertabend der Bremer Philharmoniker, die unter der präzisen, dabei gleichermaßen fordernden wie motivierenden Stabführung der in Israel geborenen Dirigentin Bar Avni zu absoluter Höchstform auflaufen. „Hayoung Choi Violoncello, Bar Avni Dirigat, Die Bremer Philharmoniker
Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, 16. März 2026“
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Omer Meir Wellber foppt das Hamburger Publikum – Die Große Stille, eine Mozart-Premiere

Omer Meir Wellber vor den Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters (Foto: RW)

Die ersten 40 Minuten ähnelten einer Oberstufen-Klassenaufführung, die gestandene Sängerinnen und Sänger unter die Knute des Mikrophons zwang. Aus Operngängersicht eigentlich eine Unverschämtheit. Der Orchestergraben war bis dato völlig verdeckt, so dass kaum eine Besserung zu erwarten war, was zum vorzeitigen Abgang einiger Zuschauer führte. Hätten sie Omer Meir Wellbers Fopperei doch abgewartet!!!


Die Große Stille, In fernen Welten, Mozarts Musik neu entdecken

Musiktheaterprojekt von Christopher Rüping, Omer Meir Wellber und Malte Ubenauf mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart, u.a. Apollo et Hyacinthus, KV 37, 1767

Inszenierung: Christopher Rüping, Bühne: Jonathan Mertz, Kostüme; Lene Schwind

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Leitung: Omer Meir Wellber

Hamburgische Staatsoper, Premiere, 15. März 2026

von Dr. Ralf Wegner

Der Star des Abends war das Orchester unter der Leitung seines Generalmusikdirektors. Welche Durchsichtigkeit der Instrumente, was für dynamische Abstufungen und welche innere Beseeltheit erreichten aus dem schließlich doch noch teilgeöffneten Orchestergraben den Saal. Das war fesselnd von Anfang bis zum Ende, so dass die ersten vierzig Minuten, während der einige Premierengäste ob der Verkaraokung Mozartscher Weisen bereits den Zuschauerraum verließen, im Nachhinein vergessen werden konnten. „Die Große Stille, In fernen Welten, Mozarts Musik neu entdecken
Hamburgische Staatsoper, 15. März 2026“
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Marie Jacquot – eine junge Dirigentin stürmt die Gipfel der deutschen Orchesterlandschaft

Marie Jacquot © Julia Wesely

von Dr. Lorenz Kerscher

Der verzauberte See von Anatoli Ljadow ist eine durch zarte und fein nuancierte Klangfarben bestechende Tondichtung, die ich immer wieder gerne höre. So sah ich mir auch das kürzlich erschienene Video an, in dem eine jugendlich wirkende Dirigentin am Pult des WDR-Sinfonieorchesters stand und mit freundlicher Ausstrahlung und präziser Gestik diese filigrane Miniatur sehr schön zum Erklingen brachte. „Portrait: Marie Jacquot, Dirigentin
klassik-begeistert.de, 17. März 2026“
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Erneut entreißt Palazzetto Bru Zane eine Oper der Vergessenheit

CD/Blu-ray Besprechung:

Clémence de Grandval
Mazeppa

Münchner Rundfunkorchester

Chor des Bayerischen Rundfunks
Mihhail Gerts

Palazzetto Bru Zane 46

von Peter Sommeregger

Die französische Komponistin Clémence de Grandval ist heute fast vollständig vergessen, obwohl sie zu Lebzeiten mit ihren Kompositionen verschiedener Gattungen höchst erfolgreich war.

Geboren 1828 in eine adelige Offiziersfamilie, heiratete sie später auch einen Grafen, ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlaubten es ihr, ohne Unterstützung ihre musikalischen Studien und später ihre Arbeit als Komponistin zu realisieren. Unterricht erhielt sie, um einige zu nennen, von Friedrich von Flotow und Camille Saint-Saëns. Neben geistlicher und Kammermusik schrieb sie auch mehrere Opern. „CD: Clémence de Grandval, Mazeppa, Mihhail Gerts Dirigent
klassik-begeistert.de, 17. März 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 17.  MÄRZ 2026

Omer Meir Wellber vor den Mitgliedern des Philharmonischen Staatsorchesters (Foto: RW)

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 17.  MÄRZ 2026

Hamburg/Staatsoper
Omer Meir Wellber foppt das Hamburger Publikum – Die Große Stille, eine Mozart-Premiere
Die ersten 40 Minuten ähnelten einer Oberstufen-Klassenaufführung, die gestandene Sängerinnen und Sänger unter die Knute des Mikrophons zwang. Aus Operngängersicht eigentlich eine Unverschämtheit. Der Orchestergraben war bis dato völlig verdeckt, so dass kaum eine Besserung zu erwarten war, was zum vorzeitigen Abgang einiger Zuschauer führte. Hätten sie Omer Meir Wellbers Fopperei doch abgewartet!!!
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

„DIE DIENSTAG-PRESSE – 17.  MÄRZ 2026“ weiterlesen

Schweitzers Klassikwelt 159: Wir danken dem Spielplanarchiv der Wiener Staatsoper

Foto: © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Es ist nicht so selbstverständlich, bei jedem Opernhaus leicht zu handhabende Unterlagen für „Schweitzers Klassikwelten“ zu finden. Da loben wir die Wiener Staatsoper.

Suchergebnis

Interpreten „Benoît“ in „La Bohème (Puccini)“ von 01.01.1963 bis 31.12.1973

Mario Guggia
35 Vorstellungen / 19.06.1967-30.11.1973

Peter Klein
73 Vorstellungen / 02.01.1963-30.03.1972

Erich Kunz
1 Vorstellung / 29.12.1973

Erich Majkut
3 Vorstellungen /25.04.1963-26.06.1963

Hugo Meyer-Welfing
4 Vorstellungen / 12.01.1963-31.03.1963

Alois Pernerstorfer
4 Vorstellungen / 04.09.1973-24.10.1973

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von Lothar und Sylvia Schweitzer

In Schweitzers Klassikwelten 16-18 vom Oktober 2020 befassten wir uns mit der Biografie Ljubomir Pantscheffs unter dem von uns gewählten Titel: „Ein interessantes Sängerleben von vielen Sternen am Opernhimmel überdeckt“. Wir konnten neben der Biografie von Iwetta Milewa auch eigene Erfahrungen mit dem Bassisten einbringen.

Unter Zuhilfenahme des Staatsopernarchivs bekamen wir bestätigt, dass der Spezialist auf markante Kleinrollen in der „Salome“ immer nur den Zweiten Soldaten, aber nie den beeindruckenderen Ersten Nazarener sang und im „Rosenkavalier“ die Charakterstudie des asthmatischen Notars im Lever, doch nie den stimmlich auftrumpfenden Polizeikommissär im 3. Akt. In der „Ariadne“ sang er 64mal den Lakaien im Vorspiel und nur achtmal den Truffaldin der Komödiantentruppe. „Schweitzers Klassikwelt 159: Spielplanarchiv der Wiener Staatsoper
klassik-begeistert.de, 17. März 2026“
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In Herzog Blaubarts Burg wellt starke Energie von der Bühne in mich hinein

Plakatmotiv Herzog Blaubarts Burg © JCOM

Das Kammerensemble ist voller explosiver Energie. Dirigent Daniel Grossmann baut eine konsequente, starke, anhaltende – grandiose! Spannung auf. Levante Páll als Blaubart und Andrea Brassói-Jörös als Judith arbeiten singend und spielend ein nervenaufreibendes Beziehungsspiel heraus.

Béla Bartók
Motto Adagio
aus dem Divertimento für Streichorchester, op. 134 (1939)

Herzog Blaubarts Burg (A kékszakállú herceg vára) (1911)
Bearbeitung für Kammerensemble von Paul Max Edlin
Libretto von Béla Balázs nach dem Märchen La Barbe bleue

Levante Páll, Herzog Kékszakállú / Blaubart
Andrea Brassói-Jörös, Judit / Judith
Stefan Merki, Stimme (Prolog)

Jewish Chamber Orchestra
Dirigent   Daniel Grossmann

Szenische Einrichtung   Martin Valdés-Stauber

Kammerspiele, München, 15. März 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend führt das Jewish Chamber Orchestra seines Zeichens Orchestra in Residence der Kammerspiele in München in ebendieser Spielstätte Béla Bartóks Oper Herzog Blaubarts Burg auf. Als Minimal-Opera. Das heißt, es gibt kein Bühnenbild, jedoch eine szenische Einrichtung, Sängerin und Sänger spielen. „Béla Bartók, Herzog Blaubarts Burg, Minimal Opera
Kammerspiele, München, 15. März 2026“
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Grandiose Werke zu Unrecht vergessener Komponistinnen begeistern in Bremen

Raphaela Gromes & Julian Riem © Petra Hennemann

Raphaela Gromes & Julian Riem: “Fortissima”

Programm:
Sonaten, Präludien, Nocturnes und weitere Werke der Komponistinnen Hildegard von Bingen, Lera Auerbach, Luise Adolpha Le Beau, Pauline Viardot-García, Henriette Hilda Bosmans, Maria Szymanowska, Lili und Nadia Boulanger

Raphaela Gromes  Violoncello
Julian Riem  Klavier

Sendesaal Bremen, 15. März 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Komponistinnen sind eine höchst seltene Spezies; denn Frauen können nun einmal nicht komponieren. Diese über Jahrhunderte geltende, von männlicher Arroganz und Voreingenommenheit geprägte Meinung macht wahrhaft fassungslos angesichts dessen, was allein schon an diesem Abend von Cellistin Raphaela Gromes und ihrem Klavierpartner Julian Riem präsentiert wird: Meisterhaftes von Komponistinnen, die man selbst in einschlägigen Konzertführern zumeist vergeblich sucht, deren Werke hingegen in der exzellenten Akustik des Bremer Sendesaals als phänomenale Höreindrücke imponieren. „Raphaela Gromes & Julian Riem “Fortissima”
Sendesaal Bremen, 15. März 2026“
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Der traurige Schleier einer unerfüllten Liebe legt sich auf die märchenhafte Handlung 

CD/Blu-ray Besprechung:

Joseph Beer
Der Prinz von Schiras
Operette in 3 Akten
Libretto von Fritz Löhner-Beda und Ludwig Herzer

Aufnahme der Inszenierung des Theaters Regensburg vom Dezember 2023

Erschienen als Doppel-CD beim Label CPO im Februar 2026

cpo 555 670-2

von Ralf Krüger

Zuvorkommend, ganz “oldschool”, werden wir als Ladies and Gentleman begrüßt. Auf dem Luxusdampfer kündigt sich eine Hochzeit an. Der Chef-Steward, eigentlich der Spross eines superreichen Amerikaners und hier inkognito unterwegs, ehelicht die Gesellschafterin von Miss Violet. Diese, eine junge, attraktive Frau, wird gleich von drei Herren an Bord begehrt: von ihrem Verlobten, von einem ehemaligen französischen Diplomaten und vom titelgebenden Prinzen von Schiras. Als das Schiff in den Strudel kriegerischer Auseinandersetzungen gerät und die Gefangennahme einiger Passagiere droht, gibt der Prinz die junge Miss Violet als seine Frau aus. Als Prinzessin von Schiras in spe gelangt sie in sein märchenhaftes Reich, dorthin, wo der Kammerdiener Hassan eine Frau und des Kammerdieners Ehefrau ein Mann ist. „CD/Blu-ray Besprechung: Joseph Beer, Der Prinz von Schiras
klassik-begeistert.de, 16. März 2026“
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