Das Chineke! Orchestra zählt mittlerweile weltweit zu einem der musikalisch interessantesten Ensembles

Foto: https://www.chi-chinwanoku.com

CHINEKE! ORCHESTRA / STEWART GOODYEAR / KELLEN GRAY

Schleswig-Holstein Musik Festival

ORCHESTERREVOLUTION

„Den Wandel fördern und die Vielfalt in der klassischen Musik feiern – das ist das Motto des von Chi-chi Nwanoku gegründeten Chineke! Orchestra. Die in London geborene Kontrabassistin wurde 2014 vom damaligen britischen Kulturminister Ed Vaizey gefragt, warum neben ihr nur wenige Schwarze Musikerinnen und Musiker regelmäßig auf internationalen Bühnen zu sehen waren. »Darauf hatte ich einfach keine Antwort«, so Nwanoku. Ein Jahr später gründete sie Chineke! – das erste Orchester in Europa mehrheitlich bestehend aus People of Color. Doch der Klangkörper bringt nicht nur in Bezug auf die Ausübenden mehr Diversität in die immer noch vor allem durch weiße Menschen geprägte Klassikszene. Die Vielfältigkeit von Chineke! spiegelt sich ebenso in seinen Programmen wider, etwa mit Werken von Komponistinnen und Komponisten afroamerikanischer Herkunft. Auch deshalb zählt es mittlerweile weltweit zu einem der musikalisch interessantesten Ensembles.“

Elbphilharmonie, 6. Juli 2023

Chineke! Orchestra
Stewart Goodyear Klavier
Dirigent Kellen Gray

Veranstalter: Schleswig-Holstein Musik Festival

PROGRAMM

Samuel Coleridge-Taylor
Othello-Suite

Stewart Goodyear
Callaloo – Caribbean Suite for Piano and Orchestra

– Pause –

Florence B. Price
Sinfonie Nr. 3 c-Moll

von Harald Nicolas Stazol

Samuel Coleridge-Taylor!!!

Und seine Othello-Suite. Der Komponist am Piano, Othello, natürlich, der Mohr von Venedig, nun auch über den Tasten, das muss man erlebt haben!

So überkommt es dich, wenn du die jüngste Schwester von Naomi Campbell, Stephanié, in die Elphi begleiten darfst – natürlich hole ich sie ab, als sie in der Tür steht, eine gertenschlanke Massai-Kriegerin, mich über einen Kopf überragend, ich habe die High Heels füglichst erbeten, dass sie gülden sind, erfasse ich erst jetzt, man möge sich vorstellen, es bewegt sich grazilst ein schwarzer, Sie überragender, schwarzer Bleistift vor sich her, stupor mundi, oh, did I mention the hair?

Die enggeflochtene Krone einer Namibianischen Prinzessin. Muss ich noch mehr sagen?

Gerade noch Vogue France und Shooting in Milano, nun eingeflogen zum „Laufsteg“ im Foyer an der Elbe – So überkommt es dich, wenn du die jüngste „Coloured Sister“ von Naomi Campbell, und so sieht sie auch aus, „we are family“, Stephanié, in die Elphi begleiten darfst – natürlich hole ich sie ab, als sie in der Tür steht, eine gertenschlanke Massai-Kriegerin, mich über einen Kopf überragend, ich habe die High Heels füglichst erbeten, dass sie gülden sind, erfasse ich erst jetzt, man möge sich vorstellen, es bewegt sich grazilst ein schwarzer, Sie überragender, schwarzer Bleistift vor sich her, stupor mundi, oh, did I mention the hair?

„CHINEKE! ORCHESTRA / STEWART GOODYEAR / KELLEN GRAY, Schleswig-Holstein Musik Festival
Elbphilharmonie, 6. Juli 2023“
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Schweitzers Klassikwelt 92: Überbietet eine Oper das Theaterstück oder den Roman

Steidl Verlag, Einbandgestaltung: Klaus Detjen unter Verwendung des Bilds „Paris, Regentag“ von Gustave Caillebotte (1877)  

von Lothar und Sylvia Schweitzer

In der Einführung zu einer Sonntagsmesse im ORF III meinte die Chorleiterin in Anspielung auf das Evangelium des Sonntags von der Verklärung des Herrn, auch den Chorgesang des Kyrie, des Sanctus und des Agnus Dei können wir wie „eine Stimme aus der Wolke“ erleben. Die Musik als vierte Dimension, über das irdische hinausgehend, eine Offenbarung eigener Art.

„Son of God Mass“ von James Whitbourn für gemischten Chor, Sopransaxophon und Orgel   Grazer Dom   6. März 2023  ORF III

Und dann ein gänzlich anderes Erlebnis. Im Burgtheater Heidemarie Hatheyer als Grillparzers Medea. Für mich gab es in der Ausschließlichkeit der Jugend nur mehr Wagners Gesamtkunstwerk. Jetzt plötzlich diese faszinierende Sprechstimme, die ohne großen Tonumfang Ausdruck hatte und mitriss. „Schweitzers Klassikwelt 92: Überbietet eine Oper das Theaterstück oder den Roman?
klassik-begeistert.de, 10. Juli 2023“
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Thielemanns Bruckner-Zauber strahlt auch in Bad Kissingen

Foto: Christian Thielemann, © Sächsische Staatskapelle Dresden / Matthias Creutziger

Auch in Bad Kissingen beweist sich Christian Thielemann wieder einmal als Bruckner-Gott seiner Generation. Draußen blühen bunte Blumen in schwitziger Sommerhitze, im Saal geht man im Bruckner-Klang baden und auf Orchesterwolken schweben. Das BR-Sinfonieorchester spielt wie verzaubert, Thielemanns Dirigat trifft das Orchester ebenso magisch wie das Publikum.

Regentenbau Bad Kissingen, Max-Littmann-Saal, 9. Juli 2023

Kissinger Sommer

Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Christian Thielemann, Dirigent

Anton Bruckner: 5. Sinfonie B-Dur WAB 105


von Johannes Karl Fischer

Im vollgefüllten, gänzlich mit Holz geschmückten Saal einer unterfränkischen Kleinstadt herrscht schweigende Stille.  Christian Thielemann hat bei donnerndem Applaus das Podium betreten. Dieser Bruckner-Gott zaubert, ohne einen einzigen Ton anzuschwingen. Ein paar Momente Ruhe. Tief durchatmen. Die Seele abkühlen – draußen herrscht prallende Hitze. Nun kann man den Bruckner-Klang so richtig einsaugen. Thielemanns Zauber-Dirigat trifft das Publikum  mal wieder genauso magisch wie sein Orchester.  „Kissinger Sommer, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks Christian Thielemann, Dirigent
Bad Kissingen, Max-Littmann-Saal, 9. Juli 2023“
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DIE MONTAG-PRESSE – 10. Juli 2023 

Jonas Kaufmann © Sony

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 10. Juli 2023

Berlin/Waldbühne
Jonas Kaufmann in der Waldbühne: Euch ist mein ganz Herz
In der Waldbühne präsentieren der Startenor Jonas Kaufmann und das Rundfunksinfonieorchester Berlin italienische Opernklassiker und Schmachtfetzen. Ein Abend, der das Publikum verzückt.
Tagesspiegel.de

Jonas Kaufmann begeistert in der Waldbühne mit ansteckender Lebensfreude und lässt das Publikum im Operetten-Walzer mittanzen
An diesem heißen Juliabend scheint halb Berlin in die Waldbühne gepilgert zu sein. Das imposante steinerne Rund ist gut gefüllt und die Klassikbegeisterten auf den Rängen werden bei über 30 Grad in der Sonne gebrutzelt, nur im Parkett direkt vor der Bühne hat sich schon ein wohltuender Schatten gebildet. Der Eisverkäufer bietet seine begehrte Erfrischung mit tenorhaftem Gesang an, was ihm Lacher und Applaus einbringt.
Ulrike.arabella.de

Wie Jonas Kaufmann die Waldbühne zum Tanzen bringt
Opern und Operetten-Highlights: Jonas Kaufmann begeistert in der Waldbühne – vor allem mit Duett-Partnerin Rachel Willis-Sørensen.
BerlinerMorgenpost

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Rudis Klassikwelt 1: Alles von Bach und Bach für Alle? Die Niederländische Bachvereinigung macht es möglich!

Foto © Milagro Elstak

Das Projekt „All of Bach“

von Dr. Rudolf Frühwirth

Die Niederländische Bachvereinigung (Nederlandse Bachvereniging, NBV) wurde im Jahr 1921 gegründet und gab am Karfreitag des folgenden Jahres in der Grote Kerk in Naarden ihr erstes Konzert, mit der Matthäuspassion (BWV 244) auf dem Programm. Damit begründete sie eine Tradition, die mit wenigen Unterbrechungen bis heute anhält. Im Jahr 1983 wurde Jos van Veldhoven zum künstlerischen Leiter bestellt, und 1984 wurde die Matthäuspassion in Naarden zum ersten Mal auf historischen Instrumenten gespielt. „Rudis Klassikwelt 1: Alles von Bach und Bach für Alle? Die Niederländische Bachvereinigung macht es möglich!
klassik-begeistert.de, 9. Juli 2023“
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Deutsche Meister im Spießertum: Wagners „Meistersinger“ überzeugen in Wiesbaden

Meistersinger, Wiesbaden © Dr. Andreas Ströbl

Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 8. Juli 2023

Die Meistersinger von Nürnberg
Richard Wagner (1813 – 1883)
Oper in drei Aufzügen
In deutscher Sprache. Mit Übertiteln.

Dichtung vom Komponisten
Uraufführung: 1868 in München

Alexander Joel, Dirigent

Derrick Ballard, Bassbariton
Thomas de Vries, Bariton
Marco Jentzsch, Tenor
Betsy Horne, Sopran

Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Bernd Mottl, Inszenierung

von Dr. Andreas Ströbl

Man riecht ihn förmlich, den provinziellen Wirtshausmief aus abgestandenem Bier, Putzmittel und 60erJahre-Linoleum. Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ in der Inszenierung von Bernd Mottl (Premiere am 29. September 2018) im Hessischen Staatstheater Wiesbaden lassen tief in die selbstgefälligen Bürgerseelen eines deutschen Vereins zur Pflege von Traditionen blicken, die nur noch um ihrer selbst willen hochgehalten werden.

Bereits das Vorhangbild, das an in eine Nürnberger Lebkuchendose aus den frühen 70ern erinnert, macht unmissverständlich klar, dass hier nichts Neues zu erwarten ist. „Die Meistersinger von Nürnberg, Richard Wagner
Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 8. Juli 2023“
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La Capitale d’Été: „Yannick and Friends“ spielen Kammermusik von Johannes Brahms

Kammermusik COE © Andrea Kremper

Yannick Nézet-Séguin und Mitglieder des Chamber Orchestra of Europe präsentieren in Baden-Baden das Klarinettenquintett und das Klavierquintett 

Baden-Baden, Festspielhaus, 8. Juli 2023

Johannes Brahms (1833-1897) – Klarinettenquintett h-Moll op. 115; Klavierquintett f-Moll op. 34

Yannick Nézet-Séguin, Klavier
Romain Guyot, Klarinette

Mitglieder des Chamber Orchestra of Europe:

Lorenza Borrani, Violine
Maia Cabeza, Violine
Nimrod Guez, Viola
William Conway, Violoncello

 

von Brian Cooper, Bonn

Schon in Dortmund, als er ab 2013 für drei Jahre sogenannter „Exklusivkünstler“ war und es in mehreren Spielzeiten „The YANNICK Experience“ zu erleben gab, hatte Yannick Nézet-Séguin unter Beweis gestellt, dass er auch ein sehr guter Pianist und Kammermusiker ist. Als Dirigent längst ein etablierter Superstar, ist er nun auch, wie bereits im vergangenen Jahr, in Baden-Baden im Rahmen seines Sommerfestivals „La Capitale d’Été“ als Pianist aufgetreten. „Yannick Nézet-Séguin und Mitglieder des Chamber Orchestra of Europe
Baden-Baden, Festspielhaus, 8. Juli 2023“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 9. Juli 2023

Zubin Mehta (Foto: Sooni Taraporevala)

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DIE SONNTAG-PRESSE – 9. Juli 2023

Berlin/„Staatsoper für alle“
Stardirigent Zubin Mehta stand selbst mit dem Hammer an der Mauer
Der indische Stardirigent Zubin Mehta wird auf dem Bebelplatz das Open-Air-Konzert der Staatskapelle leiten. Ein Gespräch.
Berliner Morgenpost

Christian Thielemann: „Die Beherrschten machen mir Angst“
Bei Opernproben darf es aus Sicht von Dirigent Christian Thielemann auch mal laut werden und krachen. „Auf eine gewisse Art finde ich es sogar schön, wenn die Emotionen sich Bahn brechen. Herrlich“, sagte der 64-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. „Und dann sagt man hinterher: So, jetzt habe ich mal richtig Dampf abgelassen. Man ist doch auch nur Mensch. Die Beherrschten machen mir Angst. Immer alles zu unterdrücken, ist nicht ehrlich.“ DerStern.de

Bayreuth
Restkarten im Intrigantenstadl Bayreuth
Der Anfang vom Untergang der Wagner-Festspiele? Oder mehr eine Intrige gegen Katharina Wagner?
Münchner Abendzeitung.de

Berlin/Konzerthaus
„Aber unser Gott ist im Himmel, er schaffet alles was er will…“
Felix Mendelssohn Bartholdy   „Paulus“ – Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 36
Von Iris Röckrath
Klassik-begeistert.de

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La Capitale d’Été: I Would Walk 500 Miles!

Fotos: Andrea Kremper, Yannick Nézét Seguin und das Chamber Orchestra of Europe während eines Konzerts am 7.7.23 im Festspielhaus Baden-Baden

Yannick Nézet-Séguin setzt in Baden-Baden seinen Brahms-Zyklus mit dem Chamber Orchestra of Europe fort 

Baden-Baden, Festspielhaus, 7. Juli 2023


Johannes Brahms (1833-1897) – Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90; Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Chamber Orchestra of Europe
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent

von Brian Cooper, Bonn

Den ganzen Freitag habe ich diesen 3:30-Pop-Ohrwurm „I’m gonna be“ von den Proclaimers im Kopf, besser bekannt unter den „Five Hundred Miles“ aus dem Refrain. Der irre Zufall will es, dass ich nach dem dritten Konzert des wunderbaren Yannick-Festivals in Baden-Baden von einer niederländischen Freundin, die derzeit in Florenz weilt, einen Link zu ausgerechnet diesem Lied geschickt bekomme.

Was hat das mit Brahms zu tun? Zunächst mal gar nichts. Aber die Entourage macht Meilen und findet sich zusammen. Zwei Bonner Freunde reisen per Bahn aus dem Rheinland bzw. aus Bukarest an. Die Tochter des einen Freundes und ihr Partner kommen aus dem schönen Freiburg in jene andere schöne Stadt, in der an diesem Wochenende auch eine Menge Oldtimer zu bestaunen sind. (Übrigens ist ein „old-timer“ im Englischen kein Auto, sondern ein Mensch, und zwar ein ziemlich betagter.) „Brahms-Zyklus mit Chamber Orchestra of Europe, Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Baden-Baden, Festspielhaus, 7. Juli 2023“
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Garsington Opera brilliert mit einem sprühenden „Barbiere“ – an einem herrlichen englischen Sommerabend

Garsington Opera 2023 © Dr. Charles Ritterband

Wer meint, dass die komischen Opern der musikalischen Genies Mozart und Rossini nach mehr als zwei Jahrhunderten unzähliger Publikumserfolge dringend eines pseudo-intellektuellen Aufgusses fehlgeleiteter Regisseure bedürfen, um beim heutigen Publikum anzukommen, irrt, aber gewaltig:

Zuletzt ließ ich an der Wiener Volksoper Mozarts „Entführung“ über mich ergehen und erlitt kurz danach einen Herzinfarkt (kein Witz!): Manche sagen, post hoc propter hoc, die Ursache sei jene grässliche Inszenierung gewesen… Jedenfalls: Rossinis „Barbier“ in der sprühenden aber völlig konventionellen Inszenierung der Garsington Opera an einem herrlichen Sommerabend inmitten einer üppig grünen englischen Hügellandschaft war, diese berühmteste aller Rossini-Opern, wie ein Glas prickelnder Champagner (der ja neuerdings statt in der französischen Champagne im Süden Englands erfolgreich angebaut wird), während die prätentiöse Mozart-Inszenierung an der Wiener Währingerstraße eher wie ein Kelch Rizinusöl schmeckte: mit entsprechend Konsequenzen.

 

Garsington Opera, 7. Juli 2023

Gioachino Rossini
Il barbiere di Siviglia o L’inutile precauzione 

Libretto: Cesare Sterbini nach Beaumarchais

In italienischer Sprache

Dirigent: Douglas Boyd          

                                                                               Regie: Christopher Luscombe
Bühne: Simon Higlett
Licht: Howard Hudson

The English Concert
Chor der Garsington Opera

von Dr. Charles Ritterband

Stolz erklären der Regisseur dieser Aufführung (Christopher Luscombe) und der Bühnenbildner Simon Higlett, sie seien eigens nach Sevilla gereist, um den Spiritus Loci auf sich wirken zu lassen und Kulissen für ein „authentisches“ (sie sagen: erkennbares, „recognisable“) Sevilla auf die Bühne von Garsington inmitten der typisch englischen „Countryside“ zu bringen. Das ist zweifellos gelungen.

Sie verlagern diese Inszenierung aus der Entstehungszeit (Uraufführung 1816) um mehr als ein Jahrhundert, auf das Jahr 1929, als die großartige Weltausstellung in Sevilla abgehalten wurde, welche Sevilla viele bemerkenswerte Bauten im Art-Déco-Stil bescherte: Es war, wie der Regisseur im Progammheft feststellt, das „annus mirabilis“, jenes „wunderbare Jahr“ für diese einzigartige andalusische Stadt, Schauplatz von drei der berühmtesten Opern aller Zeiten – von Mozarts „Nozze“ über Bizets „Carmen“ bis eben Rossinis „Barbiere“.  Eine gute Idee, konsequent durchgeführt, von den Kostümen der Darsteller bis hin zum wohl intendiert neureich-geschmacklosen Art-Déco Intérieur von Doktor Bartolos protziger Villa. „Gioachino Rossini, Il barbiere di Siviglia o L’inutile precauzione 
Garsington Opera, 7. Juli 2023“
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