Foto: „La Cenerentola“, Wiener Staatsoper © Michael Pöhn
Vlnr: Margarita Gritskova (Tisbe), Tara Erraught (Angelina), Valentina Naforniţa (Clorinda)
von Lothar und Sylvia Schweitzer
Es war ein Sonntag, der 25. Oktober 1959 und die Premiere von „Angelina“. Unter diesem Titel versteckte sich damals noch „La Cenerentola“, was eigentlich einen bösen Spitznamen für Angelina bedeutet. Christa Ludwig sang mit Wohlklang die Titelrolle. Alberto Erede dirigierte, die Inszenierung von dem populären Günther Rennert wirkte etwas süßlich. Der damalige Ehemann von Christa Ludwig sang einen gewitzten Diener Dandini, dagegen wirkte Waldemar Kmentt als Prinz zurückhaltend, zwar nobel, aber blass. Als Stiefvater Don Magnifico plusterte sich Karl Dönch mit seiner unverwechselbaren Stimme, die sich keiner Stimmlage zuordnen ließ, bis zur Peinlichkeit auf. Ein noch wenig bekanntes Opernmitglied, der Bassist Ludwig Welter, beeindruckte als Erzieher des Prinzen und Philosoph. „Schweitzers Klassikwelt 76: Als wir eine Oper langsam liebgewannen
klassik-begeistert.de 29. November 2022“ weiterlesen