DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. JULI 2026

Grigory Sokolov © Klaus Rudolph

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. JULI 2026

Köln/Philharmonie
Sokolov zelebriert mit einem Hochamt feinsten Klavierspiels
Vor zweieinhalb Monaten ist er 76 geworden, und noch immer gastiert er Jahr für Jahr in Köln und anderswo. Der Termin für den kommenden Sommer wurde soeben bekanntgegeben. An die 70 Konzerte sollen es sein, die Grigory Sokolov jährlich gibt. Längst gibt er nur noch Rezitale, mit Orchestern spielt er schon lange nicht mehr – angeblich wegen zu limitierter Probenzeiten. Auch das ist ein Indiz für seinen Perfektionsdrang und eine kompromisslose Haltung gegenüber der eigenen Kunst.
Vor zweieinhalb Monaten ist er 76 geworden, und noch immer gastiert er Jahr für Jahr in Köln und anderswo. Der Termin für den kommenden Sommer wurde soeben bekanntgegeben. An die 70 Konzerte sollen es sein, die Grigory Sokolov jährlich gibt. Längst gibt er nur noch Rezitale, mit Orchestern spielt er schon lange nicht mehr – angeblich wegen zu limitierter Probenzeiten. Auch das ist ein Indiz für seinen Perfektionsdrang und eine kompromisslose Haltung gegenüber der eigenen Kunst.
Von Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

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Bei Ksenija Sidorova in Therapie …

Ksenija Sidorova © Benne Ochs

Als kleiner Junge war ich mit meiner Mutter bei einem Auftritt des Sylter Shanty Chor, einige der – aus meiner seinerzeitigen Perspektive – doch schon recht alten Männer in maritimer Kleidung haben Akkordeon gespielt. Meine Mutter hat mich früh für Musik zu begeistern vermocht – ich danke Dir dafür sehr herzlich! Aber Männer mit grauem Bart und Akkordeon – da wollte ich einfach nur schnell weg. Das Unbehagen, das diese seltsamen Quetschkommoden in mir ausgelöst haben, war nicht unbedingt traumatisch – trotzdem habe ich mir jetzt, nach all den Jahren, jemanden gesucht, mit dem ich darüber sprechen konnte:  Ksenija Sidorova, gefeierte lettische Akkordeon-Virtuosin und Porträtkünstlerin des Schleswig-Holstein Musik Festivals 2026 (SHMF – 4. Juli – 30. August 2026).

Am 4. Juli präsentiert sie in der Elbphilharmonie die Uraufführung eines Konzerts, das eigens für sie entstanden ist, komponiert von Fazıl Say.

Jörn Schmidt im Gespräch mit Ksenija Sidorova

klassik-begeistert:  Was ist damals auf Sylt schiefgelaufen?

Ksenija Sidorova: [greift den Scherz sofort auf und lacht herzlich] Das kann ich mir gar nicht vorstellen, dass Sie da weggerannt sind … Vielleicht waren die Instrumente nicht so gut gestimmt. Oder sie mögen einfach keine Shantys …So oder so ist das Akkordeon ein sehr zugewandtes Instrument, das man nicht fürchten muss. Gerade die modernen Instrumente haben eine wunderbare Klangkultur. Hält Ihr Unbehagen denn an oder hat es sich über die Jahre gelegt? „Interview: Ksenija Sidorova, lettische Akkordeon-Virtuosin
Schleswig-Holstein Musik Festivals 2026“
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„Onegin“ begeistert mit perfektem Ambiente und hinreißender Musik

The Grange-Festival – Eugen Onegin © Richard Hubert Smith

„Onegin“, eine der besten Opern im weltweiten Repertoire und die am häufigsten aufgeführte russische Oper, hat längst in den aufwendigsten und besten Inszenierungen die Met, die Royal Opera London, die Wiener Staatsoper und natürlich das Bolschoi erobert.

Zweifellos nicht in einem perfekteren Ambiente als hier im bukolischen Ambiente des Grange Festival, im agrarischen Buckinghamshire, acht Meilen von Winchester entfernt.

Eugen Onegin

Komponist Pjotr I. Tschaikowski.

Libretto von Pjotr I. Tschaikowski und Konstantin S. Schilowsky nach dem Versroman von Alexander Puschkin.

Dirigentin:  Lidiya Yankovskaya

Regie:  Max Webster
Bühne:  Frankie Bradshaw
Choreographie:  Arthur Pita

Bournemouth Symphony Orchestra
The Grange Festival Chorus 

The Grange Festival, 30. Juni 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

Das intime Auditorium mit seinen nur 600 Plätzen in einem Landhaus mit griechischen Säulen und dekadentem Charme, umgeben von weit ausladenden Weiden und einem großen Teich, an dessen Rand Kühe weiden – der perfekte Rahmen zur ländlichen Idylle des Landsitzes im zaristischen Russland, in dem die Schwestern Tatjana und Olga aufwuchsen – und von wo aus das Drama seinen tragischen Lauf nimmt. „Pjotr I. Tschaikowski, Eugen Onegin
The Grange Festival, 30. Juni 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 1. JULI 2026

Ain Anger (Hunding), Joachim Bäckström (Siegmund), Irene Roberts (Sieglinde), Miina-Liisa Värelä (Brünnhilde), Nicholas Brownlee (Wotan) & Ekaterina Gubanova (Fricka) (Foto: RW)

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 1. JULI 2026

München/Bayerische Staatsoper
Hätten doch alle wie Wotan gesungen
Was man sonst nie erlebt, es gab zu Beginn des dritten Aufzugs Zwischenbeifall. Die Ursache: Eine herabgezogene Leinwand zeigte die prächtig kostümierten Walküren, wie sie zu Pferde die Münchner Residenz verlassen und in der Stadt verunfallte, ertrunkene oder getötete Mitbürger aufsammeln und, später, real auf der Bühne, in das als Leichenhalle dienende Nationaltheater verfrachten. Dort liegen sie zunächst entblößt auf Bahren, werden gewaschen, durch Zauber wiederbelebt und als Krieger ohne eigenen Willen eingekleidet. Doch dazu und weiteren Einfällen des Regisseurs Tobias Kratzer später. Denn zu meinem großen Leidwesen geriet der erste Aufzug zu den gesanglich schwächsten, die ich je erlebt habe. Joachim Bäckströms (Siegmund) Tenor klang eng mit leicht blechigem Timbre, ohne die nötige Farbmodulation. Alles hörte sich an wie gesungenes e oder ä. Die lyrischen Passagen blieben flach, ohne tiefere emotionale Gestaltung und am Ende des ersten Aufzugs beim so blühe denn, Wälsungen-Blut verrutschte noch die Stimme.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

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„Was ist diese Kadenz, die ins Freie führt?“

Streichsextett, Foto: Andreas Ströbl

Kammerkonzert mit Werken von Webern, Berg und Schönberg

Anton (von) Webern, Zwei Stücke für Violoncello und Klavier, Variationen für Klavier op. 27 und Drei kleine Stücke op. 11

Alban Berg, Sieben frühe Lieder

Arnold Schönberg, „Verklärte Nacht“ für Streichsextett op. 4

Sophie Naubert, Sopran
Carlos Johnson und Joo-Hyun Kang, Violine
Christian Jonkisch und Eunsoo Na, Viola
Hans-Christian Schwarz und Semin Jeon, Violoncello

Youngho Park, Klavier

Lübeck, Haus Eden, Begleitprogramm zur Oper „Wozzeck“ von Alban Berg Juni 2026, 30. Juni 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Nun ist sie Geschichte, die großartige „Wozzeck“-Inszenierung von Brigitte Fassbaender; die letzte Vorstellung liegt gerade mal eine knappe Woche zurück (https://klassik-begeistert.de/alban-berg-wozzeck-theater-luebeck-25-juni-2026/). Als musikalisches Nachbeben zu diesem Psychodrama durften die Lübecker am 30. Juni 2026 im „Haus Eden“ ein atmosphärisch dichtes Kammerkonzert erleben, das vor allem auf die frühe Phase der „Zweiten Wiener Schule“ rekurrierte und damit ein letztes Aufblühen der Spätromantik beschwor. Dramaturg Jens Ponath setzte das Zitat von Ingeborg Bachmann, „Was ist diese Kadenz, die ins Freie führt?“, gleichsam als Motto über diesen Abend. Es stammt aus dem Essay „Die wunderliche Musik“ der Dichterin, deren 100. Geburtstag vor wenigen Tagen begangen wurde.

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Liebreiz und Brillianz: Lisette Oropesa ist eine perfekte Lucia di Lammermoor

CD/DVD-Besprechung:

Das Ergebnis ist eine vokal glanzvolle, und szenisch zumindest ansprechende Aufführung.

Gaetano Donizetti
Lucia di Lammermoor

Lucia    Lisette Oropesa
Edgardo    Juan Diego Flórez 
Enrico     Boris Pinkhasovich

Dirigent    Riccardo Chailly

Orchestra and Chorus of Teatro alla Scala

C-major 772504

von Peter Sommeregger

Donizettis beliebteste Oper ist das perfekte Vehikel für eine Koloratursopranistin mit sicherer Höhe und Virtuosität im Vortrag. Mit der Besetzung der Titelrolle steht und fällt eine Aufführung dieser Oper. „Gaetano Donizetti, Lucia di Lammermoor
klassik-begeistert.de, 30. Juni 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 30. JUNI 2026

 v.l. Kirill Volkov, Danang Dirhamsyah © Kiara Kuhn

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 30. JUNI 2026

Lübeck/Haus Eden
Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah ziehen das Publikum in ihren Bann
Überzeugendes Plädoyer für den leider vergessenen Komponisten Hans Gál. Faszinierendes Kammerkonzert im Haus Eden in Lübeck Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah interpretieren die Sonate von Hans Gál mit großer Emphase und Spielfreude. Immer im gleichen Atem, beeindruckt das unprätentiöse und so leichte, ja geradezu selbstverständliche Musizieren der Künstler. Man wird von der Verbundenheit und Begeisterung der beiden mitgerissen.
Von Axel Wuttke
Klassik-begeistert.de

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Ferdinand Loh gratuliert klassik-begeistert zum Zehnjährigen mit dem populärsten Werk der Klavierliteratur

Glückwunschrede zur Feier aus Anlass des zehnjährigen Bestehens von klassik-begeistert

von Sandra Grohmann
nach der Idee und unter Verwendung von Zitaten aus
Eric Baumann, Ferdinand Loh und sein opus magnum: Der Flohwalzer

Klassik begeistert uns alle schon lange Zeit – die meisten von uns seit Kindertagen -, und dass Du den zehnten Geburtstag Deines Blogs, lieber Andreas, mit uns gemeinsam feierst, ist der schönste Anlass zusammenzukommen.

Runde Geburtstage sind ja immmer auch ein Anlass zurückzublicken. Zurückzublicken auf das Erreichte, ebenso aber zurückzublicken auf Versäumnisse. Auch hierauf gilt es einzugehen.

„Eric Baumann, Der Komponist Ferdinand Loh und sein opus magnum: Der Flohwalzer (ATL 6205)
klassik-begeistert.de, 25. Juni 2026“
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Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah ziehen das Publikum in ihren Bann

v.l. Danang Dirhamsyah, Kirill Volkov, Foto: Kiara Kuhn

Überzeugendes Plädoyer für den leider vergessenen Komponisten Hans Gál. Faszinierendes Kammerkonzert im Haus Eden in Lübeck

Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah interpretieren die Sonate von Hans Gál mit großer Emphase und Spielfreude. Immer im gleichen Atem, beeindruckt das unprätentiöse und so leichte, ja geradezu selbstverständliche Musizieren der Künstler. Man wird von der Verbundenheit und Begeisterung der beiden mitgerissen.

Max Bruch: Romanze für Viola und Klavier op. 85
Johannes Brahms: Vier Balladen op. 10
Hans Gál: Sonate für Viola und Klavier op. 101

Bratsche: Kirill Volkov
Klavier: Danang Dirhamsyah

Haus Eden, Lübeck, 27. Juni 2026

von Axel Wuttke

Der aus Indonesien stammende Pianist und Klavierpädagoge Danang Dirhamsyah und der russisch-griechische Bratschist und Pädagoge Kirill Volkov widmeten sich in ihrem, Zwischen Schatten und Sehnsucht betitelten Konzert, mit Johannes Brahms und Max Bruch zwei prominenten Vertretern der romantischen Kammermusik. Ergänzt wurde das Programm durch ein Werk der Moderne, das aber in der Tradition von Brahms verwurzelt ist. Ein hochinteressanter Abschluss der kleinen, durch die Possehl-Stiftung Lübeck geförderten Konzertreihe rund um den Pianisten Danang Dirhamsyah und seine Freunde im Haus Eden in Lübeck. „Zwischen Schatten und Sehnsucht, Hans Gál
 Haus Eden, Lübeck, 27. Juni 2026“
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„La bohème“ berührt im englischen Landhaus-Festival Grange

La bohème © Richard Hubert Smith

In „The Grange“, einem der berühmtesten neoklassischen Landhäuser Englands, erbaut 1665, eingebettet in eine atemberaubend schöne Landschaft, werden seit 1998 hervorragende Opern inszeniert, seit 2002 im zum Theater umgebauten Gewächshaus, „Orangery“. Dieses Jahr sind es vier Opern, Giulio Cesare, La Clemenza di Tito, Onegin und La bohème. Puccinis bewegende Oper im Pariser Künstlermilieu bescherte uns einen Genuss und tränenreichen Abend.

Giacomo Puccini, La bohème

Dirigent: Richard Farnes

Regie: David Geselson
Bühne: Lisa Navarr
Video: Jeremie Scheidler

Bournemouth Symphony Orchestra
The Grange Festival Chorus

The Grange Festival, 28. Juni 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

Jeden Sommer hat der Opern-Liebhaber die süße (aber auch ziemlich kostspielige) Qual der Wahl zwischen den führenden Opern Festivals in historischen Landhäusern – an deren Spitze unbestreitbar Glyndebourne und Garsington stehen. „Giacomo Puccini, La bohème
The Grange Festival, 28. Juni 2026“
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