Bruckners 5. Symphonie – unvergleichlich von den Dresdnern in Wien gespielt

© Lukas Beck, Wiener Konzerthaus

Wiener Konzerthaus, 11. September 2022

Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5 in B-Dur
Staatskapelle Dresden
Dirigent: Christian Thielemann

von Herbert Hiess

Ein Konzert mit Christian Thielemann allein ist schon eine Garantie für ein Ereignis der Superlative, wenn nicht sogar für eine Sternstunde. Zur Eröffnung der 110. Saison im Wiener Konzerthaus konnte der Intendant Matthias Naske für sein Haus einen Abend der kurzen Europatournee des großartigen Orchesters für sich vereinnahmen und legte damit auch die Latte für diese Saison extrem hoch. „Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5 in B-Dur, Staatskapelle Dresden, Dirigent: Christian Thielemann
Wiener Konzerthaus, 11. September 2022“
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Das Concertgebouworkest begeistert in Essen mit einem unwiderstehlichen Programm

Konzert mit dem Royal Concertgebouw Orchestra (Leitung: Alain Altinoglu), dem Pianisten Víkingur Ólafsson und dem Klarinettisten Martin Fröst in der Philharmonie Essen. Fotos: Sven Lorenz/TUP

Wir haben gerade mal Mitte September, und schon sind die Amsterdamer wieder im Lande. Nach zwei Konzerten in Köln kamen sie nun mit ihrem Amsterdamer Programm des Vorabends ins Ruhrgebiet. Großer Jubel für ein außergewöhnliches Programm und ein fulminantes Konzert.

Essen, Philharmonie, 10. September 2022

John Adams (*1947) – Short Ride in a Fast Machine (1986)

Edvard Grieg (1843-1907) – Klavierkonzert a-Moll op. 16

Div. Komponisten – Dance Mosaic für Klarinette und Orchester (arr. Martin & Göran Fröst)

Leonard Bernstein (1918-1990) – Sinfonische Tänze aus West Side Story

Concertgebouworkest

Víkingur Ólafsson, Klavier

Martin Fröst, Klarinette

Alain Altinoglu, Dirigent

von Brian Cooper, Bonn

Es ist inzwischen eine sehr schöne Tradition, dass das Concertgebouworkest am Tag nach seiner opening night mit dem Programm des Vorabends ins Ruhrgebiet kommt. Freitag hatte man bei kostenlosem Eintritt im Westerpark gespielt, im Vorjahr auf dem Dam, und eine solche Waldbühnen-Atmosphäre, in der man für die Menschen in der Stadt spielt, ist doch irgendwie netter als die offenbar inzwischen verworfene Gala zur Saisoneröffnung im Concertgebouw mit Champagner und black-tie-Dresscode. Wobei ich nichts gegen Champagner habe – im Gegenteil. „Concertgebouworkest Víkingur Ólafsson, Klavier, Martin Fröst, Klarinette, Alain Altinoglu, Dirigent
Essen, Philharmonie, 10. September 2022“
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DIE MONTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2022

Pekka Kuusisto © Foto: Stephan Rabold

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden –
DIE MONTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2022

Berlin
Musikfest Berlin 2022: Du kannst mich mal modern haben
Ein herausfordernder Abend bei den Berliner Philharmonikern mit dem Geiger Pekka Kuusisto und dem dirigierenden Komponisten Thomas Adès
Tagesspiegel.de

Lautstärke garantiert keine gute Musik
Der britische Komponist Thomas Adès dirigiert bei den Berliner Philharmonikern auch eigene Werke.
BerlinerMorgenpost.de

Berlin
71. ARD-Musikwettbewerb. Streichquartett – Finale
Im vorletzten Finale des 71. ARD-Musikwettbewerbs spielten drei Quartette im Münchner Prinzregententheater um die begehrten Preise. Auf dem ersten Platz landet das Barbican Quartet, gefolgt vom Quartet Integra und dem Chaos String Quartet. Zur Aufführung kamen Werke von Béla Bartók und Ludwig van Beethoven.
https://www.br-klassik.de/concert/ausstrahlung-2965350.html

Daniels vergessene Klassiker Nr. 4: John Knowles Paine – Sinfonie Nr. 1 (1875)
Ah ja, die reichhaltige und berühmte amerikanische Orchestertradition. Da finden sich Perlen und große Namen, die bis heute unser kulturelles Leben prägen. Einer jener Großen ist sicherlich jedermann ein Begriff – oder sollte es zumindest, wenn man bedenkt, welchen Einfluss er nicht nur auf die amerikanische Musikkultur sondern auch auf heutige Komponisten hatte. Aber Hand aufs Herz: Wer hat schon einmal den Namen John Knowles Paine in einem deutschen Konzertsaal gehört? Sie auch nicht? Zeit, sich einmal ein wenig mit ihm zu beschäftigen.
Von Daniel Janz
https://klassik-begeistert.de/daniels-vergessene-klassiker-nr-4-john-knowles-paine-sinfonie-nr-1-1875/

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Daniels vergessene Klassiker Nr. 4: John Knowles Paine – Sinfonie Nr. 1 (1875)

Foto: www.pastdaily.com

Kritisieren kann jeder! Aber die Gretchenfrage ist immer die nach Verbesserung. In seiner Anti-Klassiker-Serie hat Daniel Janz bereits 50 Negativ-Beispiele genannt und Klassiker auseinandergenommen, die in aller Munde sind. Doch außer diesen Werken gibt es auch jene, die kaum gespielt werden. Werke, die einst für Aufsehen sorgten und heute unterrepräsentiert oder sogar vergessen sind. Meistens von Komponisten, die Zeit ihres Lebens im Schatten anderer standen. Freuen Sie sich auf Orchesterstücke, die trotz herausragender Eigenschaften zu wenig Beachtung finden.


von Daniel Janz

Ah ja, die reichhaltige und berühmte amerikanische Orchestertradition. Da finden sich Perlen und große Namen, die bis heute unser kulturelles Leben prägen. Einer jener Großen ist sicherlich jedermann ein Begriff – oder sollte es zumindest, wenn man bedenkt, welchen Einfluss er nicht nur auf die amerikanische Musikkultur sondern auch auf heutige Komponisten hatte. Aber Hand aufs Herz: Wer hat schon einmal den Namen John Knowles Paine in einem deutschen Konzertsaal gehört? Sie auch nicht?

Zeit, sich einmal ein wenig mit ihm zu beschäftigen. „Daniels vergessene Klassiker Nr 4: John Knowles Paine – Sinfonie Nr. 1 (1875)“ weiterlesen

Hochkarätiges „Leipziger Allerlei“: Andris Nelsons gastiert mit dem Gewandhausorchester beim Musikfest Berlin

Foto: Musikfest Berlin – Gewandhausorchester Leipzig, Leitung Andris Nelsons © Fabian Schellhorn

Wieder einmal haben sich die Musiker des Leipziger Gewandhausorchesters als wahre Virtuosen an ihren Instrumenten erwiesen. Großer, lang anhaltender Beifall dankt ihnen ihren Einsatz.

Musikfest Berlin, Philharmonie Berlin, 9. September 2022

Dmitri Schostakowitsch
Kammersymphonie c-Moll op.110a

Sofia Gubaidulina
Der Zorn Gottes

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr.7 A-Dur op.92

Gewandhausorchester Leipzig
Andris Nelsons  Dirigent

Philharmonie Berlin, 9. September 2022

von Peter Sommeregger

Das Musikfest Berlin ist immer eine willkommene Gelegenheit, auswärtige Orchester und Dirigenten kennenzulernen und sie auch einem kritischen Vergleich zu unterziehen.

An diesem 9. September 2022 war nun das Gewandhausorchester Leipzig mit seinem Chefdirigenten Andris Nelsons zu Gast. Dieses Orchester, das zurecht zu den traditionsreichsten und besten Europas gezählt wird, hatte ein sehr kontrastreiches, interessantes Programm mitgebracht. „Musikfest Berlin, Gewandhausorchester Leipzig, Andris Nelsons  Dirigent
Philharmonie Berlin, 9. September 2022“
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Musikfest Berlin: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!

Foto: Justin Doyle © Matthias Heyde

Musikfest Berlin – Philharmonie Berlin, 8. September 2022

Psalmensinfonietta

RIAS Kammerchor Berlin
Ensemble Promena
Justin Doyle, Dirigent

von Elisabeth Tänzler

Psalmvertonungen des 16. bis 18. Jahrhunderts stehen an diesem Abend im Großen Saal der Berliner Philharmonie im Mittelpunkt und zu erleben ist ein recht kleinteiliges Programm, welches an Vielschichtigkeit – das mag nicht zuletzt an der stetigen Doppelchörigkeit liegen – kaum zu übertreffen ist.

Als kleine Schwester der Sinfonie bedient sich die Sinfonietta meist an einem knapperen Werkumfang, einer überschaubareren oder etwa kammermusikalischen Besetzung, doch manchmal auch an einem schlichteren Anspruch der musikalischen Tiefe. Im Angesicht des letzten Punktes stellt die Betitelung Psalmensinfonietta eine maßlose Untertreibung dar, wie bereits nach den ersten Tönen deutlich wird. „Musifest Berlin, RIAS Kammerchor Berlin, Ensemble Promena, Justin Doyle, Dirigent
Philharmonie Berlin, 8. September 2022“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2022

Foto: Arnold Bezuyen (Mime) und die Schülerstatisterie. Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden –
DIE SONNTAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2022

Bayreuth
Bayreuth Baroque Oper: Keine Frage des Alters
Der Altersdurchschnitt unter Opernbesuchern ist hoch. Umso mehr fiel der 22-jährige Jakob Singer bei der Premiere zum Start von Bayreuth Baroque im Markgräflichen Opernhaus auf. Der Jura-Student liebt Musik und Literatur. Kultur gehört für ihn ganz selbstverständlich zum Leben.
NordbayerischerKurier

Bonn
Franz Schubert, Die letzten drei Klaviersonaten D 958-960, Bonn, Beethovenhaus
Fabian Müller zelebriert Schubert
Von Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

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Schammis Klassikwelt 2: Ich bin ein Bass!

Foto: Günther Groissböck, Salzburger Festspiele, Foto: Monika Rittershaus 

Wie oft habe ich mir früher gewünscht, einer anderen Stimmlage anzugehören. Nein, um Himmelswillen, nicht Tenor! Meine Wunschstimme war Bariton. Entweder ein leichter Bariton-Martin damit ich die vielen wunderbaren Operettenrollen singen könnte, oder aber ein markanter Heldenbariton der Verdi’s Arien strömen lassen kann.

 von Jean-Nico Schambourg

Mir scheint, mit dem Wunsch nach einer anderen Stimmlage stehe ich nicht alleine da. Bei den männlichen Stimmlagen kommt dieser Wunsch aber hauptsächlich bei den Bässen vor, oder kennen sie einen Tenor der “freiwillig” auf seinem stimmlichen Zenith, die Stimmlage wechseln will?

Bestimmte Rollen wie Scarpia, Escamillo, Don Giovanni, Wotan und Sachs sind immer wieder das Ziel dieser Fachwechsel und einige Bässe haben diesen Ausflug auch mit mehr oder weniger Erfolg geschafft.

„Schammis Klassikwelt 2: Ich bin ein Bass!
klassik-begeistert.de“
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Fabian Müller zelebriert Schubert

Foto: Fabian Müller © Neda Navaee

Ein Hochamt mit den letzten drei Klaviersonaten beim Beethovenfest

Bonn, Beethovenhaus, 9. September 2022

Franz Schubert (1797-1828) – Die letzten drei Klaviersonaten D 958-960

von Brian Cooper, Bonn

Ginge es nach manch altbackenem Kritiker, dürften Spätwerke eines Komponisten – etwa die drei letzten Klaviersonaten Beethovens oder jene Schuberts – erst gespielt werden, wenn der oder die Ausführende, sagen wir, die 60 überschritten hat.

Zum Glück gibt es diesbezüglich keine Gesetze, und hätte Schubert so lange mit dem Komponieren gewartet, gäbe es die Stücke schlichtweg nicht, denn er starb mit 31 Jahren. Unvergessen die Zeile aus Patrick Süskinds Der Kontrabaß: „Als Schubert so alt war wie ich, da war er schon lange tot.“ „Franz Schubert (1797-1828), Die letzten drei Klaviersonaten D 958-960
Bonn, Beethovenhaus, 9. September 2022“
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Tcherniakovs „Fliegender Holländer“ verliert sich im Gestrüpp kruder Umdeutungen

Blu-ray-Rezension:

Richard Wagner
Der fliegende Holländer

Bayreuther Festspiele 2021

Deutsche Grammophon 00440 0736174

von Peter Sommeregger

Der international gefeierte russische Regisseur Dmitri Tcherniakov hat im letzten Jahr nun auch den Bayreuther Festspielen eine Inszenierung beschert, die handwerklich gut gearbeitet ist, aber leider in die Kategorie dekonstruktiver Regiearbeiten einzuordnen ist, die mittlerweile Mode geworden sind. Eine Mode allerdings, die von weiten Teilen des Publikums abgelehnt wird. „Blu-ray-Rezension: Richard Wagner Der fliegende Holländer, Bayreuther Festspiele 2021 klassik-begeistert.de“ weiterlesen