Musikfest Berlin: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!

Foto: Justin Doyle © Matthias Heyde

Musikfest Berlin – Philharmonie Berlin, 8. September 2022

Psalmensinfonietta

RIAS Kammerchor Berlin
Ensemble Promena
Justin Doyle, Dirigent

von Elisabeth Tänzler

Psalmvertonungen des 16. bis 18. Jahrhunderts stehen an diesem Abend im Großen Saal der Berliner Philharmonie im Mittelpunkt und zu erleben ist ein recht kleinteiliges Programm, welches an Vielschichtigkeit – das mag nicht zuletzt an der stetigen Doppelchörigkeit liegen – kaum zu übertreffen ist.

Als kleine Schwester der Sinfonie bedient sich die Sinfonietta meist an einem knapperen Werkumfang, einer überschaubareren oder etwa kammermusikalischen Besetzung, doch manchmal auch an einem schlichteren Anspruch der musikalischen Tiefe. Im Angesicht des letzten Punktes stellt die Betitelung Psalmensinfonietta eine maßlose Untertreibung dar, wie bereits nach den ersten Tönen deutlich wird. „Musifest Berlin, RIAS Kammerchor Berlin, Ensemble Promena, Justin Doyle, Dirigent
Philharmonie Berlin, 8. September 2022“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2022

Foto: Arnold Bezuyen (Mime) und die Schülerstatisterie. Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden –
DIE SONNTAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2022

Bayreuth
Bayreuth Baroque Oper: Keine Frage des Alters
Der Altersdurchschnitt unter Opernbesuchern ist hoch. Umso mehr fiel der 22-jährige Jakob Singer bei der Premiere zum Start von Bayreuth Baroque im Markgräflichen Opernhaus auf. Der Jura-Student liebt Musik und Literatur. Kultur gehört für ihn ganz selbstverständlich zum Leben.
NordbayerischerKurier

Bonn
Franz Schubert, Die letzten drei Klaviersonaten D 958-960, Bonn, Beethovenhaus
Fabian Müller zelebriert Schubert
Von Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

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Schammis Klassikwelt 2: Ich bin ein Bass!

Foto: Günther Groissböck, Salzburger Festspiele, Foto: Monika Rittershaus 

Wie oft habe ich mir früher gewünscht, einer anderen Stimmlage anzugehören. Nein, um Himmelswillen, nicht Tenor! Meine Wunschstimme war Bariton. Entweder ein leichter Bariton-Martin damit ich die vielen wunderbaren Operettenrollen singen könnte, oder aber ein markanter Heldenbariton der Verdi’s Arien strömen lassen kann.

 von Jean-Nico Schambourg

Mir scheint, mit dem Wunsch nach einer anderen Stimmlage stehe ich nicht alleine da. Bei den männlichen Stimmlagen kommt dieser Wunsch aber hauptsächlich bei den Bässen vor, oder kennen sie einen Tenor der “freiwillig” auf seinem stimmlichen Zenith, die Stimmlage wechseln will?

Bestimmte Rollen wie Scarpia, Escamillo, Don Giovanni, Wotan und Sachs sind immer wieder das Ziel dieser Fachwechsel und einige Bässe haben diesen Ausflug auch mit mehr oder weniger Erfolg geschafft.

„Schammis Klassikwelt 2: Ich bin ein Bass!
klassik-begeistert.de“
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Fabian Müller zelebriert Schubert

Foto: Fabian Müller © Neda Navaee

Ein Hochamt mit den letzten drei Klaviersonaten beim Beethovenfest

Bonn, Beethovenhaus, 9. September 2022

Franz Schubert (1797-1828) – Die letzten drei Klaviersonaten D 958-960

von Brian Cooper, Bonn

Ginge es nach manch altbackenem Kritiker, dürften Spätwerke eines Komponisten – etwa die drei letzten Klaviersonaten Beethovens oder jene Schuberts – erst gespielt werden, wenn der oder die Ausführende, sagen wir, die 60 überschritten hat.

Zum Glück gibt es diesbezüglich keine Gesetze, und hätte Schubert so lange mit dem Komponieren gewartet, gäbe es die Stücke schlichtweg nicht, denn er starb mit 31 Jahren. Unvergessen die Zeile aus Patrick Süskinds Der Kontrabaß: „Als Schubert so alt war wie ich, da war er schon lange tot.“ „Franz Schubert (1797-1828), Die letzten drei Klaviersonaten D 958-960
Bonn, Beethovenhaus, 9. September 2022“
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Tcherniakovs „Fliegender Holländer“ verliert sich im Gestrüpp kruder Umdeutungen

Blu-ray-Rezension:

Richard Wagner
Der fliegende Holländer

Bayreuther Festspiele 2021

Deutsche Grammophon 00440 0736174

von Peter Sommeregger

Der international gefeierte russische Regisseur Dmitri Tcherniakov hat im letzten Jahr nun auch den Bayreuther Festspielen eine Inszenierung beschert, die handwerklich gut gearbeitet ist, aber leider in die Kategorie dekonstruktiver Regiearbeiten einzuordnen ist, die mittlerweile Mode geworden sind. Eine Mode allerdings, die von weiten Teilen des Publikums abgelehnt wird. „Blu-ray-Rezension: Richard Wagner Der fliegende Holländer, Bayreuther Festspiele 2021 klassik-begeistert.de“ weiterlesen

DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2022

Yusif Eyvazov (Tenor), Anna Netrebko (Sopran), Mozarteumorchester Salzburg © SF / Marco Borrelli

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden –
DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2022

Hamburg
Anna Netrebko in der Elphi: Zwiespältiges Konzertvergnügen
Das Konzert von Anna Netrebko und Ehemann Yusif Eyvazov war ein musikalisches Highlight – aber auch ein Politikum. Die lautstarken Reaktionen vor und in der Elbphilharmonie blieben friedlich.
NDR.de

Verona
Plácido Domingo entschuldigt sich für das Verona-Debakel – er will 2023 trotzdem wieder in die Arena
Es war ein ernüchternder Beleg dafür, dass große Namen keineswegs immer Garanten für große künstlerische Leistungen sind…
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

Lugano
Giuseppe Verdi, La Traviata, LAC Lugano Arte e Cultura
Das elegante Kulturzentrum LAC (Lugano Arte e Cultura) ist Schauplatz sehenswerter Ausstellungen (gegenwärtig Paul Klee), exquisiter Konzerte und, selten, von Opernaufführungen – zuletzt war hier „Il barbiere di Siviglia“ zu sehen. Mit der „Traviata“ hat das LAC sich den Platz im Olymp der internationalen Opernwelt gesichert: Das hervorragende Orchestra della Svizzera Italiana, einer der führenden Klangkörper des Landes, unter der dynamischen Stabführung von Markus Poschner und ein Ensemble exzellenter Sängerinnen und Sänger machten die Aufführung dieser populären Oper zum Erlebnis – Regie (Carmelo Rifici) und Bühnenbild (Guido Buganza) machten sie zum Gesamtkunstwerk, das sich nahtlos in den Stil der Architektur des LAC einfügte.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

Wien/Staatsoper
Carmen in Wien: Weltstar Piotr Beczała singt Blumenarie des Don Josés einfach perfekt!
Eröffnung der Saison 2022/23 der Wiener Staatsoper mit dem Kassenschlager “Carmen” von Georges Bizet am 6. September 2022.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

Eröffnung der Saison 2022/23 der Wiener Staatsoper mit dem Kassenschlager “La Bohème” von Giacomo Puccini am 5. September 2022
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de „DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2022“ weiterlesen

Wiener Staatsoper: Bertrand de Billy rettet den Abend vor einer Pleite

Foto: Günther Groissböck als Sarastro © Michael Pöhn

Wiener Staatsoper, 7. September 2022

Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte

von Jürgen Pathy

„Kellner frisst diese Partie wie nichts!“. Damit sollte er leider nicht Recht behalten. Ein Fachmann, der felsenfest davon überzeugt war, dass Peter Kellner als Papageno einen sicheren Kantersieg einfahren würde. In die Quere ist dem jungen Slowaken dabei eines geraten: sein unbändiges Selbstbewusstsein. Was ihm bei anderen Mozart-Partien in die Karten spielt, steht ihm als Papageno eindeutig im Weg – davon konnte man sich Mittwochabend in der ausverkauften Wiener Staatsoper überzeugen. Dabei hatte der Abend so verheißungsvoll begonnen.

„Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte
Wiener Staatsoper, 7. September 2022“
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Das Schönste dieses erinnernswerten Gala-Abends: Niemand fiel aus dem Rahmen

Foto: Yusif Eyvazov (Tenor), Anna Netrebko (Sopran), Mozarteumorchester Salzburg © SF / Marco Borrelli

Elbphilharmonie, Hamburg, 7. September

Anna Netrebko und Yusif Eyvazov
von Verdi bis Puccini

Anna Netrebko  Sopran
Yusif Eyvazov  Tenor
Elena Zhidkova  Mezzosopran

Philharmonie Baden-Baden
Jader Bignamini, Dirigent

von Harald Nicolas Stazol

„Stoppt die Mörderin, stoppt die Mör-de-rin“ höre ich vor der Elphi von den 80 Ukrainern, die Anna Netrebko wegen vor der Elphi diesen Mittwochabend demonstrieren, und ich rufe, „Medea steht doch heute Abend gar nicht auf dem Programm“, – da weist mich meine traumbegleitende Muse darauf hin, es nur „Friend of Putin!“ heißt, und ich bin ein wenig enttäuscht, dass in dem spärlich besetzten Saale keine nacktbrüstigen „Free Ukraine“-Pussy-Riots das Konzert unter- ja abbrechen könnten.

Stattdessen sich Anna Netrebko, von Arie zu Arie in Orangerot von Goldflammen durchsetzt mit ungeahnt schauspielerischem Talent zu den gewohnten Höhen, dem satten Ton, dennoch voller Leichtigkeit, die so nur sie hinkriegt, – allein, politisch geschickt ist sie nicht gerade, Anna Netrebko, doch dazu später mehr.

Als Thyssen und Krupp fusionieren, gehen die Arbeiter vor den Frankfurter Türmen an der Taunusanlagen der Deutschen Bank, „Soll und Haben“, auf die Straße. „Und von hier oben“, sagt mein Onkel, als er in grüner Krawatte von 20 anderen Anwälten das entsprechende Dokument unterzeichnet, nehmen sie sich wie Ameisen aus.

Demo? Welche Demo? Fragt man sich an diesem Abend, in den elysischen Höhen, der ganz der Liebe gewidmet ist – hier siegt die Kunst über die Politik, hier zeigt sich die Erhabenheit dreier russischer Stimmen, die offenbar Spaß haben an der Sache, auch wenn der Gatte der Netrebko etwas presst, was ihm, wenn Maman sich richtig erinnert, schon an der Scala Kritik einbrachte.

Anna Netrebko kenne ich noch aus Salzburg, wir beide blutjung, 2002??, unter Nicolaus Harnoncourt, und es ist die Inszenierung, in der das gesamte Ballett in Strümpfen eines österreichischen Strumpf-Imperiums, „Palmers“, eingekleidet ist, es war „Don Giovanni“ – seit diesem Abend ist mir die Netrebko ein Begriff. Und damals bin ich noch im liberalen Flügel der SPD. So einen gibt es in ihrer Heimat, Russland, schon da nicht mehr, wenn, dann versteckt.

Dass sie sich in manch Arena überstrapaziert, ein wenig abgesungen hat, – an diesem Abend kein Gedanke! Man mag sich an Hilde Güden erinnern, die Karajan an der Wiener Oper festhielt, dieselbe, an dem sie am Montag zu wenigen Buh-Rufen die Mimì sang, dieselbe, von der Elena die Muse anruft, „jetzt haben sie mich rausgeworfen, weil ich Russin bin“, nur natürlich viel höflicher formuliert.

Noch am Morgen trifft man die beiden an der Binnenalster, lachend, Anna in einem Leopardenensemble, und ja, sie äußert sich manchmal überraschend. Eine Russo-Faschistin aber kann ich in ihr nicht einmal vermuten, geschweige denn, beim schlechtesten Willen, erkennen.

Denn sowenig eine Sängerin politisch sein kann, wird ein Politiker Arien singen (abgesehen von jenen natürlich, die wir nicht mehr hören können…!).

„Freundin von Putin“ haben sie unten wie die Ameisen noch skandiert, naja, das waren Schröder und Steinmeier auch, nur singen können die eben nicht. Und deswegen bin ich hier.

Doch wie an die Karte kommen? Die Agentur River Concerts ist telefonisch nicht zu erreichen schon vor zehn Tagen, man reagiert nicht auf Emails. „Jede Note eine Bombe“, heißt es, nun denn, ich glaube, der Erlös dieses einen Abends von Welt dürfte von 80-450 Euro-Tickets Ungemach und Unterbrechung unterbunden haben.

Ich höre, eine Bombe kostet etwa 8500 Euro, also einmal die ganze erste Reihe. Doch erstmal muss man das Ticket ja aber HABEN!!!

In meiner zunehmenden Nervosität lasse ich meine Kontakte spielen. Michele Pronto, ein befreundeter Anwalt vielleicht, der zwei Abos laufen hat für Freunde und mich schon manches Mal mitnahm? „Natürlich nicht! Ich habe auch keins!“ whatsappt er. Donnerwetter, denk ich da noch, da liegt etwas im Busche, nein, der Busch brennt schon, und der HERR ist nah…

Wie ich aber dann doch erlöst wurde und hineindurfte, um der lieb-zarten, jahrelangen Freundschaft dreier überragenden SängerInnen, der Netrebko, der dem wundervollen Mezzosopran, Elena Zhidkova, fast karamelig und satt, und des Gatten der Diva, des wohltönenden Tenors Yusif Eyvazov. Man sieht den dreien ihre Freude an der Aufführung an – und ist denn nicht Freundschaft und Freude ohne Grenzen, ja grenzenlos?

Doch zunächst zu Tschaikovsky: Die Ouvertüre zu »Pique Dame« op. 68, steht an, und Anna, unsere, kosmopolitische, mit ihrer Stimme all Grenzen übertrahlende, gibt, nein, schenkt uns die Arie der Lisa aus der Oper »Pique Dame«.

„Bald ist es Mitternacht“, da fällt das Orchester Baden-Baden in das unheimliche, tiefe Thema, das erst diese Anna Netrebko zum Leuchten bring, wie weiland nur die große Galina Vishnevskaja, denn bei beiden reißt es einen vor lauter Inbrunst und warmen Tönen zu höchsten Höhen, von beiden ähnlich virtuos-herrschend-ehrfuchtgebietend, und der Rezensent schätzt sich erkoren, zu der Netrebko Lebzeiten geboren zu sein.

Pause. Die braucht man jetzt auch. Über die durchs Foyer Flanierenden hat sich etwas fast Andächtiges gelegt, aber das mag auch die Hingerissenheit des Verfasser bewirken, während sich die Muse mit einer Kennerin unterhält, ja das Gespräch mit Erlaubnis mitschneidet.

Doch da, wieder ohne Zwischenfälle, der Chronist ist enttäuscht, wir setzen uns, das Licht dämmt sich, Jader Bignamini wird mit korrektem Applaus bedacht, sein Dirigat ja auch bedächtigt und korrekt, die Philharmonie Baden-Baden eine Kur für Auge und Ohr.

Doch vorher an die Karte kommen! Schließlich hilft nur noch preussische Geheimdiplomatie, denn die Muse, ja mit Elena befreundet, trifft die beiden Diven, die Netrebko im Leopardenensemble, an der Binnenalster, auch Elena liebt Rachmaninoff, die Muse sagt, „mein bester Freund, ein Konzertkritiker auch, er bekommt keine Karte“ – „Warum hast Du das nicht gleich gesagt?“, ist, glaube ich die Antwort. Und das Wunder geschieht. Es ist ein Traum.

Isoldes Liebestod folgt (wieder die Liebe…), »Mild und leise wie er lächelt«, aus der Oper »Tristan und Isolde« WWV 90, was soll man sagen, selbst bei geschlossenen Augen wird die ganze Tragödie offenbar, und man wünschte sich, dass das Ganze auf einer Großbildleinwand über den ukrainischen Demonstranten vorgeführt würde, auf dass sie zur Vernunft kommen. Aber wegen eines Wagner-Fans hatte ja auch ein Furtwängler, ja, ein Karajan Berufsverbot einige Jahre lang. Soweit ist es ja nun glücklicherweise noch nicht.

Die Manon – Puccini setzt den Schlussstrich – legt die Ausnahme-Sopranistin ein wenig zu nervös an, schwingt sich aber dann zur stimmlichen Apotheose auf, was den Applaus im Anschluss, und den grazil-lächelnden Verbeugungen der Stimmvirtuosen einen würdigen, abschliessenden Rahmen verleiht.

Das schönste aber dieses erinnernswerten Gala-Abends: Niemand fiel aus dem Rahmen.

Harald Nicolas Stazol, 9. September 2022, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

PROGRAMM

Gaetano Donizetti

Piangete voi? / aus der Oper »Anna Bolena«
Tombe degl’avi miei / Arie aus der Oper »Lucia di Lammermoor«

Francesco Cilea

Acerba voluttà, dolce tortura / Arie der Principessa aus »Adriana Lecouvreur«

Piotr I. Tschaikowsky

Ouvertüre zu »Pique Dame« op. 68
Arie der Lisa aus der Oper »Pique Dame«

– Pause –

Richard Wagner

Isoldes Liebestod
»Mild und leise wie er lächelt«, aus der Oper »Tristan und Isolde« WWV 90

Giuseppe Verdi

Forse la soglia attinse / Arie des Riccardo aus der Oper »Un ballo in maschera«

Georges Bizet

Farandole / aus: L’arlésienne / Suite Nr. 2

Giacomo Puccini

Donna non vidi mai / Arie des Des Grieux aus der Oper »Manon Lescaut«    In quelle trine morbide / Arie der Manon aus der Oper »Manon Lescaut« Intermezzo 3. Akt aus der Oper »Manon Lescaut«
Tu, tu, amore, tu? / Duett aus der Oper »Manon Lescaut«

 

Mahlers Auferstehungs-Symphonie beim Musikfest Berlin: Hör’ auf zu beben! Bereite dich, zu leben!

Gustav Mahler
Symphonie Nr.2 in c-Moll

Heidi Stober   Sopran
Karen Cargill   Mezzosopran
Paolo Bortolameolli   Dirigent
Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin

Philharmonie Berlin, 7. September 2022

von Peter Sommeregger

Die 2. Symphonie Gustav Mahlers wird auch „Auferstehungs-Symphonie“ genannt, weil sie einen Teil einer Ode Klopstocks in der Adaption durch den Komponisten zum Thema hat. Durch die große Besetzung, inklusive Orgel, gemischten Chor und zwei Gesangssolistinnen erhält das Werk eine Wucht, die immer wieder beeindruckt.

Die Deutsche Oper Berlin wählte das Werk für ihr traditionelles Gastspiel beim Musikfest Berlin, der GMD Donald Runnicles musste aber wegen einer Corona-Erkrankung ersetzt werden. Für ihn übernahm sehr kurzfristig der Italiener Paolo Bortolameolli, der mit großem Engagement in die Bresche sprang. Schwierig zu sagen, wie viel an der Interpretation schon von Runnicles bei den Proben festgelegt wurde, jedenfalls überzeugte der Einspringer mit deutlicher Zeichengebung und großem Temperament, das für dieses monumentale Werk erforderlich ist. „Gustav Mahler, Symphonie Nr.2 in c-Moll
Philharmonie Berlin, 7. September 2022“
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Annette Dasch als Gräfin Dubarry zu Besuch in der Late-Night-Show von Sonnenkönig Harald Schmidt

Annette Dasch (Gräfin Dubarry), Harald Schmidt (König Ludwig XV.) © Barbara Pálffy/Volksoper Wien

Als erste Premiere der Saison 2022/23 spielt die Wiener Volksoper die Operette “Die Dubarry” von Carl Millöcker in der textlichen Neufassung von Theo Mackeben. Diese Fassung wurde 1931 zum ersten Mal im Admiralpalast in Berlin aufgeführt, nachdem die Operette ursprünglich 1879 im Theater an der Wien unter der Bezeichnung “Gräfin Dubarry” auf ein Libretto von Friedrich Zell und Richard Genée uraufgeführt worden war.

Volksoper, Wien, 7. September 2022 PREMIERE

Carl Millöcker, “Die Dubarry”

Operette von Carl Millöcker und Theo Mackeben

Kai Tietje, Dirigent
Jan Philipp Gloger, Regie

Mit Annette Dasch, Lucian Krasznec, Juliette Khalil, Wolfgang Gratschmaier, Harald Schmidt, Marco Di Sapia, u.a.

von Jean-Nico Schambourg

Die Geschichte erzählt den Aufstieg des einfachen Mädchens Jeanne Beçu zur einflussreichen Maîtresse von Louis XV. Auf diesem Weg muss sie verschiedene Schicksalsschläge einstecken, muss sich gegen sex- und machtgeile Männer und deren Intrigen und körperliche Übergriffe wehren. Sie zeigt sich als selbstbewusste Frau, die gewillt ist, ihr Leben autonom zu bestimmen und nicht sexuelles Lustobjekt oder gesellschafts-politischer Spielball der Männer zu sein. Annette Dasch weiß die verschiedenen Lebens- und Gemütsphasen der Protagonistin wunderbar darzustellen.

„Carl Millöcker, “Die Dubarry”
Volksoper, Wien, 7. September 2022 PREMIERE“
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