Beseelte Klänge schmeicheln im Kühlhaus

Intonations 2026 © Monika Rittershaus

Eindrücke vom Abschlusskonzert des Intonations-Festivals

Das von Elena Bashkirova 2012 gegründete Intonations-Festival hat seinen ganz eigenen Charme. Die schlichten kostenlosen Programmzettel und eine Folge von Stücken, zwischen denen es keinerlei Berührungspunkte gibt, erinnern mich an die Vortragsabende an der Berliner Musikhochschule in meiner Studienzeit. Nur dass sich hier unter den Mitwirkenden nebst Bashkirova Prominente wie Martha Argerich, Daniel Barenboim oder Dorothea Röschmann finden, und Instrumental- und Vokalmusik nebeneinandersteht.

Kurt Weill    5 ausgewählte Lieder

Ludwig van Beethoven    Violinsonate Nr. 7 op. 30/2

Fritz Kreisler
Liebesleid
Schön Rosmarin

Ausgewählte armenische Volkslieder

Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichoktett op. 20

Berlin, Kühlhaus, 14. Juni 2026

Von Kirsten Liese

Dass an sämtlichen vier Tagen die legendäre Martha Argerich von der Partie sein sollte, ist freilich ein besonderes Novum. Allzu gerne hätte ich sämtliche Konzerte mit ihr besucht, aber aus zeitlichen Gründen war mir leider nur das Abschlusskonzert vergönnt. „„INTONATIONS“ Chamber Music Festival 2026, Abschlusskonzert, Kühlhaus, Berlin
klassik-begeistert.de, 14. Juni 2026“
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Löwin Argerich erlegt ihr Publikum mit sicherer Pranke

© Monika Rittershaus

 „INTONATIONS“ Jerusalem Chamber Music Festival 2026

Kühlhaus, Berlin, 13. Juni 2026

von Dr. Ingobert Waltenberger

Ludwig van Beethovens Violinsonate Nr. 3 in Es-Dur, op. 12, Nr. 3 stand am dritten Tag des Festivals am Beginn eines umfangreichen Programms mit zwei Pausen. Dementsprechend war als Konzertbeginn 17 Uhr anberaumt. Mir ist völlig schleierhaft, wie Amateure in den damaligen bürgerlichen Salons die in den Ecksätzen technisch wahnsinnig anspruchsvolle und technisch schwierige Sonate überhaupt auf die Reihe bringen konnten. Die wie das gesamte op. 12 Antonio Salieri gewidmete Sonate mit ihrem im Adagio an Mozart gemahnenden Gestus erweist sich bei aller Anforderungen an den Violinpart immer noch als klavierdominant, gegenteilige musikwissenschaftliche Behauptungen hin oder her. „ „INTONATIONS“ Chamber Music Festival 2026, Argerich, Beethoven
Kühlhaus, Berlin, 13. Juni 2026“
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„Das ist ein Flöten und Geigen …“ (Heinrich Heine)

© Neda Navaee

„INTONATIONS“
Chamber Music Festival 2026
vom 11. bis 14. Juni 2026

Kühlhaus Berlin, 12. Juni 2026

von Dr. Ingobert Waltenberger

Elena Bashkirova ruft und alle kommen, Musiker wie Publikum im ausverkauften „Cube“ gleichermaßen. Auch am zweiten Tag stand klarerweise wieder Martha Argerich im Epizentrum des Interesses. Unter den Zuhörern fand sich wieder Daniel Barenboim, der alle Worte von Robert Schumanns herzergreifenden Zyklus „Dichterliebe“, op. 48, mit seinem Mund behutsam nachformte und natürlich der befreundeten Pianistin aus Argentinien achtsam lauschte. „„INTONATIONS“ Chamber Music Festival 2026, Martha Argerich
Kühlhaus Berlin, 12. Juni 2026“
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Argerich, Bashkirova und Barenboim schmücken das Chamber Music Festival 2026

© Lionel Tan

„INTONATIONS“
Chamber Music Festival 2026
vom 11. bis 14. Juni 2026

MARTHA ARGERICH, ELENA BASHKIROVA und DANIEL BARENBOIM stehen an der Spitze einer illustren Schar von Sängern und Instrumentalisten 

Kühlhaus Berlin, 11. Juni 2026

von Dr. Ingo Waltenberger

Große Dankbarkeit und unendliches Glück werden viele Musikbegeisterte empfinden. Denn die Grande Dame der Klavierkunst, Martha Argerich, adelt das wohl beste und ambitionierteste Kammermusikfestival der deutschen Hauptstadt mit vier Auftritten.

Am 5. Juni feierte sie ihren 85. Geburtstag. Als Pianistin ist sie genau so taufrisch, passioniert und kompromisslos grundehrlich, wie sie das eh und je war. Sie braucht keine pseudokünstlerische Folklore wie andere Stars. Mir fällt da etwa als Gegenbeispiel das minutenlange sauertöpfische Zurechtrücken des Klavierschemels bei einem Konzert von Arturo Benedetti Michelangeli ein. „Intonation Chamber Music Festival 2026
Kühlhaus Berlin, 11. bis 14. Juni 2026“
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Im Kühlhaus Berlin schmelzen die Hörerherzen dahin

Kühlhaus Berlin – fotografiert aus der U1 © Andrea Wenzler

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin – RSB – nennt sich ganz zu Recht nach seiner (und meiner) Heimatstadt: Kaum ein anderes Orchester fühlt sich nicht nur auf einem, zwei oder drei regulären Podien zu Hause, sondern sucht daneben regelmäßig die signature-Orte der Stadt auf. Im Kühlhaus Berlin etwa versinkt man gern im Plüschsofa, während durchaus mal Techno-Bässe in die Generalpause wummern.

Johannes Matthias Sperger
Quartett für Flöte, Viola, Violoncello und Kontrabass D-Dur

Erwin Schulhoff
Sextett für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli

Johannes Brahms
Sextett für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli B-Dur op. 18

Stipendiat:innen der Orchesterakademie des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin

Kühlhaus Berlin, 22. Mai 2025

von Sandra Grohmann

Wie kleine Orchesterwerke kommen die Streichsextette daher, mit denen sich Johannes Brahms als Mitte Zwanzigjähriger für die erst viel später folgenden Sinfonien quasi warmlief. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten der RSB-Orchesterakademie stellen sich mit der ersten dieser großen kleinen Kompositionen vor, wobei die Violinen (damit alle spielen können) nach dem zweiten Satz auswechseln. Das Stück – das hörbar Bezug auf Bach nimmt – ist seinerseits die Wurzel des Stücks, das der später im KZ Wülzburg verstorbene Erwin Schulhoff Mitte der 1920er Jahre für gleiche Besetzung  geschrieben hat und das schon vor der Pause erklungen ist.

„Stipendiatinnen und Stipendiaten der RSB-Orchesterakademie
Kühlhaus Berlin, 22. Mai 2025“
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