Die Blume von Hawaii

„Auf das Mozarteumorchester Salzburg können wir alle Österreicher stolz sein.“

SALZBURGER LANDESTHEATER, 10. Oktober 2020

Foto: Sophie Mefan (Bessie), links Franz Supper (Prinz Taro), rechts Marco Dott (Gouverneur)   © Anna-Maria Löffelberger

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Der Bericht von der 6. Aufführung im Salzburger Landestheater soll mit dem folgenden Absatz und mit dem Schlussteil einen schönen Rahmen erhalten.

Der am heimischen Mozarteum ausgebildete Christian Floeren  gestaltete die Bühne einfach, aber mit Raffinesse. Im Mittelteil der Bühne steigen Treppen aufwärts in einen die volle Höhe ausfüllenden kreisförmigen Ausschnitt. Im Hintergrund werden dann Landschaftsprojektionen mit Flora und Fauna sichtbar oder auch nur monochrome Licht- und Farbeffekte (Licht: Richard Schlager). Das Einheitsbühnenbild wird auf diese Weise nicht als solches empfunden. „Paul Abraham, DIE BLUME VON HAWAII
SALZBURGER LANDESTHEATER, 10. Oktober 2020“
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Verachtet mir die Stadt- und Landestheater nicht, und ehrt mir ihre Kunst (3): Das Salzburger Landestheater

Foto: © Salzburger Landestheater

Analog zu Hans Sachs aus Richard Wagners „Meistersingern von Nürnberg“ propagiert das Ehepaar Schweitzer in dieser fünfteiligen Serie: „Verachtet mir die Stadt- und Landestheater nicht, und ehrt mir ihre Kunst.“ Das ist auch ihre Schlusspointe und war von Anfang an die Idee der Serie. Der Untertitel „Das Stadttheater Klagenfurt“ gibt zu verstehen, dass hier für die – unschöner Name – „Provinztheater“, die Mehrspartentheater sind, eine Lanze gebrochen wird.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Am Ostermontag 1958 stand ich zum ersten Mal vor dem Theater am Makartplatz, ich war überhaupt zum ersten Mal in der Stadt Salzburg. Neugierig schaute ich auf den Aushang und las mit Erstaunen „La Traviata“ mit Murray Dickie a. G. (als Gast) in der Partie des Alfred (Ich glaube, es wurde noch in deutscher Sprache gesungen). Ich kannte den Sänger von Wien bis jetzt nur dem Namen nach als Pedrillo, Brighella, Jaquino und David. Als knapp vier Monate alter Opernfan, also noch ein Greenhorn, verband ich Salzburg das ganze Jahr mit Festspielen. Das Große Festspielhaus, anfangs Neues Festspielhaus genannt, war noch im Bau. Von einem Festspielhaus, das später immer wieder umbenannt wurde (Altes Festspielhaus, Kleines Festspielhaus, derzeit Haus für Mozart) hatte ich keine Ahnung. „Verachtet mir die Stadt- und Landestheater nicht, und ehrt mir ihre Kunst (3): Das Salzburger Landestheater“ weiterlesen