Anna Netrebko und Yusif Eyvasov in der Wiener Staatsoper: Ist es klug ein Ehepaar als Liebespaar auftreten zu lassen?

Giacomo Puccini, Tosca
Wiener Staatsoper, 13. Dezember 2020

Livestream am 13. Dezember 2020

von Dr. Ralf Wegner, Hamburg

Inszenierung und Bühnenbild haben mir gefallen. Es war alles so, wie man sich eine Tosca-Aufführung vorstellt. Gleiches gilt für die Bildregie, die alles unaufgeregt auf den Bildschirm brachte. Allerdings bleibt es schwierig, eine Opernaufführung, ob live übertragen oder als Filmkonserve, hinreichend zu beurteilen. Auf keinen Fall ist es möglich, die Atmosphäre und Aura einer selbst erlebten Aufführung per Bildschirm auch nur annähernd einzufangen. Das gilt etwa für die nicht einfangbare, schiere Größe der Stimme; aber auch ein ausuferndes Vibrato kann im Saal bei entsprechender darstellerischen Potenz immer vergessen werden. Gwyneth Jones war hierfür während ihrer letzten Bühnenjahre ein Beispiel.

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht. Anna Netrebko verfügt als Tosca zweifellos über eine prachtvolle große und in der Höhe aufblühende, dunkel timbrierte, schöne Stimme ohne jede Schärfe oder störendes übermäßiges Vibrato. Der Stimme mangelt es aber in meinen Ohren an Ausdrucksvermögen, an Beseelung. Gefühle wie hingebungsvolle Liebe, Verzeihen, schiere Verzweiflung und abgrundtiefer Hass werden von der Sängerin zwar gespielt, aber nicht stimmlich transportiert.  „Giacomo Puccini, Tosca, Anna Netrebko, Yusif Eyvazov, Wolfgang Koch
Wiener Staatsoper, 13. Dezember 2020“
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Weltklasse! Anna Netrebko ist eine Tosca bis in die Fingerspitzen

Giacomo Puccini, Tosca
Wiener Staatsoper, 13. Dezember 2020 (Live-Aufführung)

 Anna Netrebko Fotos: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Renate Wagner bespricht den Stream:

Man kann an Anna Netrebko vieles bewundern; auf jeden Fall das ungemein konsequente Arbeiten an einer Karriere (denn geschenkt wird einem ja bekanntlich gar nichts). Bewundernswert ist nicht zuletzt ihr Fleiß. Man könnte schwindlig werden angesichts der Schnelligkeit, mit der sie sich in den letzten Jahren ein Riesenrepertoire von Riesenpartien angeeignet hat.

Nachdem sie Mozart, Bellini und Donizetti hinter sich gelassen hatte und 2014 in die Lady Macbeth gesprungen war, kamen die Troubadour-Leonora und die Giovanna d’Arco, es folgte die Adriana Lecouvreur, dann die Aida. 2017 eröffnete sie die Scala mit der Madeleine im „Andrea Chénier“ (die sie dann auch in Wien gesungen hat), 2018 folgten die „Tosca“ an der Met (mit der sie die Scala 2019 eröffnete) und die Forza-Leonora (in London mit Kaufmann), dann sang sie – die Zusammenarbeit mit Thielemann stand dahinter, wenn auch diesbezügliche Pläne bisher nur teilweise verwirklicht werden konnten – die Elisabetta und die Turandot. Und wenn man sie ließe, hätte sie demnächst an der Met als Abigaile debutiert, aber wie man sie kennt, holt sie das noch nach. „Giacomo Puccini, Tosca, Anna Netrebko, Wiener Staatsoper, 13. Dezember 2020 (Live-Aufführung)“ weiterlesen

Piotr Beczala hat für die Rolle alles, die Biegsamkeit der Stimme, die Kraft, die Höhen, nur eines nicht: die Eleganz der französischen Phrasierung.

Wiener Staatsoper / STREAM: WERTHER

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WIEN / Wiener Staatsoper / STREAM: WERTHER von Jules Massenet, 10. Dezember 2020

von Dr. Renate Wagner, Wien

Foto: Bogdan Roščić, Wiener Staatsoper © Foto: M. Pöhn

Nein, Bogdan Roščić ist nicht Peter Gelb (man kann ja schließlich auch einmal Glück haben), er sperrt sein Haus nicht a priori zu (weil das die bequemste Lösung ist), er spielt – und wenn er Corona-bedingt nicht mehr vor Publikum spielen darf, dann produziert er dennoch für die digitalen Medien, damit Leistungen nicht verloren gehen.

Ehrlich, wenn die Netrebko, der Beczała, unser Groissböck ihre wichtigen Wiener Rollendebuts geben wollen, gehörte schon gewaltige Gefühllosigkeit dazu, sie ihnen zu verweigern. Und das Publikum ist ja auch noch da, das seine Lieblinge lieber am Computer oder Bildschirm als gar nicht sieht…

So lief also als erste von im ganzen fünf geplanten Produktionen für den Dezember (die Henze-Premiere und die Silvester-„Fledermaus“ kommen auch noch dazu), der „Werther“.

Die 15 Jahre alte Inszenierung von Andrei Serban (die hat damals übrigens Philippe Jordan dirigiert, der sich – wie er in seinen Memoiren vermerkt – nie hätte vorstellen können, dass er einmal an diesem Haus Musikdirektor sein würde…), ist nicht besser geworden. Man weiß, dass dieser romantischen Tragödie die Gewänder der Goethe-Zeit am besten stehen (Aufführungen mit Kaufmann / Koch haben das bewiesen), und warum man die bürgerliche Beengtheit der fünfziger Jahre da mit inszenieren muss, wissen die Götter – sie machen die Geschichte nur reizlos, und keine Charlotte mit scheußlicher blond-ondulierter Lockenfrisur, kein Werther im Mantel kann die Wirkung erzielen, die schon von der Optik her genuin in der Geschichte steckte. Aber vermutlich ist diese Diskussion längst abgeschlossen, und wer so etwas wie „Respekt“ vor dem Werk postuliert, ist ohnedies verloren.

Werther Beczala 2020 Xx
Fotos: Wiener Staatsoper / Pöhn

Außerdem lieben die Wiener (nicht nur sie, aber sie besonders) das Startheater, und der Pole Piotr Beczała (mit Wiener Wohnung und zweifellos besonderer Verbundenheit mit der Stadt, wenn er auch in Linz begonnen hat, wo’s ja bekanntlich beginnt…) ist ein solcher. In der ersten Hälfte seiner 50er Jahre ist ein Tenor, wenn er seine Stimme gepflegt hat, auf der Höhe seiner Kunst. Nun hat Beczała (ideal in Rusalka, in Onegin) bekanntlich vor allem die Italiener gesungen, sich die Franzosen nur partiell einverleibt – in Wien war er Faust und Roméo sowie der dramatische José. Den Hoffmann hat er sich allerdings überlegt (angeblich, weil die Rolle nichts hergibt, womit er sicher unrecht hat).

Nun also der Werther, der ein junger Mann sein sollte, aber wie genau nimmt man das schon? (Zumal, wenn man ihm auch eine etwas behäbige Charlotte gibt, die nicht den Eindruck eines jungen Mädchens erweckt.) Er hat für die Rolle alles, die Biegsamkeit der Stimme, die Kraft, die Höhen, nur eines nicht – die Eleganz der französischen Phrasierung. Aber wer will sich schon in Stilfragen verheddern? „Pourquoi me réveiller“ gelang ihm prachtvoll, live hätte das, wäre Publikum im Zuschauerraum gewesen, Jubelstürme und Getrampel ergeben. Im übrigen merkt man immer, wie sehr Beczała bemüht ist, seine Figuren auch zu gestalten. Aber vor allem kann er sie singen – so wie er bei Stimme ist, möchte man seinen Radamès, um dessen Debut an der Met er eben gekommen ist, möglichst bald hören…

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Wenn eine Sängerin wie Gaëlle Arquez einst unter Philippe Jordan debütiert hat (das war in der Opéra Bastille in  Hanekes »Don Giovanni« als Zerlina), hat sie gute Karten, aber man muss ehrlich sagen, dass schon Meyer sie als Glucks „Armide“ eingesetzt hat und dass sie auf der Bregenzer Seebühne eine überzeugende Carmen war, überzeugender jedenfalls als diese etwas hausbackene, etwas ungelenke Charlotte, deren dunkel-leuchtender Mezzo immer wieder ziemlich durchdringend klang. Sie hat jedenfalls nicht, wie manche Kollegin, ihren Liebhaber Werther in den Schatten gestellt.

Die beiden „großen“ Nebenrollen sind dankbar genug, dass Daniela Fally noch immer – mit etwas Forcement – das junge Mädchen singt, und Clemens Unterreiner lässt sich von der Erinnerung an seinen Kollegen, der zum idealen bösen Gatten dieser Inszenierung wurde, nicht verschrecken und gibt seine Version des bürgerlichen Bösewichts, teils mit gewaltigem Stimmeinsatz. Dazu in den echten Nebenrollen: Peter Kammerer, Andrea Giovannini und Michael Rakotoarivony.

Bertrand de Billy ist nicht der einzige (Welser-Möst kam noch früher), der sich einst mit Dominique Meyer überworfen hat und jetzt an die Staatsoper zurückkehrt. Da ist die düster vibrierende Romantik und die große Tragödie, und sie kommen voll aus dem Orchester.

Offenbar durften doch ein paar Zuschauer in der Oper sitzen, und sie klatschten am Ende in Vertretung für alle, die es vielleicht vor ihren Computern und Fernsehschirmen getan haben. Um das festzuhalten: Man ist sehr dankbar für diese Aufführungen.

Renate Wagner / onlinemerker.com, 11. Dezember 1010

Diese „Werther“-Aufführung wird am 10. Jänner 2021 (20.15 Uhr) in
ORF III gesendet.

klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at, 11. Dezember 2020

Eine "Salome" voller Überraschungen

Foto: Vida Miknevičiūtė © Jerzy Bin Photography

Wiener Staatsoper, 8. Oktober 2020
Richard Strauss, Salome

Regie: Boleslaw Barlog

Orchester der Wiener Staatsoper
Dirigent: Alexander Soddy

Mit: Vida Miknevičiūtė, Marina Prudenskaya, Vincent Wolfsteiner, Tomasz Konieczny

von Herbert Hiess

Die erste besuchte Aufführung unter der neuen Direktion Roščić – und schon kommt man aus dem Staunen nicht raus. Zuerst kann man erfreut registrieren, dass viel junge und jüngere Leute die Aufführung besuchten; das war erstens schon lange nicht der Fall und zweitens ist das in anderen Häusern nicht wirklich zu bemerken. Und vor allem, dass man eine „Salome“ höchstkarätig serviert bekommt, ist sicher nicht alltäglich. Das war zuletzt bei Herbert von Karajan in Salzburg der Fall und ebendort 1992 unter Christoph von Dohnányi. Diese tolle Besetzung von damals (Malfitano, Schwarz, Riegel, Terfel) wird durch die aktuelle von Wien fast übertroffen. „Richard Strauss, Salome,
Wiener Staatsoper, 8. Oktober 2020“
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"Star-Tenor" Jonas Kaufmann in der besten Oper der Welt: Echter Verdi, echte Emotion klingen anders

Jonas Kaufmann wird seines großen Namens zu selten gerecht. Nur gelegentlich, wie zum Beispiel im Abschiedsduett zwischen Don Carlos und Elisabeth, lässt er die Herzen des Publikums höherschlagen. Der Rest ist überwiegend ziemlich ernüchternd. Woran das ganz genau gelegen hat, ist schwierig zu beantworten. Ob einfach nur an der Stimme, die dauerhaft zu wenig differenziert und aufgrund des „voce ingolata“ einschläfernd wirkt oder auch am Dirigat Bertrand de Billys, das ebenso wenig zupacken kann und nur durch oberflächlich, reinen Schönklang in Erinnerung bleibt – vermutlich von allem ein wenig. Echter Verdi, echte Emotion klingen anders.

Foto: Jonas Kaufmann; Wiener Staatsoper © Michael Pöhn
Giuseppe Verdi, Don Carlos

Wiener Staatsoper, 27. September 2020

von Jürgen Pathy

Verdi auf Französisch – nein, danke! Mag es zwar löblich sein, dass Bertrand de Billy das Original mühevoll rekonstruiert hat, die volle Wirkung kann Verdis Meisterwerk im Grunde nur in italienischer Sprache entfachen. Vor allem emotional und musikalisch. Die Rede ist von „Don Carlos“. Nicht umsonst hat Verdi sich die Arbeit angetan, die Grande opéra im klassischen Stil zu kürzen und zu streichen. Für die italienische Neugestaltung, die 1884 an der Mailänder Scala aufgeführt wurde, nahm er nicht nur einige Änderungen vor, sondern eliminierte die Hälfte der Musik und komponierte ein Drittel zur Gänze neu.

Weshalb, das durfte man gestern an der Wiener Staatsoper zur Kenntnis nehmen. „Don Carlo“ als „Don Carlos“, also in der französischen Urfassung von 1867: langweilig! Vor allem der erste Akt, den Verdi in der späteren Fassung komplett gestrichen hatte, ist geprägt von Langatmigkeit und musikalisch gähnender Leere. „Giuseppe Verdi, Don Carlos
Wiener Staatsoper, 27. September 2020“
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Verdi-Festival für alle Sinne: Publikumsliebling Plácido Domingo verzaubert Wien

Ein Domingo, den man in dieser stimmlichen Verfassung vermutlich nur mehr selten, wenn überhaupt jemals wieder erleben können wird. Opernherz, was willst du mehr?!

Foto: Plácido Domingo als Simon Boccanegra in der Wiener Staatsoper, Foto: Michael Pöhn

Giuseppe Verdi, Simon Boccanegra
Wiener Staatsoper, 18.
September 2020

von Jürgen Pathy

Bravo Plácido! Ein Altstar erlebt seinen zweiten Frühling. Obwohl Plácido Domingo, der letzte echte Opernstar von Weltrang, seinen Zenit schon länger überschritten hat, bewies er gestern Abend mal wieder, weshalb er noch immer zurecht auf der Bühne der Wiener Staatsoper steht. Der Spanier, der seit Jahren als Bariton durch die Welt tourt, brilliert in der Titelpartie von Giuseppe Verdis „Simon Boccanegra“. In diesem – zu Unrecht – unterschätztem Meisterwerk, das musikalisch als auch dramaturgisch, großes Kino bietet, feiert der Publikumsliebling einen sensationellen Erfolg.

Bereits 2009, als er mit Simon Boccanegra sein internationales Debüt als Bariton aufs Parkett zauberte, war der Lobgesang hoch. Jetzt, elf Jahre später, einige Skandale und Jährchen mehr am Buckel – offiziell ist er 79 Jahre alt, man munkelt er hätte die 80 jedoch schon überschritten – kann er es noch immer. Und wie! „Giuseppe Verdi, Simon Boccanegra
Wiener Staatsoper, 18. September 2020“
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Die MITTWOCH-PRESSE – 16. SEPTEMBER 2020

Foto: JONAS KAUFMANN: Sein neues Auto? Würde er auch für Tiefkühlgemüse und Kernseife grinsen? Warum investiert er nicht einfach mehr Zeit und Liebe in sein Rüstzeug: seine immer schwächer werdende Stimme? Instagram (c) Wie finden Sie, liebe LeserInnen von klassik-begeistert.de, solche Werbebilder von Gesangsprofis in den sozialen Netzwerken?

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Die MITTWOCH-PRESSE – 16. SEPTEMBER 2020

Corona trifft die Opernszene
Eine Operettenpremiere von Musikstudenten zieht 46 Infektionen nach sich – auch in der Wiener Staatsoper. Das Virus wurde vermutlich beim Plaudern vor und nach der Aufführung übertragen.
https://www.diepresse.com/5867791/corona-trifft-die-opernszene

Österreich
Sieben Regionen ab Mittwoch orange: Keine neuen Einschränkungen
Wien, Innsbruck, Bludenz, Dornbirn, Neunkirchen, Mödling und Kufstein steigen um eine Sicherheitsstufe. Was das bedeutet.
Kurier

Wien/ Staatsoper
Corona-Feuer am Operndach
Cluster rund um private Musik-Uni weitete sich aus, sieben Personen an der Staatsoper betroffen.
Wiener Zeitung

Wien/ Staatsoper: „Liebestrank mit Corona-Spuren
Zu Umbesetzungen aufgrund einer Corona-Erkrankung und der Isolierung von Kontaktpersonen kam es bei der Staatsopern-Aufführung von „L’elisir d’amore“.
http://www.diepresse.com/5867491/staatsoper-liebestrank-mit-corona-spuren

Berlin
Erste Opernaufführung seit dem Lockdown in Berlin: Neues Leben auf der Bühne der Staatsoper
Mit der Hans-Neuenfels-Inszenierung von Richard Strauss‘ „Ariadne auf Naxos“ beginnt Unter den Linden eine außergewöhnliche Spielzeit.
Tagesspiegel

Berlin
Die Bühnen und die neuen Coronaregeln: Wahl der Qual

Schachbrett-Prinzip oder 1,5-Meter-Abstand: Die Berliner Klassik-Szene reagiert ganz unterschiedlich auf die Lockerungen von Senator Lederer.
Tagesspiegel

Interview mit der Akustikerin Brigitte Graner: „Wer die Augen schließt, hört mehr“
Tagesspiegel

CD-Besprechung: Mieczyslaw Weinberg: Wir gratulieren!
Oper in zwei Akten
Oehms Classics OC 990
Es ist mit Sicherheit dem großen Erfolg von Weinbergs Oper „Die Passagierin“, die 2010 posthum uraufgeführt wurde, zu verdanken, dass man sich bei Oehms Classics entschloss, diesen Mitschnitt einer weiteren Oper Weinbergs aus dem Jahr 2012 zu veröffentlichen.
Im Gegensatz zur „Passagierin“ handelt es sich bei „Wir gratulieren“ um ein heiteres Werk nach dem Theaterstück Masel tov von Scholem Alejchem. Es wurde 1975 komponiert, seine deutsche Erstaufführung erlebte es wohl erst in dieser jetzt veröffentlichten Aufzeichnung einer semi-szenischen Aufführung im Konzerthaus Berlin.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert

Wenn Corona zur neuen Operndisponentin wird
Pretty Yendes Debüt an der Wiener Staatsoper mit Donizettis „L“elisir d“amore“ überzeugte nur zum Teil
Der Standard

Wien/ Staatsoper
Puccini ohne Pathos: Madama Butterfly in Wien
bachtrack

Wien
Covid-Cluster an Wiener Privatuniversität für Musik und Kunst
Eine Opernproduktion Studierender sorgte für 46 Covid-Fälle in Wien – Theater bleiben trotz Ampelfarbe Orange geöffnet
Der Standard

Berlin/ Hamburg
HH: Unentschieden im Ariadne-Derby zwischen der Lindenoper und der Staatsoper Hamburg
Na also, geht doch: Oper trotz Corona. Ein großartiger Saisonstart in der Lindenoper! Wozu braucht man eine Premiere zur Saisoneröffnung, wenn man diese wunderbare Aufführung mit diesem genialen Dirigenten haben kann? Non molto agitato, ma eccellente, diese Vorstellung.
Von Johannes Fischer
Klassik-begeistert

DOV fordert – 50 Prozent der Plätze in Konzertsälen belegen
Planungssicherheit für Veranstalter
BR-Klassik.de „Die MITTWOCH-PRESSE – 16. SEPTEMBER 2020“ weiterlesen

Die SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2020

Liebe klassik-begeistert.de-LeserInnenen: Bitte lesen Sie unbedingt Folgendes unter „Infos des Tages“ (weiter unten) von Fritz Krammer, onlinemerker.com: SITUATIONSBERICHT VOM GESTRIGEN „SIMON BOCCANEGRA“ IN DER WIENER STAATSOPER!

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2020

Foto: Simon Boccanegra, Wiener Staatsoper, Stehplätze, unmittelbar vor Vorstellungsbeginn, 12. September 2020, (c) Fritz Krammer

Wien/ Staatsoper
„Elektra“. Agamemnons Auferstehung
Jetzt thront sie also wieder über Mykene, die riesenhafte Statue des Agamemnon. Ihr Haupt ist zu Boden gestürzt, aber sie hat dem Versuch, sie gänzlich niederzureißen, widerstanden. Elektra flüchtet sich in ihren Schatten. Aber die Statue vermag ihre Vatersehnsucht eben sowenig zu trösten wie ihren Rachedurst zu stillen.
http://www.operinwien.at/werkverz/strauss/aelektra13.htm

HOPE and APPRECIATION in der Elbphilharmonie Hamburg
Das erste Mal im jungen Leben der Elbphilharmonie erlebe ich das Phänomen der Stille vor dem Konzert: kein Husten, kein Summen, kein Flüstern.
Es liegt eine Spannung in der Luft, für jeden einzelnen im Publikum bedeutet Musik viel, diese Bedeutung erfüllt den Raum mit anhaltender Intensität. Ein andächtiges Innehalten während des gesamten einstündigen Konzertes, lediglich das Klatschen zwischen einzelnen Sätzen der Werke stört.
Von Elzbieta Rydz
Klassik-begeistert

ORF-Sommernachtskonzert: Die wenigen Karten werden ab Montag verlost
https://www.sommernachtskonzert.at/index.html

Graz
Musikverein für Steiermark/ Programmpräsentation im ORF
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200911_OTS0002/musikverein-graz

Stehen Künstleragenturen weltweit vor dem Aus?
Die USA sind von der Covid-19-Pandemie besonders hart betroffen, was Infektions- und Todeszahlen angeht. Das Kulturleben liegt brach, weshalb vergangene Woche eine der wichtigsten Künstleragenturen der USA insolvent gegangen ist, Columbia Artist Management. Werden andere Künstleragenturen bald nachfolgen und reihenweise dichtmachen müssen? Und wie sieht die Lage weltweit aus? Auch in Asien und Australien finden seit Monaten so gut wie keine Konzerte und Kulturveranstaltungen statt.
BR-Klassik

Matthias Goerne: „Die Kultur steht vor dem Bankrott:
Die Welt.de

Purkersdorf/NÖ
Eine Probebühne aus Lego
Aus Zeitnot entwickelte der Tullnerbacher Wolfgang Gratschmaier Probebühnen mit Lego- und Playmobil-Figure
Niederösterreichische Nachrichten

Bayreuth
Kritik: „Gismondo“ von Leonardo Vinci in Bayreuth. Das kann der Sigismund dafür
BR-Klassik.de

Jossi Wieler erhält den Grand Prix Theater – Was ist das Geheimnis des Kreuzlinger Regisseurs, der in Deutschland ein Star ist?
Tagblatt.ch

Basel
Alles neu! Das Theater Basel startet durch
Suedkurier

Mit Küchentuch Abstand reduzieren – Orchester-Hilfe in Corona-Zeiten
Neue Musikzeitung/nmz.de

Kult-Komponist Arvo Pärt: Der Meister der Stille wird 85
https://www.nmz.de/kiz/rubriken/personalia

Amadeus glänzte mit mehr Langeweile als jemals zuvor
Conchita Wurst führte durch den Abend. Die heurige Amadeus-Verleihung stand ohnehin schon unter einem schlechten Stern. Eigentlich hätte die Show nämlich in der Stadthalle stattfinden sollen. Aufgrund des „C-Worts“, wie Conchita Wurst in der Sendung dann meinte, verschob man das Event zunächst um einen Monat. Danach wich man auf den Herbst aus. Und als auch da klar war, dass das mit der Mega-Show zum Jubiläum nicht klappen wird, entschied man sich für eine einfache Aufzeichnung.
Heute.at

Das Klassik-Quiz – Folge 5
Heute führt die Fragenreise von einer süddeutschen Stadt über mittel- und norddeutsche Gefilde zunächst bis nach Hollywood, um dann ins mittelalterliche Europa zurückzukehren und schließlich Ihr Wissen über die Wiener Klassik auf die Probe zu stellen.
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
http://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-5/ „Die SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2020“ weiterlesen

Saisonstart in der Wiener Staatsoper: Musikalisch ausbaufähig – vor allem was die Emotionen, die bitter-süße Melancholie betrifft

Wiener Staatsoper, 7. September 2020
Giacomo Puccini, Madama Butterfly

Ein Rückblick von Jürgen Pathy aus der Wiener Staatsoper

Seppuku oder Harakiri. Der ehrenhafte Freitod der Samurais. Dieser wurde zur Saisoneröffnung zum Glück nur auf der Bühne der Wiener Staatsoper exekutiert. Von Cio-Cio-San, der Hauptdarstellerin in Puccinis „Madama Butterfly“, mit der Bogdan Roščić seine Ära als Direktor des Hauses eingeleitet hat. Ein Highlight hätte es werden sollen. Im Vorfeld hochgepriesen, kommt es erstens jedoch anders, und zweitens als man denkt. Vor allem Philippe Jordan und Asmik Grigorian bleiben einiges schuldig. „Giacomo Puccini, Madama Butterfly
Wiener Staatsoper, 7. September 2020“
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Die SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2020

Foto: Pretty Yende (c) Gregor Hohenberg, Sony Entertainment

»L’elisir d’amore« in neuer Besetzung steht ab Montag, 14. September 2020 auf dem Programm der Wiener Staatsoper: Mit Vorfreude werden die Hausdebüts der südafrikanischen Sopranistin Pretty Yende, „Rising Star“ der Opernszene und die Violetta der »Traviata«-Premiere im März 2021, sowie des armenischen Tenors Liparit Avetisyan, einer der spannendsten Stimmen unserer Zeit, als Nemorino erwartet. Als Dulcamara gibt Nicola Alaimo sein Rollendebüt an der Wiener Staatsoper. Anstelle von Sergey Kaydalov singt Clemens Unterreiner den Belcore, ebenfalls ein Rollendebüt am Haus.
Schon jetzt schwärmt Pretty Yende vom kommenden Wiener Debütabend: »Adina in »L’elisir d’amore« ist herrlich. Eine Komödie, ein Werk mit einem Happy End! Nach all den tragischen Opern, die ich zuletzt sang, endlich ein Liebespaar, das sich am Ende bekommt!«
Karten für die Vorstellungen (14., 17. und 21. September) sind online sowie an den Bundestheaterkassen erhältlich.

Ein weiteres Staatsoperndebüt mit »L’elisir d’amore« gibt der aufstrebende junge italienische Dirigent Giacomo Sagripanti, der auch die zweite Donizetti-Oper, die im September auf dem Programm steht, leitet: »La Fille du régiment« (ab Sonntag, 20. September 2020).
In dieser Vorstellungsserie gibt die vielseitige und beliebte Künstlerin Maria Happel als skurril-komödiantische Herzogin von Crakentorp ihr Debüt auf der Bühne der Wiener Staatsoper. Auch sie freut sich auf ihre ersten Abende im Haus am Ring, darauf, »neben all den fantastischen Sängerinnen und Sängern auf der Bühne zu stehen«, aber auch darüber, dass sie in die besondere Aura dieses Hauses eintauchen darf.

Arvo Pärt zum 85. Geburtstag: „Heiliger der zeitgenössischen Musik“
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/arvo-paert-komponist-portraet

Zubin Mehta: „Bin nach Genesung von Nierentumor stärker als zuvor“
Wiener Zeitung

Wien
Kultur im Orangelicht
Krisensitzung der Bundestheater, Museen bereiten sich vor, Unklarheit, was mit zuviel verkauften Tickets geschehen soll. Für Spielbetrieb braucht es politisches Bekenntnis zu weiteren Budgeteinbußen.
Kurier

ORF-Sommernachtskonzert: Die wenigen Karten werden ab Montag verlost
http://www.sommernachtskonzert.at/index.html

Wien/ Staatsoper
Abdrazakov muss „Don Carlos“ an der Staatsoper absagen
Kleine Zeitung

Wien/ Staatsoper
Doppelte Rückkehr: Elektra an der Wiener Staatsoper
bachtrack

Plácido Domingo an der Staatsoper: Wunder und Tabu
Der Standard „Die SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2020“ weiterlesen