DIE MITTWOCH-PRESSE – 27. JANUAR / JÄNNER 2021

DIE MITTWOCH-PRESSE – 27. JANUAR / JÄNNER 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MITTWOCH-PRESSE – 27. JANUAR / JÄNNER 2021

Foto: Plácido Domingo: Die Geburtstagstorte der Wiener Fans.
(c) Instagram

Unterschätztes Schwergewicht: Kultursektor mit 199 Milliarden Verlust
Eine europaweite Studie gießt den wirtschaftlichen Totalschaden, den die Covid-Krise in der Kreativbranche anrichtet, erstmals in Zahlen
Der Standard

Corona und Kultur: Soft Power mit harter Währung
Kaum ein Bereich ist in Europa von der Corona-Krise so hart getroffen wie der künstlerische. Eine Studie belegt das und arbeitet den Stellenwert von Kultur heraus – vor allem auch als Wirtschaftszweig.
Sueddeutsche Zeitung

GEMA: Die Kultur- und Kreativbranche könnte der Schlüssel zum Wiederaufbau der angeschlagenen europäischen Wirtschaft sein
Neue Musikzeitung/nmz.de

Streaming: „Die Oper hat das Theater längst überflügelt“ Bezahlartikel
Warum ist das Sprechtheater gegenüber der Musikübertragung medial so ins Hintertreffen geraten? Es ist weniger der Trotz von Direktoren als das Ergebnis einer langjährigen, beiderseitigen Entfremdung.
https://www.diepresse.com/5926708/die-oper-hat-das-theater-langst-uberflugelt

München/Bayerische Staatsoper
Konzert-Kritik: Zubin Mehta liefert geschmeidigen Honig
Zubin Mehta, Camilla Nylund und das Bayerische Staatsorchester mit Schubert und Strauss im Livestream aus dem Nationaltheater.
http://www.abendzeitung-muenchen.de/kultur/musik/konzert-kritik-zubin-mehta-liefert-geschmeidigen-honig-art-701394

Hamburg
Hamburger Elbphilharmonie startet Onlinekonzertreihe
Mit 25 Jahren gehört man noch nicht zum alten Eisen, kommt aber auch nicht mehr brandheiß aus dem Hochofen: Die Hamburger Elbphilharmonie feiert nun das Vierteljahrhundertjubiläum des Nachwuchsformats „Rising Stars“ – klarerweise digital in diesen Tagen. Sechs Kammerkonzerte mit jungen Musikerinnen und Musikern sind ab dem heutigen Dienstag aus dem hanseatischen Prachtbau gestreamt im Netz zu erleben.
Salzburger Nachrichten

„Rising Stars“ in der Elbphilharmonie nur im Videostream
NDR.de

Salzburg
Mozartwoche: Festival der Abänderungen
Der Salzburger Konzertreigen startet am Mittwoch, das Programm ist mehrfach umgemodelt und gestutzt worden. Zu erleben ist es nur im ORF und auf Streaming-Portalen.
Wiener Zeitung

Graz
Bühnen Graz: Zuschauer-Minus von rund 37 Prozent
Der Standard

Köln
Warum soll Birgit Meyer gehen müssen?
Mitten in der Pandemie verfügt die Oberbürgermeisterin, dass der Vertrag der Opernintendantin nicht erneuert wird, obwohl der rechtsrheinische Notbetrieb andauert und der Vertrag mit dem Chefdirigenten gerade verlängert wurde.
Frankfurter Allgemeine

Düsseldorf
„Mozart harmonisch!“ – Kostenfreier Stream-on-Demand aus dem Opernhaus Düsseldorf ab Sonntag, 31. Januar 2021, 11.00 Uhr auf www.operamrhein.de
https://www.theaterkompass.de/beitraege/mozart-harmonisch-kostenfreier

München
Wider den Lockdown: Digitale Kultur-Angebote in Bayern
https://www.br.de/nachrichten/bayern/wider-den-lockdown-digitale-kultur

München/ Gärtnerplatztheater
Wie das Leben spielen könnte: Viktoria und ihr Husar am Münchner Gärtnerplatztheater
bachtrack

Stream aus dem Gasteig: Vom Erscheinen außerweltlicher Gestalten
Valery Gergiev, Leonidas Kavakos, Gautier Capucon und die Philharmoniker mit Musik von Brahms im Stream aus dem Gasteig.
Münchner Abendzeitung

Nürnberg trauert um Sopranistin Elizabeth Kingdon-Grünwald
Neugierde, Humor und Professionalität: Damit ist die Sopranistin Elizabeth Kingdon-Grünwald zur Kultfigur geworden. Nun ist sie gestorben. Die fränkisches Kulturszene trauert um eine leidenschaftliche und schillernde Opernsängerin.
BR-Klassik.de

Die Zukunft des Musikjournalismus: „Wir sind genuin digital ausgerichtet“
Das Klassik-Magazin „VAN“ erscheint als Online-Ausagbe, jedoch nicht gedruckt. Schwarze Zahlen schreibt es mittlerweile nur, berichtet Herausgeber Hartmut Welscher, weil es mit anderen Projekten querfinanziert wird.
Deutschlandfunk.de

Palermo
Visionäres im Opernstream aus Palermo
Das Teatro Massimo im sizilianischen Palermo wartet zu Saisonbeginn mit Ausgefallenem auf: einer Oper, die sich aus musikalischen Bestandteilen anderer Opern zusammensetzt. Und die versucht, unsere Gefühle während der Pandemie einzufangen – „Il crepuscolo dei sogni“, die Dämmerung der Träume.
https://oe1.orf.at/artikel/680744/Visionaeres-im-Opernstream-aus-Palermo

Peking
Erste virtuelle chinesische Opern-Influencerin im Fernsehen
Eine virtuelle Figur wurde in einer chinesischen Fernsehsendung eingeführt, um die Peking-Oper vorzustellen.
http://german.china.org.cn/txt/2021-01/26/content_77156243.htm

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
Radvanovsky and Beczala Bring Passion to the “Met Stars Live in Concert’
https://observer.com/2021/01/radvanovsky_and_beczala_perform_met_stars_live/

San Francisco Opera Announces January/February Schedule of Free Streams
Programming includes Verdi’s La Traviata January 30–31, Wagner’s Lohengrin February 6–7 and more.
https://www.broadwayworld.com/san-francisco/article/San-Francisco-Opera-Announces

Seattle Opera Presents Broadcast of Richard Wagner’s RING Cycle
This “cycle” includes: Das Rheingold on Feb. 6, Die Walküre on Feb. 9, Siegfried on Feb. 11, and Götterdämmerung on Feb. 13.
https://www.broadwayworld.com/seattle/article/Seattle-Opera-Presents-Broadcast

Romances on British Poetry / The Poet’s Echo, English Touring Opera online review
Britten and Shostakovich in a double mirror
https://theartsdesk.com/opera/romances-british-poetry-poets-echo-english-touring

Cincinnati Opera Announces All-Digital WINTER FESTIVAL
The Winter Festival opens on February 5 with Opera…from a Sistah’s Point of View.
https://www.broadwayworld.com/bwwopera/article/Cincinnati-Opera-Announces

Ardent Desire: Zubin Mehta and Camilla Nylund in Munich
bachtrack

András Schiff at Wigmore Hall review – joy and solace
The Guardian

Madrid
Teatro Real 2020-21 Review: Don Giovanni
Christopher Maltman & Erwin Schrott Lead Musical Tour-de-Force in Claus Guth’s Troubling Production
https://operawire.com/teatro-real-2020-21-review-don-giovanni/

New York
Metropolitan Opera Hires Marcia Lynn Sells as Chief Diversity Officer
https://operawire.com/metropolitan-opera-hires-marcia-lynn-sells-as-chief-diversity-officer/

Los Angeles
Tenor Russell Thomas is named L.A. Opera’s artist in residence
https://www.latimes.com/entertainment-arts/story/2021-01-25/russell-thomas-tenor-la-opera

Musical

Deutschland
Und dann kam „My Fair Lady“
Das Musical hat in Deutschland bis in die Nachkriegszeit einen schweren Stand. Wolfgang Jansen erzählt in seinem Buch die Geschichte der Kunstform auf unterhaltsame Weise.
Tagesspiegel

Ballett/Tanz

Wiener Staatsballett: Martin Schläpfer als neuer Leitwolf mit Empathie
Der Direktor des Wiener Staatsballetts zwischen Aufbruch und Corona-Bremse. Was den Schweizer auszeichnet, ist sein politisches Gespür und ein rücksichtsvoller Führungsstil
Der Standard

Buch/ Literatur

Buchbesprechung: Robert Schumann als Redakteur. Mit spitzer Feder
Deutschlandfunk.de

Ausstellungen/ Kunst

Museen stark betroffen: „Alte Besucherzahlen nicht vor 2025 erreichbar“
Unter der Corona-Krise leidet auch die Kulturbranche; die Vorhänge bleiben unten, die Bühnen leer, und auch die Museen dürfen keine Besucher empfangen. Wie es der Branche geht und wie der Ausblick aussieht, darüber hat krone.tv-Journalistin Damita Pressl mit dem Direktor der Wiener Albertina, Klaus Albrecht Schröder, gesprochen.
https://www.krone.at/2326695

Krimi um verschwundene Kunstschätze im Stift Kremsmünster
Laut Medienbericht geht es um Werke im Gesamtwert von rund 300.000 Euro, verdächtigt wird derzeit ein Mönch.
Wiener Zeitung

Film/ TV

Golden Globes: Jane Fonda wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet
Am 28. Februar erhält die US-Schauspielerin im Rahmen des Golden Globes den „Cecil B. deMille“-Award.
Wiener Zeitung

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Unter’m Strich

EU will Zahlungen mit Bargeld einschränken
Die EU-Kommission hält eine einheitliche Obergrenze für Barzahlungen für sinnvoll. Derzeit gelten 10.000 Euro als wahrscheinlicher Höchstbetrag
https://www.derstandard.at/story/2000123593825/eu-will-zahlungen-mit-bargeld

Österreich
Gesundheitsministerium versinkt völlig im FFP2-Chaos
https://www.heute.at/s/gesundheitsministerium-versinkt-voellig-im-ffp2-chaos-100124464

FFP2-Pflicht: Auch KN95-Masken „zu einem großen Teil“ zugelassen
Seit Montag müssen etwa in Öffis und beim Einkaufen FFP2-Masken getragen werden. Entgegen anderslautenden Berichten fallen darunter auch viele KN95-Masken
Der Standard

Füllen Russland und China die Impfstoff-Lücke in Europa?
Während Ungarn im Alleingang Lieferungen russischer und chinesischer Impfstoffe ausverhandelt hat, setzen die übrigen EU–Länder auf das gemeinsame EU-Lieferprogramm. Wie lange noch?
Die Presse

Corona-Partys von Skitouristen in St. Anton
Partys und Corona – dieser zwangsläufige Gegensatz wird offenbar derzeit in St. Anton am Arlberg in Tirol von jungen Feierfreudigen aus Großbritannien und Skandinavien nicht beherzigt.
bvz.at

Experten jetzt im Livestream: „Für Kinder sind Corona-Maßnahmen bedrohlicher als das Virus“
Wie sehr die Corona-Maßnahmen die Psyche von Kindern und Jugendlichen belasten, was es mit der britischen Mutation auf sich hat: Experten sprechen über Kindergesundheit in der Pandemie.
Kleine Zeitung

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 27. JÄNNER 2021

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 27. JÄNNER 2021

Quelle: onlinemerker.com

INSTAG(K)RAMEREIEN – gefunden von Fritz Krammer

Die Geburtstagstorte der Wiener Fans

Dop
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BAYERISCHE STAATSOPER: MONTAGSSTÜCKE XII & XIII auf STAATSOPER.TV

Bayju

In der 12. Ausgabe der live-gestreamten Montagsstücke tanzt das Bayerische Junior Ballett München drei zeitgenössische Choreographien, darunter eine Uraufführung. Im Montagsstück XIII (8.2.)  singt Pavol Breslik in Leoš Janáceks Tagebuch eines Verschollenen.
Streams vergangener Montagsstücke können bis zu 30 Tage als Video-on-Demand auf STAATSOPER.TV abgerufen werden.

MONTAGSSTÜCK XII: Bayerisches Junior Ballett München

Beim Montagsstück XII präsentieren sich die jungen Nachwuchstänzerinnen und -tänzer des Bayerischen Junior Balletts München mit einem dreiteiligen Programm.
Der erste Teil ist eine Uraufführung: Auf das 4. Klavierkonzert in G-Dur op. 58 von Ludwig van Beethoven hat der österreichische Choreograph Jörg Mannes das sinnlich-dynamische Gruppenstück Unsterbliche Geliebte kreiert, in dem er sich künstlerisch der realen oder imaginären Geliebten aus Beethovens Briefen nähert. An der Seite des Bayerischen Staatsorchesters ist am Flügel die junge Konzertpianistin Julia Hermanski zu hören. Von Maged Mohamed, einem ehemaligen Tänzer des Bayerischen Staatsballetts, stammt das Stimmenstrahl Trio. Seiner Choreographie für eine Tänzerin und zwei Tänzer liegt als gedanklicher Ausgangspunkt die Idee der Trinität zugrunde. Zum Abschluss des Montagsstücks XII zeigt das Junior Ballett Martina La Ragiones Werk UnHeaven zu Musik von Carl Off.
Das Nachwuchsensemble Bayerisches Junior Ballett München, das in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum feiert, setzt sich zusammen aus den Volontären des Bayerischen Staatsballetts und den Stipendiaten der Heinz-Bosl-Stiftung, und arbeitet in Zeiten der Pandemie getrennt von der Muttercompagnie.

MONTAGSSTÜCK XII: Bayerisches Junior Ballett München
Mo, 1. Februar 2021, 20:15
Kostenfreier Live-Stream
www.staatsoper.tv

Ab Mi, 3. Februar, 19:00, für 30 Tage on Demand erhältlich.
Ein 24-Stunden-Ticket kostet 4,90 Euro.
www.staatsoper.de/on-demand

 

AM SONNTAG: ARTE-DOKUMENTATION „KOSMOS BAYERISCHE STAATSOPER“

Doku aus 2017

Verfügbar vom 31/01/2021 bis 06/02/2021

Kosmos Bayerische Staatsoper: In dem vielfach ausgezeichneten Münchener Haus sind bekannte Größen wie Jonas Kaufmann und Anja Harteros auf und hinter der Bühne zu erleben. Die Dokumentation stellt unter anderem den amtierenden Generalmusikdirektor Kirill Petrenko vor und präsentiert den gesamten Kosmos der Oper, zu dem rund 800 Festangestellte und 400 freie Mitarbeiter zählen.
Seit Jahrzehnten wird die Bayerische Staatsoper mit internationalen Preisen überschüttet: „Bestes Opernhaus“, „Bestes Orchester“, „Bester Dirigent“, „Beste Opernproduktion“, „Beste Nachwuchssänger“ gingen bereits an das Münchner Opernhaus. Die Dokumentation zeigt bekannte Größen wie Jonas Kaufmann und Anja Harteros auf und hinter der Bühne, stellt den amtierenden Generalmusikdirektor Kirill Petrenko, seinen Vorgänger Zubin Mehta, den Dirigenten Ivor Bolton sowie den amtierenden Intendanten Nikolaus Bachler und dessen Vorgänger Sir Peter Jonas vor. Zum Kosmos der Bayerischen Staatsoper zählen rund 800 Festangestellte und 400 freie Mitarbeiter aus 47 Nationen. Sie prägen diese große „Familie“ im Orchestergraben, hinter den Kulissen und in den unterschiedlichsten Opernwerkstätten mit. Der Zuschauer wird Zeuge, wie drei Operninszenierungen – Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“, Jean-Philippe Rameaus „Les Indes galantes“ und Giuseppe Verdis „Un ballo in maschera“ – entstehen. Auch das Bayerische Staatsballett und sein neuer Direktor Igor Zelensky werden bei den Proben zu Ludwig Minkus’ „La Bayadère“ vorgestellt. Die Bayerische Staatsoper, die fast immer ausverkauft ist, ist nicht nur eines der ältesten Opernhäuser der Welt – sie hat auch ein Publikum, das schon seit dem 19. Jahrhundert als ausgesprochen „verrückt“ nach Oper gilt. Die Dokumentation will auf unterhaltsame und humorvolle Weise auch die Zuschauer erreichen, die noch keine Opernexperten sind – eine Liebeserklärung an diese oft zu Unrecht als elitär charakterisierte Kunstgattung und die Menschen, die sie mit Leidenschaft ausüben.

https://www.arte.tv/de/videos/065346-000-A/ganz-grosse-oper/?fbclid=IwAR1Unj9yY9MmDCgz52QIPiMS30CKW8YYYq8bIqrQzfTbV95uMpJe6K4r_8U

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OPER GRAZ: Hinter den Schreibtisch geblickt: im Betriebsbüro

Seit März des letzten Jahres stellt der Ausbruch des Coronavirus die (Musik-​)Theaterwelt vor sehr große Herausforderungen.
In der neuen Reihe „Hinter den Schreibtisch geblickt“ haben wir bei Betriebsdirektor Michael Barobeck – dem Mann hinter der Disposition der Oper Graz – nachgefragt. 

Die wie vielte Variante der aktuellen Saison planst du gerade?
Momentan plane ich die 7. Version.

Was muss man intern alles bedenken, wenn man unter anderem ganze Produktionen verschiebt?
Natürlich ist vorrangig die Belastung des Ensembles und die Verfügbarkeit von Gastkünstlerinnen -​künstlern und des Leadingteams zu bedenken. Der ursprüngliche Spielplan orientiert sich stark daran, vor allem in Bezug auf die die Abfolge von Vorstellungen an aufeinanderfolgenden Tagen. Dieses Gefüge kommt aber sehr rasch aus den Fugen.

Wie sieht es mit den Verfügbarkeiten der Künstlerinnen und Künstler aus, die ja mitunter aus dem Ausland nach Graz anreisen?
Das Problem ist, dass man kaum fixe Zusagen bekommt, da auch alle anderen Musiktheater umplanen und alles im Fluss ist. Die Künstlerinnen und Künstler blockieren Perioden, ohne Zusagen zu bekommen, da handelt die Oper Graz nicht anders: Man muss Dinge fixieren, ist gleichzeitig aber sehr vorsichtig, fixe Zusagen zu machen. Dazu ist derzeit alles zu ungewiss.

Wie kann man überhaupt planen, wenn eigentlich keine Sicherheit vorhanden ist?
Da jeder Lockdown stets mit einem vorläufigen Ablaufdatum kommuniziert wird, muss ich planen, als könnten wir am ersten Tag nach dem Lockdown spielen. Das bedeutet sehr viel Abstimmungsarbeit, etwa wie erwähnt das Offenhalten von Optionen ohne fixe Zusagen. Der Spielplan muss so vorbereitet sein, dass ich – sobald das Ende des Lockdowns verkündet wird und ein Spielbetrieb möglich ist – nur auf den imaginären Knopf zu drücken brauche, damit das Rad anfängt zu laufen.

Wie lange braucht es unter normalen Umständen eine ganze Saison zu planen? Und wie viel Vorlaufzeit hast du üblicherweise?
Üblicherweise habe ich gut 1,5 bis 2 Jahre Vorlaufzeit bis zum Beginn einer Saison. Wenn einmal alle Informationen (Stücktitel, Anzahl der Vorstellungen pro Titel etc.) auf dem Tisch liegen, ist die Planung innerhalb einer Woche möglich. Aber dann beginnt die Feinabstimmung anhand der Verfügbarkeiten der Sängerinnen und Sänger, Vermeidung von Doppelbelastungen im Ensemble etc., was wiederum ein Überdenken und Umschichten der Abonnement-​Reihen notwendig macht. Die Feinabstimmung dauert gut 6 Monate – und ist im Grunde nie wirklich abgeschlossen.

Es folgen übrigens in Kürze weitere Einblicke hinter Schreibtische, in Küchen und in Bücherregale…
Schauen Sie auf oper-graz.com, auf Facebook und Instagram

Wien/ Theater Arche“: Fördersituation – Offener Brief

TheaterArche

An Stadtrat Veronica Kaup-Hasler

Sehr geehrte Frau Kulturstadträtin,

Nach meinem eindringlichen Appell an Sie und die Staatssekretärin für Kunst und Kultur am 4. November, dass wir, um als Theater überlebensfähig zu sein, unbedingt eine massive Erhöhung der Förderung brauchen, bekamen wir nun von der Stadt Wien eine Zusage über die gleiche Summe wie letztes Jahr – nämlich 50.000 Euro.

Nun ja, in Anbetracht dieser Situation, möchte ich Sie nun bitten, mir folgende Fakten begreifbar zu machen:

Am ersten Dezember 2020 haben Sie über social media folgendes bekannt gemacht:

Kaup

Zur etwa gleichen Zeit wurde mir von einem Referenten aus Ihrem Büro als Antwort auf mein Schreiben folgendes mitgeteilt:

„Wir haben immer auf die Schwierigkeiten hingewiesen, einen Ort wie das Theater Arche ausreichend von Seiten der Stadt finanzieren zu können …“

Unter diesem Gesichtspunkt frage ich mich schon was Ihre Ankündigung des Ausbaus einer „Fair Pay Strategie“ bedeutet und inwiefern hier die „Konsolidierung und Absicherung von Institutionen, Vereinen und Initiativen“ stattfindet? Und warum es essentiell ist neue Räume zu erschließen, wenn die vorhandenen Räume, die eine gute Infrastruktur bieten (Barrierefreiheit, Variabilität und gute Lüftungsmöglichkeiten im Fall der TheaterArche) anscheinend nicht finanzierbar sind.

Bitte erläutern Sie mir, wie wir mit 50.000 über die Runden kommen sollen, vielleicht habe ich was übersehen,  bei dieser durch die MA7 ausgeschütteten Summe, muss ja eine Idee dahinter sein, allein mir bleibt der Sinn verborgen eine Hülle zu fördern – also Miete, Strom, Gas und Instandhaltung, wenn eigentlich seriöser Weise in den Räumlichkeiten nichts gemacht werden kann. Ohne Haustechniker und minimales Personal in der Verwaltung ist ein Betrieb nun einmal auf längere Sicht nicht arbeitsfähig. Noch dazu ist es in Zeiten der Pandemie umso bedenklicher Schauspieler*innen nur im Zuge einer Einnahmenbeteiligung zu entlohnen. Gleichzeitig stehen die Künstler*innen bei uns Schlange, wir bekamen allein in den letzten Monaten hunderte Bewerbungen und die meisten sind auch bereit unter gegebenen Umständen zu spielen – aber gerade das zeigt die dramatische Situation in der Szene und wie wichtig es ist, die Strukturen zu fördern, die auch Arbeit schaffen und bei denen die Künstler*innen auch unter allen Umständen arbeiten wollen. Fair Pay ist ein großes Schlagwort der Kulturpolitik, wir sind eine Institution die das so gerne umsetzen möchte, nur aus Eintrittsgeldern wird sich das aber nicht umsetzen lassen.

Nun ja, wie Sie sehen, ergeben sich doch einige offene Fragen und ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir diese einmal vielleicht gemeinsam und konstruktiv besprechen könnten. Seit 2018 bitte ich um einen Termin bei Ihnen persönlich, es wäre schön, wenn Sie – wenn der Lockdown dann vorbei ist – Zeit finden diese Punkte seriös zu erörtern.

mit freundlichen Grüßen,

Jakub Kavin

(Sekretariat, Abendkassa, Technik, Fotografie, Dramaturgie, Geschäftsführung, Schauspiel, Regie, künstlerische Leitung, Barbetrieb, Garderobe / TheaterArche)

www.theaterarche.at

Tel.Nr.: 06506204554

PS: Zum einordnen der Förderhöhe liegt diesem Schreiben als Vergleichswert der Kunstbericht 2019 bei, ab der Seite 62 werden dort die Förderungen im Off Theaterbereich aufgelistet. Im Jahr 2019 bekam die TheaterArche noch gar nichts. Für das Jahr 2020 wurde seitens der Kulturpoltitk eine 10 Prozentige Budgeterhöhung erwirkt, seitdem werden wir mit 50.000 Euro bedacht. Dass sich das jedoch nicht ausgehen kann, lässt sich am Vergleich mit Bühnen ähnlicher Größe leicht ablesen.

Unsere Dramaturgie für 2021 liegt dem Schreiben ebenso bei.

TheaterArche JAHRESPROGRAMM – ODYSSEE 2021
Unser Jahresprogramm 2021 steht ganz unter dem Motto ODYSSEE 2021.
200 Jahre Dostojewski
20 jahre nine eleven
700 Jahre Dante
10 Jahre Fukushima
80 Jahre James Joyce
1 Jahr der Corona Pandemie
Wir wollen uns all diesen Themen und Autoren widmen.
Im Frühjahr 2021 im Rahmen von szenischen Lesungen und im Herbst 2021 mit einem Großprojekt
ODYSSEE 2021.
Zusätzlich wird das Jahr 2021 einige weitere Programmpunkte beinhalten – hier ein kurzer Überblick:
5 Premieren von Eigenproduktionen
1. wie ist es möglich, da zu sein? (Premiere sobald wie möglich)
2. Die Schamlosen (Premiere sobald wie möglich)
3. ANSTOSS – das Finale (Premiere am 11. Juni 2021 – anlässlich der Fußball Europameisterschaft und Olympia in Tokyo)
4. ODYSSEE 2021 (Premiere am 11. September 2021)
5. Das Dostojewski Experiment (Premiere 28. Oktober 2021)
Außerdem ist geplant:
Tourneeplanung mit HIKIKOMORI – national wie International – bereits fixierte Aufführungstermine in Luxemburg (Anfang März 2021). Einige weitere Aufführungen werden gerade verhandelt.

zudem planen wir:
TheaterArche – Literatur – kuratiert von Karl Baratta (Autor*innen lesen aus ihren aktuellen Werken)
Szenische Lesungen zum Jahresmotto ODYSSEE 2021 (in Kooperation mit dem Ersten Wiener Lesetheater)
Improtheater (in Kooperation mit dem Improensemble PEEKABOO)
Kooperation und Stückeaustausch mit dem TiK (Theater im Kopfbau – Dornbirn / Vorarlberg).
Zudem werden zahlreiche Gastspiele von eingemieteten Gruppen stattfinden.
Insgesamt sind cirka 120 Abende bei uns am Haus geplant, zusätzlich dazu kommen noch Tourneen und Gastauftritte.

Einen Pressespiegel seit Bestehen des Vereins TheaterArche finden Sie hier:
https://www.theaterarche.at/presse/

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SLT | Theater streamen: Aufführungen des Salzburger Landestheaters auf der Video-Plattform Vimeo OTT

ab 30. Jänner 2021 werden Aufführungen des Salzburger Landestheaters über die Plattform Vimeo OTT als Video-on-Demand ausgestrahlt. Angeboten werden einerseits neue Inszenierungen, die während des Lockdowns zur Premierenreife gebracht wurden. Zum Preis von 9 Euro kann so etwa die Uraufführung des dokumentarischen Theaterprojekts „#Ersthelfer #FirstAid“ von Nuran David Calis erlebt werden sowie ab 6. Februar die Premiere von Thomas Bernhards „Heldenplatz“ mit August Zirner in der Hauptrolle.

Andererseits werden auch Aufzeichnungen vergangener Spielzeiten kostenfrei zugänglich sein, beispielsweise die „Don Giovanni“-Inszenierung von Jacopo Spirei aus der Spielzeit 2018/2019.

Das Streaming-Angebot wird laufend erweitert, sodass in der Folge voraussichtlich auch die beiden anderen Mozart-da Ponte-Opern „Le nozze di Figaro“ und „Così fan tutte“ oder das Kinderstück „Heidi“ gestreamt werden können.

Über einen Link auf der Homepage des Salzburger Landestheaters wird auf die Video-Plattform Vimeo OTT weitergeleitet. Nach einer Registrierung und der Erstellung eines Accounts können Aufzeichnungen hier für jeweils drei Tage geliehen bzw. gestreamt werden. Der Bezahlvorgang bei kostenpflichtigen Videos wird direkt über Vimeo abgewickelt, es kann per Kreditkarte oder Paypal gebucht werden.

www.salzburger-landestheater.at

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attitude – Ballet: Andrey Sorokin – principal (Yacobson Ballet/ St. Petersburg): an Interview.
Just for the record…2

Remembering a film: To quote Norman Maine saying to Vicki Lester’s audience in Oscar’s Night: „Harsh times, call for harsh methods – If you have no idea who Mr Maine and Miss Lester are, I’d recommend you to watch any version of „A star is born“, although I personally think that you’ll get a better understanding about these characters in the George Cukor’s 1954 version with Garland and the fabulous James Mason as „Norman“. But, as usual with me, one story mixes with another and I must get back to this interview! I can say that my methods are not really harsh, just a bit, let’s say „unconventional“. Not being able to meet personally, we have opted for using other possibilities to talk – here is the result.

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https://www.attitude-devant.com/blog/2021/1/11/just-for-the-record-an-interview-with-andrey-sorokin-jacobson-ballet-st-petersburg

Ricardo Leitner/ attitude

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