Die MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2020

Die MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2020

Katharina Wagner, Foto: azonline (c)

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2020

Bayreuth
Die Chefin kommt zurück!
Pressesprecher Hubertus Herrmann bestätigt die Rückkehr von Festspielleiterin Katharina Wagner an ihren Arbeitsplatz.
https://rwv-bamberg.de/2020/09/die-chefin-kommt-zurueck/

Wien/ Staatsoper/ Madama Butterfly
Musikalisch ausbaufähig – vor allem was die Emotionen, die bitter-süße Melancholie betrifft…
Seppuku oder Harakiri. Der ehrenhafte Freitod der Samurais. Dieser wurde zur Saisoneröffnung zum Glück nur auf der Bühne der Wiener Staatsoper exekutiert. Von Cio-Cio-San, der Hauptdarstellerin in Puccinis „Madama Butterfly“, mit der Bogdan Roščić seine Ära als Direktor des Hauses eingeleitet hat. Ein Highlight hätte es werden sollen. Im Vorfeld hochgepriesen, kommt es erstens jedoch anders, und zweitens als man denkt. Vor allem Philippe Jordan und Asmik Grigorian bleiben einiges schuldig.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert

Sopranistin Edita Gruberova beendet ihre Karriere
73-Jährige verzichtet auf Konzert in Florenz und verabschiedet sich von der Opernbühne.
Wiener Zeitung 

Star-Sänger Matthias Goerne: „Wo ist die Empathie des Herrn Spahn?“ Bezahlartikel
So geht es nicht mehr weiter
Die Welt.de

„Konzertgänger in Berlin“
Fliegenfallend: Juraj Valčuha und Simone Lamsma
Erstmals wieder im Konzerthaus Berlin seit, Sie wissen schon. Ein bissl spooky ists schon, derart ausgedünnt im Großen Saal, jede zweite Reihe ausgebaut, je zwei von vier Plätzen in den verbleibenden Reihen bleiben frei. Andererseits, allein in der Loge mit meiner Marquise finde ich schon standesgemäß.
https://hundert11.net/fliegenfallend/

Wien
Analyse: Die Volksoper und der große Wurf
Die Volksoper sucht nicht nur einen Nachfolger für Langzeitdirektor Robert Meyer. Sie braucht auch einen Plan, wie sie zwischen Staatsoper und Theater an der Wien mithalten kann.
Der Standard

Konzerttempel hören Ampelmusik
Sie improvisieren, sorgen für Sicherheit und tolle Programme. Dennoch erleben Musikvereinschef Stephan Pauly und der Leiter des Konzerthauses Matthias Naske unsichere Zeiten. Ein Gespräch.
Der Standard

Linz
Linzer Klangwolke – Auf der Suche nach dem besonderen Klang
Oberösterreichische Nachrichten

Erstes Konzert in der Scala nach Corona-Zwangspause
https://www.vol.at/erstes-konzert-in-der-scala-nach-corona-zwangspause/6737952

Berlin
Kreuz und quer durch die Jahrhunderte
Mit einem Grußwort von Bundespräsident Steinmeier beging die Staatskapelle Berlin ihren 450. Geburtstag mit einem großen Konzert.
Berliner Zeitung

Mit Hingabe und Leidenschaft
Musikfest Berlin 2020: Die Staatskapelle Berlin feiert 450 Jahre Bestehen- Impressionen von der Jubiläumswoche
von Kirsten Liese, Berlin
Klassik-begeistert

Staatskapelle Berlin: Gefeiert wird im kleinen Kreis
Tagesspiegel

Berlin
Balsam für die Seele. Jurowski dirigiert Strauss und Beethoven
Erneut präsentiert Vladimir Jurowski mit seinem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin beim Musikfestes Berlin ein klug zusammengestelltes Programm. Dieses war schon lange vor dem Eintritt der Pandemie festgelegt, aber es passt auch ausgezeichnet in diese schwierigen Zeiten.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert

Berlin/ Philharmoniker
„100 Prozent Frischluftzufuhr“
Andrea Zietzschmann ist Intendantin der Berliner Philharmoniker. Ein Gespräch über den Neustart nach der Coronapause und die Frage, wer dirigiert.
https://taz.de/Intendantin-ueber-Musik-und-die-Coronapause/!5711056/

Frankfurt
Jede Stunde ein eigenes Programm
Das hr-Sinfonieorchester spielt wieder in der Alten Oper in Frankfurt. Anstelle eines abendfüllenden Konzertes gibt es an zwei Tagen mehrere Kurzprogramme.
Frankfurter Allgemeine

Abstand halten mit hundert Gitterkästen
Beethovens Chor-Oper „Fidelio“ ohne Chor? – In Pforzheim sucht man nach einer Lösung.
https://www.concerti.de/oper/fidelio-theater-pforzheim/

Interview mit der Akustikerin Brigitte Graner „Wer die Augen schließt, hört mehr“
Tagesspiegel

Berlin
Kultursenator Lederer lockert die Abstandsregel

Ab sofort gilt nur noch ein Mindestabstand von 1 Meter von Sitzmitte zu Sitzmitte. Masketragen ist dann allerdings Pflicht
Tagesspiegel

Links zu englischsprachigen Artikeln

Streams
Renée Fleming, Heather Headley, More Take Part in Virtual Gala for Lyric Opera of Chicago
https://www.playbill.com/article/renee-fleming-heather-headley-more

Wien
BWW Review: ELEKTRA, LIVE FROM VIENNA STAATSOPER at Home Computer Screens
https://www.broadwayworld.com/los-angeles/article/BWW-Review-ELEKTRA-LIVE

London
Last Night of the Proms review – party falls flat as BBC miss chance to speak up
The Guardian

Subdued Proms concludes after Rule, Britannia! row
https://www.bbc.com/news/entertainment-arts-54115935

Atlanta
Atlanta Opera to start outdoor performances in October at Oglethorpe University
https://www.reporternewspapers.net/2020/09/13/atlanta-opera-to-start-outdoor

Feuilleton
Q & A: Hila Fahima Ruschin on Israeli Roots, Maintaining Vocal Versatility & Favorite Roles
https://operawire.com/q-a-hila-fahima-ruschin-on-israeli-roots-maintaining

Ballett/ Tanz

Hamburg
Ghost Light: Großartige Saisoneröffnung an der Hamburgischen Staatsoper
John Neumeier macht den Unterschied in der kulturell oft nicht verwöhnten Zwei-Millionen-Stadt im Norden. Was wäre die Staatsoper Hamburg ohne diesen Giganten?
Von Dr. Ralf Wegner, Hamburg
Klassik-begeistert

Sprechtheater

Wien/ Theater in der Josefstadt
Claus Peymann: „Es ist alles noch schlimmer geworden“
Er schwebte zwischen Leben und Tod. Jetzt inszeniert der Ex-Burgtheaterdirektor in Wien. Ein Gespräch über lahme Theater und die Rückkehr der Nazis
Der Standard

Joachim Meyerhoff: Die Explosion der blonden Bombe
Persönlich waren alle von Joachim Meyerhoffs Erfolgsromanen. Keiner aber geht so unter die Haut wie »Hamster im hinteren Stromgebiet« über seinen Schlaganfall im Jahr 2018.
Die Presse

Wien/ Akademietheater
„Antigone“: Dabeisein ist nicht alles
Lars-Ole Walburg inszenierte Thomas Köcks Sophokles-Variation als Sprachoper: Karg und teilweise spröde, insgesamt aber beeindruckend.
https://www.diepresse.com/5866801/antigone-dabeisein-ist-nicht-alles

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Unter’m Strich

Österreich
Verschärfte Corona-Regeln in Österreich bis Frühjahr 2021 in Kraft?
Salzburger Nachrichten

Österreich
Höheres Arbeitslosengeld? „Menschen wären ja dumm, wenn sie arbeiten“ Bezahlartikel
AMS-Chef Johannes Kopf spricht im KURIER-Interview über Arbeitszeitverkürzung und die Prognosen für 2021.
Kurier

Der Schlauberger 17: eine großartige Geschäftsidee – vielleicht sogar steuerfrei
Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich
Ich habe eine neue Geschäftsidee entdeckt. Und zwar im Rotlichtbezirk. Also an der Ampel. Dort lassen sich leicht ein paar hundert Euro am Tag machen. Voraussetzung: Ich brauche geschultes Personal, am besten Polizisten. Dann ist die Arbeit effektiver.
Wie das geht, habe ich auf einer Ratgeberseite gelesen: „Auch der vermeintlich schwächere Fußgänger kann ein Bußgeld von fünf bis zehn Euro bekommen, wenn er die rote Ampel ignoriert.“
https://klassik-begeistert.de/der-schlauberger-17-klassik-begeistert-de/

INFOS DES TAGES (MONTAG, 14. SEPTEMBER 2020)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 14. SEPTEMBER 2020)

WIENER STAATSOPER:  GAETANO DONIZETTI: Ein König des Wiener Musiktheaters

Gaetano Donizetti zählte schon zu Lebzeiten zu den besonderen Lieblingen des Wiener Publikums. Mehr noch, in Wien lag das Publikum – die Mitglieder des Kaiserhauses inbegriffen – dem Komponisten aus Bergamo regelrecht begeistert zu Füßen, was schließlich in der Ernennung zum kaiserlichen »Hofcompositeur und Kammerkapellmeister« gipfelte. Im Zuge seiner Tätigkeit als kaiserlicher Hofkomponist erhielt Donizetti auch eine Dienst-Uniform, auf die er äußerst stolz war.

Donizetti war mit anderen Worten für Jahre der ungekrönte König des Musiktheaters in der Donaumetropole und ob heitere oder tragische Opern aus der Feder des Viel- und Schnellschreibers angesetzt waren – die Theater waren in der Regel gesteckt voll. (Nicht umsonst nannte Richard Wagner Wien neidvoll eine »Donizetti-Stadt«.)

Rückten am Beginn des 20. Jahrhunderts andere Komponisten in den Vordergrund, so wurde die Genialität vieler Opern Donizettis von Sängern, Dirigenten, Regisseuren und nicht zuletzt vom Publikum nach dem Zweiten Weltkrieg neu entdeckt, sodass die ehemals populären Werke wieder ihren ursprünglichen prominenten Platz in den internationalen Spielplänen einnehmen konnten. So auch an der Wiener Staatsoper. Dementsprechend sind hier allein in den nächsten Wochen gleich drei Juwelen aus Donizettis reichhaltigem Œuvre zu erleben, drei komische Opern, deren Arien und Ensemblenummern sich zu regelrechten Schlagern entwickeln konnten: Nemorinos »Una furtiva lagrima« aus »L’élisir d‘amore« gehört ebenso dazu, wie die extrem anspruchsvolle Tenor-Arie mit den acht (!) hohen Cs aus »La Fille du régiment« oder Norinas entzückende Eingangsarie »Quel guardo, il cavaliere« aus »Don Pasquale«.

Zugleich lässt sich an diesen drei Stücken schön die Entwicklung Donizettis ablesen – vom italienischen Melodramma giocoso »L’élisir d‘amore« von 1832 über die für Paris entstandene französische Opéra comique »La Fille du régiment« bis hin zu Donizettis 1843 uraufgeführten Buffo-Oper »Don Pasquale« – übrigens das letzten Meisterwerk in dieser Gattung für rund ein halbes Jahrhundert.

HEUTE WIENER STAATSOPER: PRETTY YENDES DEBÜT AM HAUS AM RING. »L’elisir d’amore« in neuer Besetzung

Interview mit der Sopranistin Pretty Yende: Extremrolle als  Befreiungsschlag | Audio | BR-KLASSIK | Bayerischer Rundfunk
Pretty Yende. Foto: Gregor Hohenberg

Es klingt fast zu märchenhaft, um wahr zu sein. Da wächst ein Teenager in einer kleinen Stadt in Südafrika auf, fernab von allem, was Musiktheater heißt. Und dann: Eine Fernsehwerbung der British Airways, musikalisch untermalt von zwei Frauenstimmen, die sich in kunstvollen Girlanden schlingen und zu schweben scheinen. In diesem Augenblick bricht das Leben des Mädchens von Grund auf um, sie ist ergriffen von der Schönheit, Kunstfertigkeit und unmittelbaren Wirkung der Musik, will mehr wissen, mehr kennen lernen. Es ist ein Ausschnitt aus einer Oper, erfährt sie später, es ist das Blumenduett aus »Lakmé«. Sie stellt allfällige Lebensperspektiven augenblicklich um: Das muss es sein, Oper und Gesang!

An diesem Abend ist auch ein zweites wichtiges Sänger-Debüt zu erleben: Der armenische Tenor Liparit Avetisyan, eine der spannendsten Stimmen unserer Zeit, übernimmt den liebenswert-berührenden Nemorino. In rascher Folge eroberte der Tenor die Opernhäuser zwischen London, Moskau und München, singt inzwischen an ersten Häusern Rollen wie Alfredo, den Herzog in »Rigoletto« und Rodolfo, feiert als Nemorino weltweit Erfolge. Liest man in den internationalen Pressestimmen, so stößt man auf hohe Lob: Eine schöne Stimme und mitreißendes Spieltalent kennzeichnen Avetisyan, die berühmte Nemorino-Romanze »Una furtiva lagrima« servierte er etwa am Londoner Royal Opera House als intensive, ans Herz Momentaufnahme eines Liebenden.

So schwärmt Pretty Yende vom kommenden Wiener Debütabend: »Adina in »L‘elisir d’amore« ist herrlich. Eine Komödie, ein Werk mit einem Happy End! Nach all den tragischen Opern, die ich zuletzt sang, endlich ein Liebespaar, das sich am Ende bekommt!«

Musikalische Leitung Giacomo Sagripanti

KARTEN KAUFEN

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Wiener Staatsoper: JUBEL NACH DOMINGOS „SIMONE“ AUCH IN DER KÄRTNERSTRASSE

WIEN/Staatsoper – Verdi: “SIMON BOCCANEGRA” – 12.9.2020
Zum Bericht von Helmut Christian Mayer
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WIENER STAATSOPER – ELEKTRA: ALEXANDER SODDY BEI DEN NOCH AUSSTEHENDEN ZWEI VORSTELLUNGEN AM 19. UND 22.9. AM PULT

Alexander Soddy. Foto: Wiener StaatsoperBei seinem Staatsopern-Debüt 2018 bewies Alexander Soddy, dass er dem Ruf, zu den wichtigsten Dirigenten der jüngeren Generation zu gehören, mehr als gerecht wird: Seine überaus frische, nuancenreiche, kurzweilige und spritzige Interpretation von Rossinis »Barbier« nahm das Publikum im Sturm. Nun wird der aus Oxford stammende Mannheimer Generalmusikdirektor mit dem überaus breiten Repertoire als Strauss- und Bizet-Dirigent wiederkehren. Zunächst leitet er am 19. und 22. September zwei Vorstellungen von Harry Kupfers »Elektra« – Inszenierung, dann Aufführungen von »Salome« (Oktober und Jänner) und schließlich, im Juni, eine Vorstellung der neuen »Carmen« -Produktion.

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WIEN/ Premiere an der Volksoper: SWEET CHARITY von Cy Coleman
Die Verkörperung von Liebe und Hoffnung - Volksoper Wien
Zum Premierenbericht von Heinrich Schramm-Schiessl
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STREAMS METROPOLITAN OPERA – WEEK 27 (BEL-CANTO FAVORITES)

Supplementary content—including synopses, articles, and more—is available here.

Monday, September 14
Donizetti’s Don Pasquale
Starring Anna Netrebko, Matthew Polenzani, Mariusz Kwiecień, and John Del Carlo; conducted by James Levine. From November 13, 2010.

Tuesday, September 15
Rossini’s Le Comte Ory
Starring Diana Damrau, Joyce DiDonato, and Juan Diego Flórez; conducted by Maurizio Benini.  From April 9, 2011.

Wednesday, September 16
Donizetti’s La Fille du Régiment
Starring Natalie Dessay, Felicity Palmer, Juan Diego Flórez, and Alessandro Corbelli; conducted by Marco Armiliato. From April 26, 2008.

Thursday, September 17
Rossini’s La Cenerentola
Starring Elīna Garanča, Lawrence Brownlee, Simone Alberghini, Alessandro Corbelli, and John Relyea; conducted by Maurizio Benini. From May 9, 2009.

Friday, September 18
Bellini’s I Puritani
Starring Anna Netrebko, Eric Cutler, Franco Vassallo, and John Relyea; conducted by Patrick Summers. From January 6, 2007.

Saturday, September 19
Donizetti’s L’Elisir d’Amore
Starring Pretty Yende, Matthew Polenzani, Davide Luciano, and Ildebrando D’Arcangelo; conducted by Domingo Hindoyan. From February 10, 2018.

Sunday, September 20
Bellini’s Norma
Starring Sondra Radvanovsky, Joyce DiDonato, Joseph Calleja, and Matthew Rose, conducted by Carlo Rizzi. From October 7, 2017.

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BLINDENMARKT/ HERBSTAGE: FREUNDE, DAS LEBEN IST LEBENSWERT.

Die Blindenmarkter Operetten-Revue

Menschen - Pfalztheater-Kaiserslautern
Wolfgang Dosch. Foto: Gerhard Jannosch

Wir wollen feiern! Das Leben, die Operette, ihre größten Meister – und ihre Jubiläen! Denn 2020 ist (auch) ein Jahr der Wiener Operette!

„Was ich suche und immer wieder suche ist die Melodie!“ war Lebensmotto von Franz Lehár. Mit seinen Melodien hat er seit 150 Jahren tatsächlich das „Leben lebenswert“ gemacht, ebenso wie sein Altersgenosse Oscar Straus es als „Walzertraum“ verklärte.

Seit 140 Jahren malt Robert Stolz „Die ganze Welt himmelblau“ und Nico Dostal, vor 125 Jahren – in Niederösterreich! – geboren, verzaubert nach wie vor die Welt mit Foxtrot, Swing und seinem melancholischen „Lied von Leid und Lust“.

Die schönsten Melodien, mitreißendsten Tänze der beliebtesten Operetten-Jubilare leidenschaftlich interpretiert von dem vermutlich besten jungen Operetten-Ensemble Österreichs in atemberaubenden, fantasievollen Kostümen und tollem Bühnenbild –

so wird in Blindenmarkt tatsächlich „das Leben lebenswert“!

Operette – das Lächeln auf dem Antlitz der Kunst! Sicher und vom Feinsten!

 „Freunde, das Leben ist lebenswert“ ist eine Operettenrevue in großer Ausstattung mit Musik der Geburtstagskinder Franz Lehár, Robert Stolz, Nico Dostal und Oscar Straus. Die Premiere findet am Freitag, 9. Oktober 2020, um 19:30 Uhr statt. Mitwirkende sind die Publikumslieblinge Clemens Kerschbaumer und Willi Narowetz, Svenja Kallweit, Verena Barth-Jurca und Peter Kratochvil geben ihr Blindenmarkt-Debüt. Es wirken das Ballett, die Crew und das Salonensemble des Kammerorchesters Ybbsfeld unter der bewährten Leitung von Kurt Dlouhy mit. Die junge Modeschöpferin Irina Hofer sorgt für die Kostüme, Marcus Ganser zeichnet für das Bühnenbild verantwortlich. Wolfgang Dosch schreibt das Buch und inszeniert die Revue. Ohren- und Augenschmaus garantiert.

 Unter dem Motto „Freunde, das Leben ist lebenswert“ finden 2020 ganz besondere „Herbsttage“ in einer außergewöhnlichen Zeit statt. Aufgrund diverser gesetzlicher Covid19-Vorschriften der Bundesregierung für Veranstaltungen ist eine Umsetzung der ursprünglich geplanten Lehár-Operette „Der Graf von Luxemburg“ nicht möglich. Die Gesundheit des Publikums und der Mitwirkenden steht für uns natürlich an oberster Stelle. Und eine reduzierte Zuschauerzahl würde die Finanzierung der Operette unmöglich machen. Dementsprechend werden nun Stück, Sitzplan im „Schachbrettmuster“ und Bühnengeschehen für die Saison 2020 adaptiert. Ein Covid19-Team wird sich um die Rahmenbedingungen der „Herbsttage“ in der Ybbsfeldhalle kümmern. Darüber hinaus garantiert die hochwertige, moderne Belüftungsanlage im Saal zusätzliche Sicherheit.

Premiere, 9. Oktober 2020, 19:30, Ybbsfeldhalle Blindenmarkt

www.herbsttage.at

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WIENER KAMMERORCHESTER IN DER MINORITENKIRCHE (19. und 26. September)

Sa, 19. September
Solisten des Wiener KammerOrchesters – „Die vier Jahreszeiten“
Minoritenkirche
19:30 – 20:30

TICKETS

CONCERT SPIRITUEL mit dem Wiener KammerOrchester - Leonore & Florestan

Sa, 26. September
Concert Spirituel: „Concertante“
Dirigent Mario Hossen
Minoritenkirche
19:30 – 20:45

TICKETS

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Schloss Esterházy Kulturverwaltung GmbH: Kunstinstallationen im Rahmen von HERBSTGOLD – Festival in Eisenstadt:

Music is sculpted air und eine filmische Annäherung an die Musik

Bereits seit 2018 wird das HERBSTGOLD- Festival durch temporäre Kunstwerke sowohl vor als auch im Innenbereich von Schloss Esterházy begleitet. Diese artifizielle Erweiterung von HERBSTGOLD ergänzt musikalische Komponente um eine visuell-haptische „Greifbarkeit“. Die auffallenden Skulpturen und Installationen entstehen als Auftragswerke der Esterhazy Sammlungen und werden von Künstlern in direkten Bezug zum jeweiligen Festivalthema entwickelt. Kuratorisch betreut werden die HERBSTGOLD-Kunstwerke von Vitus Weh, dem künstlerischen Leiter von „NOW – Esterhazy Contemporary“. „Die diesjährigen Kunstinstallationen von Katrin Plavčak und Tobias Hermeling stellen das Verhältnis von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven zueinander in den Fokus, das von Tradition und Fortschritt geprägt war“, so Vitus Weh über die Kunstinstallationen.

„Roll over Haydn“ vor Schloss Esterházy von Katrin Plavčak
Die Skulptur, die Katrin Plavčak (* 1970 in Gütersloh) dieses Jahr für HERBSTGOLD konzipiert hat, besteht, wie Musik, überwiegend aus Luft. In Form gehalten wird sie nur von einem Gebläse und einem geschneiderten Spezialgewebe. Über sechs Meter hoch ist das pneumatische Objekt mit dem Titel „Rochus Pumpernickel“. Plavčak, die vor allem als Malerin und als Musikerin bekannt ist, erläutert: „Mir gefallen bewegliche und instabile Skulpturen, die in Schwingung versetzt werden oder sich von ihrem ursprünglichen Ort wegbewegen können. Die Idee, bei HERBSTGOLD mit einer pneumatischen Form zu arbeiten, habe ich gemeinsam mit Michael Schultes vom Verein „experimonde“ realisiert. Von ihm stammt das technische Know-how für die Skulptur.”

Schalkhaft hat Katrin Plavčak ihre Skulptur auch den diesjährigen Schwerpunkten Haydn und Beethoven, Traditionen sowie türkische Musik angepasst: Die im Wind wogende Skulptur zeigt einen großen bunten Papagei mit Perücke auf dem Kopf, der wiederum auf einer Basstrommel sitzt, auf der „Roll Over Haydn“ zu lesen ist. Die Referenzen auf das gescheiterte Schuler-Lehrer-Verhältnis von Beethoven/Haydn sind dabei raffiniert verknüpft: Haydn trug zeitlebens eine akkurate Perücke, während Beethoven nicht zuletzt für seine genialisch verstrubbelten Haare berühmt war. Beethoven soll sich angeblich einmal darüber beschwert haben, sein Lehrer Haydn wolle absolut nichts von ihm lernen. Einen Papagei hatte sich Joseph Haydn von seinen London-Reisen in den 1790er- Jahren mitgebracht. Die Form der Basstrommel wiederum wurde in Europa im 18. Jahrhundert durch die türkische Janitscharenmusik bekannt. Sowohl Haydn als auch Beethoven haben sie wiederholt für wilde Effekte genutzt. Richtig populär wurde die türkische Trommel jedoch erst als „Bass Drum“ in der Rockmusik. Der Schriftzug auf der Trommel paraphrasiert den Song „Roll over Beethoven“ von Chuck Berry aus dem Jahr 1956, der den musikalischen Generationswechsel weg von der Klassik hin zum Rock‘n’Roll thematisiert.

Ausstellungsdauer „Music is sculpted air“:
9. September – 4. Oktober 2020

Präludien auf Leinwänden von Tobias Hermeling
Die Form eines Konzertes kommt meist „klassisch“ daher: Das Publikum ist im besten Alter und gut gekleidet, die Sitzplatze sind nummeriert, man setzt sich, blättert im Programmheft, dann kommt das Orchester, später der Dirigent auf die Bühne, beiden wird applaudiert, kurz darauf wird es still und die Musik beginnt. Dennoch wird dieses Jahr bei HERBSTGOLD ein Experiment gewagt: Den Konzerten wird jeweils ein visuelles Präludium in Form von kurzen Videoclips vorangestellt, die der Künstler Tobias Hermeling (*1974 in Halle/Saal) eigens für das diesjährige Festival gestaltet hat. Es wäre schön, wenn die kurzen Videos eine ähnlich „eröffnende Wirkung“ auf den Konzertabend haben konnten, wie sie einst einem musikalischen „Präludium“ als einem frei improvisierten Vorspiel zukam.

Projiziert werden die Clips auf zwei Leinwände über der Orchesterbühne. Formal werden die beiden Leinwände das zyklische Bildprogramm aus der Barockzeit, dass die Decke des Festsaals überzieht, fortsetzen. Inhaltlich werden sie der dargestellten Liebesgeschichte von Amor und Psyche aber eher widersprechen. Tobias Hermeling, der sich in der Vergangenheit filmisch bereits erfolgreich der Musik Mozarts („In Search of Mozart“, 2006) und Bachs („Johannespassion“, 2007) angenommen hat, hat für HERBSTGOLD die Beziehung zwischen Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn vor die Kamera geholt. Und bekanntermaßen war dieses Verhältnis weniger von Liebe als von Spannung und Konkurrenz bestimmt. Hermeling nähert sich den beiden Kontrahenten in Form einer Spurensuche: „Meine Videoarbeit zu Beethoven und Haydn kommt einer kleinen Reise gleich, bei der sich die beiden Komponisten durch Assoziationen in Form von Bildern, korrespondierenden Bewegungen und Überlagerungen begegnen werden. Mich interessiert es besonders, mit Bildern Raume zu erzeugen, die andere Perspektiven auf Beethoven und Haydn zulassen.“

Schloss Esterházy als Wirkungsstätte Haydns und Beethovens
Aber auch die Sammlungen Esterhazy steuern passend zum Festival-Motto Gegenstände aus dem reichen Schatz an Ausstellungsobjekten bei. Der große Meister und genius loci, Jospeh Haydn, stand als Hofmusiker, Kapellmeister und Komponist im Dienst der Fürsten Esterházy im Eisenstädter Schloss. Der Schüler des Altmeisters, der junge Ludwig van Beethoven, komponierte im Auftrag von Fürst Nikolaus II. Esterházy die Messe in C-Dur, um den Namenstag seiner Ehefrau Fürstin Marie Esterházy zu feiern. Zeichen dieser Zeit sind im Schloss Esterházy zu besichtigen: So zum Beispiel ein Porträt der Fürstin oder „Die Klavierstunde“, ein Gemälde von Endre Komaromi-Kacz, das im Zentrum den virtuos spielenden Beethoven zeigt.

Kooperation mit dem Kunstverein Eisenstadt
Ergänzend zu ihrer HERBSTGOLD-Skulptur vor Schloss Esterházy zeigt der benachbarte Kunstverein Eisenstadt eine „Komplizinnen-Ausstellung“ von Katrin Plavčak gemeinsam mit Kata Tranker (*1989 in Székesfehérvár, lebt in Budapest).

Der Kunstverein Eisenstadt sieht sich als Burgenlands experimentelle Bühne für zeitgenössische Kunst mit internationaler Ausrichtung. Beheimatet ist der Kunstverein im alten Klostergebäude der Joseph-Haydn-Gasse 1.

Eröffnung Ausstellung im Kunstverein Eisenstadt: 13. September, ab 14:00 Uhr

Ausstellungsdauer „Komplizinnen-Ausstellung“:
14. September – 29. Dezember 2020

Öffnungszeiten:
Samstag 11:00 Uhr bis 17:00Uhr
Sonntag 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr

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KÖLN: Ein Tableau des Vergessens von HA Schult

Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger


HA Schult mit einem seiner Ausstellungsstücke. Foto: Andrea Matzker

Der unermüdliche Aktionskünstler HA Schult eröffnete unter dem Motto „Verlust bringt Gewinn“ eine neue Ausstellung mitten im Herzen von Köln. Nachdem er im vorigen Jahr mit seinen über 1000 Trash People in Europas Kulturhauptstadt 2019, im süditalienischen Matera, wieder einen großen Erfolg landete, präsentiert er diesmal etwa 80 ausrangierte Verkaufskästen der Bild-Zeitung. Der Aktionskünstler hat alle stummen Diener, die jahrelang das Kölner Stadtbild prägten, persönlich besprüht und im Sichtfenster mit einem Foto seiner ebenfalls berühmten „Trash People“-Installation vor dem Kölner Dom aus dem Jahre 2006 ergänzt.


HA Schult und sein Kunst-Tableau. Foto: Andrea Matzker

Warum präsentiert er die Kästen auf dem Börsenplatz? „Hier stehen sie in einem wirtschaftlichen Zentrum zwischen Industrie- und Handelskammer auf der einen sowie den Banken und dem Sitz des Kölner Erzbischofs auf den anderen Seiten“, so Schult zu seiner Aktion. Außerdem ist die Ausstellung unter freiem Himmel an der frischen Luft, komplikationslos und unter Berücksichtigung aller Corona-Auflagen zu besichtigen. Zwei dieser jeweils 25 kg schweren, roten Kästen erwarb bereits das Bonner Haus der Geschichte, um im Rahmen der „Archäologie des Alltags“ diese für die deutsche Medienlandschaft wichtigen und symbolträchtigen Elemente für die Nachkommen zu erhalten, und Dinge, die verschwinden, zu bewahren.


HA Schult inmitten seiner Ausstellung. Foto: Andrea Matzker

Das Kunst-Tableau ist noch bis zum 20. September 2020 kostenfrei zu besichtigen. Und, wie der Künstler selbst sagt: „Wer keinen dieser signierten Bildkästen für nur 1000 € ersteht, macht einen Fehler.“ Der Erlös aus dem Verkauf der Kunstwerke kommt dem Verein „Kunst hilft geben für Arme und Obdachlose“ zugute.


HA Schults Ausstellung am Kölner Börsenplatz. Foto: Andrea Matzker


Elke Koska, die Muse von Schult, bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Andrea Matzker

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IMPFUNG! Karl Schmähhammer, Bundesministerium für Irrerers (Gernot Kulis) – YouTube

ZUM VIDEO mit Gernot Kulis

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MAG. ROSWITHA EISENBOCK IM 60. LEBENSJAHR GESTORBEN

Die Leiterin der Malakademie Niederösterreich/ Stockerau, Mag. Roswitha Eisenbock, ist nach kurzer schwerer Krankheit im 60. Lebensjahr verstorben. Mit der Galerie des Online-Merker bestand eine Zusammenarbeit, mehrmals hat sie mich in Meidling besucht. Sie wollte eine große Ausstellung kuratieren, die nicht nur die Redaktionsräume, sondern das gesamte Firmenareal umfasst hätte. Dazu ist es nicht mehr gekommen!

A.C.

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