DIE DIENSTAG-PRESSE – 30. SEPTEMBER 2025

Foto: siko-kob-Jan Windszus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE –
30. SEPTEMBER 2025

Berlin/Tempelhof
Mahlers „Sinfonie der Tausend“ im Flughafen Tempelhof: Das Unbeschreibliche – hier ist’s getan
Der Komischen Oper Berlin sei für ihren Mut gedankt, ein Projekt dieser Größenordnung zu wagen. Der offensichtliche Erfolg ist der Lohn für diesen Mut und ein großer Teil des Dankes gebührt James Gaffigan, der souverän die Gesamtleitung handhabte. Ein Erlebnis!
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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Die Oper Zürich begeistert mit klingendem Belcanto in der „Scala di Seta“

La scala di seta © Herwig Prammer

Ein gewöhnungsbedürftiges aber originelles Bühnenbild, zu viel Slapstick und eher dümmliche Späßchen aber vollendeter Belcanto in Rossinis selten aufgeführtem Frühwerk „La scala di seta“. Unter den hervorragenden sängerischen Leistungen ragte der herrliche wohlklingende Belcanto des Levy Sekgapane in der Rolle des Dorvil hervor. Das Zürcher Opernpublikum manifestierte ungeteilte Begeisterung.

Gioachino Rossini
La scala di seta

Musikalische Leitung: Leonardo Sini
Orchester der Oper Zürich

Inszenierung: Damiano Michieletto

Opernhaus Zürich, 25. September 2025
Wiederaufnahme

von Dr. Charles E. Ritterband

Rossini war erst 20 Jahre alt, als er 1812 den Einakter „Die seidene Leiter“ komponierte, eine musikalische Farce. Doch dieses Frühwerk weist bereits sämtliche Aspekte der burlesken Opern Rossinis auf, der ja als populärster Komponist seiner Zeit galt, als „Weltherrscher“, als „Napoleon der Musik“. „Gioachino Rossini, La scala di seta
Opernhaus Zürich, 25. September 2025“
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Schweitzers Klassikwelt 147: Glücklich die Opernwelt, die eine Familie ist!

Opernhaus Hanoi © Lothar Schweitzer 

 

Königliches Opernhaus in Maskat © Miriam Al-Bulushi

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Einen Monat nach der feierlichen Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper hatte am Sankt Nikolaus-Tag „La Bohème“, damals noch in deutscher Sprache Premiere. Hilde Güden sang die Mimì, Emmy Loose die Musetta, die Bohemiens waren Karl Terkal (Rodolfo), Paul Schöffler (Marcello), Walter Berry ((Schaunard) und Oskar Czerwenka (Colline). „Schweitzers Klassikwelt 147: Glücklich die Opernwelt
klassik-begeistert.de, 30. September 2025“
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Nachruf Franz Grundheber: Einer der ganz Großen ist von uns gegangen

Franz Grundheber (zwischen Anneliese Rothenberger und Simone Young) in der Ehrengalerie im Parkettfoyer der Hamburgischen Staatsoper)

 von Dr. Ralf Wegner

Es gibt wenige Sänger bei denen man meint, die eigenen Ohren seien nicht groß genug, um den wunderbaren Klang in sich aufzunehmen. Zu diesen zählte Franz Grundheber. Ab 1967 tauchte sein Name in bei mir erhaltenen Besetzungszetteln auf, zum Beispiel als Herold in Othello, ohne dass mir die Stimme in Erinnerung blieb. Später wurde er als Donner oder Masetto besetzt. „Nachruf: Franz Grundheber (* 27. September 1937 in Trier; † 27. September 2025 in Hamburg)
klassik-begeistert.de, 29. September 2025“
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Franz Grundheber formte Rollen mit Geist und Seele – zum Abschied des großen Baritons

Franz Grundheber als Rigoletto mit Hellen Kwon als Gilda © Hamburgische Staatsoper/Rüdiger Backmann

ein Nachruf von Dirk Schauß

Am 27. September 2025, ausgerechnet an seinem 88. Geburtstag, ist Franz Grundheber gestorben. Ein merkwürdiger Kreis hat sich damit geschlossen – und doch fühlt es sich an, als sei mit ihm nicht nur ein Mensch gegangen, sondern ein Stück Operngeschichte, das uns noch lange begleiten wird. „Nachruf Franz Grundheber
klassik-begeistert.de, 29. September 2025“
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„Ich freu’ mich aufs Heiraten!“: …und Lübeck freut sich auf den „Rosenkavalier“!

Michael Wallner, Andrea Stadel, Steffen Kubach und Stefan Vladar, Photo Andreas Ströbl

Ob das so schön wird mit dem Heiraten, wenn man einen vor Testosteron platzenden Baron als zukünftigen Gemahl erwarten muss? Oder ahnt die hübsche junge Sophie schon, dass alles ganz anders ausgehen wird, wenn sie von ihrer Freude auf das Heiraten schwärmt?

Wie die Geschichte aus dem Rokoko-Wien endet, ist uns allen bekannt – nicht aber, was das Lübecker Theater in seiner neuen Rosenkavalier-Produktion am 18. Oktober präsentieren wird. Zuvor jedoch gab es
am 28. September eine Lesung des Librettos mit verteilten Rollen.

»Der Rosenkavalier«Die Lesung
Komödie für Musik von Hugo von Hofmannsthal

Einführungsabend und öffentliche Probe: Dienstag, 7. Oktober 2025, 18.00 Uhr.
Premiere: Samstag, 18. Oktober 2025, 18.30 Uhr.

Theater Lübeck, Salon, 28. September 2025

von Dr. Andreas Ströbl

„Das genialste Libretto der Opernliteratur“

Dass es viele Libretti gibt, die ohne die Musik einfach nicht funktionieren, ist nichts Neues. Jens Ponath, Leitender Dramaturg Musiktheater und Konzert am Theater Lübeck, legte sogar noch eins drauf, als er die Lesungs-Matinée mit Andrea Stadel, Steffen Kubach, Michael Wallner und Stefan Vladar einleitete: „Manche dieser Texte wirken, nur gelesen, wie Parodien ihrer selbst.“ „»Der Rosenkavalier«– Die Lesung
Theater Lübeck, Salon, 28. September 2025“
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Henrike Legners Debütalbum: Wo bitte, bleiben die Worte?

CD-Besprechung:

Schon beim ersten Lied muss man konstatieren, dass Legners Problem die Textverständlichkeit ist. Anfangs hofft man noch auf Besserung im weiteren Verlauf, die sich aber nicht einstellt.

Von der Liebe Zaubermacht
Lieder von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Henrike Legner
Gerold Huber

Genuin  Gen 25946

von Peter Sommeregger

Wenn junge Sänger und Sängerinnen sich dem Liedgesang widmen, ist das grundsätzlich zu begrüßen. Es gilt schließlich, eine Tradition fortzuführen, die von Jahrhundertsängern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Hermann Prey, Elisabeth Schwarzkopf und Gundula Janowitz in der jüngeren Vergangenheit bedient wurde. „CD-Besprechung: Von der Liebe Zaubermacht/Felix Mendelssohn-Bartholdy
klassik-begeistert.de, 29. September 2025“
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Lloyd Riggins und Nicolas Hartmann äußern sich zur Zukunft des Hamburg Balletts

Nicolas Hartmann (geschäftsführender Ballettbetriebsdirektor) und Lloyd Riggins (künstlerischer Ballettdirektor) im Gespräch mit Vivien Arnold (Chefdramaturgin), Parkettfoyer der Hamburgischen Staatsoper am 28. September 2025

Ein Meinungsbeitrag von Dr. Ralf Wegner

Das Programm lief unter dem Namen Click in: Ausblick. Die Ballett-Spielzeit 2025/26. Viel Neues gab es aber nicht zu berichten. Vivien Arnold stellte als Moderatorin den Herren Riggins und Hartmann zwar die Frage, wie sie über die vergangenen 6 Monate dächten (Causa Volpi), erhielt aber keine konkreten Antworten, was wohl auch nicht zu erwarten war. „Kommentar: Click in: Ausblick. Die Ballett-Spielzeit 2025/26
Hamburgische Staatsoper, 28. September 2025“
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DIE MONTAG-PRESSE – 29. SEPTEMBER 2025

HSO Das Paradies und die Peri –  Kai Kluge, Christoph Pohl, Vera Lotte Boecker, Lunga Eric Hallam © Monika Rittershaus

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DIE MONTAG-PRESSE –
29. SEPTEMBER 2025

Tobias Kratzer zündet den Hamburger Opernjubel
Zu Beginn seiner Hamburg-Ära stellt Tobias Kratzer mit einer genialen und wegweisenden Oratoriumsinszenierung samt rein inszenierten Buh-Rufen die Opernwelt auf dem Kopf! Auch die musikalischen Leistungen des Abends rechtfertigen die stehenden Ovationen.
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Tobias Kratzer überzeugt mit einer intelligenten Inszenierung von Robert Schumanns Oratorium Das Paradies und die Peri
Tobias Kratzer befasst sich wie in seiner Münchner Rheingold-Inszenierung mit dem Verlust des Glaubens in unserer einstmals durchgehend christlichen Gesellschaft. Kratzer zeigt die Lücken, die sich in uns auftun.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

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Michael Francis und sein Orchester verwandeln diesen Abend in ein flammendes Erlebnis

Dirigent, Orchester © Felix Broede

Die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und Michael Francis verwandeln Schubert, Sibelius und Beethoven in ein flammendes Erlebnis

Franz Schubert
Sinfonie h-Moll, D 759 „Unvollendete“

Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll, op. 37

Nuron Mukumi, Klavier

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Michael Francis, musikalische Leitung

VILCO, Bad Vilbel, 27. September 2025

von Dirk Schauß

Ein besonderes Konzert in Bad Vilbels formidabler Stadthalle VILCO gab es am 27. September zu bestaunen. Michael Francis und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz stellten ein Programm vor, das mit seiner überraschenden Abfolge nicht provozierte, sondern schlicht überzeugte. Denn in einer Zeit, in der Repertoiregrenzen längst eingerissen sind, löst die Platzierung zweier Sinfonien vor einem Klavierkonzert höchstens ein Schmunzeln aus. Wirklich überraschend war vielmehr, wie klug die Werke aufeinander folgten und wie tief die Musiker in ihre jeweilige Eigenart eindrangen. „Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Michael Francis
VILCO, Bad Vilbel, 27. September 2025“
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