Martinůs selten gespielte „Griechische Passion“ überzeugt bei den Salzburger Festspielen

CD/Blu-ray Rezension:

Bohuslav Martinů
The Greek Passion

Simon Stone  Regie

Wiener Philharmoniker
Maxime Pascal  Dirigent

Unitel 811104

von Peter Sommeregger

 Das vom Komponisten selbst geschriebene Libretto geht auf einen Roman des Griechischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis zurück. Fertig gestellt 1959, zeigten sowohl Herbert von Karajan für Wien, als auch Rafael Kubelik für London Interesse an einer Uraufführung. Nachdem sich diese Pläne zerschlagen hatten, arbeitete Martinů das Werk um, in dieser Form wurde die Oper 1961 in Zürich uraufgeführt, diese Fassung liegt auch der in englischer Sprache gesungenen Aufführung der Salzburger Festspiele von 2023 zugrunde. „CD/Blu-ray Rezension: Bohuslav Martinů, The Greek Passion
klassik-begeistert.de, 18. August 2024“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 18. AUGUST 2024

Salzburger Festspiele © Luigi Caputo

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 18. AUGUST 2024

Bilanz Salzburger Festspiele 2024: Weltereignisse und Totalausfälle
von Jörn Florian Fuchs
Unerwartetes und Unerhörtes gab es heuer bei den Salzburger Festspielen. Die Qualität der Opernproduktionen – darunter Weinbergs „Der Idiot“ und „Hoffmanns Erzählungen“ von Offenbach – fiel dabei nach Ansicht unseres BR-KLASSIK-Kritikers höchst unterschiedlich aus. Eine Rückschau.
BR-Klassik.de

Grafenegg
Buchbinder ist „playing in the rain“
Unter pechschwarzem Himmel startete das Konzert der Festivaleröffnung; aber weder Publikum noch Künstler ließen sich beirren und es blieb tatsächlich nur bei ein paar Regentropfen. Dafür hörte man ein außergewöhnliches Programm und das letzte Mal betrat Yutaka Sado als Chef der Tonkünstler das Dirigentenpult.
Von Mag. Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

„DIE SONNTAG-PRESSE – 18. AUGUST 2024“ weiterlesen

Grafenegg Festival – Tagebuch: Wenn ein Dirigent sich durch Bruckner peitscht

Jaap van Zweden © Bert Hulselmans

Hatte man am Vorabend bei der Festival-Eröffnung das Glück, gerade noch das Konzert im Wolkenturm erleben zu können, musste an diesem Abend das Publikum letztlich ins Auditorium komplimentiert werden. Bezüglich Akustik kein Nachteil, da hier größtenteils die Musik elektronisch „unbehandelt“ zu den Hörern transportiert wird.

Felix Mendelssohn-Bartholdy:
Konzert für Violine und Orchester e-moll op. 64

Anton Bruckner:
Symphonie Nr. 7 in E-Dur

Janine Jansen, Violine

Gstaad Festival Orchester
Jaap van Zweden, Dirigent

Konzert im Auditorium, Grafenegg, 17. August 2024

von Herbert Hiess

Natürlich stehen alle Konzertprogramme europaweit (wenn nicht sogar weltweit) im Zeichen des Jubilars Anton Bruckner, dessen 200. Geburtstag am 4. September begangen wird. Und hier kam an diesem Abend das renommierte Gstaad-Festival Orchester vor das Publikum, dass das Publikum in Grafenegg schon 2022 mit einer hervorragenden konzertanten Aufführung von Beethovens „Fidelio“ erfreute (Ludwig van Beethoven, Fidelio, konzertante Aufführung Wolkenturm, Grafenegg, 13. August 2022 – Klassik begeistert (klassik-begeistert.de)).

„Grafenegg: Janine Jansen,Violine, Gstaad Festival Orchester, Jaap van Zweden, Dirigent
Grafenegg, 17. August 2024“
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Weill ich es mir wert bin...

Mit The Kurt Weill Album legt Joana Mallwitz ein starkes, tänzerisches DG-Debüt vor.

Deutsche Grammophon, DG 486 5670

Konzerthausorchester Berlin
Joana Mallwitz, Dirigentin

Katharine Mehring, Anna 1 & 2
Michael Porter und Simon Bode, Tenor
Michael Nagl, Bariton, und Oliver Zwarg, Bassbariton

von Brian Cooper, Bonn

Dies ist ein willkommenes Album, das zu Unrecht vernachlässigtes Repertoire zu Gehör bringt, und zwar mit einem Berliner Toporchester und seiner Chefdirigentin, die gerade in vielerlei Hinsicht, sowohl auf der Bühne als auch in den Medien, für mächtig Furore sorgt.

Joana Mallwitz hat im Januar 2024, also nur ein paar Monate nach Beginn ihrer Amtszeit als Chefdirigentin des Konzerthausorchesters Berlin, ihr Debütalbum bei der Deutschen Grammophon eingespielt. Es heißt The Kurt Weill Album und enthält mit Die sieben Todsünden Weills mutmaßlich bekanntestes Werk (sieht man von der Dreigroschenoper ab), daneben jedoch auch seine Sinfonien Nr. 1 und 2. Letztere wurde von keinem Geringeren als Bruno Walter 1934 in Amsterdam uraufgeführt und dabei auswendig dirigiert. „CD-Besprechung: The Kurt Weill Album
klassik-begeistert.de, 17. August 2024“
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Grafenegg Festival – Tagebuch: Buchbinder ist „playing in the rain“

© Studio Iris – Grafenegg Kulturbetriebsges.m.b.H.

Unter pechschwarzem Himmel startete das Konzert der Festivaleröffnung; aber weder Publikum noch Künstler ließen sich beirren und es blieb tatsächlich nur bei ein paar Regentropfen. Dafür hörte man ein außergewöhnliches Programm und das letzte Mal betrat Yutaka Sado als Chef der Tonkünstler das Dirigentenpult.

George Gershwin
Konzert für Klavier und Orchester in F

Arnold Schönberg
„Pelleas und Melisande“ Symphonische Dichtung op. 5

Rudolf Buchbinder, Klavier
Tonkünstler Orchester – Niederösterreich
Yutaka Sado, Dirigent

Grafenegg, Wolkenturm, 6. August 2024

von Mag. Herbert Hiess

Gershwins Konzert in F wird allzu selten in Konzerten aufgeführt.
Hier in Grafenegg konnte Rudolf Buchbinder zeigen, dass er in Sachen des amerikanischen Komponisten einiges mitzureden hat.

Das Konzert in F wurde 1925 uraufgeführt – ein Jahr nach der „Rhapsody in Blue“. Gershwin setzte seine „jazzige“ Kompositionsweise fort und im Gegensatz zur Rhapsody packte er jedoch das Werk in eine dreisätzige Form. „Rudolf Buchbinder, Klavier, Tonkünstler Orchester – Niederösterreich, Yutaka Sado, Dirigent
Grafenegg, Wolkenturm, 6. August 2024“
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Wer weder Barock noch Jazz mag, wird sich in das Kind der beiden verlieben! – Eine musikalische Liaison begeistert in Bad Oldesloe

Laila Salome Fischer, Magnus Mehl und Il Giratempo, Photo Andreas Ströbl

„Talkin’ about Barbara – 17th Century Jazz“ – Konzert im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals mit Laila Salome Fischer und dem Ensemble „Il Giratempo“

Laila Salome Fischer, Mezzosopran
Magnus Mehl, Jazzsaxophon

Ensemble Il Giratempo

Peter-Paul-Kirche Bad Oldesloe, 15. August 2024

von Dr. Andreas Ströbl

Für Liebhaber der Renaissance- und Barockmusik, zumal in reizvollen und unerwarteten Bearbeitungen, ist sie schon längst kein Geheimtip mehr – Laila Salome Fischer ist gerade in Norddeutschland als vielseitige Solistin aus zahlreichen Opern und Operetten oder auch von Liederabenden bekannt. Ihre jüngst erschienene CD „Scenes of Horror“ mit barocken Arien ist mehrfach glänzend besprochen worden; die Einspielung ist das Ergebnis einer klangfarbenprächtigen Zusammenarbeit mit dem Ensemble „Il Giratempo“. „SHMF: Laila Salome Fischer und Ensemble Il Giratempo
Peter-Paul-Kirche, Bad Oldesloe, 15. August 2024“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 17. AUGUST 2024

Ku’Damm Foto © Jörn Hartmann

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 17. AUGUST 2024

Berlin/Theater des Westens
KU’DAMM 59: Kann ein modernes Musical der inhaltsreichen Vorlage eines Fernseh-Dreiteilers genügen?
Noch bitten sie zum Tanz. Caterina Schöllack mit ihren Töchtern Monika, Eva und Helga. Doch die heile Welt ihrer Tanzschule an Berlins Prachtboulevard bröckelt vor sich hin. Die späten fünfziger Jahre bescheren enorme Veränderungen. Neue Umgangsformen ersetzen alte „Benimm“-Regeln. Und die Musik wird rockiger und lauter. KU’DAMM 59 -Musical von Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange
Von Ralf Krüger
Klassik-begeistert.de

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Dirigieren mit Schmerzen: Darf Daniel Barenboim noch den Stab führen?

West-Eastern Divan Orchestra, Anne-Sophie Mutter, Daniel Barenboim © Patric Leo

Ein Kommentar von Dr. Gerd Klingeberg
nach dem Konzert von Daniel Barenboim in Bremen, 7. August 2024

Es tut schon einigermaßen weh mitanzusehen, wie schwer es Daniel Barenboim selbst mit Unterstützung fällt, sich hin zum Dirigentenpult zu bewegen, sich vorsichtig zu drehen und in den bereitgestellten Stuhl fallen zu lassen.

Geigerin Anne-Sophie Mutter und Musiker von den ersten Pulten stehen jederzeit bereit, dem Maestro gegebenenfalls beizustehen. Sein Dirigat ist dann für die Zuhörer in der Bremer Glocke kaum auszumachen; man sieht vor allem den nahezu unbeweglichen Rumpf, gelegentlich seine nach vorn-seitlich-unten stoßende Faust, Kopfdrehungen hin zu den Instrumentengruppen. „Kommentar: Dirigieren mit Schmerzen – darf Daniel Barenboim noch dirigieren?
klassik-begeistert.de, 9. August 2024“
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DIE FREITAG-PRESSE – 16. AUGUST 2024

© Rossini Opera Festival 2024, Florez

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DIE FREITAG-PRESSE – 16. AUGUST 2024

Pesaro
Juan Diego Flórez brilliert als Oreste beim Rossini-Festival Pesaro
Musikalisch war diese Produktion in der Arena geradezu überwältigend – vor allem der Weltstar Juan Diego Flórez brillierte als Orest und das RAI-Sinfonieorchester unter der virtuosen Stabführung von Michele Mariotti brachte einen gigantischen und doch dann wieder differenzierten Sound in diesen riesigen Raum.
Von Dr. Charles Ritterband
Klassik-begeistert.de

Erl/Tiroler Festspiele
Erl oder nicht mehr Erl, das wird hier die Frage
Es gibt Ereignisse, die klingen in einem ewig nach, die vergisst man nie, an die erinnert man sich immer wieder – einfach, weil sie so wunderbar waren. Solch ein Ereignis war Wagners Ring des Nibelungen in der großartigen Regie von Brigitte Fassbaender im Passionsspielhaus bei den Tiroler Festspielen Erl 2024. Geprägt von Liebe zu Werk und Musik, tiefer Kenntnis der Geschichte und ihrer Zusammenhänge war alles ganz nah an der Handlung, ohne Bärenfell und Flügelhelm, aber mit Regenbogen, Drachen, Gold und Feuer. Dennoch modern, voller Witz und Ironie, beleidigte nichts das Auge, war nichts peinlich oder unangebracht und frei von jeglichem überflüssigen technischen Firlefanz, der für die Handlung ohnehin nichts als Ablenkung bringt.
von Dr. Regina Ströbl
Klassik-begeistert.de

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Juan Diego Flórez brilliert als Oreste beim Rossini-Festival Pesaro

© Rossini Opera Festival 2024, Bartoli, Flórez

Musikalisch war diese Produktion in der Arena geradezu überwältigend – vor allem der Weltstar Juan Diego Flórez brillierte als Orest und das RAI-Sinfonieorchester unter der virtuosen Stabführung von Michele Mariotti brachte einen gigantischen und doch dann wieder differenzierten Sound in diesen riesigen Raum.

Gioachino Rossini, Ermione
Libretto: Andrea Leone Tottola

Dirigent: Michele Mariotti
Regie: Johannes Erath
Bühne: Heike Scheele

Oreste: Juan Diego Flórez
Ermione: Anastasia Bartoli

Coro del Teatro Ventidio Basso
Chormeister: Giovanni Farina
Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI

Rossini Opera Festival, Pesaro, 13. August 2024

von Dr. Charles E. Ritterband

Die an sich nicht gerade attraktive Sportarena Vitrifrigo Arena am Stadtrand von Pesaro bietet den kreativen und beachtlich aufwendigen Regiekonzepten des Rossini-Festivals endlos viele technische Möglichkeiten und extrem großzügige räumliche Gegebenheiten.

So war auch die szenische Umsetzung (Regie: Johannes Erath, Bühne: Heike Scheele) dieser für den sonst meist so „heiteren“ Rossini ungewöhnlich tragischen, auf der griechischen Mythologie beruhenden Opera seria, Ermione, die mit der Ermordung von König Pyrrhus endet, schlicht grandios: ästhetisch und technisch. „Gioachino Rossini, Ermione
Rossini Opera Festival, Pesaro, 13. August 2024“
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