Martin Fischer-Dieskau begeistert mit einer vielfältigen Weihnachts-Gala in Peking

Fotos © Winland 2025

Gioachino Rossini – „La gazza ladra“ – Ouvertüre
Antonín Dvořák – „Rusalka“ – Lied an den Mond
Richard Strauss – „Capriccio“ – Schluss-Szene
Johann Strauss – Tritsch-Tratsch Polka für Chor und Orchester
Johann Strauss – „Blindekuh“ Ouvertüre
Ralph Benatzky – „Casanova“ – Chor der Nonnen
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 3 – 6. Satz (Auszug)
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 2 – 5. Satz (Finale ab Choreinsatz)

Johanni van Oostrum,
Sopran
Li Nan, Mezzo-Sopran

Chor und Symphony Orchestra of China National Opera
Martin Fischer-Dieskau, musikalische Leitung

Winland Tower Financial District Beijing, 6. Dezember 2025

von Dirk Schauß

Es gibt Konzerte, die wollen gefallen. Und es gibt Konzerte, die wollen etwas sagen. Die 20. Christmas Gala im Winland Tower Financial District Beijing (Peking) ausgerichtet, gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie. Schon das Motto „Eternity“ war kein dekoratives Etikett, sondern eine programmatische Ansage. Hier ging es nicht um festliche Wohlfühlmusik, sondern um Zeit, Erinnerung, Übergänge und um das große Versprechen von Erneuerung. Dass ein solches Konzept Risiken birgt, versteht sich von selbst. Umso bemerkenswerter ist, wie geschlossen, bewegend und letztlich überzeugend dieser Abend geriet. „20. Christmas Gala, Martin Fischer- Dieskau
Winland Tower Financial District Beijing, 6. Dezember 2025“
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Von Paavo Järvis aktiver Einspielung der Schubert-Sinfonien darf man getrost Großes erwarten

CD-Besprechung:

Paavo Järvi
Schubert Symphonies Nr. 7 & 4

The Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Sony Music 19958 41055 2 (2025)

von Dr. Gerd Klingeberg

Nachdem sich die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen gemeinsam mit Paavo Järvi in den letzten Jahren schwerpunktmäßig und sehr erfolgreich mit den sinfonischen Kompositionen von Beethoven, Schumann, Brahms und Haydn beschäftigt hat, hat sie neuerdings Franz Schuberts Sinfonien in den Fokus genommen. „CD-Besprechung: Paavo Järvi, Schubert Symphonies Nr. 7 & 4
klassik-begeistert.de, 17. Dezember 2025“
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Ein Gesang, der Barrieren überwindet

ART’N’VOICES während des Auftritts in der Elbphilharmonie, v.l.: Marta Jundziłł, Anna Rocławska-Musiałczyk, Małgorzata Priebe © Marcus Hartelt (Dresden)

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit Anna Rocławska-Musiałczyk und Szymon Duraj – Mitglieder des polnischen Ensembles ART’N’VOICES

klassik-begeistert: Was hat Ihr Ensemble in den 15 Jahren seines Bestehens zusammengehalten?

Anna Rocławska-Musiałczyk: In diesen 15 Jahren haben viele Sänger unser Ensemble durchlaufen, aber seit 2022/2023 haben wir eine feste Besetzung, mit der wir einen optimalen Klang erreichen konnten. Uns verbindet auch, dass wir alle musikalisch in die gleiche Richtung schauen, was sich in all unseren Projekten widerspiegelt: Alben, Tourneen und Konzerte. „Interview: kb im Gespräch mit ART’N’VOICES
klassik-begeistert.de, 17. Dezember 2025“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. DEZEMBER 2025

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. DEZEMBER 2025

Wien/Staatsoper
Staatsopern-Premiere. Doppelt gemoppelt: Freiheit für den neuen Fidelio!
Erste Eindrücke von der Premiere: Nach über 55 Jahren löste eine Neuinszenierung von Beethovens „Fidelio“ durch Hausdebütant Nikolaus Habjan die legendäre Otto-Schenk-Produktion ab. Franz Welser-Möst und das Staatsopernorchester ernteten Riesenjubel, für einzelne Sänger und Regie gab es auch einzelne Buhs.
krone.at

Ein neuer „Fidelio“ mit zwei Puppen, sonst aber beinah wie gewohnt
Nach 55 Jahren wurde Beethovens einzige Oper an der Staatsoper neu inszeniert. Die Regie flickt dem Werk nur mit einigen, wenigen Dialog-Korrekturen am Zeug. Aufatmen im Publikum.
DiePresse.com

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Berauschende Geigenklänge und empire-britischer Pomp sorgen in Bremen für frenetischen Jubel

Hana Chang © Kaupo Kikkas

4. Philharmonisches Konzert: Verehrt und verewigt

Ein Musikerlebnis der Extraklasse, das vom rundum enthusiasmierten Auditorium mit gebührend lang anhaltendem Beifall bedacht wird.

Maurice Ravel  Le Tombeau de Couperin, Suite d’Orchestre
Johannes Brahms  Violinkonzert D-Dur op. 77
Edward Elgar  Enigma-Variationen op. 36

Hana Chang  Violine

Finnegan Downie Dear  Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 15. Dezember 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Da steht sie, nahezu bewegungslos, Geige und Bogen hängen locker in ihrer Hand: Violinistin Hana Chang, eine zierliche Person vor dem groß besetzten Orchester, das sich in den mehr als drei langen Minuten der Sinfonie-Einleitung bereits auf optimale Betriebstemperatur eingespielt hat. Dann kommt Bewegung in die junge Solistin; geschmeidig und punktgenau fädelt sie sich ein in das laufende orchestrale Geschehen, legt aus dem Stand heraus gehörig zu, behauptet sich mit attackierend kraftvollem Strich und dem satten, tragfähigen Klang ihrer Amati höchst eindrucksvoll gegen die vermeintliche Übermacht des Ensembles. „Hana Chang Violine, Finnegan Downie Dear Dirigent, Die Bremer Philharmoniker
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 15. Dezember 2025“
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Sie setzt auf Präzision und große Formen: Anja Bihlmaier dirigiert das Museumskonzert in Frankfurt

Fotos © Diana Hillesheim

Grazyna Bacewicz  Konzert für Streichorchester
Sergej Prokofjew  Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16
Piotr Iljitsch Tschaikowsky  Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Behzod Abduraimov, Klavier

Anja Bihlmaier, Leitung
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Alte Oper Frankfurt, 15. Dezember 2025

von Dirk Schauß

Manchmal sagt das erste Werk eines Konzertabends mehr über dessen Haltung aus als jedes Programmheft. Das Museumskonzert in der Alten Oper Frankfurt begann mit Grażyna Bacewicz’ „Konzert für Streichorchester“ und setzte damit ein klares Signal.
Keine gefällige Ouvertüre, kein romantisches Einrichten der Hörgewohnheiten, sondern ein konzentriertes, kantiges Stück Musik des 20. Jahrhunderts. „Anja Bihlmaier, Leitung, Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Alte Oper Frankfurt, 15. Dezember 2025“
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„Dido & Aeneas“ in Versailles: Alles so schön bunt hier!

CD/Blu-ray-Besprechung:

Purcell
Dido & Aeneas

Sonya Yoncheva  Dido
Halidou Nombre  Aeneas
Cécile Roussat, Julien Lubek  Regie

Stefan Plewniak   Dirigent
Choeur & Orchestre de l’Opéra Royal

CVS 188

von Peter Sommeregger

Henri Purcells Oper hat, obwohl nur als Fragment überliefert, einen festen Platz im Opernrepertoire gefunden. So ist es nur natürlich, dass die auf barocke Opern spezialisierte Opéra Royal in Versailles das Werk im historischen Schlosstheater inszenieren ließ. „CD/Blu-ray-Besprechung: Purcell, Dido & Aeneas
klassik-begeistert.de, 16. Dezember 2025“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 16. DEZEMBER 2025

 Andreas Schager, Simon Keenlyside, Staatsopernchor © Stephan Rabold

Für Sie in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 16. DEZEMBER 2025

Alban Bergs „Wozzeck“ feiert triumphal seinen 100. Geburtstag
Kaum zu glauben, dass dieses kühne, eine neue Opernästhetik begründende Werk schon vor hundert Jahren uraufgeführt wurde. Erich Kleiber leitete am 14. Dezember 1925 in Anwesenheit des Komponisten die Uraufführung Unter den Linden. Vom damaligen Opernhaus existiert freilich nach zweimaliger Zerstörung nur noch die äußere Hülle.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

„DIE DIENSTAG-PRESSE – 16. DEZEMBER 2025“ weiterlesen

Barocker Glanz betört Ohren und Augen, wenn Barucco in Melk Bach spielt und singt

Blick in Langhaus und Chor der Stiftskirche Melk © Sylvia Frühwirth-Schnatter

Das Barucco Orchester und Vokalensemble boten im strahlenden Raum der Stiftskirche zu Melk eine mustergültige, zutiefst bewegende Interpretation der ersten drei Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium.

Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantaten I-III

Barucco Orchester
Barucco Vokalensemble

Heinz Ferlesch, Dirigent

Stift Melk, Stiftskirche, 14. Dezember 2025

von Dr. Rudi Frühwirth

Die Stiftskirche des  Benediktinerstiftes zu Melk mit ihrer in Gold glänzenden Ausstattung und  den prachtvollen barocken Fresken in der Kuppel und den Gewölben war ein großartiger Rahmen für Bachs Weihnachtsoratorium. Katholischer Prunk und protestantische Innigkeit vereinten sich in diesem Konzert zu einer glücklichen Synthese. „Johann Sebastian Bach, Weihnachtsoratorium BWV 248, Kantaten I-III
Stift Melk, Stiftskirche, 14. Dezember 2025“
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Mahlers Fünfte erschüttert in Lübeck die Herzen – und Widmanns „Armonica“ bezaubert durch magische Klänge

Stefan Vladar und Orchester, Photo Andreas Ströbl

Welches Musikstück kann neben einem solchen Monument, wie es Gustav Mahlers 5. Symphonie darstellt, in einem Konzertprogramm bestehen, dieser Symphonie gegenübergestellt werden, mit ihr auf irgendeiner Weise korrespondieren? Die Verantwortlichen in Lübeck haben sich für das
4. Symphoniekonzert der Saison etwas ganz Besonderes ausgedacht – die Rechnung ging auf!

4. Symphoniekonzert

Jörg Widmann, Armonica für Glasharmonika und Orchester
Gustav Mahler, Symphonie Nr. 5 cis-Moll

Stefan Vladar, Dirigent
Christa Schönfeldinger, Glasharmonika
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Musik- und Kongresshalle, Lübeck, 14. Dezember 2025

von Dr. Andreas Ströbl

Eine echte Entdeckung mit magischer Aura

Als Jörg Widmann das Adagio in C-Dur für Glasharmonika von Wolfgang Amadeus Mozart hörte, war er zu Tränen gerührt. Für dieses Instrument wollte er etwas komponieren und die Möglichkeiten dieses ungewöhnlichen Klangwunders ausloten.

„Armonica für Glasharmonika und Orchester“ nannte er folgerichtig das nur eine Viertelstunde dauernde Stück, in dem das von Benjamin Franklin erfundene Instrument aus ineinandergeschobenen Glasglocken, die durch Pedale in Rotation versetzt werden, die Hauptrolle spielt. „4. Symphoniekonzert, Gustav Mahler, Symphonie Nr. 5 cis-Moll
MUK Lübeck, 14. Dezember 2025“
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