John Neumeiers Cinderella-Ballett bleibt rätselhaft

Anna Laudere (Cinderellas Mutter), Edvin Revazov (Cinderellas Vater), Charlotte Larzelere (Cinderella), Callum Linnane (Ein Prinz), Futaba Ishizaki (Cinderellas Tante und spätere Stiefmutter) (Foto: RW)

Charlotte Larzelere war tänzerisch ganz in ihrem Element. Mit welcher Eleganz, straffer, aber dennoch biegsamer Haltung sie sich immer wieder in die Höhe heben ließ, anfangs von den ihrer Mutter zugeordneten Vogelgeistern  sowie später bei ihrem Ball-Entree war fabelhaft in Szene gesetzt.

A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier

Musik von Sergej Prokofjew
Choreographie und Inszenierung:  John Neumeier
Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Musikalische Leitung:  Simon Hewett

Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper,
Wiederaufnahme, 13. September 2026

von Dr. Ralf Wegner „A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier
Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, Wiederaufnahme am 13. September 2026“
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Lise Davidsen setzt ihren Weg an die Weltspitze fort

CD-Besprechung:

Dass sie ausschließlich auf Verdi fokussiert ist, entspricht ihrem aktuellen und zukünftigen Repertoire, gleichzeitig ist es ein Statement gegen die Vereinnahmung als hochdramatische Wagnersängerin.

Lise Davidsen
Verdi

London Philharmonic Orchestra
Edward Gardner

Decca 487 2241

von Peter Sommeregger

„Lise Davidsen, Verdi, London Philharmonic Orchestra, Edward Gardner
klassik-begeistert.de, 13. September 2026“
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ARD-Streichquartettfinale: Das Viatores Quartet setzt Maßstäbe 

ARD Viatores Katarina Fugue ARD 2026 © Daniel Delang

Bei der nunmehr 75. Auflage des ARD-Musikwettbewerbs gewinnt das Viatores Quartet den ersten Preis; das Katarina String Quartet und Quartet Fugue erhalten jeweils einen dritten, einen zweiten Preis vergibt die Jury nicht. Insbesondere mit dem Viatores Quartet erlebt man in München eine kammermusikalische Sternstunde. 

Prinzregententheater München, 12. September 2026

von Willi Patzelt

„75. Auflage des ARD-Musikwettbewerbs
Prinzregententheater München, 12. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 29: Hector Berlioz – Requiem (1837)

Foto: Wikipedia Hector Berlioz by Pierre Petit

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Es gibt Werke, die überzeugen durch Schlichtheit, einfachen Tonsatz, und eingängige Melodien. Und dann gibt es Werke, die am Gigantischen kratzen, die in Orchestergröße, Aufbau, Gestalt und Ausdruck das Maximale herausholen wollen. Bei manchen, wie der einen oder anderen Mahler-Sinfonie, gelingt das auch in atemberaubender Weise. Ebenfalls Wagner, Strauss und Schostakowitsch seien hier lobend erwähnt! Dann gibt es aber auch Werke, die in ihrer puren Bombastik erschlagen, ins Chaos abdriften oder sich in Effekten verlieren, anstatt ihre Ressourcen gekonnt auszuspielen. Eine Tendenz, die nicht erst seit der Neuen Musik besteht: Ein früheres Beispiel dafür ist das Requiem von Hector Berlioz. „Daniels Anti-Klassiker 29: Hector Berlioz – Requiem (1837)
klassik-begeistert.de, 14. September 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2026

Dovlet Nurgeldiyev, Nino Machaidze und Kartal Karagedik (Foto: Ralf Wegner)

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DIE MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2026

Hamburg
Zwischen den Sätzen 1:  Bonnie & Clyde statt Macbeth?
Wie endet man, wenn man nicht an Hexen glaubt, aber voll auf Selbstermächtigung setzt? Wenn Sie Tobias Kratzer fragen: Nackt, verkrümmt um einen kahlen Ast geklammert, den Blick irr zur Seite gerichtet. Abgelichtet auf einem Plakat, das in Hamburg für die PREMIERE an diesem Samstag geworben hat. Und, wie ich hinzusetzen möchte: Darauf hoffend, dass einem endlich jemand einen schwarzen Balken über das Geschlechtsteil klebt. Zumindest im öffentlichen Raum, auf dem Programmheft war immer noch alles zu sehen.
Von Jörn Schmidt
Klassik-begeistert.de

Tobias Kratzers neuer Macbeth überzeugt durch Empathie
Tobias Kratzer zeigt, warum die Lady dem Wahn verfällt, sie wird sichtbar von der Erkenntnis ihres mörderischen Tuns niedergedrückt. Macbeth versucht sie, während sie ihre Wahnsinnsarie singt, händeringend aus den Fängen des Todes zu befreien. Es gelingt ihm nicht, er ergibt sich seinem Schicksal.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

„DIE MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2026
klassik-begeistert.de“
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Martin Stadtfeld: „Meer müsste er heißen“

Fotos: Martin Stadtfeld (c) Kristin Niemann

Sendesaal Bremen +++ Eröffnung Konzertsaison +++ 12. September 2026

Der  Pianist Martin Stadtfeld präsentiert Bachs Goldberg-Variationen als imponierend opulentes Gesamtkunstwerk

Zur Eröffnung der Konzertsaison im Bremer Sendesaal, der mit seiner außergewöhnlich guten Akustik das optimal passende Ambiente bietet, hat Pianist Martin Stadtfeld, ein in jeder Hinsicht kompetenter Interpret der Goldberg-Variationen, seinen Platz am großen Flügel eingenommen. Bereits als 22-Jähriger hat er anno 2003 dieses lange Zeit als mehr oder weniger unspielbar gehaltene Werk eingespielt. Und man spürt vom ersten Ton an, dass er längst jede einzelne Note, jede Nuance verinnerlicht hat.

Johann Sebastian Bach   Clavier Übung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit zwei Manualen („Goldberg-Variationen“) BWV 988

Martin Stadtfeld   Klavier

von Dr. Gerd Klingeberg

„Martin Stadtfeld Klavier, Bachs Goldberg-Variationen
Sendesaal Bremen, 12. September 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2026

Kansas City Symphony © Berliner Festspiele/Fabian Schellhorn

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DIE SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2026

Aus dem Midwest direkt nach Berlin (Bezahlartikel)
Die Kansas City Symphony beim Eröffnungswochenende des 75. Berliner Musikfests. Am Wochenende vom 28. bis 30. August startete zum 75. Mal das Berliner Musikfest. Rund einen Monat lang wird dem Publikum in der Hauptstadt wieder ein vielseitiges, internationales Programm, verteilt auf mehrere städtische Kulturinstitutionen, geboten. Vielseitig und international ging es bereits am Eröffnungswochenende in der Berliner Philharmonie zu, wo drei Orchester aus Finnland, Spanien und den USA in ganz unterschiedlicher Manier Werke aus der Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen vortrugen.
NeueMusikzeitung/nmz.de

„DIE SONNTAG-PRESSE  – 13. SEPTEMBER 2026
klassik-begeistert.de“
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„Don Carlo“ in Wien: Grigolo findet auch die zarten Töne

Don Carlo, Grigolo-Stikhina © Wiener Staatsoper/Marcel Urlaub

Wiener Staatsoper, 10. September 2026

Giuseppe Verdi, Don Carlo

Kirill Serebrennikov lenkt in Verdis „Don Carlo“ oft vom Wesentlichen ab. Umso stärker treffen Günther Groissböck, Elena Stikhina, Étienne Dupuis und das Staatsopernorchester ins Mark. Vittorio Grigolo krönt den Abend an der Wiener Staatsoper mit Spinto-Glanz und jener Mischung aus Ego und Charisma, die polarisiert.

von Jürgen Pathy

Der erste Besuch in der Wiener Staatsoper in einer neuen Saison ist immer etwas Besonderes. Dass dieser mit Verdis „Don Carlo“ zusammentrifft, ist bis auf eine Ausnahme noch erfreulicher. Kirill Serebrennikovs Inszenierung wird mit Fortdauer auch nicht besser. Dass sie modern und sozialkritisch ist, stimmt schon. Die Verlagerung in ein Kostüminstitut ist nachvollziehbar, die offensichtliche Kapitalismus- und Umweltkritik ebenso. In Summe ist sie aber eines: Ablenkung pur. Denn bei der Umsetzung lenken viele Nebenschauplätze die Aufmerksamkeit auf Requisiten und Komparserie. Das Wichtigste verliert der russische Regisseur dabei fast aus den Augen: die Hauptdarsteller und die Musik. „Giuseppe Verdi, Don Carlo
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Daniels Anti-Klassiker 28: Samuel Barber – Adagio for Strings (1938)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Auch das zwanzigste Jahrhundert hat Orchesterkompositionen zu bieten, die abseits von Film- und Fernsehmusik massentauglich wirksam wurden. Ein Kunstwerk, das nicht vielen Stücken und Künstlern gelang, folgen viele der Kompositionen ab 1920 doch dem Ideal des „Fortschritts“ und opfern dafür bis heute wirksame Mechanismen, wie Wiedererkennbarkeit, Wiederholung oder melodische Eingängigkeit. Gibt es dann doch einmal Stücke, die sich auf traditionellere Wurzeln beziehen, stechen sie schnell als „Hits“ heraus. Einer ebenjener Hits ist ein Stück, dass sicher jeder Lesende hier schon einmal gehört hat: Das Adagio for String von Samuel Barber, laut BBC 2004 auch als das „traurigste Klassikstück der Welt“ bekannt.

„Daniels Anti-Klassiker 28: Samuel Barber – Adagio for Strings (1938)
klassik-begeistert.de, 13. September 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026

Elsa Dreisig mit Florian Sempey als Graf © Wr. Staatsoper/Marcel Urlaub

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026

Fr., 11. September 2026: WIEN (Staatsoper): Francesco Cilèa, Adriana Lecouvreur
Vor einer halben Ewigkeit, nämlich am 22. Februar 2014, habe ich Francesco Cilèas „Adriana Lecouvreur“ kennengelernt und gleich auf meinem Opernfriedhof begraben – aber jetzt nach über zehn Jahren hat mich die Neugierde doch wieder übermannt, sodass ich einen Friedhofsbesuch unternommen habe. Und naja, diesmal habe ich einen etwas besseren Eindruck als 2014 gewonnen, denn manche Stellen (wie die lange Orchesterpassage am Ende des zweiten Aktes) geben etwas her. Nichtsdestoweniger ist das Stück nach wie vor eine 08/15-Verismo-Oper, die mich oft an Giordanos „Andrea Chénier“ erinnert, ohne aber dessen musikalischen Reichtum und zugespitzte Dramaturgie zu erreichen. Dass heute Marco Armiliato dirigierte, tat meinem Eindruck vom Werk bestimmt gut, denn Armiliato ist und bleibt der beste Mann für italienische Opern.
forumconbrio.com

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