POSTER Karikatur von Johannes Brahms, Komponist von Neale Osborne
Bridgeman Images
Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.
Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.
von Daniel Janz
Der Variationszyklus ist eine Musikgattung, in der ein Thema in stets veränderter Form wiederholt wird. Entwicklung steht nicht im Vordergrund, sondern die Wiedererkennbarkeit bei Anpassung melodischer, rhythmischer, harmonischer oder satztechnischer Gestalt. Variationszyklen bilden für gewöhnlich keine Handlung oder Kontraste mehrerer Themen ab. Als „rein musikalische Schöpfung“ gelten sie deshalb seit Jahrhunderten als „musikgeschichtlich abgeschlossen“, beschränkt und absurd. „Daniels Anti-Klassiker 52: Johannes Brahms „Haydn-Variationen“
klassik-begeistert.de, 8. Oktober 2026“ weiterlesen