Die Geschichte 2022: klassik-begeistert wünscht allen LeserInnen und AutorInnen eine Seelenweihnacht

klassik begeistert – Weihnachtsgeschichte 2022

Petra Spelzhaus und Ihre Partnerin Barbara Hauter leben in München. Ihre persönlichen und liebe-vollen Geschichten und Rezensionen erfreuen viele Fans. Petra hat diese Geschichte für alle LeserInnen sowie alle AutorInnen und Lektorinnen von klassik-begeistert.de aufgeschrieben. Als Herausgeber wünsche ich Ihnen in diesen besonderen Zeitläuften eine wohlbekömmliche, beseelte Weihnacht, eine Weihnacht, die Ihre Herzen, Seelen und Gefühle zur Ruhe kommen lässt – träumen Sie, wenn Sie träumen wollen; schweigen Sie, wenn Sie schweigen wollen und tanzen Sie von Herzen himmelhochjauchzend, denn vom Himmel hoch, da komm ich her… Herzlich, Ihr A.S.

von Dr. Petra Spelzhaus

Meine Weihnachtsgeschichte beginnt an einem lauen Sommerabend des Jahres 2022. Schmarren, Weihnachten ausgerechnet in den heißesten Sommer zu legen, der in Europa jemals aufgezeichnet wurde?!? Das ist fast so unsinnig wie eine Fußball-WM in der Wüste im Advent!

Was hat der Sommer neben Sonnenbrand noch zu bieten? Die Kultur erwacht aus ihrem Dornröschenschlaf. Konzerte sprießen wie Pilze aus dem Boden. Deutschland bewegt sich in Massen mit dem 9-Euro-Ticket kreuz und quer durch die Republik und bringt den Regionalverkehr an seine Grenzen und darüber hinaus. Die Sommer-Omikron-Welle nimmt an Fahrt auf. „klassik begeistert – Weihnachtsgeschichte 2022
klassik-begeistert.de, 24. Dezember 2022“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 24. DEZEMBER 2022

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 24. DEZEMBER 2022

Bamberg
Andris Nelsons dirigiert Mahler 7 – und lächelt die Zerrissenheit Mahlers weg
Und dafür bekam es wiederum den Respekt des großartigen Dirigenten, der unter minutenlangem Applaus die einzelnen Musiker, von denen einige von Mahler solistische Einsätze bekamen, wie auch die ganzen Gruppen des Orchesters würdigte. Ein sympathischer Abend mit einem sympathischen Star.
Von Gerald Hofner
Klassik-begeistert.de

Der Kopf ist ein gefährliches Gefäß
Schostakowitsch – Doppeltes Spiel. Eine Hörbiographie von Jörg Handste
Vor genau einem Jahr erschien „Doppeltes Spiel“, die Schostakowitsch-Hörbiographie von Jörg Handstein in der Reihe „BR Klassik“. Zu Weihnachten 2021 hätte wohl kaum jemand glauben mögen, dass binnen zweier Monate ein innereuropäischer Angriffskrieg entgegen jeglichem Völkerrecht bald die Schlagzeilen beherrschen könnte. Nun ja, Dmitrij Schostakowitsch hätte wahrscheinlich eingeräumt, davon nicht überrascht zu sein. Schließlich hatte er jahrzehntelang unter der Stalin-Diktatur gelitten und wusste, was es heißt, beständig in der Angst vor einem völlig unberechenbaren Alleinherrscher mit der gut organisierten Geheimpolizei eines totalitären Regimes leben zu müssen.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

Moskau
„Wir sind nicht länger eure Affen“: Putin läutet Kulturkrieg gegen Westen ein
Der Kultur in Russland stehen schwere Zeiten bevor. In Zukunft soll sich die Branche von westlichen Einflüssen abgrenzen. Die Freiheit der Kultur war bis vor Kurzem gesetzlich in Russland geschützt. Russisches Ballett, Filme und Literatur sind weltbekannt. Internationale Künstler:innen waren stets willkommen und russische Künstler:innen wurden weltweit ausgestellt. Das wird sich bald ändern, wie die US-amerikanische Nachrichten-Seite The Daily Beast berichtet – zum Leidwesen der Kunst und Kulturbranche.
FrankfurterRundschau.de

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„Knusper, knusper Knäuschen, wer knuspert mir am Häuschen?“

Photos: © Oliver Fantitsch

Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ verzaubert die Lübecker (Kinder-) Herzen

Dass das zwei Abende vor dem Weihnachtsfest so gut gelang, bewies der tosende Applaus, der in besonderem Maße dem Extrachor unter der Leitung von Jan-Michael Krüger und dem von Gudrun Schröder betreuten Kinderchor galt.

Wer schon an nächstes Jahr denkt: So eine Karte für „Hänsel und Gretel“ ist ein hervorragendes Weihnachtsgeschenk. Das Theater Lübeck wird dies musikalische Packerl nicht schuldig bleiben, damit die Kleinen große Augen machen und die Erwachsenen mal vergessen, wie alt sie tatsächlich sind.

Hänsel und Gretel
Märchenoper von Engelbert Humperdinck

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Paul Willot-Förster, Dirigent
Herbert Adler, Inszenierung

Theater Lübeck, 22. Dezember 2022


von Dr. Andreas Ströbl

Für zwei Stunden mal wieder Kind sein! Staunen, bange sein, Tränchen wegdrücken, Lachen, wild applaudieren! So etwas wünschen wir Erwachsenen uns gerade in der sentimental anspruchsvollen Vorweihnachtszeit doch immer wieder, wenn wir uns an früher erinnern, als wir tatsächlich mit festem Kinderglauben das Christkind für den Überbringer all der wunderbaren Geschenke hielten, die unsere Eltern mehr oder weniger gut verborgen hatten. „Hänsel und Gretel, Märchenoper von Engelbert Humperdinck
Theater Lübeck, 22. Dezember 2022“
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Andrè Schuens Schwanengesang: Ein Ladiner ist auf dem Weg zum großen Liedersänger

Tatsächlich befindet sich Andrè Schuen auf einem sehr guten Weg, zu einem großen Liedersänger zu werden. Diese aktuell stark vernachlässigte Kunst braucht Interpreten seiner Qualität, um wieder stärker wahrgenommen zu werden.

CD-Rezension:

Franz Schubert
Schwanengesang

Andrè Schuen
Daniel Heide

Deutsche Grammophon 4863313

von Peter Sommeregger

Nachdem der Bariton Andrè Schuen im letzten Jahr Schuberts Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ in einer überwiegend positiv aufgenommenen  Einspielung veröffentlichte, wartete man neugierig auf eine Fortsetzung des Projekts mit den weiteren beiden Zyklen Schuberts. Der Sänger sprang entgegen der Chronologie gleich zum „Schwanengesang“, einem erst posthum zusammengestellten Zyklus letzter Lieder des früh verstorbenen Komponisten. „CD-Rezension: Franz Schubert, Schwanengesang, André Schuen, Daniel Heide
klassik-begeistert.de 23. Dezember 2022“
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Frankfurter Oper: Asmik Grigorian bezaubert in Tschaikowskis "Die Zauberin"

Asmik Grigorian (Oper Frankfurt © Barbara Aumüller)

An der Oper Frankfurt wird Tschaikowskis Lieblingsoper “Die Zauberin” mit großem Erfolg aufgeführt. Die Inszenierung von Vasily Barkhatov ist fesselnd wie ein Thriller. Musikalisch ist die Aufführung von höchster Qualität, deren Garant der Dirigent Valentin Uryupin ist. Auf der Bühne stehen ihm großartige Sänger zur Verfügung, allen voran Asmik Grigorian in der Rolle der Nastasja, der vermeintlichen Zauberin.

Peter I. Tschaikowski
DIE ZAUBERIN
Oper in 4 Akten

Valentin Uryupin, Dirigent
Vasily Barkhatov, Inszenierung

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Nastasja:                     Asmik Grigorian
Der Fürst:                   Iain MacNeil
Die Fürstin:               Elena Manistina
Prinz Juri:                  Alexander Mikhailov
Mamyrow:                  Frederic Jost

Oper Frankfurt, 21. Dezember 2022


von Jean-Nico Schambourg

Der deutsche Titel der Oper “Die Zauberin” ist eigentlich irreführend. Im Mittelpunkt der Handlung steht nicht eine Frau, die mit Magie, mit Zaubertränken und Ritualen die Menschen um sich herum verzaubert. Nein, die Witwe Nastasja bezaubert ihre Mitmenschen durch ihren Charme, ihre Freundlichkeit jedem gegenüber. An der Frankfurter Oper werden die Wesenszüge diese Figur umso deutlicher, da die junge Witwe von der großartigen Asmik Grigorian gesungen wird. Vom ersten Moment ihres Auftritts an zieht sie den Zuschauer in ihren Bann, szenisch und musikalisch. Ihre Stimme setzt sich problemlos durch, auch in den dramatischen Momenten bei vollem Orchesterklang und klingt dabei auch in den Spitzentönen nie schrill. Mit weicher Stimme bezaubert sie nicht nur den Fürsten und dessen Sohn Prinz Juri, sondern auch das Publikum.

„Peter I. Tschaikowski, DIE ZAUBERIN, Oper in 4 Akten
Oper Frankfurt, 21. Dezember 2022“
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Der Weg gehüllt in Schnee: Bostridge und Pappano begeistern mit Zenders "Winterreise" in Brüssel

Foto: © Opera Today, Bostridge und Pappano

Hans Zenders Reinterpretation von Schuberts gewaltigem Winterreise-Zyklus ist tiefe Verbeugung und kreative Bearbeitung zugleich. Für ein subtiles Kammerorchester geschrieben, wirft die „komponierte Interpretation“ zahlreiche Schlaglichter auf bisher Verborgenes und Ungesagtes. Antonio Pappano and Ian Bostridge boten in dem Brüsseler Opernhaus eine mitreißende Aufführung und wurden so zu kongenialen Mitautoren.

La Monnaie Kammerorchester         
Sir Antonio Pappano, Dirigent
Ian Bostridge, Tenor

La Monnaie, Brüssel, 19. Dezember 2022

von Lukas Baake

Hans Zender, Schuberts Winterreise – eine komponierte Interpretation für Tenor und kleines Orchester          

Die Winterreise, Schuberts übergroßer und unendlich-tiefer Liederzyklus, ist unumstritten der hohe Gipfel des breitgefächerten Liedrepertoires. Unzählige Aufnahmen und regelmäßige Aufführungen sind lebhaftes Zeugnis der ungebrochenen Faszination, die von Schuberts opus magnum ausgeht. Dazu tragen auch die mannigfaltigen Bedeutungsschichten des Werkes bei, das um die existentielle Geworfenheit in die Welt kreist und zahlreiche Adaptionen und Neubearbeitungen erfahren hat. „La Monnaie Kammerorchester, Sir Antonio Pappano, Dirigent, Ian Bostridge, Tenor,
La Monnaie, Brüssel, 19. Dezember 2022    “
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DIE FREITAG-PRESSE – 23. DEZEMBER 2022

Foto: Staatsoper Hamburg © Westermann

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 23. DEZEMBER 2022

Hamburg
Tobias Kratzer: „Ich habe nie den Anspruch, den Betrieb zu zerstören“
Der Regisseur Tobias Kratzer macht sich gern über die Konventionen der Opernwelt lustig. Nun wird er Intendant in Hamburg und will ohne Verflachung Zuschauer gewinnen.
DieZeit.de.kultur

Jubel statt Protest: Teodor Currentzis in der Elbphilharmonie
NDR.de.kultur

Bayreuth
Bayreuther Festspiele 2023 starten mit Augmented-Reality-„Parsifal“
WienerZeitung.at

München
Virtuos übertragen
Der Pianist András Schiff spielt Bachs Cembalokonzerte in der Isarphilharmonie.
Sueddeutsche.de.muenchen

Berlin
Berliner Philharmoniker: Genießt den Augenblick!
Santtu-Matias Rouvali dirigiert Prokofjew bei den Berliner Philharmonikern, Víkingur Ólafsson beeindruckt mit dem 3. Klavierkonzert von John Adams.
Tagesspiegel.de.kultur

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Andris Nelsons dirigiert Mahler 7 – und lächelt die Zerrissenheit Mahlers weg

Foto: Andris Nelsons 2018 © Marco Borggreve

Und dafür bekam es wiederum den Respekt des großartigen Dirigenten, der unter minutenlangem Applaus die einzelnen Musiker, von denen einige von Mahler solistische Einsätze bekamen, wie auch die ganzen Gruppen des Orchesters würdigte. Ein sympathischer Abend mit einem sympathischen Star.

Gustav Mahler  Symphonie Nr. 7 e-Moll

Bamberger Symphoniker
Andris Nelsons, Dirigent

Bamberg, Konzerthalle, 21. Dezember 2022

von Gerald Hofner

Kaum eine der Symphonien Mahlers zeigt seine widersprüchliche Persönlichkeit so klar wie die siebte. Mahler zwischen überheblicher Perfektion und Selbstzweifeln mit Schreibblockade. Seine fünfsätzige 7. Symphonie im ständigen Wechsel zwischen der verzweifelten Melancholie der Nachtlieder und dem triumphalen Spotten über die Dunkelheit. Das Hin und Her ohne lineare Entwicklung und die ungewöhnliche Besetzung (siehe unten) lassen einen das Werk mitunter als Tragikomödie erscheinen. „Gustav Mahler, Symphonie Nr. 7 e-Moll, Bamberger Symphoniker, Andris Nelsons
Bamberg, Konzerthalle, 21. Dezember 2022“
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„Der Kopf ist ein zerbrechliches Gefäß“

Schostakowitsch – Doppeltes Spiel. Eine Hörbiographie von Jörg Handstein

von Dr. Andreas Ströbl

Vor genau einem Jahr erschien „Doppeltes Spiel“, die Schostakowitsch-Hörbiographie von Jörg Handstein in der Reihe „BR Klassik“. Zu Weihnachten 2021 hätte wohl kaum jemand glauben mögen, dass binnen zweier Monate ein innereuropäischer Angriffskrieg entgegen jeglichem Völkerrecht bald die Schlagzeilen beherrschen könnte. Nun ja, Dmitrij Schostakowitsch hätte wahrscheinlich eingeräumt, davon nicht überrascht zu sein. Schließlich hatte er jahrzehntelang unter der Stalin-Diktatur gelitten und wusste, was es heißt, beständig in der Angst vor einem völlig unberechenbaren Alleinherrscher mit der gut organisierten Geheimpolizei eines totalitären Regimes leben zu müssen. „CD-Rezension: Schostakowitsch – Doppeltes Spiel. Eine Hörbiographie von Jörg Handstein
klassik-begeistert.de“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 22. DEZEMBER 2022

Anna Netrebko in der Spanischen Hofreitschule, Wien © Jürgen Hausmann/MET Opera

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 22. DEZEMBER 2022

So war 2022 für Anna Netrebko. Schicksalsjahr einer Sopranistin
2022 war das Jahr der Anna Netrebko – aber gewiss nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Weil sich die Sopranistin nicht von Wladimir Putin distanziert und nur sehr zögerlich ein halbherziges Friedens-Statement abgegeben hat, war sie plötzlich Persona non grata in nahezu allen bedeutenden internationalen Opernhäusern. Bis heute hat sie kaum Auftritte. Ist das das Ende einer großen Karriere?
BR-Klassik.de

Berlin
Konzerthaus Berlin: Der junge Tarmo Peltokoski ist gut, aber noch nicht sehr gut
Der 22-jährige Finne Tarmo Peltokoski dirigiert Haydn, Mozart und Beethoven und zeigt sich mit dem Konzerthausorchester Berlin als ein vielversprechender Dirigent, bleibt aber im Ungefähren, was Klang und Details angeht. Der Pianist Javier Perianes gefällt bei Beethovens G-Dur-Konzert.
konzertkritikopernkritikberlin/a.schlatz

Sommereggers Klassikwelt 165: Der autokratische Pultstar Fritz Reiner
Das Chicago Symphony Orchestra verdankt ihm bis heute seinen extrem hohen Standard, der sich auch in der sorgfältigen Wahl von Reiners Nachfolgern niederschlägt. Gegenwärtig hat der italienische Stardirigent Riccardo Muti das Amt inne.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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