Orchester glänzt, Sänger stolpern: Joseph Swensen wagt Beethovens Neunte

CD-Besprechung:

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 9 d-moll, op. 125

Joseph Swensen, musikalische Leitung
Orchestre National Bordeaux Aquitaine

Alpha-Classics, Alpha1163


von Dirk Schauß

Endlos viele Male wurde sie schon auf Tonträger gebannt, diese Sinfonie, die seit fast zweihundert Jahren wie ein Monument in der Landschaft der Musikgeschichte steht: Beethovens Neunte.

Und jedes Mal fragt man sich von Neuem, ob es wirklich noch etwas zu sagen gibt zu diesem Werk, ob nicht schon jede Phrasierung, jeder Akzent und jeder interpretatorische Winkelzug analysiert und abgehandelt wurde. „CD-Besprechung: Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9 d-moll, op. 125
klassik-begeistert.de, 25. September 2025“
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Wiener Philharmoniker bewegen sich mit Tugan Sokhiev auf höchstem Niveau

Tugan Sokhiev © Patrice Nin

Das Abonnementkonzert unter Tugan Sokhiev lässt hoffen, dass die restliche Saison auch so brillant wird. Nicht nur dass sich das Orchester auf höchstem Niveau bewegte; mit dieser Weltklassesolistin und dem äußert interessanten Dirigenten Sokhiev reiste man direkt ins musikalische Paradies.

Sergej Prokofiev: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 in C-Dur op. 26
Igor Strawinsky: „Petruschka“ – Burleske in vier Bildern für Orchester

Martha Argerich, Klavier

Wiener Philharmoniker
Dirigent: Tugan Sokhiev

Musikverein Wien, 23. September 2025

von Herbert Hiess

Martha Argerich beweist sich wieder als einzigartige Künstlerin

Dass der russische Komponist Sergej Prokofiev für hochvirtuose Kompositionen (für Klavier und Orchester) steht, ist kein Geheimnis.

Wenn jedoch die Grande-Dame Martha Argerich der Klavier-Weltstars hier in Erscheinung tritt, ist Virtuosität immer spürbar, wobei sie immer zugunsten der Musikalität in den Hintergrund rückt. „Martha Argerich, Wiener Philharmoniker, Tugan Sokhiev
Musikverein Wien, 23. September 2025         “
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Ein umjubeltes Sängerfest krönt den Wiener Tannhäuser zum Erfolg

Tannhäuser, Camilla Nylund  © Wiener Staatsoper – Michael Pöhn

Dank einer Reihe an gefeierten musikalischen Leistungen wird der Wiener Tannhäuser zu einem stimmig umjubelten Erfolg, während Lydia Steiers oberflächlich lebhafte Regie kaum über ein paar interessante Ideenschnipsel raus kommt. Gesang top, Regie flop: Lohengrin ist also vor Tannhäuser.

Tannhäuser
Musik und Libretto von Richard Wagner
Große romantische Oper in drei Aufzügen

Musikalische Leitung: Axel Kober
Orchester der Wiener Staatsoper

Inszenierung: Lydia Steier
Bühne & Video: Momme Hinrichs
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Choreographie & Regiemitarbeit: Tabatha McFadyen
Licht: Elana Siberski

Wiener Staatsoper, 24. September 2025

 

von Johannes Karl Fischer

Wien hat es wohl im Moment nicht mit Wagner-Regie: Auf die völlig sinnfreie Lohengrin-Inszenierung vom letzten Jahr folgt nun ein regelrechter Wirrwarr an nicht zu Ende gedachten Ideenschnipseln in Form von Tannhäuser. Immerhin passiert auf der Bühne etwas, so taumeln im Venusberg vor pompösen Bühnenbildern vier Trapezakrobatinnen von der Decke, während auch der Papst auf einem Balkon auf der freizügigen Varieté-Party weilt. „Richard Wagner, Tannhäuser
Wiener Staatsoper, 24. September 2025“
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Kann „L’Ancêtre“ von Saint-Saëns für das Repertoire zurückgewonnen werden?

CD-Besprechung:

Camille Saint-Saëns
L’Ancêtre

Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo

The Philharmonic Chorus of Tokyo
Kazuki Yamada
Palazzetto Bru Zane

 von Peter Sommeregger

Der Ort für die – wenn auch nur konzertante – Wiederaufführung dieser Oper des Komponisten Saint-Saëns entsprach jenem der Uraufführung. Im Jahr 1906 war am prunkvollen Opernhaus von Monte Carlo „L’Ancêtre“ uraufgeführt worden, die erneute Aufführung in konzertanter Form erfolgte im Auditorium Rainer III., in unmittelbarer Nähe. „CD-Besprechung: Camille Saint-Saëns, L’Ancêtre
klassik-begeistert.de, 25. September 2025“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 25. SEPTEMBER 2025

Archiv/Elīna Garanča, begleitet von Malcolm Martineau am Klavier © Marco Borrelli

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE –
25. SEPTEMBER 2025

Opernhaus Zürich: Liederabend mit Elīna Garanča
Das große Eröffnungswochenende zur neuen Saison des Opernhaus Zürich begann mit einem Liederabend und bot gleichzeitig die Gelegenheit den neuen Intendanten des Hauses Matthias Schulz als Partner am Klavier der Mezzosopranistin Elīna Garanča auf der Bühne zu erleben.
opernmagazin.de

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Die neue Saison beginnt in Hamburg mit einem umgestalteten Foyer und einer tief ergreifenden Aufführung von John Neumeiers Ballett Die Möwe

Alexandre Riabko (Sorin), Ana Torrequebrada (Nina), Nathan Brock (musikalische Leitung), Louis Musin (Kostja), John Neumeier, Anna Laudere (Arkadina), Petar Kostov (Klavier), Matias Oberlin (Trigorin), Joaquin Angelucci (Dorn), Hayley Page (Polina) (Foto: RW)

Und als John Neumeier vor seine herausragenden Tänzerinnen und Tänzern auf die Bühne trat, gab es im Publikum kein Halten mehr. Das Parkettpublikum sprang geschlossen auf und jubelte seinem ehemaligen Ballettintendanten zu.

Die Möwe
Ballett von John Neumeier frei nach Anton Tschechow

Choreografie, Licht, Bühnenbild und Kostüme: John Neumeier

Musik: Schostakowitsch, Tschaikowsky, Skrjabin, Glennie

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Leitung: Nathan Brock

Klavier: Petar Kostov, Violine: Konradin Seitzer, Violoncello: Olivia Jeremias

Hamburgische Staatsoper, Wiederaufnahme, 21. September 2025

von Dr. Ralf Wegner

Die Opernwelt dreht sich um John Neumeiers Porträt 

Im Vorfeld der neuen Saison wurden überraschende Dinge angekündigt, die Foyers und Treppenhäuser würden neu gestaltet, das Gold auf die Säulen zurückgeholt und im Parkettfoyer ein riesiges Fußbodengemälde installiert werden. Zudem sollte es eine Bildergalerie in Petersburger Hängung geben. Die Erwartungen waren damit hochgeschraubt. „Die Möwe, Ballett von John Neumeier
Hamburgische Staatsoper, Wiederaufnahme, 21. September 2025“
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Wellber-Auftakt: Ein neues Musiklicht leuchtet am Hamburger Orchesterhimmel

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Omer Meir Wellber © Matthias Baus

Mit einem künstlerisch lebendigen Programm um Beethoven und Bruckner eröffnete Omer Meir Wellber seine Staatsorchester-Amtszeit und knüpfte geradewegs an die Ära Gustav Mahler an. Sichtlich eifrig und entfesselt stürzte er das Orchester in die Partituren, weiter so!

Elbphilharmonie, Hamburg, 15. September 2025

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Omer Meir Wellber, Dirigent

Stephen Hough, Klavier
Werke von Ludwig van Beethoven, Stephen Hough und Anton Bruckner

von Johannes Karl Fischer

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so viel Spaß bei einem Konzert des Hamburger Staatsorchesters hatte. Schon die Einleitung zum dritten Beethoven’schen Klavierkonzert fegte frisch und fetzig durch den Saal, die Noten sprangen von den Saiten und weckten mit namenloser Freude brennende Begeisterung für die Musik. Auch die Musiker spielten auf einmal frei, freudig, wie entfesselt! „Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Omer Meir Wellber, Dirigent
Elbphilharmonie, Hamburg, 15. September 2025“
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Beethovenfest: Diese Musik macht was mit einem

Jerusalem Quartet © Lucie Schulze für Beethovenfest Bonn

In der Kölner Philharmonie endet unter großem Jubel das letzte der fünf Konzerte eines herausragenden Schostakowitsch-Zyklus mit dem Jerusalem Quartet. Elisabeth Leonskaja beeindruckt im Klavierquintett.


Kölner Philharmonie, 23. September 2025

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)Streichquartette Nr. 6 G-Dur op. 101 und Nr. 8 c-Moll op. 110; Klavierquintett g-Moll op. 57

Jerusalem Quartet:

Alexander Pavlovsky, Violine
Sergei Bresler, Violine
Ori Kam, Viola
Kyril Zlotnikov, Violoncello

Elisabeth Leonskaja, Klavier

 von Brian Cooper

„Wir sind heute etwas strenger“, so der Herr vom Saalpersonal an der heute nur halb geöffneten Saaltür. Taschen jeglicher Art sollen bitte an der Garderobe abgegeben werden. Vor uns spazieren jedoch etliche Menschen mit Taschen rein. Was soll das? Wenn Abgabe, dann doch bitte gleiches Recht für alle. Auch meine Begleiterin und ich kommen mit unseren kleinen Taschen durch. Unser Ungerechtigkeitsempfinden hat sich geregt. „Beethovenfest: Jerusalem Quartet/Elisabeth Leonskaja
Kölner Philharmonie, 23. September 2025“
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Gelegenheit macht Freude: Rossini amüsiert in der Wiener Kammeroper

L’occasione, Inna Demenkova (Berenice) © Marcel Urlaub

Mit einer humorvollen Produktion von Rossinis L’occasione fa il ladro (Gelegenheit macht Diebe) eröffnet das MusikTheater an der Wien seine Spielzeit in musikalisch familiärer Kammeroper-Atmosphäre. Der umjubelte Opernabend brachte viel spaßige Rossini-Stimmung ins Haus und stand der deutlich namhafteren Spielplan-Konkurrenz von Staatsoper und Co. szenisch wie musikalisch um nichts nach!  

MusikTheater an der Wien, Kammeroper, Wien, 23. September 2025 PREMIERE

L’occasione fa il ladro
Musik von Gioachino Rossini
Libretto von Luigi Prividali

von Johannes Karl Fischer

Gerade einmal 300 Leute passen in den Saal, der Weg in das stilvoll geschmückte Foyer führt durch eine feine, enge Gasse des ersten Bezirks. Ein bisschen fühlte sich die Saisoneröffnung des Musiktheaters in der Wien in der Kammeroper an wie eine Rossini-Uraufführung, leider abzüglich der venezianischen Meeresluft. Und vielleicht der beste Geheimtipp der Wiener Musiktheaterszene, denn diese köstliche, doch rar gespielte Rossini-Komödie stand der weit namenhafteren Spielplan-Konkurrenz im Musikverein um nichts nach! „Gioachino Rossini, L’occasione fa il ladro
MusikTheater an der Wien, Kammeroper, 23. September 2025 PREMIERE“
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Thielemanns Wiener „Lohengrin“: Es gibt nichts Richtiges im Falschen

Blu-ray Besprechung:

Richard Wagner
Lohengrin

Jossi Wieler & Sergio Morabito  Regie

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
Christian Thielemann  Dirigent

Unitel C major 769504

von Peter Sommeregger

An der Wiener Staatsoper hat man seit Wieland Wagners legendärem „blauen“ Lohengrin von 1965 kein rechtes Glück mit den Regisseuren dieser für das Repertoire so wichtigen Oper. „Blu-ray: Richard Wagner, Lohengrin
klassik-begeistert.de, 24. September 2025“
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