Die MONTAG-PRESSE – 24. JUNI 2019

Foto: Bryn Terfel © Adam Barker / DG
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Die MONTAG-PRESSE – 24. JUNI 2019

Innsbruck
Österreichischer Musiktheaterpreis verliehen
Im Tiroler Landestheater ist gestern Abend der österreichische Musiktheaterpreis zum siebenten Mal verliehen worden. Je drei Auszeichnungen gingen an das Tiroler Landestheater und die Oper Graz. Zur besten Sängerin wurde Asmik Grigorian für ihre Salome bei den Salzburger Festspielen gekürt, bester Sänger wurde Pavel Petrov für seinen Lenski in „Eugen Onegin“ an der Oper Graz.
https://orf.at/stories/3127821/

London
Bryn Terfel – eine Naturgewalt als Boris Godunov im Royal Opera House in London
Der grossartige walisische Bassbariton Bryn Terfel schien als Zar Boris Godunov mit seiner Donnerstimme alles von der Bühne zu fegen. Obwohl – nach zahlreichen glanzvollen Auftritten in einem weiten Opernspektrum von Mozart über Wagner bis Richard Strauss – stimmlich vermehrt zu einer gewissen Härte und Trockenheit neigend ist Bryn Terfels Stimme in dieser Produktion von überragender Dominanz und unerreichter Stärke. Aber es ist nicht nur die imposante Stimme – Terfel erklimmt in der Darstellung des von Visionen und schrecklichen Schuldgefühlen heimgesuchten Machtmenschen Godunov auch schauspielerisch schwindelnde Höhen. Mit seinem irren Blick und der wehenden, wirren grauen Mähne zieht er das gleichermassen fachkundige und verwöhnte Publikum des Königlichen Opernhauses in seinen Bann – von Anfang bis Ende dieser vom ersten bis zum letzten Moment das Publikum atemlos in ihrem Bann haltenden Inszenierung von Musorgskys Oper.
Dr. Charles E. Ritterband berichtet aus dem Royal Opera House in London.
Klassik-begeistert

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Zum Träumen schön: eine Nacht mit Fryderyk Chopin im Museum

Foto: Der Spiegelsaal aus dem ehemaligen Palais Budge in Harvestehude wurde 1987 im Nordhof des MKG (c) wiederaufgebaut.

2. Chopin-Festival Hamburg
Museum für Kunst und Gewerbe (MKG Hamburg),
21. Juni 2019
Konzert mit Janusz Olejniczak 

von Elzbieta Rydz

Das 2. Chopin-Festival Hamburg 2019, organisiert von der Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald e.V., spannt einen Bogen zwischen Chopins Lebens- und Wirkenszeit sowie der Moderne. Die Instrumente werden in einen aktiven Wettbewerb „geschickt“ und immer wieder wird die im Raum mitschwingende Frage gestellt: mit welchem Instrument können die feinsten emotionalen und psychischen Zustände, das Doppelte des Ausdrucks, das Gefühl ausgedrückt werden?

Im Ausstellungssaal des Museums für Kunst und Gewerbe im Herzen Hamburgs beginnt der erste Teil des Konzertes. Der Zuhörer wird auf die Reise ins Klanglabor der Vergangenheit mitgenommen. Janusz Olejniczak zaubert abwechselnd mit seinen Händen auf dem historischen Pariser Pleyer Flügel (Baujahr 1847, dem Lieblingsinstrument Chopins) und dem Broadwood (London 1841) sechs Mazurken, zwei Nocturnes, eine Polonaise. „2. Chopin-Festival Hamburg, Konzert mit Janusz Olejniczak,
Museum für Kunst und Gewerbe (MKG Hamburg), 21. Juni 2019“
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Russisches vom Feinsten: Trifonov und Nelsons brillieren in der Philharmonie Berlin

Foto: Andris Nelsons, © Marco Borggreve
Philharmonie Berlin, 22. Juni 2019

Daniil Trifonov Klavier
Andris Nelsons Dirigent
Alexander Skrjabin Klavierkonzert fis-Moll op.20
Dmitri Schostakowitsch Symphonie Nr.11 g-Moll op.103 „Das Jahr 1905“

von Peter Sommeregger

Der erst 28 Jahre alte Pianist Daniil Trifonov hat spätestens seit dem Gewinn des Rubinstein-Wettbewerbs 2011 in Tel Aviv zur internationalen Spitzenklasse der Pianisten aufgeschlossen. Neben der virtuosen Beherrschung „seines“ Instruments ist es vor allem die ungewöhnliche Mischung aus virilem, kräftigem Anschlag und verträumter Sanftmut, die für den Ausnahmekünstler einnehmen. Trifonov scheint am Flügel streckenweise wie entrückt, man meint ein leises Lächeln in seinen Zügen zu erkennen, dann wieder wirkt es, als würde er weinen. Vielleicht als Selbstschutz gedacht, versteckt er sein Gesicht teilweise hinter langen, in die Stirne fallenden Haaren, auch das ist inzwischen zu einem seiner Markenzeichen geworden. „Daniil Trifonov, Andris Nelsons,
Philharmonie Berlin, 22. Juni 2019“
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Ein fulminanter "Nabucco" bewegt vor den Mauern Jerusalems

Foto: Eithan Elkins (c); Der Gefangenenchor
The Israeli Opera Tel-Aviv-Yafo
, 20. Juni 2019
Giuseppe Verdi, Nabucco, The Opera Festival Jerusalem

Von Charles E. Ritterband

Die Israeli Opera Tel-Aviv-Yafo pflegt in den heissen Sommermonaten spektakuläre Orte zu bespielen: Unvergessen sind die grossartigen Opernaufführungen vor der geschichtsträchtigen, markanten Naturkulisse des Masada-Felsmassivs in der Wüste von Judäa am Toten Meer, im römischen Theater von Caesarea oder in den mittelalterlichen Gewölben der Kreuzfahrerstadt Akko.

Auch dieses Jahr hat die 1985 gegründete israelische Oper einen einzigartigen Schauplatz gewählt: Den sogenannten Sultan`s Pool (offiziell: Merrill Hassenfeld Amphitheater) unterhalb der Jerusalemer Stadtmauer. Nur an einem Abend wurde hier jene Oper aufgeführt, welche den Genius Loci und die Geschichte des biblischen Jerusalem am besten verkörpert: Nabucco – die italienische Variante für den babylonischen König Nebukadnezar. Die Zeit der Handlung ist das Jahr 586 vor Christus, die Schauplätze sind Jerusalem und Babylon. Die Tribüne für 6000 Zuschauer und die improvisierte Bühne mit ihrer High-Tech-Einrichtung befindet sich in einem riesigen ehemaligen Wasserreservoir aus der Zeit Herodes des Großen – also der Epoche der römischen Fremdherrschaft über Palästina. Ein historisches Echo also der Unterjochung und Verschleppung des jüdischen Volkes durch die Babylonier – und damit ist der Bogen gespannt zwischen dem Aufführungsort dieses „Nabucco“ und dem geschichtlichen Hintergrund der Handlung. „Giuseppe Verdi, Nabucco, The Opera Festival Jerusalem,
The Israeli Opera Tel-Aviv-Yafo, 20. Juni 2019“
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Bryn Terfel – eine Naturgewalt als Boris Godunov im Royal Opera House in London

Foto: © Adam Barker
The Royal Opera (ROH) Covent Garden, London, 19. Juni 2019,
Modest Petrovich Musorgsky, Boris Godunov (Originalfassung)

von Charles E. Ritterband

Der grossartige walisische Bassbariton Bryn Terfel schien als Zar Boris Godunov mit seiner Donnerstimme alles von der Bühne zu fegen. Obwohl – nach zahlreichen glanzvollen Auftritten in einem weiten Opernspektrum von Mozart über Wagner bis Richard Strauss – stimmlich vermehrt zu einer gewissen Härte und Trockenheit neigend ist Bryn Terfels Stimme in dieser Produktion von überragender Dominanz und unerreichter Stärke. Aber es ist nicht nur die imposante Stimme – Terfel erklimmt in der Darstellung des von Visionen und schrecklichen Schuldgefühlen heimgesuchten Machtmenschen Godunov auch schauspielerisch schwindelnde Höhen. Mit seinem irren Blick und der wehenden, wirren grauen Mähne zieht er das gleichermassen fachkundige und verwöhnte Publikum des Königlichen Opernhauses in seinen Bann – von Anfang bis Ende dieser vom ersten bis zum letzten Moment das Publikum atemlos in ihrem Bann haltenden Inszenierung von Musorgskys Oper. „Modest Petrovich Musorgsky, Boris Godunov,
The Royal Opera (ROH) Covent Garden, London, 19. Juni 2019“
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Die SONNTAG-PRESSE – 23. JUNI 2019

Foto: © Wilfried Hösl, Bayerische Staatsoper, Nationaltheater
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Die SONNTAG-PRESSE – 23. JUNI 2019

München/ Bayerische Staatsoper
Frau mit eigenem Kopf
Die Sopranistin Marlis Petersen singt die Titelrolle in Warlikowskis Neuinszenierung von „Salome“. Bühnenbildnerin Małgorzata Szczęśniak verlegt die Oper von Richard Strauss dafür in eine Bibliothek. …….
Sueddeutsche Zeitung
Münchner Salome-Premiere ist am 27.6.
https://www.staatsoper.de/stueckinfo/salome/2019-06-27-19-00.html

Heute: ARTE zeigt Verdis „Nabucco“ live aus dem Opernhaus Zürich
https://www.theaterkompass.de/beitraege/arte-zeigt-premiere-von-verdis-nabucco

Paris und Wien
Wien und Paris: Das alte und das neue Gesicht der Oper
Ein neuer „Otello“ in Wien, ein neuer „Don Giovanni“ in Paris – warum diese beiden Produktionen symbolisch für einen Richtungs- streit stehen.
Kurier

Meyer soll Pereira als Mailänder Opern-Intendant ablösen
Der Franzose Dominique Meyer soll den Österreicher Alexander Pereira an der Spitze der Mailänder Oper ablösen. Ein Schlag für den erfolgsgewohnten 71-jährigen Pereira. Das Ende seiner glanzvollen Karriere scheint erreicht.
Die Welt.de

Bartoli reagiert auf das Aus für Pereira…
https://www.gramilano.com/2019/06/do-not-abandon-me-cecilia

Berlin
Philharmonie Berlin: Daniil Trifonow triumphiert mit Skrijabins Klavierkonzert
Daniil Trifonow, der aufregendste Klavierkünstler der Gegenwart, zaubert unbekannten Skrijabin in das Weinberg-Rund der Berliner Philharmonie. Verblüffend klares Spiel, Diskanttöne von unglaublicher Transparenz und Mühelosigkeit und furchterregende Sensivität – der russische Pianist zeigt seine Extraklasse in einem Konzert mit den Berliner Philharmonikern. Andris Nelsons stellt dem Klavierkonzert Skrijabins Schostakowitschs pathetische Sinfonie Nr. 11 entgegen.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2019/ „Die SONNTAG-PRESSE – 23. JUNI 2019“ weiterlesen

Wiener Staatsoper: „British Ballet at its best“ entzündet einen Funken

Foto: Liudmila Konovalova, Jakob Feyferlik © Wiener Staatsoper / Ashley Taylor

Wiener Staatsoper, 21. Juni 2019
MacMillan | McGregor | Ashton
Ballett zur Musik von Dmitri Schostakowitsch, Steve Reich & Franz Liszt

Wiener Staatsballett
Valery Ovsyanikov, Dirigent
Igor Zapravdin und Shino Takizawa, Klavier

von Jürgen Pathy

Wäre nur jedes erste Mal derart erfüllend, es gäbe weniger gebrochene Herzen und mehr Liebe auf dieser Welt. Mit einem abwechslungsreichen Ballettabend, der nebenbei auch ein wenig von der Entwicklungsgeschichte des britischen Royal Ballet erzählt, wurde Freitagabend in der Wiener Staatsoper der Funke in mir entzündet, der zu einer großen Flamme werden könnte. „MacMillan | McGregor | Ashton, Ballett, Dmitri Schostakowitsch, Steve Reich, Franz Liszt,
Wiener Staatsoper, 21. Juni 2019“
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Standing Ovations für Schostakowitschs "Leningrader" unter Teodor Currentzis

Foto: © Claudia Höhne

Elbphilharmonie Hamburg
21. Juni 2019

SWR Symphonieorchester
Dirigent Teodor Currentzis

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60 »Leningrader«

von Leon Battran

Dieser Applaus spricht für sich. Ehrfürchtiges Schweigen? Nicht hier und heute. Schostakowitschs „Leningrader“ Sinfonie ist gerade mit einem überwältigend gedehnten Schlussklang verklungen, da bricht sich die Begeisterung schon Bahn und das Publikum in der Elbphilharmonie feiert ein weiteres Highlight-Konzert mit Teodor Currentzis und dem SWR Symphonieorchester. Standing Ovations selbstredend inklusive. „SWR Symphonieorchester, Teodor Currentzis,
Elbphilharmonie, 21. Juni 2019“
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Die SAMSTAG-PRESSE – 22. JUNI 2019

Foto: © Milenko Badzic
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Die SAMSTAG-PRESSE – 22. JUNI 2019

Wien/ Schönbrunn
Sommernachtskonzert: Luftig gekleidet und amerikanophil
Die Wiener Philharmoniker, Gustavo Dudamel und Yuja Wang im Schönbrunner Schlosspark –
Der Standard
Die große Philharmoniker-Sommernachtsshow
Die Wiener Philharmoniker feierten vor Schloss Schönbrunn mit 85.000 Zuhörern das US-Musikschaffen und seine Verbindungen zu Österreich.
Wiener Zeitung

Wien/ Staatsoper
„Das Empire lässt grüßen“
Die Wiener Staatsoper hat einen neuen „Otello“. Die ungeliebte Inszenierung von Christine Mielitz wurde zu Fronleichnam ab 16:00 Uhr zu Grabe getragen, die Deutung von Adrian Noble und die neue Ausstattung von David Bird ließ einen darob aber kaum frohlocken: Zypern ist jetzt eine britische Kolonie.
„Otello“, 20.6.19
http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/aothello8.htm
„Otello“ an der Staatsoper: Erstickte Spannung
Ein blass inszenierter Abend mit mäßiger Besetzung.
Wiener Zeitung
Dieser bleiche Otello hält lange stand
Adrian Nobles Neuinszenierung von Verdis „Otello“ in der Wiener Staatsoper verlegt zwar die Handlung des Stücks in die jüngere Vergangenheit, gehorcht aber Shakespeares theatralischer wie Verdis musikalischer Dramaturgie mit Feingefühl.
Die Presse
„Otello“ an der Wiener Staatsoper: Worte haben mörderische Wirkung
Eifersucht, Intrigen, Rassismus: „Otello“ wird an der Wiener Staatsoper neu inszeniert. Die Sternstunde bleibt aus.
Salzburger Nachrichten
Sogar die Buhs klangen gelangweilt

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Wagner-Glück mit Schager und Kampe im "Tristan" Unter den Linden

© Marcus Ebener
Staatsoper Unter den Linden, 20. Juni 2019
Richard Wagner, Tristan und Isolde

Dmitri Tcherniakov Inszenierung
Andreas Schager Tristan
Anja Kampe  Isolde
Rene Pape  König Marke
Violeta Urmana Brangäne
Boaz Daniel  Kurwenal
Stephan Rügamer  Melot
Linard Vrielink Junger Seemann, Hirte
Daniel Barenboim Musikalische Leitung

von Peter Sommeregger

Wagner selbst hat einmal vor perfekten Tristan-Aufführungen gewarnt, die Menschen würden sie wohl nicht ertragen und wahnsinnig werden. Eine Ahnung dessen, was Wagner damit gemeint haben könnte, bot die Aufführung in der Staatsoper Unter den Linden an  diesem schwül-warmen Nachmittag und Abend. „Richard Wagner, Tristan und Isolde,
Staatsoper Unter den Linden, 20. Juni 2019“
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