„Bayreuth ist … Bayreuth!“ – Das Open-Air-Konzert lockt Tausende an

Lieber Andreas…. fantaviertastisch… Dies ist Dein 300. Beitrag für klassik-begeistert. Du bist immer voll bei der Sache, bestens informiert und allzeit ein wacher Kopf. Auf die nächsten 300 Beiträge, ich danke Dir,  Mr. Lübeck,
tusind tak, Andreas Schmidt, Herausgeber

OpAI Bayreuth © Enrico Nawrath

W:O:A – klar, das ist das „Wacken Open Air“, eines der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt am Rande einer kleinen Gemeinde in Schleswig-Holstein. „WOA“ ist aber ebensogut das „Wagner Open Air“ unterhalb des Festspielhauses auf dem Grünen Hügel, zu dem auch am 2. August 2026 wieder geschätzt 9.000 Besucher kamen – vor allem solche, die man im „Tempel“ sonst nicht sieht.

 Pablo Heras-Casado, Dirigent

Vida Miknevičiūtė, Sopran
Benjamin Bruns, Tenor
Christopher Maltman, Bariton

Festspielorchester Bayreuth

Festspielpark-Open-Air, 2. August 2026

von Dr. Andreas Ströbl

„Wagner Open Air, Pablo Heras-Casado, Dirigent
Festspielpark-Open-Air, Bayreuth, 2. August 2026“
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Auf den Punkt 100:  Ein Bayreuther Parsifal,  ursprünglich nur für Frauen …

Lieber Jörn, dank Deiner Kreativität bist Du, ruckzuck,
auf 100 „Auf den Punkt“ gekommen. Dazu gratuliere und danke ich Dir. Herzlich sagt „Tusind tak“, Andreas Schmidt, Herausgeber

Richard Wagner / Parsifal

Festspielorchester 2026
Festspielchor 2026
Pablo Heras-Casado / Dirigent
Jay Scheib / Regie

Bayreuther Festspiele, 31. Juli 2026

von Jörn Schmidt

Künstlicher Intelligenz (KI) traut man heute allerlei zu. KI könne bald alles, nur besser als der Mensch. Ich habe also KI angesprochen und geteilt, dass ich gerade schlechte Laune hätte, mich aber ein Witz zur Multitasking-Fähigkeit von Männern ungeheuer aufmuntern würde. Man sagt ja, wir Männer könnten nicht mal zwei Dinge gleichzeitig erledigen – ganz anders als Frauen übrigens. Die prompte KI-Reaktion: „Warum können Männer nicht gleichzeitig fernsehen und zuhören? Weil der Fernseher bunte Bilder hat und das Gehirn beim Verarbeiten der Farben bereits zu 100 % ausgelastet ist.“  Finden Sie das lustig?

Da ist noch Luft nach oben. Empathie jedenfalls liegt KI schon mal nicht, würde ich meinen. Aber darum geht es hier nicht, sondern um Jay Scheibs aktuellen Bayreuther Parsifal.  Richard Wagners letzte Oper, ein geniales Gesamtkunstwerk, eigens für das Bayreuther Festspielhaus komponiert. „Auf den Punkt 100: Richard Wagner, Parsifal, Andreas Schager
Bayreuther Festspiele, 31. Juli 2026“
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Die Bayreuther Kinderoper bezaubert Klein und Groß

Flossen ausschütteln – und weiter geht der Spaß!


Bayreuther Festspiele, Kinderoper im Kleinen Festspielhaus, 

27. Juli 2026

Der Ring des Nibelungen, nach Richard Wagner

Foto © Enrico Nawrath

Azis Sadikovic, Dirigent
Michael Kupfer-Radecky, Bariton
Joachim Goltz, Bariton
Matthias Stier, Tenor
Tijl Faveyts, Bass
Randall Jakobsh, Bass
Catalina Bertucci, Sopran
Natalia Skrycka, Mezzosopran
Karis Tucker, Mezzosopran
Alexandra Ionis, Mezzosopran
Evelin Novak, Sopran
Martin Koch, Tenor
Brit-Tone Müllertz, Sopran
Lena Kutzner, Sopran
Corby Welch, Tenor

von Dr. Andreas Ströbl

Hand auf’s Herz – wer von uns Opernliebhabern hätte sich nicht als Kind gewünscht, das, was die Erwachsenen hörten und uns dann doch zu lang und unzugänglich erschien, mal mund- und kindgerecht aufbereitet zu bekommen? Die Bayreuther Kinderoper in der Regie von Leonie Haupt schafft genau das, mit einem liebevoll inszenierten Kompakt-„Ring“ voller Humor und genau der richtigen Abmischung aus Musik, Sprechtexten und lustigen Einfällen zum Mitmachen. Bei der zweiten Aufführung am 27. Juli 2026 im Kleinen Festspielhaus, einem stabilen Zeltbau zu Füßen des Großen, lachten rund 180 Kinder und  gut ein Dutzend Erwachsener. „Der Ring des Nibelungen, nach Richard Wagner
Bayreuther Festspiele, Kinderoper im Kleinen Festspielhaus,  27. Juli 2026“
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Auf den Punkt 99: Verschwörungstheoretiker, Paranoiker oder Phobiker am Werk in Bayreuth?

Der fliegende Holländer: Nicholas Brownlee (Holländer), Nadine Weissmann (Mary), Mika Kares (Daland), Elisabeth Teige (Senta) © Bayreuther Festspiele / Enrico Nawrath

Richard Wagner / Der fliegende Holländer

Festspielorchester 2026
Festspielchor 2026

Oksana Lyniv / Dirigentin
Regie & Bühne / Dmitri Tcherniakov

 Bayreuther Festspiele, 29. Juli 2026

von Jörn Schmidt

Stellen Sie sich vor, ein Vater erzählt Ihnen vom Schicksal seiner Tochter. Ihre Liebe ist unendlich groß, so wie ihre Treue. Allein, sie verliebt sich einfach immer in die falschen Männer. Das ist tragisch und endet tödlich. Vermutlich müssen Sie angesichts dieser Geschichte (also Wagners Version der berühmten Seemanns-Sage) erstmal um Fassung ringen – und werden sich fragen: Wie finde ich jetzt tröstende Worte für den trauernden Vater. Nicht so der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov, der – so muss man sich das vermutlich vorstellen – macht dem Vater erstmal Vorwürfe. So in etwa auf dieser Tonspur:  „Auf den Punkt 99: Der fliegende Holländer
 Bayreuther Festspiele, 29. Juli 2026“
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„Wann alle Toten auferstehn, dann werde ich in Nichts vergehn!“ – Ein bewährter „Holländer“ erfrischt in Bayreuth

Holländer Bayreuth  © Enrico Nawrath

Was für eine Erholung auf dem Bayreuther Hügel nach zwei ermüdenden „Ring“-Tagen mit einer nach wie vor stimmigen Inszenierung und großartiger Regie! „Der fliegende Holländer“ in der Interpretation von Dmitri Tcherniakov überzeugte am 29. Juli 2026 auch in seinem sechsten Jahr durch in jeder Hinsicht künstlerisch reife Leistungen.

Richard Wagner, Der fliegende Holländer

Oksana Lyniv, Dirigentin

Mika Kares, Bass
Elisabeth Teige, Sopran
Nicholas Brownlee, Bassbariton
Benjamin Bruns, Tenor
Nadine Weissmann, Mezzosopran
Kieran Carrel, Tenor

Festspielorchester und -chor Bayreuth

Dmitri Tcherniakov, Inszenierung

Bayreuther Festspiele, 29. Juli 2026

von Dr. Andreas Ströbl

„Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Oksana Lyniv
Bayreuther Festspiele, 29. Juli 2026“
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„Müde liegt er, von Weges Müh’n …“ – die Bayreuther „Walküre“ erschöpft ... und begeistert!

Bayreuther Festspiele, 28. Juli 2026
Richard Wagner, Die Walküre

Christian Thielemann, Dirigent
Klaus Florian Vogt, Tenor
Mika Kares, Bass
Michael Volle, Bariton
Elza van den Heever, Sopran
Camilla Nylund, Sopran
Anna Kissjudit, Mezzosopran
Martina Welschenbach, Sopran
Brit-Tone Müllertz, Sopran
Karis Tucker, Mezzosopran
Freya Apffelstaedt, Alt
Magdalena Hinterdobler, Sopran
Alexandra Ionis, Mezzosopran
Natalia Skrycka, Mezzosopran
Marie Henriette Reinhold, Mezzosopran
Festspielorchester Bayreuth
Marcus Lobbes und Nils Corte, Kuratorium /
künstlerisch-technische Konzeption

von Dr. Andreas Ströbl

Die „Walküre“ hielt, was das „Rheingold“ versprach – in doppelter Hinsicht. Auch der erste Tag der „Ring“-Tetralogie am 28. Juli 2026 im Bayreuther Festspielhaus war eine optische Herausforderung mit glücklicherweise glanzvollen musikalischen Leistungen. „Richard Wagner, Die Walküre, Klaus Florian Vogt, Christian Thielemann
Bayreuther Festspiele, 28. Juli 2026“
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DAS RHEINGOLD: „… flimmert der Fluß, flammet die Flut …“ – Der Bayreuther „Ring“ startet mit optischer Verwirrung

Bayreuth Rheingold © Enrico Nawrath 

Mit Spannung erwartet wird seit Monaten der Jubiläums-Ring im KI-Kleid. Doch wie das manchmal so ist mit den neuen Kleidern, seien sie des Kaisers oder die einer neuen Inszenierungsidee – nicht immer gerät das Ergebnis überzeugend. Der „Rheingold“-Premierenabend am 27. Juli 2026 im Bayreuther Festspielhaus ließ viele Fragezeichen über den Köpfen des Publikums entstehen. 

Richard Wagner, Das Rheingold

Christian Thielemann, Dirigent

Michael Volle, Bariton
Alexander Grassauer, Bassbariton
Siyabonga Maqungo, Tenor
Klaus Florian Vogt, Tenor
Anna Kissjudit, Mezzosopran
Evelin Novak, Sopran
Christa Mayer, Alt/Mezzosopran
Jochen Schmeckenbecher, Bariton
Gerhard Siegel, Tenor
Mika Kares, Bass
Peter Rose, Bass
Katharina Konradi, Sopran
Natalia Skrycka, Mezzosopran
Marie Henriette Reinhold, Mezzosopran

Festspielorchester Bayreuth

Marcus Lobbes und Nils Corte, Kuratorium/Künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 27. Juli 2028 PREMIERE

von Dr. Andreas Ströbl

„Richard Wagner, Das Rheingold, Christian Thielemann
Bayreuther Festspiele, 27. Juli 2028 PREMIERE“
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Das Regieteam übersetzt Wagners „Rienzi“ in die banale Bildersprache der Gegenwart

Gabriela Scherer (Irene), Andreas Schager (Rienzi) © Enrico Nawrath

Andreas Schager ist mit seinem groß dimensionierten, höhensicheren Tenor der ideale Interpret von Richard Wagners erster Heldentenorpartie. Mit schier unerschöpflicher Strahlkraft meistert er die mörderische Partie ohne Ermüdungserscheinungen, und findet im berühmten Gebet sogar zu einem zarten Piano.

Richard Wagner: Rienzi, der Letzte der Tribunen
Große tragische Oper in fünf Akten

Andreas Schager   Rienzi
Gabriela Scherer   Irene
Jennifer Holloway   Adriano
Michael Nagy   Orsini
Andreas Bauer Kanabas   Colonna

Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka  Regie

Nathalie Stutzman  Dirigentin
Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele

Livestream ARD 26. Juli 2026

von Peter Sommeregger

„Richard Wagner, Rienzi, der Letzte der Tribunen
Livestream ARD 26. Juli 2026“
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„Rom mach’ ich groß und frei, aus seinem Schlaf weck’ ich es auf“ – Der erste „Rienzi“ auf dem Hügel ist ein Soforterfolg!

Photos © Enrico Nawrath

Seien wir ehrlich – manche hatten etwas Angst vor der Länge oder einer möglichen Zähigkeit jener Oper, die Wagner selbst später als „Schreihals“, „Ungetüm“ und „Jugendsünde“ abtat. Mit einer intelligenten, szenenweise liebevoll-humorvollen Regie und phantastischen musikalischen Leistungen jedoch geriet die erste Premiere der Bayreuther Jubiläumsfestspiele am 26. Juli 2026 zu einem grandiosen Erfolg.

Bayreuther Festspiele, 26. Juli 2026

Richard Wagner: Rienzi, der Letzte der Tribunen
Große tragische Oper in fünf Akten

Nathalie Stutzmann, Dirigentin

Andreas Schager, Tenor
Gabriela Scherer, Sopran
Andreas Bauer Kanabas, Bass
Jennifer Holloway, Sopran
Michael Nagy, Bariton
Vitalij Kowaljow, Bass
Matthias Stier, Tenor
Michael Kupfer-Radecky, Bariton
Victoria Randem, Sopran

Festspielorchester Bayreuth

Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka, Inszenierung, Bühne und Kostüme

von Dr. Andreas Ströbl

„Richard Wagner, Rienzi, der Letzte der Tribunen
Bayreuther Festspiele, 26. Juli 2026“
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150 Jahre Festspiele: Bayreuths Klänge treffen mitten ins Herz

Fotos © Enrico Nawrath

Die Festspiele eröffnen mit Beethovens Jahrtausendwerk

Bayreuther Festspiele, 25. Juli 2026
(Erstaufführung: 13. August 1876, Das Rheingold)

Ludwig van Beethoven, 9. Sinfonie, d-Moll op. 125
(„Ode an die Freude“)

Christian Thielemann, Dirigent
Festspielorchester der Bayreuther Festspiele
Chor der Bayreuther Festspiele
Elza van den Heever   Sopran
Christa Mayer   Alt
Klaus Florian Vogt   Tenor
Georg Zeppenfeld   Bass

von Andreas Schmidt

Es gibt Abende, an denen man schon während des Schlussapplauses weiß, dass sie ihren festen Platz in der Musikgeschichte finden werden. Die Eröffnung der Bayreuther Festspiele 2026 war genau ein solcher Moment. Zum zweiten Mal in der 150 Jahre währenden Geschichte erklang Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie auf dem Grünen Hügel am Eröffnungstag (wie immer der 25. Juli) – und es fühlte sich überhaupt nicht wie etwas Außerordentliches an. Eher wie ein Werk, das schon immer hierher gehörte und nun wieder einmal seinen Platz gefunden hatte. Selten hat ein Eröffnungsabend eine solche Selbstverständlichkeit ausgestrahlt und zugleich eine so große historische Dimension besessen. „Eröffnung Bayreuther Festspiele, Beethovens Neunte
Bayreuther Festspiele, 25. Juli 2026“
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