Foto: © Michael Pöhn, Tomasz Konieczny als Wanderer in Richard Wagners Oper „Siegfried“ in der Wiener Staatsoper
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2019
Wien/ Theater an der Wien
„Das ist ja kein Nationaldrama, es ist ein menschliches Drama“
Tomasz Konieczny debütiert am Sonntag in Stanislaw Moniuszkos „Halka“ im Theater an der Wien.
Wiener Zeitung
Bayreuth
Peter Emmerich ist tot
Drei Jahrzehnte lang prägte Emmerich die Öffentlichkeitsarbeit der Richard-Wagner-Festspiele. Der legendäre Festspiel-Patriarch Wolfgang Wagner hatte ihn 1989 – schon einige Monate vor der Wende – von Dresden nach Bayreuth geholt. Seither war Emmerich für Journalisten in aller Welt Ansprechpartner und als enger Mitarbeiter der Festspielleitung so etwas wie ein Gralshüter. „Die graue Eminenz auf dem Grünen Hügel“, nannten Medien ihn. Er war geachtet und gefürchtet gleichermaßen. Denn der Weg zur Festspielleitung oder zu Interviews mit den Künstlern von Bayreuth führte stets über ihn. Er selbst schien komplett aufzugehen in seiner Rolle.
Frankfurter Allgemeine
Ein sehr feiner und angenehmer Mensch ist gestorben: Peter Emmerich, Sprecher der Bayreuther Festspiele
Klassik-begeistert
Wien/ Staatsoper
Olga Neuwirths „Orlando“ ist eine emanzipatorische Oper, die die Gattung aus den Fugen hebt
Fluide Klänge, Feminismus, Transgender-Aktivisten und Kapitalismuskritik. Unglaublich, aber wahr: All das kann man derzeit an der Wiener Staatsoper erleben. Olga Neuwirths Orlando bricht mit allen Konventionen, welche die Institution Oper in ihrer langen Entstehungsgeschichte hervorgebracht hat – und sie trifft damit ins Schwarze.
Julia Lenart berichtet aus der Wiener Staatsoper
https://klassik-begeistert.de/olga-neuwirth-orlando-wiener-staatsoper
London/ ROH
Verdis „Otello“ an der Royal Opera London: Ästhetisch unbefriedigend, sängerisch grandios
Sängerinnen und Sänger von Weltklasse hatten auf der traditionsreichen Bühne der Royal Opera Covent Garden ihre hohe Kunst vor einem scheußlichen Bühnenbild (Boris Kudlicka) in einer Inszenierung mit zahlreichen Seltsamkeiten (Keith Warner) zu zeigen. Das bedrohlich düstere, monochrome Bühnenbild erinnerte mit seinen spießigen, fade geometrischen Mustern in Metall-Panelen im unseligen Stil der 70er Jahre trotz der mächtigen verschiebbaren Wände an Interieurs neureicher und entsprechend geschmacksarmer Villen aus jener Epoche – einzig das mächtige Flaggschiff Otellos in der ersten Szene hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Charles E. Ritterband berichtet aus der Royal Opera London
https://klassik-begeistert.de/giuseppe-verdi-otello-royal-opera-house
Glyndebourne
Public School Boys auf Kreuzfahrt ins Heilige Land: Händels „Rinaldo“ in Glyndebourne
Der Barock-Großmeister Georg Friedrich Händel hatte den „Rinaldo“ Anfang des 18. Jahrhunderts fertiggestellt. Das Werk hat den Ersten Kreuzzug im Jahr 1099 zum Thema und selbstverständlich Jerusalem als Schauplatz. Doch schon zur Zeit Händels wurde diese Oper höchstwahrscheinlich in zeitgenössischen Kostümen – also in barocker Kleidung – inszeniert.
Charles E. Ritterband berichtet aus der Glyndebourne Opera
https://klassik-begeistert.de/georg-friedrich-haendel-rinaldo-glyndebourne „Die FREITAG-PRESSE – 13. DEZEMBER 2019“ weiterlesen