Das Leben hat meinem Auftritt eine weitere Pointe hinzugefügt. Jetzt lebe ich in Deutschland und versuche immer noch, Polen und Deutsche durch meine journalistische Arbeit zu versöhnen. Ich nehme gerne Themen aus dem Kulturbereich auf, die uns verbinden, nicht trennen. Auch hier nennen mich einige Freunde „die Walküre“.
Foto: Die Walküre – Oper Genf © GTG / Carole Parodi
von Jolanta Łada-Zielke
Nein, ich habe diese Arie nicht im Original, sondern nur in einer satirischen Version aufgeführt. Es war kein „Hojotoho!“, sondern mein eigener Text, mit dem ich 2005 bei der Kabarettvorstellung „Reality Shopka Show“ im Puppen- und Maskentheater „Groteska“ in Krakau auftrat. „Shopka“ oder genauer gesagt „szopka“ bedeutet auf Polnisch wörtlich „die Krippe“ oder „Theater machen“ in der Umgangssprache. Es spielt auf die Tradition alter polnischer Kabaretts an, einschließlich des Krakauer „Zielony Balonik“ (der Grüne Balon), das noch vor dem Ersten Weltkrieg im berühmten Künstlercafé Jama Michalika betrieben wurde. Zur Jahreswende fand dort eine satirische Puppentheateraufführung statt, in der polnische Politiker, Journalisten und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Puppen vorgestellt wurden. In ihrem Namen sangen oder rezitierten die Schauspieler verschiedene Couplets, die die damaligen berühmten Dichter verfassten. Das Bühnenbild wurde einer Neujahrskrippe nachempfunden. „Ladas Klassikwelt 66: Wie ich die Walküre geworden bin
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