Foto: Herwig Prammer (c)
Theater an der Wien, 19. September 2019
Antonin Dvorák, Rusalka
von Anna Ploch
Zwei geschlossene Garagentore führen in ein Schwimmbad. Über dem Eingang steht „Pozor!“, was mit „Achtung!“ übersetzt werden kann. Das Bühnenbild ist in schlichtem Weiß gehalten. Ebenso schlicht weiß die Kostüme der drei Nymphen und Rusalkas mit roten Strumpfhosen. Die Dienerschaft des Prinzen in metallig, silbernen Mänteln. Ein überdimensionaler Luster wird von der Bühne herabgelassen bei Szenen, die im Schloss spielen. Das knöcheltiefe Wasser ist stets vorhanden, dient einmal als Teich, einmal als Putzkübel für die Dienerschaft. Kein märchenhafter Kitsch ist vorhanden in dieser Inszenierung von Amélie Niermeyer. Und warum auch? Rusalka behandelt als Märchen durchaus reale Themen: Menschlichkeit, Sterblichkeit, Verzweiflung, Betrug. „Antonin Dvorák: Rusalka,
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