Foto: © Michael Pöhn / Wiener Staatsoper
Wiener Staatsoper, 3. Juli 2022
Gioachino Rossini, Il turco in Italia
Dramma buffo in zwei Akten
von Jürgen Pathy
In Wien hat sie eingeschlagen wie eine Bombe. Wer letzten Dienstag bei Cecilia Bartolis Hausdebüt dabei sein durfte, konnte kaum glauben, was sich da im Anschluss für Szenen abgespielt haben. Zwei, was heißt, drei Zugaben hatte sie bereits aufs Parkett gezaubert. Da waren noch immer geschätzte zwei Drittel des Publikums zur Stelle. Rund 30 Minuten nach Ende der halbszenischen Aufführung, die natürlich restlos ausverkauft gewesen war.
Ganz so heftig hat es gestern nicht gekracht. Vielleicht lag es am Sujet der Oper. Möglicherweise auch daran, dass „Il turco in Italia“ musikalisch nicht mit so vielen Raffinessen aufwartet, wie „La Cenerentola“ am Dienstag. Der Stimmung hat es dennoch keinen großen Abbruch getan. Immerhin hat es die große Bartoli geschafft, die Wiener Staatsoper innerhalb weniger Tage ein zweites Mal bis an den Rand zu füllen.
In Wien nichts Besonderes, könnte man meinen. Weit gefehlt: Seit Corona und dem Rückgang zahlungskräftiger Touristen zählen ausverkaufte Häuser auch hier nicht mehr zur Tagesordnung.
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