Ensemble Minui
Act II
Opera Suites for Nonet
Puccini Strauss Tschaikowski
Ars 38 330
von Peter Sommeregger
Der Gedanke, Opernmusik für ein Kammermusik-Ensemble zu arrangieren ist durchaus reizvoll. Gerade die Reduzierung der großen Form Oper auf das kleine, übersichtlichere Format bietet eine veränderte Sichtweise auf die vertrauten Opernmelodien.
Auch Puccinis „La Bohème“, eine der populärsten Opern überhaupt, erhält so eine neue Lesart. Das Arrangement fächert die Musik aber nicht chronologisch auf, es wird nur zwischen dem traurigen und dem heiteren Teil unterschieden, um beiden Aspekten des Werkes gerecht zu werden.
Anders als Puccinis „La Bohème“ ist Tschaikowskis „Eugen Onegin“ mehr ein introvertiertes Seelendrama, erfordert daher auch eine andere Tonsprache. Noch gänzlich anders ist dann auch der Zugang zur dritten Oper, die hier vorgestellt wird. Die „Elektra“ von Richard Strauss ist eines der kühnsten Werke am Beginn der Moderne. Hier folgt der Arrangeur der Chronologie der Musik, es ist eindrucksvoll wie er es versteht, die für ein extrem großes Orchester geschriebene Partitur für das Nonett einzurichten. „CD Rezension: Ensemble Minui, Act II, Opera Suites for Nonet, Puccini, Strauss,Tschaikowski,
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