München: Pape und Nylund schmücken einen sonst durchwachsenen Fidelio

Bayerische Staatsoper, 12. Juli 2026

Bayerische Staatsoper – Nationaltheater © Wilfried Hösl

Fidelio
Musik von Ludwig van Beethoven

Libretto von Joseph Sonnleithner mit Revisionen von Georg Friedrich Treitschke nach Jean Nicolas Bouilly

Trotz der inzwischen langanhaltenden Schwitztemperaturen war auch dieser Repertoire-Fidelio in der Regie des umstrittenen Regisseurs Calixto Bieito nahezu ausverkauft. Zwar verteidigte ein prächtig aufgestelltes Team Wagner seine außerordentliche gesangliche Extraklasse, ein wirklich überzeugender Fidelio gelang der Bayerischen Staatsoper aber nicht.

von Johannes Karl Fischer

„Ludwig van Beethoven, Fidelio
Bayerische Staatsoper, 12. Juli 2026“
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“Nessun dorma” in München: Augen auf und Ohren zu!

Foto © Geoffroy Schied

TURANDOT, letzte und unvollendete Oper von Giacomo Puccini, wird an der Bayerischen Staatsoper in München seit 2011 in der spektakulären Inszenierung von Carlus Padrissa, Mitbegründer der katalanischen Theatergruppe “La Fura dels Baus” gezeigt. Es ist ein Festspiel für das Auge! Dies kann man an diesem Abend von der musikalischen Darbietung leider nicht sagen. Der Dirigent Andrea Battistoni setzt vor allem auf Lautstärke ganz nach dem Motto “Nessun dorma – Keiner schlafe!” Und die Sänger folgen ihm mit lautem Gebrüll!

Giacomo Puccini (1858-1924) TURANDOT
Dramma lirico in drei Akten (Libretto von Giuseppe Adami & Renato Simoni)

Musikalische Leitung: Andrea Battistoni

Inszenierung:  Carlus Padrissa – La Fura dels Baus
Bühne:  Roland Olibeter
Kostüme:  Chu Uroz

 Nationaltheater München, 6. Juli 2026

 von Jean-Nico Schambourg

„Giacomo Puccini (1858-1924),  Turandot
 Nationaltheater München, 6. Juli 2026 “
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DIE MONTAG-PRESSE – 13. JULI 2026

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Festspielhaus Erl © Festspiele Erl

Erl/Tirol
Maritimes bei den Tiroler Festspielen: Stars im „Fliegenden Holländer“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,31. Min.)
deutschlandfunkkuktur.de

Erl
Weltklasse in Ton und Bild: „Der fliegende Holländer“ in Erl
Bei den Tiroler Festspielen fesselt die Inszenierung von Josef. E. Köpplinger genauso wie Christopher Maltman in der Titelpartie. Tirol liegt bekanntlich nicht am Meer. Wenn man aber aus deutschen Landen ins Unterinntal reist, dann begrüßt einen da eine riesige Welle aus Beton: das Passionsspielhaus in Erl. In diesem Sommer hat hier der fliegende Holländer Obdach gefunden. Dabei handelt es sich nicht um einen Touristen aus den Niederlanden, der zum Paragliding angereist ist, sondern um einen kreuzunglücklichen Untoten, der seit Ewigkeiten die Meere befährt. Bei seinen seltenen Landgängen sucht der Leidgeplagte sein Heil in Person einer Frau, die ihm ewige Treue schwört.
DerStandard.at „DIE MONTAG-PRESSE –13. JULI 2026
klassik-begeistert.de“
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Zürich feiert einen grandiosen, dramatischen „Werther“

Werther, Jules Massenet, Tatjana Gürbaca 2025/26 © T+T Fotografie / Toni Suter + Tanja Dorendorf

Manches begegnete mir zu früh im Leben.

Mit dem Briefroman von Goethe konnte ich im zarten Alter von fünfzehn Jahren nicht viel anfangen.

Die Lektüre zog und zog sich und mehr als ein Mal dachte ich: Ach nee, Werther, echt jetzt? Schau dich um, andere Mütter haben auch schöne Töchter.

Heute, Jahrzehnte später, habe ich einen reiferen und emotionaleren Zugang zu diesem Thema. Ich bin glücklich, dass ich Goethe, Massenet und Werther eine zweite Chance gab.

Werther
Lyrisches Drama in vier Akten
Musik von Jules Massenet

Libretto von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach Johann Wolfgang von Goethe

Wiederaufnahme

Musikalische Leitung:   Marco Armiliato

Inszenierung:   Tatjana Gürbaca
Szenische Einstudierung:   Claudia  Blersch
Bühnenbild und Lichtgestaltung:   Klaus Grünberg
Kostüme:   Silke Willrett
Bühnenbildmitarbeit:   Anne Kuhn
Kostümmitarbeit:   Carl-Christian Andresen
Choreinstudierung:   Alice Lapasin Zorzit
Dramaturgie:   Claus Spahn

Orchester der Oper Zürich

Kinderchor, SoprAlti und Zusatzchor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich, 10. Juli 2026

von Kathrin Beyer

„Jules Massenet, Werther, Jonathan Tetelman
Opernhaus Zürich, 10. Juli 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 12. JULI 2026

Herbert Blomstedt © Stephan Rabold

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DIE SONNTAG-PRESSE – 12. JULI 2026

Herbert Blomstedt: Der Jahrhundertdirigent
Seine Bewegungen sind klein geworden, seine Ausstrahlung nicht. Herbert Blomstedt wird 99 Jahre alt und zeigt bis heute, dass große Dirigate vor allem aus Zuhören, Vertrauen und Klarheit entstehen.
BR-Klassik.de

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Es fliegen nicht nur die Fetzen, sondern auch so manches Kleidungsstück

© Marie-Laure Briane

Großartiger Johann-Strauss-Abend am Gärtnerplatztheater in München: Schuld ist diesmal die Waldmeister-Bowle!

Alkohol schadet der Gesundheit, aber in manchen Johann-Strauss-Operetten verhilft er zum allgemeinen Happy End. An diesem Abend ist es nicht der Champagner der Schuld an allem trägt, sondern eine Bowle. Unter der Leitung von Michael Brandstätter und in einer Neufassung von Regisseur Josef E. Köpplinger serviert das Münchner Gärtnerplatztheater dem Zuhörer einen amüsanten Abend mit der vorletzten Johann-Strauss-Operette „Waldmeister“.


Johann Strauss (1825-1899)
WALDMEISTER
Operette in drei Akten (Libretto von Gustav Davis)

Musikalische Leitung: Michael Brandstätter

Inszenierung: Josef E. Köpplinger
Bühne: Walter Vogelweider
Kostüme: Uta Meenen

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 9. Juli 2026

 von Jean-Nico Schambourg

„Johann Strauss (1825-1899), Waldmeister
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 9. Juli 2026“
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„La Forza del Destino“ mit Anna Netrebko an der Scala: Die Schrecken des Krieges sind zeitlos

Glanzpunkt der Aufführung ist eindeutig die Leonora von Anna Netrebko. Was die Sängerin an technischer Beherrschung der Partie, wie an Schönheit und Perfektion der Phrasierung leistet, ist absolute Weltklasse. Netrebko scheint kein Alter zu kennen, legt an Intensität ihrer Gestaltung noch zu und spielt inzwischen in ihrer eigenen Liga.

Giuseppe Verdi
La Forza del Destino

Leo Muscato  Regie

Riccardo Chailly  Dirigent
Orchestra and Chorus of Teatro alla Scala

C-major 772704

von Peter Sommeregger

„Giuseppe Verdi, La Forza del Destino Riccardo Chailly
klassik-begeistert.de, 11. Juli 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE, 11. JULI 2026

Christian Thielemann © Dieter Nagl

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 11. JULI 2026

Salzburg / Innsbruck
Vertrautes Terrain, fremdes Klanggewand
Christian Thielemann hat Feuer gefangen. Sein künftiger Assistent in der Dirigierklasse der Universität Mozarteum, Martin A. Fuchsberger, hat ihn zur Zusammenarbeit mit der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg überredet. Dem ersten Konzert im Vorjahr in Salzburg folgt nun eines bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten. Die Generalprobe in Salzburg war öffentlich.
DrehpunktKultur.at

Thielemann in Innsbruck: Bunte Blasorchester-Leistungsschau (Bezahlartikel)
Christian Thielemann hat Donnerstagabend im Innenhof der Innsbrucker Hofburg mit der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg im Rahmen der „Innsbrucker Promenadenkonzerte“ eine feinsinnige und vielseitige Blasorchester-Leistungsschau auf die Freiluftbühne gebracht.
KleineZeitung.at

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Pathys Stehplatz 63: Wagner und Mahler wären virale Content Creator

Originalfoto (1907) von Moriz Nähr (gemeinfrei); KI-Bearbeitung & Design.


Die Aufmerksamkeitsspanne schrumpft, der perfekte „Hook“ entscheidet bei Reels über Erfolg oder Misserfolg. Ausgerechnet Richard Wagner und Gustav Mahler beherrschten dieses Prinzip schon vor über 100 Jahren.

von Jürgen Pathy

Eines haben die großen Komponisten gemeinsam. Sie wissen, wie man den Zuhörer von Anbeginn fesselt. Zu behaupten, sie hätten für die Zukunft komponiert, wäre Unfug. Dennoch sind Gustav Mahler und Richard Wagner damit ideal für unsere Zeit. „Pathys Stehplatz 63: Wagner und Mahler
klassik-begeistert.de, 10. Juli 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 10. JULI 2026

Foto © RBO | Tristram Kenton

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DIE FREITAG-PRESSE – 10. JULI 2026

London
Die „Regimentstochter“ begeistert mit sprühendem Belcanto in London
Juan Diego Flórez, der ungekrönte König des Belcanto als Tonio, an seiner Seite die herrliche Sara Blanch als virtuose, subtil klangfreudige Marie – eine Starbesetzung in der „Regimentstochter“, von der man sonst nur träumen kann: auf der weltberühmten Bühne der Royal Opera Covent Garden wurde sie Wirklichkeit. In der bewährten humorvollen Inszenierung von Laurent Pelly – an allen großen Häusern der Welt war sie zu sehen und sie ist frisch und spritzig geblieben.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

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