von Jolanta Łada-Zielke
Foto: Barbara Baier in der Impfstation. Foto: J. Łada ©
Seit dem 13. Juli 2021 kann man sich auf dem Stadtparkett (anderer Name für die Maximilianstraße) in Bayreuth spontan impfen lassen. Die Initiative „Impfen to Go“ haben die Stadt und der Landkreis Bayreuth in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz ins Leben gerufen. Ab Donnerstag, 22. Juli, ist das Impfzentrum von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Man trifft dort eine sympathische MTA in einem hellgrünen Kittel, die die Impflinge mit einem herzlichen Lächeln begrüßt – es ist Barbara Baier, die Sängerin und Leiterin des Bayreuther Zamirchores. Ich fange sie zwischen zwei Impfterminen ab, damit sie mir ein paar Worte über ihren Einsatz erzählt.
Barbara Baier: Die Idee war, die Menschen zu erreichen, die noch unsicher sind, wenn sie sich über eine Hotline anmelden müssen. Wir wollen das ihnen erleichtern. Wenn ich mein Brot kaufen möchte, bestelle ich das auch nicht übers Internet, sondern ich gehe lieber zum Bäcker. Die Leute kommen spontan hierher, manche erzählen zum Beispiel: „Ich habe mich heute früh dazu entschlossen, mich impfen zu lassen.“ Andere befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation und nehmen allen Mut zusammen, hierher zu kommen. Es tauchen auch die ängstlichen auf, von jemandem aus dem Freundeskreis zugeführt: „Nimm mal die Spritze, wenn wir schon da sind! Ich stehe dir bei, halte deine Hand, und du kriegst hinterher ein Eis von mir.“ Es gibt welche, die unter Angststörungen leiden. Manche, die schon seit drei Wochen ihren Impftermin wissen, sind so aufgeregt, dass sie weder schlafen noch essen können. Dank dieser Impfstation wird ihr Weg zur Ruhe verkürzt. Täglich impfen wir derzeit von 60 bis 90 Menschen. „„Impfen to Go“ in Bayreuth
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