Wenn niemand mehr zuhört – im Escape Room der Figuren

Foto © Tianye Dong

Ein Gespräch mit Prof. Manuela Uhl geführt von Getong Feng
zu Die Walküre im Rahmen von „Bayreuth in Shanghai“ (2026)

Von ihrer Interpretation der Sieglinde am National Centre for the Performing Arts im Jahr 2025 bis zu ihrem erneuten Verkörperung in Katharina Wagners Inszenierung von Die Walküre bei „Bayreuth in Shanghai“ im April 2026 setzt Prof. Manuela Uhl ihre intensive Auseinandersetzung mit dieser Figur fort. Dabei eröffnet sie zugleich neue Perspektiven auf die vielschichtigen Frauenfiguren in Wagners Ring-Zyklus und auf deren Bedeutung im Kontext des zeitgenössischen Regietheaters. „Interview: kb im Gespräch mit Prof. Manuela Uhl, Sopranistin
klassik-begeistert.de, 29. Mai“
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Die Edition der Lieder Donizettis wird mit dem achten Album vollendet

CD-Besprechung:

Donizetti
Songs Vol.8

Nicola Alaimo  Bass-Bariton
Carlo Rizzi  Piano

ORP 261

von Peter Sommeregger

Das engagierte Plattenlabel Opera Rara hat in einem aufwändigen Forschungsprojekt über mehrere Jahre den Manuskripten und Druckausgaben von Liedern Donizettis für Singstimme und Klavier nachgespürt und insgesamt etwa dreihundert Lieder identifiziert. Ein großer Teil davon wurde nun, aufgeteilt auf mehrere Sänger unterschiedlicher Stimmlagen, systematisch eingespielt – vorgesehen waren acht CDs, von denen nun die letzte als 8. erschienen ist. „Donizetti, Songs Vol.8, Nicola Alaimo Bass-Bariton, Carlo Rizzi Piano
klassik-begeistert.de, 1. Juni 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 1. JUNI 2026

Michael Schager © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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DIE MONTAG-PRESSE – 1. JUNI 2026

Vor der Neidhöhle rennt der Schmäh: Wagners „Siegfried“ an der Staatsoper
Der Ring-Durchlauf an der Wiener Staatsoper geht in die zweite Hälfte: „Siegfried „überzeugt mit exzellenter Besetzung und guter Laune. Ein Pointen-Feuerwerk? Entzündet bekanntlich keiner der vier Abende von Richard Wagners Ring des Nibelungen. Teil drei, Siegfried also, zielt aber zumindest hie und da auf das Zwerchfell. Da darf nicht nur gelacht werden, wenn sich der Titelheld als Flötist im Wald versucht und – krächz! – kläglich scheitert. Komisch auch, wenn dieser Kraftprotz einem vermeintlichen Geschlechtsgenossen die Rüstung öffnet und dabei den ersten Schreck seines Lebens kassiert: Hilfe, Mutti, das ist gar kein Mann!
DerStandard.at

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Zwei Hochzeiten und ein Wasserfall – Strawinsky trifft auf Smetana

Jacob Scharfman, Andrea Stadel, Frederike Schulten und Alexander Fedorov, Photo: Andreas Ströbl

Ein selten aufgeführter Strawinsky und ein sehr oft gehörter Smetana – das 8. Symphoniekonzert in der Lübecker Musik- und Kongresshalle am 31. Mai 2026 bot beides in mitreißender Frische und herausragender Qualität. Großes Orchester, gemischter Chor, vier Solostimmen und eine ungewöhnliche Instrumentierung – Lübeck bot alles auf und bescherte einem begeisterten Publikum einen sehr besonderen Konzertsonntag.

Igor Strawinsky, Les Noces (Die Hochzeiten)

Bedřich Smetana, Má Vlast (Mein Vaterland) I-IV

Andrea Stadel, Sopran
Frederike Schulten, Mezzosopran
Alexander Fedorov, Tenor
Jacob Scharfman, Bariton

Sofja Gülbadamova, Karine Gilanyan, Florian Uhlig und Youngho Park, Klavier

Stefan Vladar, Dirigent
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Chor des Theaters Lübeck

Stefan Vladar, Dirigent, 31. Mai 2026

Musik- und Kongresshalle, Lübeck, 31. Mai 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Aus der Hochzeit entsteht ein Lieblingskind

Princesse de Polignac, geborene Singer und Erbin des Nähmaschinen-Konzerns sowie Förderin von Igor Strawinsky saß gemütlich in ihrem Haus an der Pariser Avenue Henri-Martin, als die vier Klaviere für das Ballett „Les Noces“ angeliefert wurden. Dem entsetzten Diener entgegnete sie nur: „Dann bitten Sie sie herein“. „Strawinsky und Smetana, Stefan Vladar, Dirigent
MUK Lübeck, 31. Mai 2026“
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„Man soll nicht denken, dass eine 25-Jährige jetzt schon anfangen soll, Wagner zu kreischen“

Die Notenausgabe von Wagner-Arien

Ein „Must-Have“ für Sopranistinnen auf dem langen Weg zum Wagner-Singen

Richard Wagner, Arien für Sopran und Klavier,
herausgegeben von Petra Lang, unter der Mitarbeit von Adrian Baianu,
@ Schott Music GmbH & Co.KG, Mainz 2026

ISMN 979-0-001-16760-4

Bei der Veröffentlichung von Noten lohnt es sich, jemanden zu konsultieren, der diese Werke praktisch aufführt. Bei der Herausgabe einer Sammlung von Richard-Wagner-Arien für Sopran mit Klavierbegleitung hat der Schott-Verlag Petra Lang als Expertin um Mitarbeit gebeten. Die berühmte Wagner-Sopranistin erzählt im Gespräch mit Jolanta Łada-Zielke über die Entstehung dieses Albums, sowie dessen Inhalt und Zweck.

klassik-begeistert: Frau Lang, als wir das letzte Mal miteinander sprachen, bei den Bayreuther Festspielen 2022, haben Sie gerade beschlossen, sich der pädagogischen Tätigkeit zu widmen. Ist diese Sammlung der Wagner-Arien eine Folge dieser Entscheidung? „Interview: kb im Gespräch mit Petra Lang, Sopranistin
klassik-begeistert.de, 31. Mai 2026“
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Marcelino Libao rettet den Ballettabend von Fran Díaz

Die Dirigentin Yura Yang mit Marcelino Libao (Eurydike, rechts) und Andrea Carino (Hades, links) (Foto: RW)

Vielleicht ist die Hölle auch nur langweilig und schwarzdunkel wie die Bühne im Leipziger Opernhaus. Was wäre schlimmer, als wenn wir uns nach unserem Ableben, sofern wir in die Hölle verfrachtet werden, dort bis in die Unendlichkeit langweilen müssten?

Eurydike, Ballett von Fran Díaz

Bühne: Laura Lowe, Kostüme: Anna Philippa Müller

Musik: Krzysztof Penderecki, Henryk Mikołaj Górecki & Wojciech Kilar

Gewandhausorchester, musikalische Leitung: Yura Yang

Oper Leipzig, Leipziger Ballett,  Uraufführung am 30. Mai 2026

von Dr. Ralf Wegner

Ein Ballett über Eurydike hatte es sein sollen: Eurydike, die nach einem Schlangenbiss in die Schattenwelt des Hades hinabglitt, aus tiefer Liebe von Orpheus zunächst befreit, aber schließlich unerlöst ins Totenreich verbannt, nachdem Orpheus sich beim Weg aus der Unterwelt nach ihr umgesehen hatte. „Eurydike, Ballett von Fran Díaz
Oper Leipzig, Leipziger Ballett, Uraufführung am 30. Mai 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 31. MAI 2026

Donald Runnicles © Simon Pauly

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DIE SONNTAG-PRESSE – 31. MAI 2026

Berlin/Deutsche Oper
Die letzte kosmische Atemübung – Sir Donald Runnicles verabschiedet sich von der Deutschen Oper Berlin mit Wagners „Ring“
Wenn das Ende kommt, sind manche schon vorbereitet. Nicht nur, dass das Weltenende zu einem äußerst beschäftigen Zeitpunkt erscheint – frühsommerliche Hitzewelle, Pfingstwochenende, Karneval der Kulturen im Osten der Stadt, im Westen DFB-Pokalfinale und halb Süddeutschland sitzt in der U2 – nein, es dauert auch noch lang. Denn am Schauplatz des Spektakels, der Deutschen Oper Berlin, verabschiedet sich der scheidende Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles mit Wagners Ring des Nibelungen (Inszenierung von Stefan Herheim)
opernmagazin.de

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La Tempête trägt Kaiser Karl V. zu Grabe – in der Imagination!

 

CD-Besprechung:

Bomba Flamenca – Les Funerailles imaginaires de Charles Quint

La Tempête/Simon Pierre Bestion

CD erschienen 2026 bei Alpha Classics, Bestellnummer: 3701624512166

von Dr. Andreas Ströbl

Dass Kaiser Karl V. seine eigene Begräbnisfeier penibel bis hin zu einer Durchlaufprobe geplant hatte, ist belegt. Möglicherweise ins Reich der Legende gehört allerdings das kaiserliche Probeliegen im Sarg, wenngleich die Berührungsängste der Menschen aus vergangenen Jahrhunderten gegenüber der eigenen Vergänglichkeit weitaus geringer ausgebildet waren, als es heute üblich ist. „Bomba Flamenca – Les Funerailles imaginaires de Charles Quint
klassik-begeistert.de, 30. Mai 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 30. MAI 2026

© Tianye Dong

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 30. MAI 2026

Interview/Ein Gespräch mit Prof. Manuela Uhl geführt von Getong Feng
Wenn niemand mehr zuhört – im Escape Room der Figuren
Interview zu Die Walküre im Rahmen von „Bayreuth in Shanghai“ (2026). Von ihrer Interpretation der Sieglinde am National Centre for the Performing Arts im Jahr 2025 bis zu ihrem erneuten Verkörperung in Katharina Wagners Inszenierung von Die Walküre bei „Bayreuth in Shanghai“ im April 2026 setzt Prof. Manuela Uhl ihre intensive Auseinandersetzung mit dieser Figur fort. Dabei eröffnet sie zugleich neue Perspektiven auf die vielschichtigen Frauenfiguren in Wagners Ring-Zyklus und auf deren Bedeutung im Kontext des zeitgenössischen Regietheaters.
Von Getong Feng
Klassik-begeistert.de

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John Neumeier hat uns tief geprägt

Anna Laudere und Edvin Revazov mit Hündchen Chaplin nach dem Interview im Ballettzentrum John Neumeier am 28. Mai 2026 (Foto: RW)

Interview mit Anna Laudere und Edvin Revazov, Erste Solisten beim Hamburg Ballett

 Als John (Neumeier) mich für die Kreation der Anna (Anna Karenina nach Tolstoi) benannte, fehlten mir die Worte. Ich war emotional sehr berührt und hatte Tränen in den Augen. Es war so schön, mit John über mehrere Monate diese Partie zu entwickeln. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Ich habe nie an einen Wechsel gedacht, ich habe immer für John tanzen wollen.

 Edvin Revazov wurde 1983 in der Ukraine, in Sewastopol, geboren. Er wurde in Moskau und später in der Ballettschule des Hamburg Ballett zum Tänzer ausgebildet. 2003 wurde er in das Ensemble aufgenommen, seit 2007 tanzte er als Solist und seit 2010 als Erster Solist. Seit 2011 ist er auch als Choreograph tätig. 2023 gründete er zusammen mit Isabelle Rohlfs das Hamburger Kammerballett.

Anna Laudere wurde ebenfalls 1983 geboren, sie stammt aus dem lettischen Rigulda. Sie wurde in Riga und später an der Ballettschule des Hamburg Ballett ausgebildet. 2001 wurde sie in das Ensemble aufgenommen, 2008 zur Solistin und 2011 zur Ersten Solistin befördert.

Edvin Revazov und Anna Laudere sind seit 2012 verheiratet. Beide erhielten zahlreiche Preise wie u.a. 2007/2008 in Hamburg den Dr.-Wilhelm-Oberdörffer-Preis für Nachwuchskünstler und 2018 gemeinsam in Italien den international renommierten Premio Positano Léonide Massine.

von Dr. Ralf Wegner

klassik-begeistert: Liebe Frau Laudere, können Sie uns etwas über Ihren tänzerischen Werdegang berichten? Wie kamen Sie zum Ballett und was war der Anlass, an die Ballettschule des Hamburg Ballett zu gehen? „kb im Gespräch mit Anna Laudere und Edvin Revazov, Erste Solisten
Hamburgische Staatsoper, 29. Mai 2026“
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