Langes Klassikwelt 4: Nostalgie und Evergreens – Konzert-Events auf Nummer Sicher

Elvis-Imitatoren gab es schon immer. Nun treten Klons von Frank Sinatra, Freddie Mercury, Michael Jackson und den Beatles auf – in den großen Konzerthallen. Und Maria Callas war sogar schon als Hologramm auf der Bühne zu sehen. Begleitet von einem großen Orchester. Was ist da los?

von Gabriele Lange

So ein Silvesterspaziergang kann lehrreich sein. Wenn ich nach den Plakatwänden urteilen kann, sind verstorbene Sänger derzeit eine Hauptattraktion: „That’s life. Das Sinatra Musical“, „Elvis. Das Musical”, “Beat it. Das Musical über den King of Pop”, gleich mehrere Beatles- und Freddie-Mercury-Gedächtnis-Veranstaltungen. Nein ich will nicht wissen, ob der stolze Bärtchenträger vom Plakat die Noten schafft. Freddie ist tot. Ich will keine Kopie sehen. Andere aber offenkundig schon. Dieser Trend schwillt seit ein paar Jahren immer mehr an. Letztes Jahr „trat“ sogar ein Hologramm von Maria Callas in großen Sälen auf. Begleitet von einem realen Orchester. „Langes Klassikwelt 4klassik-begeistert.de“ weiterlesen

Ladas Klassikwelt 13: Wie ein Seidentuch mit Noten der Sonate Pathétique mein Leben geändert hat…

Bild: Quelle – Wikimedia Commons
Dank Ludwig van Beethoven bin ich zu Richard Wagner und seiner Musik gekommen. Und das alles passierte, weil einmal ein Seidentuch mit Noten der Klaviersonate Pathétique meine Aufmerksamkeit erregte.

von Jolanta Lada-Zielke

Das Beethovenjahr 2020 ist gerade erst angefangen, aber schon seit Mitte Dezember 2019 dreht sich alles um ihn. Auch mein Gedächtnis ruft die mit ihm verbundenen Ereignisse hervor. Die erste Erinnerung liegt tief in der Vergangenheit. Ich war damals vierzehn Monate alt, was könnte ich aus der Zeit noch wissen? Laut dem, was meine Mutter erzählte, verdanke ich dem Komponisten meine ersten Schritte. Ich fing an zu laufen, als sie  „Für Elise“ am Klavier im Haus meiner Großeltern spielte. Erst Beethovens Musik bewegte mich dazu, dass ich endlich aufstand und auf den noch wackeligen Beinchen näher zum Klavier kam.   „Ladas Klassikwelt 13
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Lieses Klassikwelt 15: Lärm

Foto: © Kirsten Liese
Lärm scheint selbstverständlich zu sein. Viele produzieren ihn folgenlos, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein, die wenigsten scheinen sich daran zu stören ungeachtet dessen, dass Lärm nicht nur die Ohren schädigen kann, sondern auch Stress und Aggressionen aufbaut.

von Kirsten Liese

Ich mag keine Böller und bin deshalb immer froh, wenn Silvester überstanden ist, zumal ich mit den Tieren leide, die sich an diesem Tag zu Tode fürchten und mitunter auch zu Tode kommen wie in diesem Jahr die 21 Affen im Krefelder Zoo. Insofern würde ich es begrüßen, wenn es bei uns in Deutschland so wäre wie in Schweden, wo Normalbürger seit dem jüngsten Jahreswechsel  nicht mehr böllern dürfen. Zu meinem Erstaunen habe ich in den Nachrichten vernommen, dass sogar 70 Prozent der Deutschen eine solche Regelung begrüßen würden. „Lieses Klassikwelt 15
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Sommereggers Klassikwelt 16: Philharmonischer Jahresauftakt – zur Geschichte des Wiener Neujahrskonzertes

Seit Jahren kann man im Internet bereits am Tag des Konzerts das Cover der wenig später erscheinenden CD bewundern – und die Silberscheibe bestellen. Eine Lizenz zum Gelddrucken. Gespannt wartet man in Wien auf die Verkündung des Dirigenten für das Konzert 2021. Nach dem Neujahrskonzert ist vor dem Neujahrskonzert!

von Peter Sommeregger

Als der lettische Stardirigent Andris Nelsons an diesem Neujahrsmorgen 2020 im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins den Stab zum Auftakt des traditionellen Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker hebt, reiht er sich in eine Kette berühmter Vorgänger ein. „Sommereggers Klassikwelt 16
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Lieses Klassikwelt 14 / 2019: Pavarotti

Im Gegensatz zu Pavarotti bin ich der Meinung, dass Oper eine elitäre Kunstform ist und als eine solche auch ohne den ganzen Rummel von Attraktionen, Sensationen und Effekten zu ihrem Recht kommen sollte.

von Kirsten Liese

Seine Stimme wurde als „honigsüß“ beschrieben, die gefürchteten hohen C’s steuerte Luciano Pavarotti mühelos an, problemlos konnte er sie neunmal hintereinander singen. Er war einer der größten Tenöre, wenn nicht der bedeutendste seiner Zeit. „Lieses Klassikwelt 14 / 2019
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Sommereggers Klassikwelt 15 / 2019: Ein Autounfall im Grunewald: Das Ende der großen Sängerin Johanna Gadski

Bildquelle: Wikimedia

Bestechend ist die Stilsicherheit, die aus ihren Aufnahmen spricht, man kann Gadski mit gutem Gewissen als eine der wenigen „kompletten“ Interpretinnen bezeichnen, damals wie heute eine seltene Tugend.

von Peter Sommeregger

Das elegante, mit vier Personen besetzte Automobil bog von der Rathenauallee just in dem Augenblick in die Königsallee ein, als sich ein Wagen der Straßenbahnlinie 176 in voller Fahrt näherte. Die Lenkerin des Autos reagierte zu spät, und der schwere Wagen krachte mit Wucht in die Straßenbahn. Die schnell herbei geeilten Helfer bargen drei schwer verletzte Frauen und einen Mann, die sämtlich in das Martin-Luther-Krankenhaus gebracht wurden. „Sommereggers Klassikwelt 15 / 2019
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Langes Klassikwelt 3 / 2019: Willkommen im Jurassic Park! Die Telekom klont sich einen Beethoven

Künstliche Intelligenz soll Beethovens Unvollendete fertig komponieren. Mit Hilfe einiger menschlicher Experten. Die Telekom will damit ihren Beitrag zur 250-Jahr-Feier leisten. Hybris? Auf jeden Fall regt das Experiment zum Nachdenken an.

von Gabriele Lange

„Die Telekom holt das Genie zurück in unsere Gegenwart und vollendet die Skizzen zu Beethovens letztem Werk!“ Das verspricht die Telekom überaus selbstbewusst per Videoclip. Ein Team aus Experten soll eine Künstliche Intelligenz (KI) soweit füttern und trainieren, bis sie aus Beethovens Skizzen eine mögliche Version der unvollendeten 10. Sinfonie erstellen kann. Die Uraufführung ist zur 250-Jahr-Feier geplant. Mit einem menschlichen Orchester. Damit es eine runde Geburtstags-Party wird, hat die Telekom außerdem Robbie Williams engagiert. „Langes Klassikwelt 3 / 2019
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Ladas Klassikwelt 12 / 2019: Richard Wagner und Karl May – unbeschränkte Phantasie und analytisches Denken

Winnetou lässt sich mit Wagners Siegfried vergleichen. Beide Autoren hatten eine starke Beziehung zu diesen Figuren und haben sie in den Kampf zwischen Gut und Böse verstrickt – und beide am Ende scheitern lassen. Winnetou aus den letzten Kapiteln erinnert mehr an Wagners Parsifal, weil beide Autoren sich am Ende ihres Lebens mit Religion und Mystizismus beschäftigten.

Einige Reflektionen nach dem Vortrag von Dr. Frank Piontek auf Einladung des Richard-Wagner-Verbands Hamburg

von Jolanta Lada-Zielke

„Was haben die beiden miteinander zu tun?“, dachte ich auf dem Weg zum Vortragsabend.

Dr. Frank Piontek, im Freundeskreis genannt „Pio“, habe ich vor ein paar Jahren in Bayreuth kennen gelernt. Der Kulturjournalist, Dramaturg und Autor vieler Publikationen zum Thema Oper und Richard Wagner lebt dort seit fast dreißig Jahren. Ich habe drei seiner Bücher gelesen: „Plädoyer für einen Zauberer“, seine Analyse des Pamphlets „Das Judenthum in der Musik“ und die in diesem Jahr herausgegebenen sämtlichen Gedichte Wagners. Aber die Idee der Zusammenstellung des großen Komponisten mit dem Schriftsteller populärer Jugendromane habe ich zunächst für zu „ausgedacht“ gehalten. „Ladas Klassikwelt 12 / 2019
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Lieses Klassikwelt 13/2019: Unter Tierfreunden

Bildquelle: Pinterest

Maria Callas nahm ihren Pudel Toy überall hin mit, er durfte auf Reisen sogar in der Flugzeugkabine Platz nehmen. Vermutlich gab es da für die Primadonna Assoluta Ausnahmekonditionen, denn leider dürfen in die Kabine gewöhnlich nur ganz kleine Hunde im Katzenformat.

von Kirsten Liese

Heute singe ich ein hohes Lied auf einen Popmusiker: Paul McCartney. Der erfolgreiche Songwriter, der neben John Lennon die meisten Stücke für die Beatles schrieb, ernährt sich vegan und setzt sich seit den 1970er Jahren für Tierrechte ein – gegen Massentierhaltung, Tierversuche und das Abschlachten von Robben. Er trägt kein Leder, macht bei Konzerten Werbung für seine „Meat-Free“-Kampagne und sagt zum Thema Klimaschutz das, was ich eigentlich von der Bundeskanzlerin erwarten würde: „Wenn jemand etwas für die Umwelt tun möchte, muss er einfach aufhören, Fleisch zu essen. Das ist der größte Beitrag, den jeder von uns leisten kann. Wenn man darüber nachdenkt, ist es einfach überwältigend: Vegetarier tun so viele gute Dinge auf einmal – für die Umwelt, gegen Welthunger und Grausamkeit.“ „Lieses Klassikwelt 13/2019
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Sommereggers Klassikwelt 14 / 2019: Lionel Maplesons Zylinder – die akustischen Schätze vom Schnürboden

Die Unmittelbarkeit des zu Hörenden fasziniert. Es öffnet sich ein Zeitfenster in eine versunkene Welt. Das New York des beginnenden 20. Jahrhunderts und sein verwöhntes Opernpublikum ist durch den mitgeschnittenen Applaus dokumentiert und wird für Augenblicke wieder lebendig.

von Peter Sommeregger

Die Sopranistin krönt das Finale von Gounods Faust mit einem strahlenden, lange gehaltenen hohen c, frenetischer Applaus rauscht auf. Was daran ungewöhnlich ist? Diese Aufführung fand am 15. Februar 1902 an der Metropolitan Opera New York statt. Zu dieser Zeit war es zwar bereits möglich, Tonaufnahmen auch von Gesangsnummern herzustellen, dies war aber nur im Studio mit Klavierbegleitung möglich. „Sommereggers Klassikwelt 14 / 2019,
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