DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. JUNI 2026

DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. JUNI 2026

Otto Wagner Areal Fotos © STADTpsychologie/Jasper Brockmann

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. JUNI 2026

Wien
GANYMED öffnet die Wunden des Spiegelgrunds
„Sie starb an einer Lungenentzündung.“ Wer die Geschichte hinter dem Otto-Wagner-Areal kennt, dem zieht es bei diesen Worten die Eingeweide zusammen. Es ist harter Tobak, den Schauspielerin Andrea Eckert in der ehemaligen Pathologie des Otto-Wagner-Spitals auf die Bühne bringt, begleitet von Orgelmusik. Genauer gesagt in der Prosektur, wo man einst die Leichenöffnungen vorgenommen hatte. An der Wand hängt ein riesiges Kreuz, sicherlich sechs Meter hoch, mit Jesus Christus darauf. An diesem Ort wurden bis in die 2000er-Jahre Gehirne aufbewahrt, die während der NS-Herrschaft den Opfern der sogenannten „Kindereuthanasie“ entnommen worden waren. Ein Mahnmal vor dem Jugendstiltheater erinnert an diese ermordeten Kinder und Jugendlichen vom Spiegelgrund, so hieß das Otto-Wagner-Spital von 1940 bis 1945. Es sind 772 Lichtstelen, die nachts dem Gelände eine eigene Mystik verleihen.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wien/Volksoper
Zugabe für queere „Fledermaus“
Die Pride-Edition der „Fledermaus“ in der Volksoper bekommt nach ausverkauften Vorstellungen einen Zusatztermin. Die Regenbogenparade mag gelaufen sein, der Pride-Monat dauert aber an: Alle, die kein Glück hatten, Tickets für die queere Version der „Fledermaus“ in der Volksoper – mit Tom Neuwirth als Frosch – zu ergattern, bekommen eine neue Chance. Für 21. Juni wurde nach zwei geplanten, ausverkauften Vorstellungen ein Zusatztermin angesetzt.
Kurier.at

Wien
Parsifal und die Erlösung im Bildschirmschoner
Künstliche Intelligenz trifft auf archaische Rituale: Die Wiener Festwochen zeigen einen musikalisch soliden „Parsifal“, der in einer überladenen virtuellen Bilderflut verloren geht. Die Revolution der künstlichen Intelligenz im Musiktheater hat diese Produktion nicht gebracht. Dabei wäre es durchaus naheliegend, gerade für die nicht immer einfach zu behindernden mystischen Welten aus dem Opernkosmos eines Richard Wagner auf künstlich generierte Bilder zurückzugreifen – was aktuell ja auch an einigen Häusern getan wird. Ein prominenter Versuch in diese Richtung, der „Parsifal“ bei den Wiener Festwochen im Museumsquartier zeigte: Das muss nicht automatisch gut gehen.
krone.at

„Parsifal“ im LED-Rausch
Als einzige Opernproduktion zeigen die Wiener Festwochen heuer Richard Wagners „Parsifal“. Von der Regisseurin Susanne Kennedy und Videokünstler Markus Selg inszeniert, hatte die Koproduktion mit der Oper Gent am Montag ihre Wien-Premiere. Wagners fünfeinhalbstündiges Werk über den jungen Parsifal, der sich als „reiner Tor“ vom Außenseiter zum Erlöser der Gralsgesellschaft entwickelt, galt immer schon als eines seiner kontroversiellsten – für die einen ein musikalisches und spirituelles Meisterwerk, für die anderen ein schwerfälliges, ideologisch problematisches Bühnenritual.
orf.at

14.6.26 „Götterdämmerung“, Staatsoper, „Abschied vom Ring?“
Ob dem Sven-Eric Bechtolf-„Ring“ mit dieser „Götterdämmerung“ das letzte Stündlein geschlagen hat, weiß nur das sprichwörtliche Mäuschen, dessen Urahnen seit 1869 die Direktionsräume der Staatsoper bewohnen. Aber die haben dort schon an so vielen Verträgen genagt, dass es ihnen herzlich egal ist, ob gerade Sonntag oder Mon(d)tag ist.
operinwien.at

Wiener Staatsoper
Wenn das Licht mitdenkt
Es ist die Mischung aus Tradition und Innovation, aus Handwerk und Hightech, die die Oper lebendig hält. Ulfried Grabner, der neue Technische Direktor der Oper, hat uns die neuesten Innovationen vorgestellt. Es ist ein unscheinbarer Raum. Monitore, Maus, Tastatur – nichts, was an die große Welt der Oper erinnert. Keine Kostüme, keine Musik, kein Applaus. Und doch entsteht genau hier, zwischen Pixeln und Programmen, die Bühne von morgen. „Das ist unser virtuelles Theater“, sagt der Technische Direktor und zeigt auf den Bildschirm. Was dort zu sehen ist, wirkt wie eine Mischung aus Computerspiel und Architekturmodell:
buehne-magazin.com

Wien/Konzerthaus
Elisabeth Leonskaja im Konzerthaus: Der Kampf von laut gegen falsch
(Bezahlartikel)
Es war ein – bestenfalls – durchmischter Brahms-Abend, den die Pianistin Sonntagabend im Mozartsaal ablieferte.
DiePresse.com

Altenberg Trio im Musikverein: Zu fünft besser als zu dritt (Bezahlartikel)
Das substantiellste Werk brachte die intensivste Interpretation: das Altenberg Trio hatte für sein letztes Zyklus-Konzert im Brahms-Saal zwei Gäste eingeladen, um Antonín Dvořáks Zweites Klavierquintett aufzuführen.
DiePresse.com

Berlin/Komische Oper
„Mokka-Hits und Milchbar-Träume“: Im Schatten der Mauer und doch in Farbe
Ein Volltreffer beim Publikum: Axel Ranischs und Adam Benzwis Revue wurde an der Komischen Oper gefeiert.
concerti.de

Nix Propaganda: Die Komische Oper feiert die Premiere von „Mokka-Hits und Milch­bar-Träu­me“ (Bezahlartikel)
Kann man die DDR-Geschichte in einem Musical nachstellen? Geht die Geschichte eines Unrechtsstaates in bunt und lustig? Die „Messeschlager Gisela“-Crew um Axel Ranisch wollte es wissen. Die Kritik.
BerlinerZeitung.de

München
75 Jahre Münchner Rundfunkorchester: Von Oper bis Amy Winehouse
1952 wurde das Münchner Rundfunkorchester gegründet. Anfangs, um das Genre der „gehobenen Unterhaltungsmusik“ zu bedienen. Längst hat sich der Klangkörper zu einem der wandlungsfähigsten Orchester der Stadt und weit darüber hinaus etabliert.
BR-Klassik.de

Garmisch-Partenkirchen
Eine kongeniale Kammer-„Salome“
Bei den Richard Strauss Tagen in Garmisch-Partenkirchen gab es am 14. Juni eine konzertante Aufführung von Salome in einer Fassung für Kammerorchester.
DrehpunktKultur.at

Gut Immling
30 Jahre Weltklasse-Oper zwischen Eseln und Lamas (Bezahlartikel)
Ziegen auf der Weide, Puccini in der Reithalle – und im Chor singt eine Bäuerin, die zuvor noch Kühe gemolken hat. Das Immling-Festival ist noch immer eines der erstaunlichsten Opernfestivals Deutschlands.
SueddeutscheZeitung.de

Düsseldorf/Tonhalle
In Düsseldorf reißt heute der richtige Ton die Zuschauer von den Sitzen
Was daraus entsteht, ist eine Sternstunde der Orchestermusik. In keinem Moment hat man das Gefühl, dass das Orchester oder Dirigent David Reiland hier die Kontrolle verlieren würden. Auch hier ist alles wie aus einem Guss! Dass es die Zuhörer darauf aus ihren Sitzen reißt und sie das Orchester am Ende jubelnd feiern, erscheint bei so einer Leistung nur folgerichtig. Wer so begeistert, hat allen Beifall verdient! Heute haben diese Künstler jedenfalls gezeigt, welche Klasse in ihnen steckt. Gerne weiter so! Düsseldorfer Symphoniker, David Reiland, Dirigent, Alexander Gadjiev, Klavier
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

Wien/Musikverein
Sichern Sie sich Karten für Konzerte
musikverein.at

Bad Kissingen
Duftend leichte Klänge: das Budapest Festival Orchestra beim Kissinger Sommer
Stolze 40 Jahre alt wird in diesem Jahr der Kissinger Sommer, dessen Initiatoren 1986, zu Zeiten der deutschen Teilung noch, die durch den Verlauf der nahen Zonengrenze etwas im Abseits liegende Kurstadt im unterfränkischen Teil der Rhön um eine Attraktion bereichern wollten. Dabei war das königlich bayerische Staatsbad mit seinen prunkvollen Regentenbauten, die nach 1905 gemäß eines Bauauftrags des Prinzregenten Luitpold von Bayern durch den Architekten Max Littmann im Baustil des Neoklassizismus errichtet wurden, durchaus ein hochgeschätztes Reiseziel kulturbeflissener Kurgäste
bachtrack.com/de

Augsburg
„La Belle et la Bête“ in Augsburg: Das Biest trägt Wrestlingschuhe (Bezahlartikel)
Susanne Lietzow inszeniert „La Belle et la Bête“ als körperliches Spektakel – und die Augsburger Philharmoniker klingen, als hätte Philip Glass für genau diesen Raum komponiert.
SueddeutscheZeitung.de

Mainz
„Falstaff“ in Mainz: Witzig, bissig, spannend und brillant
Verdis Oper über den verarmten Ritter „Falstaff“ ist ein musikalisches Meisterwerk. Der weibliche Blick von Regisseurin Verena Stoiber verleiht der Mainzer Inszenierung Aktualität und Brisanz.
swr.de

Basel
Theater Basel: Abschlusskonzert OperAvenir
Mit einem bunten Programm hat sich das traditionsgemäss am Ende der Saison stattfindende Abschlusskonzert der jungen Sänger/innen am Opernstudio OperAvenir präsentiert.
opernmagazin.de

Feuilleton
Das neue Dirigentenzeitalter
Ein globales Personalkarussell, jüngere Namen, mehr Diversität: Die Wechsel an den Spitzen der Orchester markieren mehr als Routine. In der Klassik formiert sich ein neues Selbstverständnis. Beobachtungen des Dirigenten John Axelrod.
backstageclassical.com

Tonträger
Haydns Tageszeiten-Symphonien: Die 5 besten Aufnahmen im Vergleich
Morgen, Mittag, Abend: Mit seinen Tageszeiten-Symphonien schuf Joseph Haydn eine ebenso originelle wie farbenreiche Trilogie.
BR-Klassik.de

Links zu englischsprachigen  Artikeln

Riga
Latvia sues Katharina Wagner over no-show Parsifal
Opera norman lebrecht: Latvian National Opera and Ballet has issued court proceedings against the Bayreuth chief over an October 2025 Parsifal that she was supposed to direct but did not fulfil. The company’s annual report says that Wagner and her team withdrew three months before the scheduled premiere in Riga, resulting in considerable but undisclosed losses to the company. Riga gave Richard Wagner his first career rung as music director.
slippedisc.com

Madrid
Nadine Sierra Makes History During ‘Romeo et Juliette’ Performance at Teatro Real
As reported by the company, following a seven minute ovation after her aria “Amour ranime mon courage,” the soprano offered an encore on June 13, her final performance of the run.
operawire.com

Q & A: Julia Muzychenko-Greenhalgh on Her Work as Juliette for Teatro Real’s ‘Roméo et Juliette’ & Her Dream Roles
operawire.com

Riga
Latvian National Opera Files Lawsuit
Against Katharina Wagner Over Canceled Production
operawire.com

Glyndebourne
L’Orfeo review – Kentridge’s exhilarating creativity animates compelling Monteverdi
A visual whirlwind accompanies charismatic and stylish performances in William Kentridge’s new staging. In the pit, Jonathan Cohen and the OAE add light and shade
TheGuardian.com

L’Orfeo, the world’s first great opera, premieres at Glyndebourne
bachtrack.com/de

Glyndebourne smothers Monteverdi’s music in visual overload (Subscription required)
A rich array of stimulating and thought-provoking imagery in this L’Orfeo production ultimately becomes suffocating
TheTelegraph.co.uk

Why summer opera is falling for Monteverdi (Subscription required)
After three centuries in obscurity, the composer’s forgotten masterpieces are taking the spotlight at the Glyndebourne and Garsington festivals
ft.com

Alresford
Colourful, Entrancing World Premiere of Tavener’s Krishna at Grange Park Opera
operatoday.com

Wormsley
Monteverdi and Ulisse return happily to Garsington Opera
bachtrack.com/de

Recordings
Wagner: Der Ring des Nibelungen (Dallas Symphony Orchestra, Fabio Luisi)
Dallas plants its flag with this new live recording of the Ring.
limelight-arts.com.au

Film

Sie war Kate Tanner: „Alf“-Star Anne Schedeen 77-jährig gestorben
Spielte in der erfolgreichen US-Sitcom die Mutter der Tanner-Familie, die den Außerirdischen Alf bei sich aufnimmt. Sie wurde in der Fernsehserie „Alf“ als Kate Tanner berühmt – nun ist die US-Schauspielerin Anne Schedeen im Alter von 77 Jahren gestorben. Der langjährige Agent der Schauspielerin bestätigte den Tod auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten mehrere Medien über den Tod berichtet. Sie beriefen sich auch auf einen Facebook-Post von Schedeens Familie auf dem Profil der Schauspielerin.
Kurier.at

Politik

Österreich
Rekord-Frauenbudget: Wohin das Geld fließt
Das Frauenbudget steigt im Doppelbudget 2027/28 um 20 Millionen Euro (+61 %) auf 55 Millionen Euro jährlich. Das ist der höchste Stand in der Geschichte Österreichs – und das trotz 2,5-Milliarden-Euro-Sparpaket.
oe24.at

Wirtschaft

EU-Entscheidung um „Veggie-Burger“ gefallen: „Volkspartei verkauft Konsumenten für dumm“
Fleisch wird als „die zum Verzehr geeigneten Teile von Tieren“ festgelegt. Bezeichnungen wie „Seitan-Steak“ oder „veganes Huhn“ sind in Zukunft verboten. Der „Veggie-Burger“ und das „Tofu-Schnitzel“ dürfen auch in Zukunft so heißen. Das hat das EU-Parlament am Dienstag in Straßburg mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen. Nicht erlaubt sind künftig jedoch Bezeichnungen für pflanzliche Alternativen, die sich auf Tier- bzw. Fleischarten und einzelne Teilstücke („Cuts“) beziehen, wie „Seitan-Steak“ oder „veganes Huhn“. Die EU-Staaten müssen die Regelung noch formal absegnen, bevor sie in Kraft treten kann.
Kurier.at

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Unter’m Strich

Ermittlungen gegen Goldhändler TGI: Liechtenstein ersucht Österreich um Rechtshilfe
Während die liechtensteinischen Behörden dem Verdacht auf Betrug und Geldwäsche nachgehen und hierzu ein Rechtshilfeersuchen an Österreich gestellt haben, stellt die TGI ihre Kunden auf lange Wartezeiten bei Rückabwicklungen ein – trotz anderslautender Vorgaben der Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht.
news.at

TGI: Puls-4-Show „Die Kalteneggers“ nach Betrugsvorwürfen abgesetzt
Schwere Turbulenzen beim Goldhändler TGI der Kalteneggers: Liechtensteiner Behörden ließen die Unternehmenszentrale in Vaduz durchsuchen. Sie werfen TGI unter anderem Betrug und Geldwäsche vor – und haben Österreich um Rechtshilfe ersucht. Puls 4 schmiss nach einer News-Anfrage die Reality-Show „Die Kalteneggers – Eine Familie wie im Goldrausch” aus der hauseigenen Mediathek.
news.at

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 17. JUNI 2026)

INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 17. JUNI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Wiener Staatsoper: Für »Animal Farm« am Donnerstag, den 18.06.2026 steht ein Kontingent von 60 Karten für Kurzentschlossene zum Preis von 55€ je Ticket zur Verfügung.

anim

Dieses Angebot kann ab Mittwoch, den 17.06.2026, 10 Uhr nur an den Tageskassen (nicht im online Ticketshop) & nur nach Vorlage der BundestheaterCard eingelöst werden. Pro Person sind max. 2 Tickets buchbar.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr Team der Wiener Staatsoper

PS: die BT-Card muss auch beim Einlass vorgewiesen werden.

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Spannende neue Opernproduktionen in der Erler Sommersaison 2026

• Regiestar Deborah Warner inszeniert ihren ersten Puccini und kombiniert ihn mit einer Berlioz-Kantate: Cléopâtre/Suor Angelica

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• Josef E. Köpplinger setzt seinen ersten Fliegenden Holländer in Szene
• ÖEA von Philip Venables’ Generationen-Porträt We Are The Lucky Ones, inszeniert vom neuen Aix-Festivalchef Ted Huffman

Deborah Warner, Josef E. Köpplinger (© Markus Tordik), Ted Huffman (© Lea Meienberg)
Die Erler Sommer-Festspielsaison 2026 wartet mit drei neuen Opernproduktionen auf, die mit besonderer Spannung erwartet werden. Zwei Neuinszenierungen und eine Österreichische Erstaufführung stehen im Festspielhaus und im Passionsspielhaus auf dem Programm.
Diese Kombination gab es auf einer Bühne noch nie zu erleben: die Kantate Cléopâtre von Hector Berlioz gemeinsam mit Giacomo Puccinis Oper Suor Angelica. Im Festspielhaus inszeniert diese reizvolle Gegenüberstellung ein internationaler Star der Regieszene: die preisgekrönte britische Regisseurin Deborah Warner. Sie kehrt damit nach zehn Jahren Pause mit einer Regiearbeit nach Österreich zurück (zuletzt Der Sturm bei den Salzburger Festspielen). Es ist die erste Puccini-Oper überhaupt, der sie sich widmet; jenem Teil des Triptychons Il trittico, der in einem toskanischen Kloster des 17. Jahrhunderts die Geschichte der Ordensschwester Angelica erzählt, die, von der Oberin erpresst und gegängelt, vom Tod ihres Kindes erfährt und sich aus Kummer vergiftet. Dazu stellt Warner das visionäre Monodram des musikalischen Revolutionärs Berlioz, das die letzten Lebensminuten der ägyptischen Königin Kleopatra nach der Einnahme des tödlichen Gifts schildert.

Musikalisch geleitet wird der Doppelabend von London-Philharmonic-Chefdirigent Edward Gardner. Zwei Sopranstars unterschiedlicher Generationen verkörpern die Hauptpartien: Véronique Gens ist Cléopâtre und Corinne Winters ist Suor Angelica. Premiere ist am 3. Juli 2026.
Im Passionsspielhaus erarbeitet ein weiterer gefragter Regisseur eine Oper, die er noch nie zuvor inszenierte. Josef E. Köpplinger, seines Zeichens Intendant des Gärtnerplatztheaters in München, führt Regie bei Wagners Der fliegende Holländer. Der Mythos vom verfluchten Kapitän und seinem Geisterschiff, der Kampf gegen das Schicksal, eine Liebes-Dreiecks-Geschichte und Erlösung – Wagner verpackt in seine „romantische Oper“ (Eigenbezeichnung) alles an Handlung, Leitmotivik und Kompositionsgenie, was seinen Ruf als Dichter-Komponist begründete. Mit Christopher Maltman singt einer der führenden dramatischen Baritone der Gegenwart den Holländer. Nina Bezu, die u.a. als Salome in Palermo und Helsinki gefeiert wurde, verkörpert Senta, und der aus der österlichen Parsifal-Produktion bekannte Tenor Jamez McCorkle kehrt als Erik zurück. Premiere: 11. Juli 2026.
Da die Erler Operndramaturgie unter Jonas Kaufmann großen Wert darauf legt, auch zeitgenössischem Musiktheater – wörtlich – eine Bühne zu bieten, wird auch diesen Sommer Opernschaffen der Gegenwart gezeigt. Im Vorjahr mit großem Erfolg in Amsterdam uraufgeführt wurde We Are The Lucky Ones des britisch-deutschen Komponisten Philip Venables. Die Oper erzählt die Geschichte die einer ganzen Generation, geboren zwischen 1940 und 1949, also während des Zweiten Weltkriegs oder kurz danach. We Are The Lucky Ones basiert auf Interviews mit dutzenden Menschen aus dieser Generation, die als Kinder Mangel erlebten und mit angesehen haben, wie ihre Welt wieder aufgebaut wurde. Ted Huffman, der mit Jahresbeginn 2026 seine neue Position als Generaldirektor des Festival d’Aix-en-Provence übernahm, hob das Werk 2025 in Amsterdam als Co-Librettist, Regisseur und Ausstatter mit aus der Taufe. Ein Großteil der Originalbesetzung der Uraufführung samt Dirigent Bassem Akiki gestaltet das Werk auch im Festspielhaus Erl bei seiner Österreichischen Erstaufführung (Premiere am 18. Juli 2026).

Was bieten die Tiroler Festspiele Erl im Sommer noch? Konzertante Oper, Orchesterkonzerte, Klavierabende, ein musikalisch-akrobatisches Abenteuer mit Franui & Circa, eine kammermusikalische Lesung und einen Stummfilm mit Musik. Das gesamte Programm sowie Kartenbestellmöglichkeiten finden Sie unter www.tiroler-festspiele.at

Fotos der auftretenden Künstler:innen sind für Berichterstattung bereitgestellt unter https://www.tiroler-festspiele.at/ueber-uns/presse

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Kammeroper Frankfurt im Palmengarten

Gioachino Rossini
Gelegenheit macht Diebe
(L’occasione fa il ladro)
Farsa in einem Akt
Text von Luigi Prividali
Musik von Gioachino Rossini

In einer neuen deutschen Übersetzung von Thomas Peter

Leitung: Rosenberg, Pudenz, Keller, Hennig, Bresgen, Menshchikova, Villalobos, Dorn, Meinberg, Kaiser u.a.
Mitwirkende: Baumgartner, Henry, Peter, Schläger, Tchakachov, Groth u.a.
Orchester der Kammeroper Frankfurt

Premiere: Samstag 4. Juli 2026 um 19.30 Uhr

Weitere Aufführungen: Mittwoch 8. Juli, Freitag 10. Juli, Samstag 11. Juli, Mittwoch 15. Juli, Freitag 17. Juli, Samstag 18. Juli, Mittwoch 22. Juli, Freitag 24. Juli, Samstag 25. Juli 2025 – jeweils 19.30 Uhr

Bei Regen findet die entsprechende Aufführung halbkonzertant statt.

Aufführungsort: Musikpavillon/Orchestermuschel im Palmengarten
Eingang: Bockenheimer Landstraße/Palmengartenstraße 11 und Siesmayerstraße 63
Vorverkauf: Bei Frankfurt Ticket (13 40 400), an der Kasse des Palmengartens, an der Abendkasse oder per E-Mail an .

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KLANGFARBLICHER ZAUBER: 6. Liedkonzert „à la française“ am 15.6.2026 im Foyer in der Staatsoper/STUTTGART

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Laura Orueta © Matthias Baus

Mediterranes Flair besaß dieses 6. Liedkonzert des Opernstudios im Foyer in der Staatsoper Stuttgart unter dem Motto „à la française“. Zunächst interpretierte die versierte Mezzosopranistin Laura Orueta „Les filles de Cadix“, „Madrid“ und „En mer“ von Pauline Viardot, wo der thematische Reichtum auch dank des einfühlsamen pianistischen Begleiters Vlad Iftinca nur so aufblühte. Kaskaden, Girlanden und Arabesken sprudelten dann bei den Liedern „L’Absente“, „Voisinage“ und „L’Été“ von Cecile Chaminade in beglückender Weise hervor, weil Laura Orueta hier auch mit einem weichen Timbre und innerer gesanglicher Leuchtkraft verblüffte. Die Sopranistin Luiza Willert sang daraufhin „Aurore“, „Les Berceaux“, „Le Secret“, Au bord de l’eau“, „Notre amour“ und „Fleur jetée“ von Gabriel Fauré mit Sensibilität und großer Ausdruckskraft, wobei die Grazie und Sauberkeit des Stils immer wieder in beeindruckender Weise hervorblitzte. Die verborgensten Bezirke der französischen Psyche schienen hier tatsächlich erkundet zu werden. Poetische Inspirationen dominierten. Auch nocturneartig-kantable Passagen wurden von Luiza Willert dabei nie vernachlässigt. Ausgezeichnet war zudem die fesselnde Interpretation von Hector Berlioz’ „La mort de Cléopâtre“ durch die exzellente Mezzosopranistin Olivia Johnson. Sie erfasste zusammen mit dem Pianisten Vlad Iftinca diese malende und wunderbar illustrierende Musik in bemerkenswerter Weise. Musikalische und programmatisch-dichterische Bezüge gipfelten hier in seltsamen Leitmotiven, die sich aber immer wieder auffächerten. Die Kühnheit der Komposition faszinierte den Zuhörer. Klangfamilien kamen in geheimnisvoller Weise zusammen, die weitere Farbwerte hervorbrachten, die Olivia Johnson minuziös heraufbeschwor. Die musikalische Substanz wirkte hier jedenfalls nie kraftlos.

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Jacobo Ochoa © Matthias Baus

Eine weitere Entdeckung war der voluminöse Bariton Jacobo Ochoa, der die „Chansons gaillardes“ von Francis Poulenc meisterhaft interpretierte. Kühle Eleganz und expressionistische Klangformen ergänzten sich hier gegenseitig, wobei vor allem die Nummern „Madrigal“, „La belle Jeunesse“ und „Serenade“ aufgrund der reichen Charakterisierungskunst herausragten. Das Frische und Natürliche sowie die Nähe zu Mozart und Scarlatti und neoklassizistische Effekte waren bei dieser gelungenen Wiedergabe überall herauszuhören. Zuletzt begeisterte die hervorragende Sopranistin Carmen Larios Caparros bei „Ouvre ton coeur“ von Georges Bizet mit leidenschaftlich-glutvoller Emphase, die sich auch auf die eher sphärenhafte „Élegie“ von Jules Massenet übertrug.

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Carmen Larios Caparros © Matthias Baus

Die Harmonik erweiterte sich durchsichtig und vielgestaltig. „Oh! Quand je dors“ von Franz Liszt erreichte eine starke gesangliche Intensität. Ekstatische Emphase, heroisches Pathos, kühne Intervallsprünge, schwärmerisches Gefühl und sanfte Elegie ergänzten sich hier gegenseitig. Mit vielen knisternden rhythmischen Finessen wartete zuletzt „Les filles de Cadix“ von Léo Delibes auf, wo sich die Klänge sinnlich übereinanderschichteten und den Zuhörer verzauberten. Einprägsame Melodik wurde von Carmen Larios Caparros exzellent verdeutlicht. Jubel, Begeisterungsstürme!

Alexander Walther

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Neue CD: GRAMOLA Winter & CO: Johann Sebstian Bach / Französische Suiten

Wolfgang Brunner spielt Bachs Französische Suiten.

Instrument von Andreas Ruckers 1628, originalgetreu restauriert im Jahr  2015

Auch als 3 LP Vinyl-Edition erhältlich!

suitz

Katalog Nr. 99376
CD 2
Code: 385

Französische Suiten 1-6 BWV812-817
„Der Resonanzboden ist mit Blumen, Früchten und Getier bemalt und einer typischen hellblauen Ornamentleiste verziert. Rund um den Resonanzboden sind die Wände mit Blockdrucktapete ausgestattet. Im Deckel befindet sich ein Landschaftsgemälde, das später hinzugekommen ist, eine idyllische Bachlandschaft mit vier Staffagefiguren: Der Betrachter beobachtet einen Knaben, der wie gebannt ins Wasser blickt, eine junge Frau, die gerade Vorräte oder Ähnliches nach Hause trägt, und ein Paar, das aber ebenfalls nur in der Rückenansicht zu sehen ist. Eine Brücke und eine Mühle beleben die Landschaftsszenerie.“ Fehlten die entsprechenden Termini technici „Resonanzboden“, „Ornamentleiste“ oder „Deckel“, die Leserin würde diese lebhaft-blumige Beschreibung wohl kaum einem Tasteninstrument zuordnen. Solcherart beschreibt der renommierte Cembalist und Experte für historische Aufführungspraxis und Generalbass Wolfgang Brunner das auf 1628 datierte Instrument des aus der flämischen Cembalobauer-Dynastie der Ruckers entstammenden Andreas Ruckers, das auf vorliegender Einspielung mit den sechs Französischen Suiten von J. S. Bach erklingt.
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schoepfblog – Programm der 25. Kalenderwoche vom 15.06.2026 bis zum 21.06.2026

Montag:
Apropos: Landgemeinden, die auf modern machen wollen, schikanieren ihre Bürger mit digitalen Zumutungen, zum Beispiel in einer Tiefgarage. (Alois Schöpf)

Dienstag:
Film: „I swear“ ist ein Film, der ohne Sozialkitsch oder Behindertenromantik über einen Menschen mit Tourette-Syndrom berichtet. (Helmut Schiestl)
Literatur: Bernhard Hüttenegger greift die Fabel als Erzählform ferner Kindertage auf, um das erfüllte Leben eines bedeutungslosen Schicksals zu erzählen. (Helmuth Schönauer)

Mittwoch:
Umwelt: Der renommierte Wolf-Spezialist Kurt Kotrschal referiert noch einmal die wesentlichen Argumente, die für ein Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch sprechen.
Realsatire: Ein Werbeplakat der „Tirol Milch“ suggeriert das neueste Angebot von gentechnikfreier Muttermilch aus den Alpen.

Donnerstag:
Kulturpolitik:  Welche Folgen hat die Kulturpolitik der FPÖ und ihre Auffassung von Kultur für die Kulturschaffenden in der Steiermark? (Werner Schandor)

Freitag:
Feste: Der Vatertag ist ein Witz und der Mann ein unbedanktes Auslaufmodell. (Alois Schöpf)
Parteien: Warum gilt es als unkeusch, wenn Personen aus politischen Parteien in hohe Positionen berufen werden? Hermann Arnold findet das scheinheilig.

Samstag:
Gesellschaftspolitik: Über Arm und Reich, über Solidarität und die Steuern für Reiche. (Elias Schneitter)
Geburtstag: Das MCI feiert seinen Dreißigsten. Hier die Festrede von Andreas Altmann, Gründer und langjähriger Rektor.

Sonntag:
Hochschule: Helmut Schönauer sieht das MCI und seine obergescheiten „Managementler“etwas anders.
Zur Musik: Albert Schwarzmann besucht die jüngste Premiere am Tiroler Landestheater: „Don Quichotte“ von Jules Massenet.

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