Sommereggers Klassikwelt 156: Berthold Goldschmidt war noch eine späte zweite Karriere vergönnt

von Peter Sommeregger

Der 1903 in eine jüdische Hamburger Kaufmannsfamilie geborene Berthold Goldschmidt gehört jener Generation von Komponisten an, deren Laufbahn durch das Nationalsozialistische Regime zumindest behindert, wenn nicht gar zerstört wurde, von jenen ganz zu schweigen, die auch ihr Leben verloren. „Sommereggers Klassikwelt 156: Berthold Goldschmidt
klassik-begeistert.de 19. Oktober 2022“
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Alle Register ziehend: Bruckners „Phantastische“ in Weimar

Foto: https://commons.wikimedia.org/

2. Sinfoniekonzert

Anton Bruckner Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105

Staatskapelle Weimar
Markus Stenz, Dirigent

Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar, Weimarhalle, 16. Oktober 2022

von Elisabeth Tänzler

 Anton Bruckner durfte sie nie selbst zu Ohren bekommen – doch erreichte die Weimarer Staatskapelle, der momentan berechtigten Sorge um Verkaufs- und Besucherzahlen im Kulturbereich gegensteuernd, die Zuhörenden am gestrigen Abend in einer fast voll besetzten Weimarhalle. Mit Bruckners 5. Sinfonie läutet das bis ins Jahr 1491 Wurzeln tragende Orchester den zweiten Sinfoniekonzertabend der Spielzeit im holzvertäfelten congress centrum ein und lässt die folgenden 90 Minuten mühelos in kontrapunktischem Flug vergehen. „Anton Bruckner Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105, Staatskapelle Weimar
Weimarhalle, 16. Oktober 2022“
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Kommentar am Beispiel des Musikvereins Wien: Opfern wir die Kunst zugunsten einer Zensurpolitik?

Foto: Musikverein Wien © FRASHO / franks-travelbox

Kommentar von Herbert Hiess, Wien,

zur Absage von Sergej Prokofjews Kantate „Alexander Newskij“ op. 78,
die am 23. Oktober 2022 im Großen („Goldenen“) Saal im Musikverein Wien,
 aufgeführt hätte werden sollen

Wer von uns kennt nicht das lustige Spiel „Foppen“, wo jeder Teilnehmer versucht, seine Karte so schnell wie möglich loszuwerden. So ein Gefühl hatte man bei der Recherche bezüglich des „Absagens“ des genialen Werkes „Alexander Newski“, das am 23. Oktober 2022 im Musikverein aufgeführt hätte werden sollen.

Nun – wie es oft so ist – hörte man Gerüchte, dass sich angeblich der Chor (Wiener Singverein) geweigert hätte, das Werk einzustudieren. Auf eine Anfrage via Facebook vernahm man nur unerträglich lautes Schweigen. „Kommentar von Herbert Hiess – zur Absage von Sergej Prokofjews Kantate „Alexander Newskij“
klassik-begeistert.de 17. Oktober 2022“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 19. OKTOBER 2022

Foto: © Paul Schirnhofer/Deutsche Grammophon

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 19. OKTOBER 2022

Wien/Musikverein
Noble Perfektion
Elīna Garanča gastierte mit einem Liederabend in Wien.
Ein Liederabend? Hingabe pur. Das Innerste eines Sängers kehrt sich nach außen; Tränen des Publikums fließen für Töne, die Ausdruck in den Konzertsaal tragen. So jedenfalls die Annahme. Bei der lettischen Mezzosopranistin und gefeierten Opernsängerin Elīna Garanča und ihrem Klavierbegleiter Malcolm Martineau fehlte die Intimität am Samstag im Musikverein. Die Augen blieben trocken, trotz tosendem Applaus und Dankbarkeit für drei Zugaben.
WienerZeitung.at

München/Bayerische Staatsoper
„La fanciulla del west“ mit Jonas Kaufmann in München: Desperado im Herbst
Dreieinhalb Jahre nach der Premiere zeigt die Bayerische Staatsoper erneut „La fanciulla del west“ – mit Jonas Kaufmann als Dick. Doch die Absahner dieser Wiederaufnahme sind Malin Byström und Daniele Rustioni.
MuenchnerMerkur.de

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 18. OKTOBER 2022

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 18. OKTOBER 2022

Wien
Premiere „Das schlaue Füchslein“: Überfrachtete Opernzoologie
Premierenervös beobachtet Leoš Janáček im weißen Anzug und mit Gehstock ausgerüstet das in die Halle E des Museumsquartiers einströmende Publikum. Neo-Intendant des Theaters an der Wien und Regisseur Stefan Herheim beginnt seine Arbeit am Haus mit bekannten „Stilmitteln“ und lässt – wieder einmal – den Komponisten an seinem Werk „leibhaftig“ anteilnehmen.
http://www.operinwien.at/werkverz/janacek/afuchs2.htm

Ein pointiertes Füchslein-Debüt für Stefan Herheim am MusikTheater an der Wien
bachtrack.com

Wien/Museumsquartier
Herheims Einstand mit „Schlauem Füchslein“: Triumph des Musiktheaters
„Das schlaue Füchslein“ von Leoš Janáček im Museumsquartier.
Kurier.at

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Schweitzers Klassikwelt 73: „Dort sind die Berge weit, die Menschen wohnen eng beisammen“

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Dumpfe Häuser, tagtäglich Zank und Streit, das gibt der Hirt Nando seinem Kollegen Pedro zu bedenken, dem die Stelle eines Müllers im Tal drunten angeboten wird. Nach seinen Erfahrungen im Tiefland, das der Oper Eugen d’Alberts ihren Namen gibt, wird er wieder in die Berge ziehen.

In Janáčeks „Jenůfa“ erhält der erste Akt den Titel „Landschaft mit Mühle“. Das Mühlenrad steht auch hier als eher negatives Symbol, in diesem Fall für Fremdbestimmung und Unbarmherzigkeit. „Schweitzers Klassikwelt 73: „Dort sind die Berge weit, die Menschen wohnen eng beisammen“
klassik-begeistert.de 18. Oktober 2022“
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change.org bittet um Unterschriften gegen Tierquälerei in der Berliner Staatsoper in Wagners RING

Liebe Leserinnen und Leser von klassik-begeistert.de,

bitte unterschreiben Sie!

Herzlich,

Andreas Schmidt, Herausgeber

https://www.change.org/p/staatsoperbln-einsatz-lebendiger-kaninchen-bei-der-staatsoper-in-berlin-muss-sofort-gestoppt-werden?recruiter=87640888&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=psf_combo_share_initial&utm_term=share_petition&recruited_by_id=ff7e871d-249a-470a-b18c-fb74e06f638b&utm_content=fht-34710474-de-de%3A0

Monika Rittershaus © – offizielles Pressefoto der Staatsoper Unter den Linden, Berlin

Der Geiger Sebastian Bohren widmet sich Bravourstücken der Barockmusik

CD-Rezension:

La Folia
Sebastian Bohren

AV 2513

von Peter Sommeregger

Der aus Winterthur gebürtige Schweizer Geiger Sebastian Bohren kann bereits auf eine längere Karriere zurückblicken, auch für den Tonträgermarkt war Bohren bereits mehrfach tätig. Nach Studien am Zürcher Konservatorium, später an den Musikhochschulen Zürich, Luzern und München nahm er zusätzlich noch an zahlreichen Meisterklassen teil. „CD-Rezension: La Folia, Sebastian Bohren
klassik-begeistert.de 17. Oktober 2022“
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Die Camerata Louis Spohr in der Düsseldorfer Tonhalle: "Star Wars wirkt noch etwas matt, aber Holst zündet"

Foto: www.camerata-duesseldorf.de

Camerata Louis Spohr
Städtischer Musikverein zu Düsseldorf E.V.

Junger Kammerchor Düsseldorf E.V.
Bernd Peter Fugelsang, Dirigent

John Williams – Große Suite aus den Filmen der Star Wars-Episoden IV – VI, I und VII

Gustav Holst – die Planeten op. 32, Orchestersuite nach astrologisch-kosmologischer Natur

Tonhalle Düsseldorf, 15. Oktober 2022

von Daniel Janz

Nun also war es endlich so weit: Mit John Williams und Gustav Holst im Gepäck lud die Camerata Louis Spohr diesen Samstag ein. Dabei präsentierte das „Viel-Harmonische Orchester“ nicht weniger als 2 stellare Epen – erst Musik zu einigen der Weltraumklassiker von George Lucas und anschließend das grandioseste Werk, das Gustav Holst je komponierte. Passendes Programm für die Tonhalle Düsseldorf, die selbst ursprünglich als Sternwarte in die Ferne hinausblickte. Alles Zutaten, um ein Konzert von galaktischen Ausmaßen aufzubauen. Eigentlich! Aber neben Blicken in die unendlichen Weiten offenbarte dieser Abend dann doch noch Luft nach oben. „Camerata Louis Spohr, Städtischer Musikverein zu Düsseldorf E.V.
Tonhalle Düsseldorf, 15. Oktober 2022“
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Wenn Engel lieben: Das Opernhaus Bonn spielt die Oper “Asrael” von Alberto Franchetti

Foto: Oper Theater Bonn, Asrael © Thilo Beu
Die Oper des Theater Bonn hat es sich seit einigen Jahren zum Ziel gesetzt, Opern aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts aufzuführen, die aus unterschiedlichen Gründen, nicht den Weg in die Spielpläne der Opernwelt gefunden haben. Zu diesen Opern zählen auch diejenigen des italienischen Komponisten Alberto Franchetti dessen erste Oper “Asrael” jetzt am Opernhaus Bonn Premiere hatte.

 

Asrael, Legende in vier Akten von Ferdinando Fontana
Musik von Alberto Franchetti

Hermes Helfricht, Dirigent
Beethoven Orchester Bonn
Chor des Theater Bonn
Extrachor Extrachor des Theater Bonn

 Asrael:                       Peter Auty

Nefta:                         Svetlana Kasyan
Loretta:                     Khatuna Mikaberidze
Lidoria:                     Tamara Gura
Il Padre/Lucifer/Il Re: Pavel Kudinov

Theater Bonn, 16. Oktober 2022 Premiere

von Jean-Nico Schambourg

Alberto Franchetti wurde 1860 in Turin geboren als Sohn eines reichen Geschäftsmanns jüdischer Abstammung. Seine Mutter, die aus der Wiener Rothschild Familie stammte, förderte seine Musikbegabung. Nach Kompositionsstudien in München bei Joseph Rheinberger und in Dresden  bei Felix Draeseke kehrte Franchetti nach Italien zurück um sich der Komposition von Opern zu widmen.

„Asrael, Musik von Alberto Franchetti
Opernhaus Bonn, 16. Oktober 2022 Premiere“
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