Schweitzers Klassikwelt 166: Muss die Gilda in der Blüte ihres Lebens so tragisch enden?

Rigoletto, Tosca, Madama Butterfly reloaded

Würde es nicht genügen, wenn Rigoletto für seine Tochter, die nach dem Tod des Herzogs herzzerreißend weint, ein Mitgefühl bekommt? Der ursprüngliche Titel der Oper, der zensuriert wurde, hieß „La maledizione“ (Der Fluch). Aber obwohl der Operntitel, wie bei so vielen Opern, einen Personennamen trägt, bleibt der Fluch im Mittelpunkt der Handlung und somit ist der besonders tragische Schluss unabwendbar. „Schweitzers Klassikwelt 166: Muss die Gilda so tragisch enden?
klassik-begeistert.de, 23. Juni 2026“
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Das WörtherSee Classics Festivals bietet ein breitgefächertes Programm

Foto: Blick auf die Bühne des Großen Saals im Konzerthaus Klagenfurt. © Sylvia Frühwirth-Schnatter

Das WörtherSee Classics Festival feiert sein 25-jähriges Jubiläum mit wunderbarer Musik.

Die 25. Ausgabe des WörtherSee Classics Festivals bot ein breitgefächertes Programm mit den Lokalmatadoren Brahms und Wolf, ergänzt durch Stamitz, Schubert, Schumann und Grieg.

Konzerthaus Klagenfurt, 18. Juni bis 21. Juni 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

Das Festival wurde am 18. Juni 2026 mit einem Konzert im Großen Saal des Konzerthauses Klagenfurt eröffnet. Der erste Programmpunkt war das Konzert für Klavier und Orchester in a-Moll, op. 16 von Edvard Grieg. Das Konzert war, wie Wilhelm Sinkovicz in seinem klugen Einführungsvortrag erläuterte, von Beginn an ein Erfolg beim Publikum, jedoch nicht unbedingt bei der Kritik. Hugo Wolf etwa äußerte sich recht abfällig, was Sinkovicz mit der Bemerkung kommentierte, dass – als Beruhigung für den Kritiker – auch Genies irren können.
„WörtherSee Classics Festival 25. Ausgabe
Konzerthaus Klagenfurt, 18. Juni bis 21. Juni 2026“
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Maestro Popelkas Abschied von den Symphonikern wird sehr schmerzen

WSY-Avdeeva Popelka © Andrea Humer

Zum Abschluss der Saison 2025/2026 in Wien konnte man noch einmal die Wiener Symphoniker im Konzerthaus hören. Der Chefdirigent des Orchesters hat wieder eindrucksvoll bewiesen, dass er sich zu Recht im Spitzenfeld der Maestri befindet. Und mit Yulianna Avdeeva konnte man eine erstaunliche Pianistin erleben.

Johannes Brahms
Konzert für Klavier und Orchester in d-moll op. 15

Franz Schubert
Symphonie Nr. 8 in C-Dur D944 „Große C-Dur Symphonie“

Yulianna Avdeeva, Klavier

Wiener Symphoniker
Petr Popelka, Dirigent

Wiener Konzerthaus, 21. Juni 2026

von Herbert Hiess

Brahms erstes Klavierkonzert ist fast mehr eine Symphonie mit obligatem Klavier; es ist außergewöhnlich dynamisch und abwechslungsreich. Und extrem kraftvoll – so kraftvoll, dass man oft schon hörte, dass es nur für männliche Pianisten geeignet sei. „Yulianna Avdeeva, Wiener Symphoniker, Petr Popelka
Wiener Konzerthaus, 21. Juni 2026“
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Die Deutsche Oper Berlin entstaubt eine deutsche Komödie

„Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing © Thomas Aurin

Wer ist schon unter einem fliegenden Einhorn geboren? Nur der geliebte Zar des „Volkszarentum Tschirikistan“! So nennt Regisseur Martin G. Berger den Operettenstaat, in den er die Handlung der Opernkomödie Zar und Zimmermann kurzerhand verlegt hat. Die zahlreichen Inbezugnahmen von Popkultur und Komödientradition beginnen bereits im Videovorspann, der im Stil von Greta Gerwigs „Barbie“ (aber sicher lassen sich auch andere Filme assoziieren) den bis ins Alberne reichenden Ton für den gesamten Abend setzt.

Albert Lortzing
Zar und Zimmermann

Musik und Libretto von Albert Lortzing
in einer Sprechtextfassung von Martin G. Berger

Antonello Manacorda  Musikalische Leitung
Martin G. Berger  Inszenierung

Das Orchester der Deutschen Oper Berlin

Der Chor der Deutschen Oper Berlin
Tänzer*innen des Opernballetts der Deutschen Oper berlin
Die Statisterie der Deutschen Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin, Premiere, 20. Juni 2026

von Sandra Grohmann

Das Publikum der Deutschen Oper Berlin folgt ganz überwiegend bereitwillig dieser Interpretation, die das im Original Ungesagte in eine deutliche Sprache übersetzt, ohne den Kern des Werkes anzugreifen. Dem Haus ist damit ein Coup gelungen, der in der Tradition des Musiktheaters steht, wie es an der Komischen Oper Berlin von Walter Felsenstein begründet und bereits von seinem Meisterschüler Götz Friedrich an die Deutsche Oper Berlin übernommen wurde. Geadelt wurde der Abend durch einige wenige, wenn auch lautstarke Buhrufe. Ohne diese hätten wir an der Wirkmacht der Aufführung womöglich zweifeln müssen.

„Albert Lortzing, Zar und Zimmermann
Deutsche Oper Berlin, Premiere, 20. Juni 2026“
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„Ich bin ein Zar, holt mich hier raus!" – so wird es nichts mit Lortzing!

„Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing © Thomas Aurin

ZAR UND ZIMMERMANN
Musik und Libretto von Albert Lortzing
in einer Sprechtextfassung von Martin G. Berger

Deutsche Oper Berlin, Premiere, 20. Juni 2026

von Dr. Ingobert Waltenberger

Komische Opern des Berliner Allround-Künstlers Albert Lortzing heute in Deutschland aufzuführen, ist ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang.

Die jetzige Premiere des Stücks ist deshalb nicht grundlos die erste Neuinszenierung hierzulande seit 25 Jahren. Das sagt viel darüber aus, wie sehr die deutsche Spieloper trotz vieler kompositorisch und dramaturgisch geschickter Schachzüge des auch als Schauspieler, Sänger und Cellist erfolgreichen Musikers Lortzing im sich wandelnden Publikumsgeschmack doch biedermeierlich arg zeitgebunden gibt und schwer aktualisierbar scheint. Da helfen auch die einzelnen Hits, die flotten Aktschlüsse nach Rossini-Art sowie das Libretto auf eine französische Vorlage nicht viel.

„Albert Lortzing, Zar und Zimmermann
Deutsche Oper Berlin, Premiere, 20. Juni 2026“
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La famiglia, die Menschen hinter dem Erfolg – Teil IV, kb wird 10

© Patrik Klein

Mittsommer 2026 wird klassik-begeistert 10 Jahre alt, das muss gefeiert werden! In 5 Folgen gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen. 

von Jörn Schmidt

Die Autorinnen und die Autoren sind die Säule von klassik-begeistert … Andreas Schmidt ist Magister Artium, Journalist (Henri-Nannen-Schule), Chor-Sänger (Symphonischer Chor Hamburg, Gastsänger Wiener Singakademie) und, was er gerne mal unter den Tisch fallen lässt, Bankkaufmann. Er liebt Bach, Brahms und Wagner und ging schon als
4-Jähriger mit seiner Mutter in die Hamburgische Staatsoper. Zuvörderst ist er natürlich Herausgeber von klassik-begeistert, der Nr.  1 der Klassik-Blogs in der DACH-Region (Google-Ranking) mit bislang 12.000 Beiträgen. Andreas hat verraten, was klassik-begeistert so einzigartig macht: unsere Autoren.

„10 Jahre klassik-begeistert +++ der Nr.-1-Klassik-Blog feiert 5 Tage lang +++ Teil IV, 20. Juni 2026“ weiterlesen

100% Leidenschaft, 0% Kommerz – Teil III, kb wird 10

https://zitate.woxikon.de/musik/3625-richard-wagner-musik-ist-die-sprache-der-leidenschaft

Mittsommer 2026 wird klassik-begeistert 10 Jahre alt, das muss gefeiert werden! In 5 Folgen gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen. 

von Jörn Schmidt

So wurden wir binnen 2 Jahren der größte deutschsprachige Klassik-Blog … Andreas Schmidt ist Magister Artium, Journalist (Henri-Nannen-Schule), Chor-Sänger (Symphonischer Chor Hamburg, Gastsänger Wiener Singakademie) und, was er gerne mal unter den Tisch fallen lässt, Bankkaufmann. Er liebt Bach, Brahms und Wagner und ging schon als
4-Jähriger mit seiner Mutter in die Hamburgische Staatsoper. Zuvörderst ist er natürlich Herausgeber von klassik-begeistert, der Nr.  1 der Klassik-Blogs in der DACH-Region (Google-Ranking) mit bislang 12.000 Beiträgen. Andreas hat mir verraten, wie es so weit kommen konnte …

„10 Jahre klassik-begeistert +++ der Nr.-1-Klassik-Blog feiert 5 Tage lang +++ Teil III, 19. Juni 2026“ weiterlesen

„Haltung ist wichtiger als Applaus“, sagt Andreas Schmidt – Teil II, kb wird 10

HSO, Il barbiere di Siviglia, Jonah Hoskins, Johannes Martin Kranzle © Tanja Dorendorf

Mittsommer 2026 wird klassik-begeistert 10 Jahre alt, das muss gefeiert werden! In 5 Folgen gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen. 

von Jörn Schmidt

Warum klassische Musik einen unabhängigen journalistischen Blog braucht … Andreas Schmidt ist Magister Artium, Journalist (Henri-Nannen-Schule), Chor-Sänger (Symphonischer Chor Hamburg, Gastsänger Wiener Singakademie) und, was er gerne mal unter den Tisch fallen lässt, Bankkaufmann. Er liebt Bach, Brahms und Wagner und ging schon als 4-Jähriger mit seiner Mutter in die Hamburgische Staatsoper. Zuvörderst ist er natürlich Herausgeber von klassik-begeistert, der Nr.  1 der Klassik-Blogs in der DACH-Region (Google-Ranking) mit bislang 12.000 Beiträgen. Andreas hat mir verraten, was es für einen guten Blog braucht: Street Credibility.

Wenn Sie Teil I der klassik-begeistert-Story gelesen haben, dann wissen Sie: Einen Kaufmannsgehilfenbrief, freien Elbblick, zwei Espressi, den besten Freund und Jürgen Habermas – mehr braucht es nicht um zu wissen, was man als Lebenswerk hinterlassen möchte: Den Nr.-1-Klassik-Blog. Aber wie gleist man das auf?

„10 Jahre klassik-begeistert +++ der Nr.-1-Klassik-Blog feiert 5 Tage lang +++ Teil II, 18. Juni 2026“ weiterlesen

Kaufmannsgehilfenbrief an der Wand, Jürgen Habermas im Kopf, Bach, Brahms und Wagner im Herzen – Teil I, kb wird 10

© BR Bayerischer Rundfunk/Franziskus Büscher

Mittsommer 2026 wird klassik-begeistert 10 Jahre alt, das muss gefeiert werden! In 5 Folgen gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen. 

von Jörn Schmidt

Wie klassik-begeistert vor 10 Jahren zu atmen begann … Andreas Schmidt ist Magister Artium, Journalist (Henri-Nannen-Schule), Chor-Sänger (Symphonischer Chor Hamburg, Gastsänger Wiener Singakademie) und, was er gerne mal unter den Tisch fallen lässt, Bankkaufmann. Er liebt Bach, Brahms und Wagner und ging schon als 4-Jähriger mit seiner Mutter in die Hamburgische Staatsoper.  Zuvörderst ist er natürlich Herausgeber von klassik-begeistert, der Nr. 1 der Klassik-Blogs in der DACH-Region (Google-Ranking) mit bislang 12.000 Beiträgen. Andreas hat mir verraten, wie es so weit kommen konnte:

„10 Jahre klassik-begeistert +++ der Nr.-1-Klassik-Blog feiert 5 Tage lang +++ Teil I, 17. Juni 2026“ weiterlesen

Beim Sommernachtskonzert zieht Wotan ins Schloss Schönbrunn ein

Lorenzo Viotti © Márcia Lessa

Sommernachtskonzert, Schönbrunn, Wien, 19. Juni 2026

Wiener Philharmoniker

Lorenzo Viotti, Dirigent

von Jürgen Pathy

„Sie sehen aus, als wären Sie aus einer Modezeitschrift gefallen.“ Das Kompliment nehme ich gerne an. Wann sonst sollte ich mich in Schale werfen als beim Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker? Die Dame in der Straßenbahnlinie 10 hatte fest versprochen, sie würde auch noch einen Abstecher nach Schönbrunn machen. „Sommernachtskonzert Wiener Philharmoniker, Lorenzo Viotti
Schönbrunn, Wien, 19. Juni 2026“
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