„Alles ist Spaß auf Erden“: Die Deutsche Oper Berlin verabschiedet sich mit "Falstaff" imposant in Coronapause

Giuseppe Verdi, Falstaff
Deutsche Oper Berlin, 31. Oktober 2020

Copyright Deutsche Oper Berlin
Annette Dasch war als intrigante Alice Ford zu sehen.

von Lukas Baake

Als sich Ensemble und Orchester schon das zweite Mal vor dem Publikum verbeugt hatten und sich bereits einige Besucher in Richtung Ausgang bewegen wollten, trat der Dirigent Ivan Repušić an den vorderen Rand der Bühne. Mit einer Lächeln auf dem Gesicht und mit erhobener Hand brachte er den mit Beifallsbekundungen erfüllten Saal zur Ruhe. Er bedankte sich für die Treue des Publikums in den für den Kulturbetrieb schwierigen Zeiten. In dem Wissen, dass das Opernhaus an der Bismarckstraße in den kommenden Wochen nicht von Musik erfüllt sein wird, kündigte er eine Zugabe an. Erneut sammelte sich das Sängerensemble auf der Bühne und intonierte die große Schlussfuge aus Verdis Alterswerk, die einige Minuten zuvor bereits erklungen war: „Alles ist Spaß auf Erden, der Mensch ein geborener Thor.“

Diese unerwartete Zugabe wurde zum unverhofften Höhepunkt eines mehr als gelungenen Opernabends. Physisch spürbar und akustisch wahrnehmbar wurde plötzlich die pure Freude an der Kunst. In das makellose Zusammenspiel des ganzen Ensembles mischte sich aber auch der Ausdruck von Unsicherheit und Trauer um die Ungewissheit darum, wann der Opernbetrieb wieder aufgenommen werden kann. „Giuseppe Verdi, Falstaff
Deutsche Oper Berlin, 31. Oktober 2020“
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Die DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2020

Foto: Geburtstagsempfang für Dirigent Franz Welser Möst zum 60. Geburtstag. Salzburger Festspiele 2020 (c) Franz Neumayr

Franz Welser-Möst zur US-Wahl: „Auch unter Musikern gibt es Trump-Wähler“
Trump oder Biden? Die US-Wahl hält derzeit die ganze Welt in Atem. Franz Welser-Möst ist Chefdirigent beim Cleveland Orchestra. Wie erlebt er die Wahl? Hat sie Einfluss auf die Kultur in den USA? Und was bereitet ihm besonders viel Sorgen?
BR-Klassik.de

Theater und Oper werden wieder online und im TV gezeigt
Zwar ersetzt Streaming das Live-Erlebnis nicht, dennoch wird es in den kommenden Wochen Theater und Opern erstmal nur online und im TV geben.
https://www.vienna.at/theater-und-oper-werden-wieder-online-und-im-tv-gezeigt/6797170

Spannender Krimi im Doppelpack – Cavalleria und Bajazzo in Wien
https://www.opera-online.com/de/columns/helmutpitsch/spannender-krimi-im

Graz
Bühnen Graz proben für ungewisse Premieren
https://www.vol.at/buehnen-graz-proben-fuer-ungewisse-premieren/6797675

US-Klassik in der Pandemie „Es ist eine sehr schwierige Lage“
Die Coronakrise trifft die Orchester in den USA hart. Ein Gespräch mit Manfred Honeck, Chefdirigent des Pittsburg Symphony Orchestra.
Tagesspiegel

Dresden
„Die Zauberflöte“ an Dresdens Semperoper – (k)eine Tragödie
Neue Musikzeitung/nmz.de

Klassische Musik in den Medien: Im Smoking auf dem Sofa
Wer klassische Musik genießen will, greift jetzt zur Fernbedienung: Arte startet seine digitale Opernsaison und auch andere Sender haben Einiges im Angebot.
Tagesspiegel

Musikfrauen im Porträt — Andrea Zietzschmann. Ihr Weg zur Intendantin der Berliner Philharmoniker
Sie ist eine der wenigen Frauen an der Spitze der Musikbranche: Andrea Zietzschmann. Seit 2017 ist sie Intendantin der Berliner Philharmoniker. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Angefangen hat alles mit einem Praktikum beim Gustav Mahler Jugendorchester in Wien. Dort traf sie auf Claudio Abbado – eine folgenreiche Begegnung.
BR-Klassik.de

Solidaritätszahlungen: Herbert Grönemeyer: „Reiche sollen für Kultur zahlen“
Der deutsche Sänger denkt laut über „Solidaritätssonderzahlung der Vermögendsten“ an die Kultur nach.
Kleine Zeitung „Die DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2020“ weiterlesen

Die MITTWOCH-PRESSE – 4. NOVEMBER 2020

Foto: Wiener Staatsoper, (c) M. Pöhn

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Die MITTWOCH-PRESSE – 4. NOVEMBER 2020

„Musik und Kultur sind die Antwort auf Hass, Intoleranz und Gewalt“
RAI sendet Mozart-Requiem unter Karajan als Hommage an die Toten am Mittwoch auf RAI 5.
Wiener Zeitung

Wien
Publikum saß am Abend in Wiens Kulturtempeln fest
Staatsoperngäste ab 23.45 Uhr aus dem Haus am Ring evakuiert, im Burgtheater um 0.45 Uhr.
Wiener Zeitung

Wien/ Staatsoper
Der etwas andere Opernabend
Bis kurz vor Mitternacht saß das Publikum am Montag in der Staatsoper fest – und wurde mit Zugaben beschenkt. Ein Erlebnisbericht.
Wiener Zeitung

Wiener Philharmoniker auf Quarantänetournee in Japan
Unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen konnte Österreichs Spitzenorchester Reise trotz Corona antreten.
Wiener Zeitung

Kultur-Lockdown: Deutsche Musiker protestieren im Netz
Mit einem stummen Protest machten die Künstler auf ihre Lage in der Corona-Pandemie aufmerksam.
Wiener Zeitung

„Wien modern“: Ein kräftiges Trotzdem
Die Ruprechtskirche liegt jetzt mitten im Tatort des Terroranschlages in Wien. Das Konzert Klangautomat Ruprechtskirche am 8. November wurde allerdings schon im Vorfeld von Wien Modern aufgrund von Einreise-Bestimmungen abgesagt. Wie vom Großteil des geplanten Festivals-Programms bis 29. November wird es via Video-Dokumentation und Stream dennoch zu erleben sein.
DrehpunktKultur

SangUndKlanglos“-Aktion zum neuen Lockdown: Kultur lässt die Stille sprechen
Der neue Corona-Teillockdown trifft vor allem die Kulturbranche hart. Für vier Wochen müssen Opern-, Theater- und Konzerthäuser wieder schließen. Das bereitet vielen Kulturschaffenden große Sorgen. Vor allem die Existenz der freiberuflichen Künstler ist gefährdet. Mit einer neuen Aktion reagieren Musiker auf den Kultur-Lockdown: #sangundklanglos. Jetzt soll die Stille sprechen.
BR-Klassik.de „Die MITTWOCH-PRESSE – 4. NOVEMBER 2020“ weiterlesen

Die DIENSTAG-PRESSE – 3. NOVEMBER 2020

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Die DIENSTAG-PRESSE – 3. NOVEMBER 2020

Roberto Alagna. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Kulturverliebte
Was für ein Wort, es geht bei uns runter wie Öl: Kulturverliebte. Diese Kulturverliebten, so Bundeskanzler Sebastian Kurz heute Montag (2.11.) im Ö1-Morgenjournal, „kritisieren die Schließung der Kulturstätten“, ähnlich wie „sportliche Menschen“ mit der Schließung von Sportstätten hadern.
Das alles, so der Bundeskanzler mit tief humanistischem Verständnis, sei nur zu verständlich. Schließlich könne „jede einzelne Maßnahme für sich diskutiert werden“. Aber irgendwo müsse man eben anfangen mit dem Zusperren.
DrehpunktKultur

Wien/ Staatsoper
Staatsoper: Danke vor der großen Generalpause
„Kitschismo“-Klassiker „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“ mit Roberto Alagna – und demonstrativem Beifall – an der Wiener Staatsoper
Der Standard

Staatsoper: Die letzte Vorstellung bevor der Vorhang (wieder) fällt
„Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“ in der Staatsoper: stimmlich ein klarer Sieg für Leoncavallo. Roberto Alagna schluchzt, das Publikum jubelt.
Die Presse

Letztes großes Drama mit Roberto Alagna
„I Pagliacci“ und „Cavalleria rusticana“ an der Wiener Staatsoper.
Wiener Zeitung

Berlin/ Komische Oper
Kosky inszeniert Offenbach: Madame, wie schön klingt doch Ihr Bariton!
Gerade noch geschafft: An der Komischen Oper feiert Barrie Koskys Inszenierung der „Großherzogin von Gerolstein“ Premiere.
Tagesspiegel

Koskys „Großherzogin von Gerolstein“: 100 % Blödsinn
Die Großherzogin von Gerolstein“ an der Komischen Oper ist Barrie Kosky unplugged – aber auch Premiere und Dernière zugleich.
Berliner Morgenpost

Premiere als Dernière? – Offenbachs „Die Großherzogin von Gerolstein“ an der Komischen Oper Berlin
Neue Musikzeitung/nmz.de

München/ Bayerische Staatsoper
Ein berührender Moment: Die Nachtigall singt dem Menschen die Liebe ein
Ich hatte eine Premierenkarte, doch die wurde storniert ob der Coronazahlen und der einhergehenden Reduzierung auf 50 Personen als Publikum. In einem Haus, das 2000 Personen Platz bietet. Tapfer klatschen und trampeln diese 50. Am Bildschirm schmerzt mich dieser Anblick.
Frank Heublein berichtet aus der Bayerischen Staatsoper München
Klassik-begeistert

München
Fünfzig Zuschauer: Oper „Die Vögel“ in München aufgeführt
Im Münchner Nationaltheater hat am Samstagabend die Neuinszenierung der Oper „Die Vögel“ Premiere gefeiert. Für das Stück waren nur 50 Zuschauer zugelassen.
Münchner Abendzeitung

Ladas Klassikwelt 53: Die singende Weltreise mit Telemann
Die Pandemie verbreitet sich immer mehr, ein neuer „Lock down“ fängt gerade an, und Reiseeinschränkungen wurden eingeführt. Was bleibt für uns Musikliebhaber, wenn nicht musikalische Reisen in Zeit und Raum? Mit Georg Philipp Telemann können wir sogar eine Weltreise unternehmen. Er vertonte 36 geografische Lieder, die am 30. Oktober 1708 in Hildesheim ihre Uraufführung hatten. Aus den Texten des Dichters Johann Christoph Losius können wir lernen, wie Europa und die Welt um die Wende des 18. Jahrhunderts aussahen.
Die Lieder wurden im Barockstil nach italienischen und französischen Mustern für eine Solostimme mit Begleitung komponiert. Sie haben einen einfachen, nicht sehr virtuosen Charakter, da sie für Schüler des Andreanum Gymnasiums in Hildesheim zum Singen gedacht waren. Der Schulleiter des Gymnasiums, Johann Christoph Losius (1655-1732), war ein Dichter mit dem Ehrentitel Poeta Laureatus *. Er schrieb Gedichte und Theaterstücke, die auf der Bühne des Gymnasiums aufgeführt wurden. Er wählte den begabtesten Schüler Georg Philipp Telemann (1681-1767), um die Musik für seine „Singende Geographie“ zu komponieren.
von Jolanta Łada-Zielke
Klassik-begeistert

Ein Licht in unsere Dunkelheit – Händels „Messias“ als CD-Einspielung unter Justin Doyle
Ich will nicht darüber schreiben, wie gerade alles den Bach hinuntergeht. Ich will nicht darüber schreiben, wie ausgesprochen schlecht die momentane Situation für so viele ist. Wie schlecht es auch den Menschen geht, die diesen Blog beschäftigen: Kulturschaffende auf allen Seiten der Bühne. Denn, dass denen langsam aber sicher die Puste ausgeht, wissen hoffentlich schon alle. Stattdessen möchte ich berichten, wie in die Welt gerade ein Licht hineinscheint: Es gibt einen neuen Messiah!
Eine CD-Besprechung von Gabriel Pech
Klassik-begeistert

Österreich
Kulturszene zwischen Verständnis, Kritik und Wehmut
Museen sehen Schließung gespalten. Musiktheater sind froh, proben zu dürfen. Viele zeigen sich erschüttert bis traurig. Staatssekretärin Mayer „blutet das Herz“
Der Standard

Der französische Komponist Jules Massenet: Liebling der Pariser Salons
Da staunt sogar der Fan: Dirigent Jean-Luc Tingaud hat Raritäten von Jules Massenet mit dem Royal Scottish National Orchestra eingespielt.
Tagesspiegel „Die DIENSTAG-PRESSE – 3. NOVEMBER 2020“ weiterlesen

Die MONTAG-PRESSE – 2. NOVEMBER 2020

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Die MONTAG-PRESSE – 2. NOVEMBER 2020

Die Vögel: Caroline Wettergreen (Nachtigall), Michael Nagy (Ratefreund), Charles Workman (Hoffegut). Foto: © Wilfried Hösl

München
Fünfzig Zuschauer: Oper „Die Vögel“ in München aufgeführt
Die Zeit.de

„Die Vögel“ an der Bayerischen Staatsoper in München: Castorf macht’s vogelwild
BR-Klassik.de

Oper im Lockdown: Frank Castorf hat keine Lust
Die Welt.de

Berlin/ Philharmonie
Das letzte Konzert und was für eines! Petrenko und die Berliner Philharmoniker
Die Berliner Philharmonie bietet einen traurigen Anblick an diesem Vormittag. Garderoben und Foyer-Buffets sind geschlossen, die Stimmung im Saal, in dem rund 600 Zuschauer nur die Hälfte der verfügbaren Sitzplätze einnehmen, wirkt gedrückt. Jeder weiß, dieses Konzert könnte nicht nur bis Ende November, sondern auf unabsehbare Zeit das letzte sein. Mit den Berliner Philharmonikern und überhaupt.
Von Kirsten Liese
Klassik-begeistert

Österreich
Betroffene zwischen Verständnis und Kritik
Die Museen können die Schließung teils nicht nachvollziehen. Die Musiktheater sind zumindest froh, dass geprobt werden darf.
Wiener Zeitung

Berlin/ Komische Oper
„Großherzogin von Gerolstein“: Mit Barrie Kosky liebt man, was man hat
Die Komische Oper verabschiedete sich mit der Premiere von Offenbachs „Großherzogin von Gerolstein“ schwungvoll und vielsagend in den Lockdown.
Berliner Zeitung „Die MONTAG-PRESSE – 2. NOVEMBER 2020“ weiterlesen

Ein berührender Moment: Die Nachtigall singt dem Menschen die Liebe ein

Die Vögel fordern die Götter heraus. Zeus greift ein. Foto: © Wilfried Hösl

Rezension des Videostreams: Walter Braunfels‘ „Die Vögel“
Bayerische Staatsoper München, Premiere am 31.10.2020

von Frank Heublein

Ich hatte eine Premierenkarte, doch die wurde storniert ob der Coronazahlen und der einhergehenden Reduzierung auf 50 Personen als Publikum. In einem Haus, das 2000 Personen Platz bietet. Tapfer klatschen und trampeln diese 50. Am Bildschirm schmerzt mich dieser Anblick. „Walter Braunfels‘, „Die Vögel“,
Bayerische Staatsoper München, Premiere 31. Oktober 2020“
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Ladas Klassikwelt 53: Die singende Weltreise mit Telemann

von Jolanta Łada-Zielke

Die Pandemie verbreitet sich immer mehr, ein neuer „Lock down“ fängt gerade an, und Reiseeinschränkungen wurden eingeführt. Was bleibt für uns Musikliebhaber, wenn nicht musikalische Reisen in Zeit und Raum? Mit Georg Philipp Telemann können wir sogar eine Weltreise unternehmen. Er vertonte 36 geografische Lieder, die am 30. Oktober 1708 in Hildesheim ihre Uraufführung hatten. Aus den Texten des Dichters Johann Christoph Losius können wir lernen, wie Europa und die Welt um die Wende des 18. Jahrhunderts aussahen.

Die Lieder wurden im Barockstil nach italienischen und französischen Mustern für eine Solostimme mit Begleitung komponiert. Sie haben einen einfachen, nicht sehr virtuosen Charakter, da sie für Schüler des Andreanum Gymnasiums in Hildesheim zum Singen gedacht waren. Der Schulleiter des Gymnasiums, Johann Christoph Losius (1655-1732), war ein Dichter mit dem Ehrentitel Poeta Laureatus *. Er schrieb Gedichte und Theaterstücke, die auf der Bühne des Gymnasiums aufgeführt wurden. Er wählte den begabtesten Schüler Georg Philipp Telemann (1681-1767), um die Musik für seine „Singende Geographie“ zu komponieren. „Ladas Klassikwelt 53, Die singende Weltreise mit Telemann
klassik-begeistert.de“
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Ein Licht in unsere Dunkelheit – Händels "Messias" als CD-Einspielung unter Justin Doyle

Foto: RIAS Kammerchor Berlin © Matthias Heyde

CD-Besprechung: Georg Friedrich Händel, Der Messias

RIAS Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
Justin Doyle, Dirigent

von Gabriel Pech

Ich will nicht darüber schreiben, wie gerade alles den Bach hinuntergeht. Ich will nicht darüber schreiben, wie ausgesprochen schlecht die momentane Situation für so viele ist. Wie schlecht es auch den Menschen geht, die diesen Blog beschäftigen: Kulturschaffende auf allen Seiten der Bühne. Denn, dass denen langsam aber sicher die Puste ausgeht, wissen hoffentlich schon alle. Stattdessen möchte ich berichten, wie in die Welt gerade ein Licht hineinscheint: Es gibt einen neuen Messiah! „CD-Besprechung: Georg Friedrich Händel, Der Messias, RIAS Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin, Justin Doyle“ weiterlesen

Das letzte Konzert und was für eines! Petrenko und die Berliner Philharmoniker

Philharmonie Berlin, 31. Oktober 2020, 11 Uhr
Berliner Philharmoniker
Leitung: Kirill Petrenko
Foto: Kirill Petrenko (c)

Andrew Norman: Sabina. Fassung für Streichorchester (Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker)
Richard Strauss: Metamorphosen
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 9 op.70

von Kirsten Liese

Die Berliner Philharmonie bietet einen traurigen Anblick an diesem Vormittag. Garderoben und Foyer-Buffets sind geschlossen, die Stimmung im Saal, in dem rund 600 Zuschauer nur die Hälfte der verfügbaren Sitzplätze einnehmen, wirkt gedrückt. Jeder weiß, dieses Konzert könnte nicht nur bis Ende November, sondern auf unabsehbare Zeit das letzte sein. Mit den Berliner Philharmonikern und überhaupt.

Aber kaum sind die Musikerinnen und Musiker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko der Reihe nach aufgetreten, hellt sich der graue, verregnete Vormittag schon deutlich auf. Mit dem für ihn typischen verschmitzten Lächeln und erkennbar in freudiger Erwartung auf das Programm besteigt Petrenko das Podium. „Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko
Philharmonie Berlin, 31. Oktober, 11 Uhr“
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Die SONNTAG-PRESSE – 1. NOVEMBER 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE – 1. NOVEMBER 2020

Foto: Andris Nelsons, Von FloSch – Eigenes Werk (eigenes Bild), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=120147

München
Andris Nelsons im Gasteig: Die Richtigen kommen zusammen
Andris Nelsons und die Philharmoniker mit Debussy, Beethoven und Wagner im Gasteig.
Münchner Abendzeitung

Kirill Petrenko mit flexibler Programmgestaltung
Man ist in diesen besonderen Zeiten froh über jedes Konzert, das stattfinden kann. Um die jeweilige Dauer von maximal 90 Minuten und eine vertretbare Orchesterstärke nicht zu überschreiten, muss da und dort das Programm verändert werden. So geschehen beim jüngsten Konzert der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko.
Peter Sommeregger berichtet aus der Berliner Philharmonie
Klassik-begeistert.de

Hamburg
Tschaikowski molto elegante in Hamburg
Zwei der genialsten Werke Tschaikowskis an einem Abend. Noch ein Mal schöne Musik vor dem Lockdown. Und in neun Monaten dreimal dasselbe Stück hören; in welchem Konzertsaal ist das schon möglich?
Johannes Karl Fischer berichtet aus der Elbphilharmonie Hamburg
Klassik-begeistert

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz: Folge 12
Corona, Corona, Corona – Sie können es wahrscheinlich längst nicht mehr hören. Verständlich. Allerdings bieten Krankheiten natürlich auch vielfältige Bezugspunkte zur Klassischen Musik. Glauben Sie nicht? Dann starten Sie doch mal die aktuelle, zwölfte Ausgabe unseres Quiz. Viel Erfolg – und bleiben Sie gesund!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-12/

München/ Bayerische Staatsoper
„Die Vögel“ von Walter Braunfels. Premiere in Staatsoper-TV
Erste Eindrücke von Tim Theo Tinn
www.onlinemerker.com

Österreich
Zweiter Lockdown ab Dienstag: Keine Veranstaltungen, Schulen bleiben offen, Ausgangsbeschränkungen
Der Standard

Der Lockdown auf einen Blick. Was ist erlaubt, und was nicht?
Theater/ Museen geschlossen
Sämtliche Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios, Hallenbäder, Museen, Kinos oder Tierparks werden geschlossen.
https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/der-lockdown-auf-einen-blick-94969672

Eine Auffassung, der ich mich anschließe. Solidarität, so schmerzhaft es auch ist
Es war zu ahnen und trotzdem haben wir den ganzen Tag die Daumen gedrückt und als Mantra vor uns hingemurmelt: „Nicht die Theater, bitte schließt nicht die Theater (und Konzerthäuser)! Das trifft die Falschen!“ Und als die Entscheidung dann raus war, wollte man sich sofort dem gerade veröffentlichten Offenen Brief der Leitung des Staatstheaters Mainz anschließen (hier zu lesen. Aber mit ein bisschen Distanz zu sich selbst als Opernfreund kann man erkennen: Die erste emotionale Reaktion liegt neben der Spur.
https://festspiele-forum.de/index.php?thread/1371-corona-virus/&pageNo=146

CoV-Verschärfungen: Kulturszene verbündet sich
Noch ist offen, welche Maßnahmen und Verschärfungen die Bundesregierung im Kampf gegen die steigenden Covid-19-Infektionen im Detail präsentieren wird. Die steirische Kulturszene ruft nun gemeinsam zur existentiellen Absicherung und Zusammenhalt auf.
https://steiermark.orf.at/stories/3073812/

Auftakt Wien Modern: „Kultur ist gewollt und gebraucht“
Wiener Zeitung

Deutschland
Kulturbetriebe vor der Schließung
Musik und Kunst bis zur letzten Minute – und viel Frust
https://www.mdr.de/sachsen/corona-schutzverordnung-kultur-schliessung-100.html

Wie die Musikszene auf den November-Lockdown reagiert „Wütend zu sein, ist richtig“
BR-Klassik.de

Kultur kritisiert Lockdown Lockdown? Knockdown!
Privattheater, Freie Szene, Philharmoniker und selbst die Kulturstaatsministerin: Am Tag nach der Entscheidung formieren sich Kritik und Forderungen.
https://www.der-neue-merker.at/aktuelles.php

Berlin
Der BER hat als „schräger Ort“ auch Kulturschaffende angeregt
Das Flughafenprojekt in Schönefeld diente als Inspiration für eine Oper, eine Uhr und den Wowi-Joker.
Berliner Zeitung

München
Stephan Braunfels über „Die Vögel“ im Nationaltheater
Stephan Braunfels über die Oper „Die Vögel“ seines Großvaters, die am Samstag im Nationaltheater als letzte Vorstellung vor dem Lockdown herauskommt.
Münchner Abendzeitung „Die SONNTAG-PRESSE – 1. NOVEMBER 2020“ weiterlesen